Christos Krümmer IV

3. September 2010

Es wurde Zeit das Sir Edward wieder auf die Straße kommt. Er stand nun über einen Monat ungenutzt in der Garage.
Also weiter gemacht, wo ich zuletzt aufhören musste.
Es musste ja auch nur noch der Vergaser wieder drauf und der Auspuff zusammen.
Den Auspuff habe ich jetzt wieder nur lose gesteckt und wie geplant mit der vorderen Halteschelle fest verklemmt:
Fächerkrümmer Einbau final 1
Da pustet er jetzt zwar noch ein wenig dran vorbei, aber das dürfte sich bald zugesetzt haben.
Wie ihr auf dem Bild erkennen könnt, passt jetzt komischerweise die vordere Aufhängung an der Getriebeglocke nicht mehr. Mal sehen, wie ich das löse. Ich weiß aus dem R3W-Forum das viele Leute seit Jahren problemlos ohne diese Aufhängung fahren. Aber mein Gewissen wäre schon ruhiger, wenn der Auspuff dort zusätzlich stabilisiert würde. Jetzt hängt er nämlich nur an den Stehbolzen im Motorblock und an den zwei Riemen am Endschalldämpfer.
Da ich den Vergaser ja auch gerade mal los hatte, habe ich da auch einen meiner Anfängerfehler beseitigt.
Bei der Erneuerung der Benzinleitungen, hatte ich Schlauchschellen mit offenem Gewinde verwendet:
Fächerkrümmer Einbau final 3
Das ist im KFZ absolut *Pfui*! Wie man auf dem oberen Bild nämlich schön erkennen kann, schneiden die Aussparungen des Bandes in den Schlauch ein und können mit der Zeit zu Undichtigkeiten führen. Unschöne Sache, so direkt über dem heißen Motorblock…
Daher sitzen an dieser Stelle jetzt auch glatte Schellen.
Danach konnte das Abtropfblech wieder auf den Ansaugkrümmer und der Vergaser drauf:
Fächerkrümmer Einbau final 4
Bei Auto Feldmann war man so nett und schenkte mir Ersatz für die fehlende Schraube der Vergaserglocke. Vielen Dank!

Damit konnte es ans einbrennen des Hitzeschutzbandes gehen.
Um die Nachbarn nicht zu verärgern, dachte ich mir, dass ich das im fahrenden Betrieb bzw. im nahen Industriegebiet mache.
Schön gedacht. Schlecht gemacht…..
Es ging exakt so lange gut, bis ich vom Hof war und mich im fließenden Verkehr befand.
Dann ging das gequalme los:
YouTube Preview Image
Ich hatte ja schon gehört, dass es übel sein soll, aber so?!
Hätte ich es nicht vorher gewusst, hätte ich gedacht, mir fackelt die Karre ab.
Als es so schlimm wurde, dass ich kaum noch sehen konnte und aus dem röcheln nicht mehr raus kam, bin ich rechts ran gefahren und hab ihn mitten in einer Spielstraße zu Ende räuchern lassen.
Während er dort so vor sich hin qualmte, musste ich verschiedene Passanten davon überzeugen, dass ein Anruf bei der Feuerwehr mich nicht so richtig weiter bringen würde. Wie z.B. zu Beginn dieses Videos:
YouTube Preview Image
Temperaturtechnisch ist es aber echt unglaublich, was dieses simple Band bringt! Konnte man früher die Vorratswanne des Vergasers kaum anfassen, so heiß war sie, so ist sie jetzt nur noch “warm”. Den Krümmer kann man jetzt direkt nach abstellen des Motors anfassen ohne Grillpfoten zu bekommen:
YouTube Preview Image
Der Sound hat sich übrigens auch merkbar verbessert:
YouTube Preview Image
Ebenso der Anzug! Die ca. 6 Extra-PS dank geportetem Einlass und Fächerkrümmer merkt man deutlich! Selbst mit der momentan noch verbauten Unterbrecherkontakt-Zündung. Ich bin gespannt, wie er mit der 123ignition ab geht!
Ein runder Erfolg also soweit. Ich bin glücklich!

