Oldtimer- und Teilemarkt für Autos und Motorräder in Verl-Kaunitz: 18. und19. September 2010
Klar, kann ich nicht alles davon mitnehmen, aber den Großteil will ich mal versuchen.
Leider überschneiden sich auch einige Termine. Mal sehen, wie ich da die Prioritäten verteile.
Die Truck-Trail-Meute scheint dieses Jahr nen Bogen um Osnabrück zu machen. Schade.
So würde ich diesen Artikel überschreiben. BussinesWeek fand “Fifty Ugliest Cars of the Past 50 Years” passender:
Interessant finde ich, dass ein recht hoher Anteil der dort gezeigten 50 Fahrzeuge sich bei uns in der Garage wiederfindet oder wiederfand. Dementsprechend erstaunt es mich auch nicht, dass ein noch wesentlich größerer Teil der dort gezeigten Fahrzeuge sich schon seit Jahren auf meiner imaginären Traumgaragenliste wiederfindet.
Naja, was will man von jemandem erwarten, der die Welt in die Krise gestürzt hat….
Nachdem Sir Edward nun in den Startlöchern für den Alltagseinsatz steht, mache ich mir Gedanken, ob so ein Automobilclub mir nicht das Quäntchen Sicherheit geben könnte, dass mich auf richtig langen Touren entspannt cruisen lässt.
Also mal fix das Netz durchstöbert. In Betracht kommen:
Eine kurze Selbstanalyse förderte bei mir als Bedarf hervor:
Pannenhilfe vor Ort
Rückführung des Fahrzeuges an den Wohnort
Das sind eigentlich die einzigen Dinge, die ich brauche. Pannenhilfe hat jede der Organisationen. Is also kein Unterscheidungsmerkmal.
Das mit der kostenlosen Rückführung hingegen ist schon wesentlich schwieriger. Meine Überlegung ist nämlich, dass mir eine Autowerkstatt bei Defekten in den seltensten Fällen helfen kann. Wer von denen kennt sich schon mit nem Reliant aus oder hat ne neue Zylinderkopfdichtung für den Rialto auf Lager?! Da man aber Reliants nicht selber abschleppen darf (Wo will man vorne das Abschleppseil fest machen?), benötige ich jemanden mit einem Abschleppwagen mit durchgehender Ladefläche, welcher mich und Sir Edward zurück nach hause bringt. Bedarf festgestellt…..
Lediglich der ADAC (bei seiner PLUS-Mitgliedschaft) und der AvD (bei der OldtimerCard) bieten eine kostenfreie Rückführung des Fahrzeuges an.
Damit sind die anderen schon mal raus.
Mein Großvater ist im ADAC und die sind wie ne Sekte. Da bringen mich keine zehn Pferde rein. Zu viel Schnick-Schnack und Bauernfängerei. Vor “spezial-Mitglieds-Sonderangeboten” vergisst man leicht, dass Pannenhilfe ihr eigentliches Geschäft sein sollte.
Zum Glück hilft die Kostenfrage als rationalerer Grund: ADACPlus = 79,50€/Jahr; AvD OldtimerCard = 49,-€/Jahr
Die AvD OldtimerCard ist darüber hinaus auch personenbezogen und nicht Fahrzeugbezogen. Da guckt die beste Freundin von Allen zwar traurig, aber ich bin genauso abgesichert, wenn ich mit einem unserer anderen Oldies unterwegs bin.
Die Stimmen im Netz bestärken mich weiterhin in meiner Tendenz zum AvD.
Ich lass mir mal Infomaterial zuschicken.
Meine Anfrage-E-Mail an die Profectis GmbH bezüglich des defekten Temperatursensors meiner Privileg 1029 HGE blieb unbeantwortet. Zumindest E-Mailtechnisch. Ein paar Tage später trudelte nämlich ein kleines Päckchen bei mir ein. Inhalt: Ein Thermostat und eine Rechnung über 9,28€.
Der Preis ist in Ordnung und wenn das den Fehler behoben hätte, wäre der Laden echt super gewesen!
Laut Aufdruck schaltet das Thermostat bei 120°C ein und bei 60°C aus.
Sieht nicht wirklich aus, wie das von mir identifizierte Teil, aber die werden schon wissen, was sie mir schicken dachte ich.
Also wieder Mikrowelle aufgeschraubt und mal gesucht, wo das vermeintlich kaputte Pendant sitzt.
Da versteckt sich der kleine Scheißer:
Austauschen war easy.
Leider verliefen alle anschließenden Tests nicht wirklich zufriedenstellend. Die Mikrowelle zeigt immer noch “Fehler 3″ an, wenn man die Heißluft-Funktion nutzen will. Kacke!