Zweiradler sind rechts. Zumindest relativ…

2. September 2010

Habichtfreak war so freundlich mich auf diesen Thread im Simsonforum hin zu weisen.

In Kurzform geht es darum, ob ein Zweiradfahrer (Mofa, Kleinkraftrad, Motorrad, etc.) auch innerhalb seiner rechten Fahrspur möglichst weit rechts fahren muss.

Dies führt nämlich häufig dazu, dass sich PKW-Fahrer genötig fühlen auch bei Gegenverkehr zu überholen und so alle Beteiligten zu gefährden.

Da der Paragraphendschungel mein täglich 2-Takt-Gemisch finanziert, will ich mal versuchen ein wenig fundierte juristische Kenntnisse zu der Diskussion bei zu tragen:

Bezüglich des Fahrens in der Mitte der (einzigen) rechten Spur ist die Gesetzeslage leider nicht eindeutig. Daher muss ich dafür ein wenig weiter ausholen:

§ 2 StVO sagt in Absatz zwei:
“Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, ….”

Das bezieht sich auf das Rechtsfahrgebot aus Absatz 1. Man muss also nicht nur (im Normalfall) immer die rechte Spur einer Straße nehmen, sondern auch auf dieser immer möglichst weit rechts fahren.

Allerdings darf dieses Gebot nicht so weit führen, dass man sich selbst in Gefahr begibt bzw. einen andere gefährden.
§ 1 Absatz zwei StVO sagt: “Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.”

Die Leute dürfen einen Krad-Fahrer also nicht so überholen, dass er gefährdet wird (Gegenverkehr, zu geringer Seitenabstand, etc.).
Das sie das trotzdem immer wieder machen, ist natürlich jedem von uns bewusst.

Dagegen kann man aber nix machen (außer natürlich alle anzeigen…).

Scheint also auf den ersten Blick aussichtslos mit in der Mitte fahren.

Allerdings gibt § 2 Absatz zwei StVO einem mit dem Wort “möglichst” einen sehr weiten Spielraum…
Wenn es einem nicht möglich ist, weiter rechts als in der Mitte einer Fahrbahn zu fahren, ohne dass man sich selbst (durch die Überholvorgänge anderer) gefährdet, kann einem keiner ans Zeug flicken.
Darüber hinaus hat man auch noch selbst §1 StVO auf seiner Seite. Der gilt ja auch für uns Moppedfahrer….
Dadurch, dass wir ganz rechts außen fahren, ermutigen wir den hinter uns Fahrenden zu einem (auch für ihn) gefährlichen Überholmanöver….
Das ist also auch nicht erlaubt und spricht also weiterhin für ein Fahren in der Mitte.
Normales (gesetzeskonformes) Überholen ist dem nachfolgenden Verkehr bei freier Gegenspur ja immer noch möglich (er wird also nicht von dir [mehr also von einem normalen PKW] behindert).

Es ist daher trotz § 2 StVO zulässig mit seinem Krad in der Mitte der rechten Fahrspur zu fahren! Ein Bußgeld dürfte es dafür nicht geben.

Sollten Fahrschullehrer/Ordnungshüter/andere Kraftfahrer anderer Ansicht sein, so bin ich auf ihre Argumente gespannt. Ich lasse mich da gerne überzeugen.

Was allerdings verboten ist, ist das fahren ganz links in der rechten Spur. Da kann man sich mit “möglichst” nicht mehr raus reden. Auch ist man verpflichtet, sofern es der Verkehr zu lässt (also z.B. auf freier Strecke ohne Fahrzeuge hinter einem) ganz rechts zu fahren, um den Sicherheitsabstand zum Gegenverkehr zu maximieren.

P.S.: Das obige stellt nur meine persönliche Meinung dar und ist kein verbindlicher Rechtsrat!

Des Führers 1000-jähriges Reich – Live in meiner Garage!

1. September 2010

Als Jurist stolpert man ja immer wieder über Gesetze und Verordnungen, die man im ersten Moment für Scherze hält.
So war es auch, als ich im Zusammenhang mit einem Nachbarschaftsstreit über die
Reichsgaragenordnung (RGaO)
stolperte.
Kein Scherz! Die gibts wirklich. Hat 203 Seiten. Und sie ist noch immer in Kraft!
Sie regelt z.B. bis heute in Deutschland und Österreich wie viele Parkplätze man bei der Bebauung eines Grundstücks anlegen muss.
Wenn es euch interessiert, bekommt ihr sie hier im Volltext.

Bei näherer Recherche bin ich dann noch auf diesen Auszug gestoßen:

“Der Endsieg der Reichsgaragenordnung
In der „Ganze Woche” vom 17.12.04 stand unter dem Titel
“Hitlers Wille, Hitlers Freude” in einem Artikel des Verkehrsexperten Professor Koblacher zu lesen:
In der gesamten Geschichte der Menschheit und des Siedlungswesens hat es eine derart menschenverachtende Bestimmung nicht gegeben, wie sie Hitler am 17. Februar 1939 eingeführt hat: die Reichsgaragenordnung.
Die Präambel zur Reichsgaragenordnung, die auch heute die Grundlage aller Bauordnungen in Österreich und Deutschland ist, sofern es sich um das Verkehrssystem handelt, beginnt mit den Worten: “Die Förderung der Motorisierung ist das vom Führer und Reichskanzler gewiesene Ziel.”
(…) Lebensraum für das Auto war das Ziel dieser Garagenordnung, ohne Wenn und Aber, auf Kosten aller anderen Werte. Die Faszination des Autos ist so groß, dass der Mensch diese diktatorische Maßnahme bis heute widerspruchslos akzeptiert und die kühnsten Träume Hitlers auf diese Art und Weise erfüllt.
Das menschenverachtende politische System wurde zum Glück nicht nur abgeschafft, sondern sogar gesetzlich verboten, seine technische Ausführung hingegen erfreut sich bis heute weltweiter Anwendung.
Jetzt wissen wir es also, das größte Verbrechen der Nazis war die Reichsgaragenordnung.
Und obwohl das Großdeutsche Reich nimmer bis Hammerfest, El Alamein und Stalingrad reicht, ja nicht einmal mehr von der Maas bis an die Memel und von der Etsch bis an den Belt, erfreut sich gerade dieses menschenverachtendste NS-Gesetz sogar weltweiter Anwendung.
Hat der Führer zumindest hinblicklich Reichsgaragengesetz den Krieg gewonnen und damit die Weltherrschaft der Automobilsten durchgesetzt?
ENTNOMMEN AUS:
http://www.antifa.co.at/news/scherz/”

Der Artikel ist natürlich sehr polemisch und ein klassisches Antifa-Werk, aber mit gesunder Distanz durchaus amüsant.
Der Reichsgaragenordnung verdanken wir es übrigens auch, dass wir unsere Moppeds nicht mehr in der Wohnung parken dürfen.

Schön, wenn an einen gedacht wird II

Und noch einer hat an mich gedacht.
Mein alter Studentop-Kriegskamerad Heiko wies mich auf die Designideen von Cornelius Comanns hin.
Dieser hat ein Wohnmobil auf Piaggio Ape 50-Basis entworfen:

Weitere Detailbilder gibts hier.

Eine sehr sexy Idee, wie ich finde!
Allerdings (wie bei einer Studie zu erwarten) gibt es reichlich unpraktikable Details:

Der Laptop (u.a. als Navigationshilfe gedacht) ist aufgeklappt bei Rechtskurven sicherlich im Konflikt mit dem Ellenbogen und die linke Seitentür ist bei diesem festen Tischchen sinnfrei.

Bei gedrehtem Stuhl ist kein Platz mehr für Beine und ich bezweifle daher auch, dass er sich mit einer Person drauf überhaupt drehen lässt.
Der im ersten Bild ersichtliche, fest installierte, hintere Tisch degradiert die hinteren Türen/Heckklappen zu Wäschehaltern und Sonnen-/Regenschirmen. Oder man kommt nur per Hechtsprung rein.
Naja und noch ein paar mehr Dinge fallen mir auf….