Danach habe ich geschätzte zehn mal versucht die Hotline von Profectis zu erreichen. Da ertönt für 0,14€/Min. natürlich immer nur eine Ansage, dass alle Leitungen belegt sind und man später wieder anrufen soll. Auch meine E-Mail blieb unbeantwortet. Mal sehen, ob ich von denen noch was höre.
Reparieren will ich meinen treuen Freund ja immer noch…
Nach dem Rückschlag letzte Woche, bin ich am Samstag mal zum nahen MaxBahr geradelt (Year, ich kann schon wieder Fahrrad fahren!) und hab mir nen 5er-Set Schlosserfeilen besorgt. Natürlich wurde vorher schlau gelesen. Hier gibts mal wieder nen schönen Artikel mit Grundwissen. Leider entsprach das Angebot bei MaxBahr exakt den Verheißungen dieses Testberichts. Die Dinger sind krumm und schief. Naja, sind 5 Jahre Garantie drauf… werde ich zu Tode schruppen und dann zurück bringen.
Egal.
Nachdem ich im 123ignition-eigenen Forum eine sehr aufbauende Antwort erhalten habe, stand mein Entschluss eher das Gehäuse der 123ignition zu bearbeiten, als den Motorblock.
Um nun zu wissen, wie viel vom Gehäuse ab muss, borgte ich mir von der besten Freundin von Allen einen Rouge-Stift in möglichst fieser Farbe (dann weint sie nicht so dolle, wenn er mit Motoröl zurück kommt). Die Dinger haben den Vorteil, dass sie noch schmieriger sind als billiger Nutten-Lippenstift.
Also fix die Ecke am Block abgeklebt und Rouge-Stift drauf geschmiert:
Danach das 123-Gehäuse abgeklebt, eingesteckt und ein wenig hin und her gedreht. Sollte das jemand von euch mal nachmachen müssen, so entfernt vorher die Gummi-Dichtung am Stumpf. Dann geht das rein und raus wesentlich leichter. Das Ergebnis war zufrieden stellend:
Kurz mit dem Cutter die markierte Linie nachgezogen und mit dem Edding nachgemalt:
Damit keine Späne am Schaft haften bleiben und sich nachher im Motor wieder finden, musste ich ihn irgendwie verpacken. Das Klebeband lag natürlich in der Garage. Die Dame auf meiner Arbeitsunterlage brachte mich aber auf eine gute Alternatividee:
Lümmeltüte lüppt super. Und die Noppen geben das extra bisschen Halt, das man braucht.
Nach ner Stunde Gegurke habe ich als ungeduldiger Mensch aber aufgegeben.
Ich hab kaum was vom Gehäuse abbekommen und hätte da Tage dran zugedracht. Außerdem musste ich ja auf gut Glück feilen, da ich ja nicht wusste, in welcher Stellung die 123 den Zündzeitpunkt hat. Da hätte ich vielleicht Stunden lang an einer Stelle rum gefeilt, die völlig unwichtig gewesen wäre.
Also zurück zum Übeltäter! Der Stufe im Block:
Diese abzufeilen hatte auch den Vorteil, dass sie nicht gerade nach oben lief, sondern schräg. Daher musste ich relativ wenig wegfeilen.
Ich habe dann eine halbrunde Vertiefung in die Stufe gefeilt, bis der 123-Körper sich frei drehen ließ. Passt jetzt haargenau:
Die Markierung am Ventildeckel war übrigens völlig überflüssig, da der neue Verteilerfinger anders steht, als das Original:
Danach gings ans anschließen und grobe einstellen. Laut Anleitung soll man das rote Kabel der 123ignition an den Plus-Pol der Zündspule anschließen und dann den Körper der 123 so lange im Uhrzeigersinn drehen, bis eine grüne LED leuchtet. Was hat mich das Teil zur Verzweiflung getrieben! Egal wie oft ich den Körper im Kreis drehte, da wollte nix leuchten! Bis mir irgendwann einfiel, dass es sicherlich helfen könnte, wenn man auch die Zündung einschaltet…..
Nachdem nun der Zündzeitpunkt grob eingestellt war, konnte ich an einen ersten Testlauf gehen!
Ich hab ja immer noch Angst vorm klingeln. Hab ja keine Ahnung, wie das klingt. Daher würde ich euch bitten, auch mal nen Ohr drauf zu haben. Keine Ahnung, ob die Soundqualität dafür ausreichend ist…
Die Stunde der Wahrheit:
Das war übrigens mit Choke und noch ohne Luftfilter.