Allerdings alles nix, was man nicht mit etwas Ingeniösität hinbekommen könnte.
Sobald ich arbeitslos, reich und einsam bin, mache ich mich an die Arbeit!

Schön, wenn an einen gedacht wird

31. August 2010

Ich freue mich immer sehr, wenn Menschen an mich denken. Besonders, wenn sie positiv an mich denken.
Über das Simsonforum schrieb mich, der ebenfalls Duo 4/1 fahrende, Akcrazy an und schickte mir folgenden Zeitungsausschnitt aus dem “Courier“:
Courier26August2010
Hier im Volltext
.
Über den Peel P50 hatte ich ja schon mal berichtet.
Lustige Idee, ihn wieder zu beleben. Kommt mit auf meine Liste. Allerdings glaube ich nicht wirklich an eine Straßenzulassung in Deutschland.

Bestellen könnt ihr den E-Peel übrigens schon jetzt hier.

5:43

30. August 2010

Unser Mofaurlaub hat sich auch in anderer Hinsicht gelohnt.
Ich durfte die Spielzeugauto-Kiste des kleinen Bruders der Besten bezüglich Nachschubs für meine Pinnwand durchwühlen:
Pinnwand 2
Er behielt sich ein Vetorecht vor, nutzte es aber nur bei einem Hot-Rod auf Ford-A Basis, einem 36er Cadillac Landaulet und einem (zweiten) Jaguar XK 120. Den Rest meiner reichhaltigen Beute durfte ich als Bezahlung für unmoralische Computerdienste mit nach Hause schleppen.
Ich erhielt:

  • Jaguar XK 120
  • Renault Eiswagen mit ausziehbarer Markise
  • Mercedes-Benz 230 G
  • Mercedes-Benz 300 SL (Flügeltüren zu öffnen)
  • Mercedes-Benz 500 Pullman
  • Bugatti ??? (als “Spider-Car”)
  • Citroen 2CV
  • BMW 325i Baur Cabriolet
  • VW Golf I Cabriolet (mit Anhängerkupplung)
  • VW Käfer 1300
  • Wohnwagen (zu öffnende Tür)
  • Vauxhall Astra Mark I GTE (rechts gelenktes Modell)
  • Land Rover

Pinnwand 3

Zwischenzeitlich haben auch ein Dodge Charger, ein Mustang Mach 1, ein weiterer VW Käfer und ein Gruppe 2 Porsche zu mir gefunden.
Langsam füllt sich meine Pinnwand:
Pinnwand 1

Ich hab noch zwei fette Magneten übrig. da würde ich gerne alte LKWs, wie z.B. den Opel Blitz, drauf pappen. Mal sehen, ob ich da was finde.

Familienmotto deluxe II

28. August 2010

Ach ja “Mofas”…stimmt. Da war was….. hätte ich beinah vergessen.
Unsere Boliden waren vollgetankt und für 14 Tage mit Gepäck beladen:
Mofaurlaub 2010 1

Mofaurlaub 2010 2

Mofaurlaub 2010 3

Mofaurlaub 2010 4

Also die Packesel angestrampelt und bei strahlendem Sonnenschein los. Wir grinsten über beide Ohren bei den ungläubigen Blicken der Passanten und sahen einem traumhaften Urlaub entgegen.
Das sollte exakt drei Kilometer weit anhalten.
Dann vermeldete die Beste von Allen bei ihrer Mars akuten Leistungsschwund und lautes Rasseln aus dem Zylinder…..

Eine kurzes horchen meinerseits, ergab die Vermutung: Kolbenring gebrochen und umherfliegen der Bruchstücke im Zylinder. Also fix aus gemacht und wieder nach hause geschoben.
Um in dieser niedergeschlagenen Stimmung wenigsten irgend etwas zu machen, kam die Mofa in den Werkkeller und ich hab mir die Geschichte näher angesehen. Erstmal alles gechecked, was sonnst rappeln könnte (nicht das ich den Zylinder ab nehme und es nur eine lose Schelle am Auspuff war…). Nix gefunden.
Also musste doch der Zylinder runter.
Kaum löse ich die Muttern vom Zylinderkopf, ergießt sich ein Bach in den Werkraum:
Mofaurlaub 2010 6
Mit abgenommenem Kopf erkennt man: Der Aufkleber “Wasser gekühlt” auf der Mars war ernst gemeint!
Mofaurlaub 2010 7
Nicht das der Zylinder irgend eine Form von Wasserpumpe hätte oder so! Das Kühlwasser dümpelt da einfach so vor sich hin. Ob das sinnvoll ist? Ich glaube ein massiver Aluzylinder mit entsprechender Verrippung führt die Wärme besser ab. Egal. Diese Überlegungen waren in dem Moment 12. rangig.
Mit abgezogenem Zylinder zeigte sich, dass ich (leider oder auch nicht) nicht Recht mit meiner Vermutung hatte:
Mofaurlaub 2010 8
Die Kolbenringe sind beide in bester Verfassung.
Die Kurbelwelle hat ein wenig seitliches Spiel, aber auch nicht wesentlich mehr, als Lolas Motor.
Ist mir ein Rätsel, warum der plötzlich rasselt wie ein Sack Schrauben!
Natürlich sind bei der Aktion die Dichtungen zerrissen. Den Zusammenbau kann ich mir also ebenfalls sparen, bis wuschels Care-Paket angekommen ist.

Damit war also der Mofa-Urlaub mit Mofas gestorben. Es galt mal wieder das Familienmotto: “ambitious but rubbish”

Allerdings ist mein Vater nicht der Einzige, der “spontan wie eine 18-jährige” ist. Daher wurde kurzerhand auf Kajak umgesattelt und raus gekommen ist ein traumhafter Urlaub, der mit Mofas nicht hätte besser werden können!
Außerdem läuft uns die Mofatour ja nicht weg. Nächstes Jahr gibts bestimmt wieder nen Sommer…

Allerdings wird die Mars wohl nicht mehr mit dabei sein…. die Beste von Allen vertraut ihr nicht mehr.

Familienmotto deluxe

26. August 2010

So, nun bin ich auch offiziell wieder daheim.
Die Mofatour war großartig! Ein toller Urlaub! Auch die beste Freundin von Allen ist begeistert.
Wir haben die Mecklenburgische Seenplatte abgeklappert. Einmal die ganz große Runde:
Mofaurlaub 2010 10
Start war im Süden am Kleinen Pälitzsee. Dann gings im Uhrzeigersinn rund:

  • Canower See
  • Labussee
  • Väzsee
  • Mössensee
  • Zotzensee
  • Mirower See
  • Granzower Möschen
  • Großer Kotzower See
  • Leppinsee
  • Jathensee
  • Gortowsee
  • Zierzsee
  • Useriner See
  • Großer Labussee
  • Woblitzsee
  • Obere Havel
  • Schwanenhavel (hin und zurück)
  • Drewensee
  • Wangnitzsee
  • Großer Priepertsee
  • Ellbogensee
  • Großer Pälitzsee
  • und wieder Kleiner Pälitzsee