Ich glaube meine Batterie ist etwas schwach auf der Brust. Er musste so lange drehen, weil er ewig nicht gelaufen ist und daher wohl erstmal nen bisschen Benzin aus dem Tank holen musste.
Danach gabs am Sonntag eine erste Runde auf dem lokalen IKEA-Parkplatz.
Hier mal Sir Edward im Leerlauf (warm ohne Choke). Den Sound habe ich künstlich lauter gemacht:
Hier mit normaler Lautstärke:
Und abschließend noch zweiter Gang Vollgas:
Subjektiv würde ich sagen, dass er die gleichen Geräusche wie vorher macht. Vielleicht sogar etwas leiser ist. Was die Performance betrifft, so scheint mir Kurve “0″ ziemlich nah an den Einstellungen des original Verteilers zu sein.
Leider ist hier in Osnabrück das Wetter momentan kaputt (kommen so kleine weiße Brocken raus), daher kann ich keine weiteren Tests machen. Sobald es aber wieder etwas besser wird, werde ich erstmal ein paar Kilometer mit Kurve “0″ abreißen um sie weiter zu testen.
Vielleicht fahre ich auch mal bei Auto Mobil Osnabrück vorbei, damit die mal nen Ohr dran halten.
P.S.: Wenn ihr übrigens mal wieder herzlich lachen wollt, lest euch mal die Reaktionen auf meinen Post bei oldtimer-info.de durch. Das ist immer so lustig da. Allerdings darf man dort echt nur mit nem gesunden Selbstbewusstsein Fragen stellen.
Es handelt sich dabei um Sebastians Blog, in dem er über seinen Selbstfindungstrip mit einem Simson Duo 4/1 (mit original Halbautomatik!!) ans schwarze Meer und zurück berichtet:
Wenn ich ihn richtig verstanden habe, hat sein Hinweg alleine 3000 km und 40 Tage gedauert!
Viel beeindruckender als die nackten Zahlen finde ich allerdings die “bodenständigkeit” seiner Reise. Mit einfachsten Mitteln und dem unerschütterlichen Vertrauen, dass alles irgendwie gut wird, hat Sebastian die Hängematte unserer westlichen Gesellschaft hinter sich gelassen und sich nah an den “Nullpunkt” begeben. Auch wenn es manchmal schwierig war, er hat es dennoch geschafft. Mein ganz großen Respekt!
P.S.: Ein wenig grummelig frage ich mich: Warum fahren fremde Duos tausende von Kilometern und Lola nicht mal bis zum Supermarkt?
Ich hab mich heute unter den gestrengen Augen der besten Krankenschwester von allen weggestohlen. Der Schraubereientzug war einfach zu stark…
Als erstes habe ich den Motor mit einem Schraubenschlüssel an der Riemenscheibe auf den oberen Totpunkt (“OT”) des ersten Zylinders gedreht. Das geht übrigens viel einfacher, wenn man die Zündkerzen raus schraubt.
Dieses Bild veranschaulicht gut Drehrichtung und Markierungen:
Und hier im richtigen Leben (Allerdings auf 10° vor OT!):
Danach habe ich die Zündkabel nummeriert und die Verteilerkappe entfernt:
Um später den Verteilerfinger der 123 besser ausrichten zu können, habe ich die Stellung des Alten noch am Zylinderdeckel markiert:
Danach kam die Stunde der Wahrheit. Lösen der Halteklammer:
Und raus ziehen des alten Verteilers:
Hier der Blick ins Innenleben des Motorblocks auf den Antrieb des Rotors:
Endlich Platz um ein wenig sauber zu machen (Achtung, das nix in das Verteiler-Loch fällt!):
Anschließend ein grober Sichtvergleich Alt vs. Neu:
Sieht am Schaft schon mal sehr gut aus.
Also rein gesteckt! Bis zum Gummi-Dichtungsring ging es ganz gut. Danach wollte der Verteiler keinen Millimeter mehr weiter:
Erst ein wenig Motoröl und meine gesamten Kräfte (welche momentan eher limitiert sind) schafften es, dass er tiefer rein ging.
Leider führte das direkt zum nächsten Problem! Tiefer als so geht er nicht rein:
Der Körper der 123ignition ist oberhalb des Schaftes dicker als der Lucas 45D4-Verteiler. Die 123 stößt an diese “Stufe” im Motorblock. Zum Zylinderkopf ist genug Platz. Nur diese kleine Stufe ist nen halben Millimeter im Weg. Verdammte Kacke! Es hätte so schön sein können!
In dieser Stellung kann ich den Verteiler weder fest schrauben, noch greift der Antrieb des Rotors.
Was mache ich nun?