Die Strecke betrug ca. 100 Km und war mit zwei Ruhetagen gut in 7 Tagen zu schaffen.
Unser Kajak haben wir bei “MüritzSport” gemietet.
Dort haben wir für ein 2er-Wanderkajak 80€ für 7 Tage gezahlt. Ein bisher ungeschlagener Preis.
Die Abholung war problemlos und recht fix war unser Lastkahn beladen:
Mofaurlaub 2010 11
Trotz Gepäck für 7 Tage, lagen wir noch ganz akzeptabel im Wasser. Selbst recht hohe Welle schwappten nicht übers ganze Boot.
Das Kajak hatte zwar schon reichlich Seemeilen auf dem Kiel und bedurfte etwas Optimierung mit Panzerklebeband und Spanngummis, aber es hat uns treu und zuverlässig begleitet. Der Preis war daher wirklich fair.
Leider erwischte uns am ersten Abend schon ein saftiges Unwetter mit sinflutartigen Regenfällen. Da half leider auch der von mir errichtete/verstärkte Schutzwall nix mehr:
Mofaurlaub 2010 19
Das Wasser kam von unten in unser Zelt und bildete dort Pfützen. Lecker. Natürlich waren unsere Schlafsäcke dann auch nass.
Allerdings sollten wir von da ab mit dem Wetter Glück haben. Es regnete zwar ab und zu mal, allerdings nur nachts bzw. wenn wir im Trockenen waren. Ansonsten herrschte eitel Sonnenschein, so dass wir anständig braun geworden sind und auch schwimmen waren. Die Seen hatten teilweise Badewannentemperatur.
Der Tag nach dem Unwetter hielt blauen Himmel für uns bereit, so dass wir unsere Schlafsäcke auf einem Steg trocknen konnten:
Mofaurlaub 2010 21
Zu essen gab es größtenteils Fertiggerichte. Am besten schmeckten uns überraschenderweise die “Tom Yum” Nudelgerichte:
Mofaurlaub 2010 31
Allerdings nur, wenn man von dem Gewürzpulver nur ein Viertel der angegeben Menge nahm. Ansonsten war es unessbar scharf…
Mit dem traumhaften Wetter einher gingen natürlich auch traumhafte Sonnenuntergänge:
Mofaurlaub 2010 42
Sehr schön fanden wir auch einige der Bootshäuser am Ufer:
Mofaurlaub 2010 43
Würde mir wohl auch gefallen. Würde ich sogar von Dreirädern auf Boote als Sammelobjekte umschwenken.
Die Stege waren unsere Lieblingsorte. Ob nun Abends mit ner Flasche Wein und im Wasser tobenden Kindern:
Mofaurlaub 2010 47
oder morgens mit einer lauernden Horde Blässhühner:
Mofaurlaub 2010 83
Aus Langeweile hab ich zwischendurch auch mal einen “Erdofen” gebaut, auf dem wir den ganzen Abend lang immer wieder gekocht haben:
Mofaurlaub 2010 52
Um vom Leppinsee zum Jathensee zu kommen, haben wir eine Pferdekutsche bestellt:
Mofaurlaub 2010 54
Das dauerte zwar, war aber sehr malerisch. das war der einzige Landtransfer auf unserer gesamten Strecke.
Altblech war eher Mangelware. Eine Simson Star stand am Straßenrand und eine Göttin aus den Niederlanden hatte sich zum zelten ins wilde Ostistan getraut:
Mofaurlaub 2010 82
Natur gabs natürlich auch reichlich:
Mofaurlaub 2010 68

Mofaurlaub 2010 77

Mofaurlaub 2010 81
und RUHE! Unbeschreibliche Ruhe….

Wir sind absolut begeistert von der Mecklenburgischen Seenplatte und kommen garantiert wieder! Vielleicht mieten wir zum nächsten mal mit Freunden ein Floß und wohnen darauf…. das würde uns auch sehr reizen.

Tag 6 : Larache – irgendwo 70 km südlich von Meknès

23. August 2010

Tag 6 : Larache – irgendwo 70 km südlich von Meknès ??? km
Tag 6: Larache - irgendwo 70 km südlich von Meknès
Wir hatten schon am Abend vorher mit den Teams “Øltanker” (159), “Elke Pohn” (202) und “Gourmetfizza” (204) abgemacht, dass wir dem Tross nicht wie geplant nach Marrakesch folgen wollten, sondern einen Abstecher nach Meknès machen und anschließend über den mittleren Atlas fahren wollten. Erst Abends wollten wir in Marrakesch bei den Anderen ankommen.
Unsere erste Nacht in den Zelten war bitter kalt gewesen. Man hört es ja immer wieder, dass es in Afrika nachts kalt sein soll, aber auf eine derartige Kälte waren wir nicht vorbereitet! Als wir früh morgens vor Kälte zitternd erwachten, zeigte das Thermometer unter 10°C! Unsere Zelte waren tropf-nass vom Tau.
Larache In The Morning
Ich nutzte die Langsamkeit der Anderen und spülte die erbeuteten Waschmittelkanister von Tag 1 mit der “Arnold-Schwarzenegger”-Methode aus. Ker, taten mir nachher die Arme weh!
Gegen 10 Uhr verließen wir den Campingplatz. Da niemand uns fragte und auch keine Kasse erkennbar war, sparten wir die Platzgebühr. Während Antje Richtung Meknès fuhr, schrieb ich den Bericht über den gestrigen Tag. Die Straßenverhältnisse haben, glaube ich nicht wesentlich zur Lesbarkeit meiner Handschrift beigetragen.
Zu unserer Belustigung auf der Fahrt, trug eine “Esel-Waschanlage” am Wegesrand bei. Dort standen ein halbes Dutzend Esel um einen Brunnen und wurden von ca. 7-10 Frauen gewaschen. Hätte ich das Auto-Shampoo mal nicht ausgespült…
In Meknès angekommen, stellten wir die Autos auf einem Parkplatz ab und Jan vom Team “Øltanker” handelte mit dem Aufseher aus, das dieser 20 Dirhams (ca. 1,80€) sofort und 30 weitere später, wenn unsere Autos unversehrt sein würden, bekommen sollte.
Danach machten wir uns auf in die alte Sultanats-Stadt.
Bab Mansour
Rebecca vom Team “Gourmetfizza” hatte einen Lonely Planet dabei und gab unsere Fremdenführerin. Das missviel natürlich den lokalen Fremdenführern sehr, welche uns auf Schritt und Tritt verfolgten.
PB120158
Rebecca führte uns in die Suqs fern ab der eh schon spärlichen Touristenströme.
Die kleinen Gassen beherbergen die jeweiligen Handwerkszweige und Händler.
Spice Souq
Die Metallbauergasse war erfüllt vom Gebrutzel der Schweißgeräte; in der Schlachtergasse war die Luft von leckerem Grillduft erfüllt; in der Bäckergasse wimmelte es vor Wespen; die Drechsler- und Schreinergasse bot tolles traditionelles Handwerk mit reich verzierten Stühlen und Schränken. Die Gasse der Fischhändler hingegen, musste man mit angehaltenem Atem durchgehen… So muss es bei Verleihnix gerochen haben.
Gegen 15 Uhr hatten wir alle Hunger und kehrten in einem traditionellen Restaurant ein, welches der Lonely Planet empfahl. Es befand sich kein Schild an der Tür des äußerlich normalen Wohnhauses. Wir trauten uns dennoch zu klopfen und man bat uns herein.
Als einzige Gäste erwartete uns ein Anblick wie aus 1001 Nacht: Schummriges Licht, rohe Lehmwände, dicke Teppiche und Kissen, reichhaltige Mosaikarbeiten und hohe Decken mit toll verzierten Stützbalken.
Schwitzten wir vorher noch bei über 30°C, so froren wir hinter diesen dicken Mauern.
One Thousand And One Nights
Da niemand von uns in der Lage war, die Speisekarte zu lesen, ließen wir den sehr netten Wirt uns einfach etwas zusammenstellen. Nachdem er unsere Bestellung aufgenommen hatte, teilte er uns mit, dass das Essen nur aus frischen Zutaten, welche sie jetzt für uns besorgen würden, bestehen würde. Sie würden keine vorbereiteten Speisen servieren. Es solle daher eine Stunde dauern, bis das Essen fertig sei. Er sagte weiterhin, dass wir in dieser Zeit uns gerne auf den Kissen zum schlafen legen könnten, oder aber auch das Restaurant verlassen könnten um weiter die Stadt zu besichtigen. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Hühnchen, welches wir später aßen, zu diesem Zeitpunkt noch fröhlich gackerte.