Entweder ich feile die Stufe vom Motorblock soweit weg, dass der Verteiler passt oder ich lasse mir den Körper der 123ignition abdrehen, damit er dünner wird.
Beides nicht geil….. irgendwelche Vorschläge?
Ich schreibe morgen früh mal an 123ignition und frage, wie viel “Fleisch” der Körper an dieser Stelle hat.
So, ich bin wieder da. Gramais 2010 startete wie immer grandios mit herrlichem Wetter und genügend Schnee:
Allerdings hatte ich am Montag Abend die Nase voll von Hüttenidylle und boarden in schönstem Schnee.
Daher beschloss ich am Dienstag in ein neues Hotel umzuziehen. So sah meine neue Herberge aus:
Schick oder? Man kann auf dem Bild sogar mein Zimmer sehen. 3. Stock, “oben links der Tannenspitze”. Tolle Aussicht auf zwei Skipisten mit Alpenpanorama direkt vor der Haustür. Abendsonne direkt auf dem Bett. Hatte Vollpension mit essen am Bett, Fernseher, Radio, Rund-um-die-Uhr-Animation (In meiner ersten Nacht besuchte eine nette Zimmerdame mich jede Stunde um zu fragen, ob mir was fehlt! Sehr nett!) , Zimmerservice und eigenem Hubschrauberlandeplatz. Leider gabs nur nen Viererzimmer mit Gemeinschaftsbad. Das Personal meinte es wäre absolute Hochsaison. Einige Leute, mussten sogar auf dem Gang schlafen, so ausgebucht waren sie! War aber auch der beste Platz am Ort! Ganz klar auf Wintersport spezialisiert.
Allerdings kostet solch eine Luxusherberge auch seinen Preis: 2,5 Tage = 1249€…
Ihr wollt da auch mal Urlaub machen? Kein Problem! Die Adresse lautet:
Bezirkskrankenhaus Reutte
Krankenhausstraße 39
6600 Ehenbichl
AUSTRIA
Auslöser meines Umzugs war diese Skipiste:
Und die Überlegung, dass es eine grandiose Idee sei, sie mal mit dem LKW-Schlauch zu befahren.
Einen kurzen Moment später schoss ich, Kopf voran, von der Piste diesen Hang runter, schanzte über die 2-Meter Stützmauer, schlug nach einem trügerischen Augenblick der Schwerelosigkeit mit dem Rücken auf der Straße auf und flog dann überschlagenderweise auf der anderen Seite den Hang weiter hinunter bis ich irgendwann zusammengekrümmt zum liegen kam:
Resultat der sicherlich sehenswerten Aktion, waren eine gebrochene Rippe, eine lädierte Niere, ein sehr schwer geprelltes Becken und multiple Prellungen aller Schwierigkeitsgrade am gesamten Rücken. Und das nur weil ich glücklicherweise Helm, Skibrille und Rückenprotektor trug. Laut Ärzte hätte der Unfall ohne diese Schutzausrüstung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit “lebensverändernde” Folgen für mich gehabt.
So bin ich mit der temporären Mobilität von Ozzy Osbourne, grässlichen Schmerzen, einem gehörigen Schrecken und schönen Erinnerungsfotos davon gekommen:
Also Leute: Nehmt euch ein Beispiel und lernt draus! Nie ohne Schutzkleidung!
Ach ja, und wenn ihr das Gefühl habt, dass das was ihr vor habt, eventuell eine dumme Idee sein könnte: Dann IST es GARANTIERT eine!
Nachtrag: Gramais 2010 wurde übrigens zum “Krüppel-Jahr” erkoren. Tilo hat sich nämlich auch noch das Handgelenk beim boarden gebrochen. Auch ne blöde Geschichte.
So, es ist mal wieder Zeit für meinen alljährlichen Snowboardurlaub! Das Board ist gebügelt, das Kostüm gekämmt und die Schneeketten vorgewärmt.
Wie im letzten Jahr (und die Jahre zuvor) geht es wieder nach Gramais in Österreich.
Die Wetteraussichten sind gut, es sollen 195cm Schnee liegen und die Webcams zeichnen auch ein schickes Bild.
Ich haue am Donnerstag ab und komme wahrscheinlich am 28. wieder. Bis dahin herrscht also mal wieder Funkstille hier im Blog.
Leider funktioniert die zeitversetzte Publikation von Artikeln auch momentan nicht, so dass ich euch auch leider nicht mir Konservenfutter unterhalten kann.
Aber momentan ist hier ja eh eher wenig los. Die Temperaturen und der Schnee behindern leider die meisten Projekte.
Also: Machts gut! Ich versuche heile wieder zu kommen…