In diesem Restaurant machten wir dann unsere erste Bekanntschaft mit der afrikanischen Zeitauffassung. Erst gegen 18 Uhr (also 3 Stunden später!!) wurde das Essen serviert.
Als Vorspeise gab es eine Suppe, welche undefinierbar schmeckte mit frischem Fladenbrot.
Der Hauptgang waren verschiedene Platten mit der marrokanischen Variante der “Köttbullar” und scharfer Soße (wie ich sie schon in der afghanischen Botschaft kennengelernt habe), Hähnchenschenkel mit Gemüse auf Kuskus, Hähnchengeschnetzeltes im Teigmantel mit Zimt und Puderzucker (überraschend lecker!), sowie warme Dörrfeigen- und pflaumen.
Den Nachtisch bildete süßer Pfefferminztee mit atom-süßem Gebäck.
Ich hatte große Bedenken, ob ich das Essen vertragen würde. Insbesondere das Huhn machte mir Sorgen vor Salmonellen. Bisher ist mein Magen aber schön ruhig.
Eigentlich wollten wir am selben Tag ja noch die Serpentinen nach Marrakesch bezwingen. Da es aber über unser Essen dunkel geworden war, war uns die Strecke zu gefährlich. Unser Plan war daher, den Zeltplatz in Meknès zu finden und erst am nächsten Tag weiter zu fahren. Der Platz in Meknès befindet sich keine 500 Meter vom Königspalats.
Um ihn zu erreichen, musste man sogar über einen der Vorhöfe des Palastes fahren. Es war ein toller Anblick!
Bassin de l'Agdal At Night
Leider hatte der Campingplatz geschlossen. Ein Einheimischer meinte aber, dass 25 km zurück und 60 km in Richtung Marrakesch jeweils Zeltplätze wären. Zurück wollten wir nicht, also fuhren wir durch die sternklare Nacht Richtung Marrakesch. Natürlich war der zweite Platz auch geschlossen. Der Polizist, den wir nach Alternativen fragten, wusste keinen weiteren Platz. Wir beschlossen daher irgendwo versteckt am Straßenrand zu übernachten.
Als wir von der Straße zum ersten mal abfuhren, übersahen wir leider einen im Graben liegenden Stacheldraht! Unsere Eier hatten wahrscheinlich nur aufgrund unserer Wüstenschlitten Glück und verhedderten sich nicht.
Team “Elke Pohn”, das hinter uns fuhr, erwischte es schlimmer. Der Draht wickelte sich um ihre Vorderräder, sowie die Aufhängungen.
PB120160
Erst der vereinte Einsatz von Seitenschneidern, Taschenlampen und roher Gewalt befreite sie wieder.
PB120162
Ein paar Kilometer weiter, gab es wieder eine verlockend aussehende Stelle. Wir fuhren in einen kleinen Hohlweg, um hinter einer Bruchsteinmauer die Autos und Zelte vor neugierigen Blicken zu verstecken.
Kaum hatten wir jedoch angehalten, bemerkten wir einen Toyota Pick-Up, welcher hinter uns in den Weg eingebogen war. Darin saß (wie sich später herausstellte) Ismail, der lokale Schaf-Baron. Er fragte, was wir auf seinem Land wollten. Wir erzählten ihm in unserem gebrochenen Französisch unsere Trauergeschichte. Er meinte daraufhin, dass wir ihm folgen sollten. Wir dürften gerne auf seinem Land übernachten, er wüsste aber eine bessere Stelle zum zelten.
Er führte uns weiter von der Straße weg zu einer ebenen Fläche. Mehr konnten wir in der tief schwarzen Nacht nicht erkennen. Wir errichteten eine klassische Wagenburg mit unseren Autos in deren Mitte wir unsere Zelte aufbauten.
Corral
Uns allen war sehr mulmig zumute, konnten wir doch Ismails Geste nicht ganz einschätzen. Sollte dies die viel zitierte arabische Gastfreundschaft sein, oder eine der vielen Geschichten aus Marokkos Hinterland, die mit ausgeraubten Touristen endet? Am nächsten morgen sollten wir es wissen. So oder so….

Ob der ne Plakette bekommt?

21. August 2010

Auch die Hot Rod-Szene hat unter den Spritpreisen zu leiden. Darum gibts die jetzt auch mit Turbodiesel:
YouTube Preview Image

Suche

Seiten

Kategorien

Letzte Kommentare

Blogroll

Foren

Homepages

Privates

Wissensfundus

Archiv

Meta

Syndication