Ich wollte nur schnell den Hinweis absetzen, dass bei heutigem strahlenden Sonnenschein die Mai-Ausgabe von Attack of the Altwagen startet.
Ich erwarte euch in Dissen!
Attack of the Altwagen
“Smoker!!” V
Da der Sommer so langsam seine Fühler ausstreckt, haben Vaddern und ich ein wenig beim Räucherofen-Projekt weiter gemacht.
Wir hatten ja noch das Problem, dass der gusseiserne Dekorabschluss nicht an der Oberkante des verkleinerten Brennraums halten wollte.
Leider haben wir auch keinen Schmied in der Umgebung gefunden, der sich da mit einem Schweißgerät dran traute. Alle befürchten, dass die Teile dann reißen könnten und damit das filigrane Dekor hinüber wäre.
Also mussten wir uns nach Alternativen umsehen.
Wenn schweißen nicht geht, ist “kleben” die nächste Alternative.
Beschäftigt man sich einige Zeit mit dem Thema, so findet man verschiedene, meist epoxy-basierende, Produkte, die alle versprechen Gussteile dauerhaft verbinden zu können.
Da die Teile bei uns später relativ heiß werden, haben wir uns mal für “J-B Weld” entschieden.
Das Zeug soll eine dauerhafte Maximaltemperatur von 300°C ab können.
Der Plan war, die Teile mittels zweier Metallstreifen, welche auf der Rückseite aufgeklebt werden zu verbinden.
Dazu haben wir zuerst die Stellen auf der Rückseite des Dekors angeraut und streng nach den Herstellervorgaben behandelt:

Damit der Dekorabschluss später auch möglichst genau passt, haben wir ihn mittels zweier Holzleisten und Klemmzwingen fixiert:

Dann habe ich reichlich J-B Weld angemixt:

Anschließend dick mittels Spatel aufgestrichen und die (ebenfalls angerauten) Metallstreifen leicht in die Masse gedrückt:

Das ganze haben wir dann bei Zimmertemperatur in Ruhe abbinden lassen. Mal sehen, ob und wie lange es hält.
Eigentlich muss es nur sich selbst halten. Das Dekor wird ja nicht belastet.
Sollte der Versuch in die Hose gehen, haben wir zumindest nix verloren. Dann kratzen wir den Rest des Klebers ab und müssen weiter nach jemandem suchen, der sich da mit ner Gusselektrode dran traut…
Während der Kleber Zeit zum abbinden hatte, haben wir per eBay-Kleinanzeigen Füllerde besorgt:

Wir müssen ja später den Brennraum zum “Hügelgrab” umfunktionieren.
Auch dabei gab es eine Lektion für uns:
Wenn es Erde zu verschenken gibt, fragt am Telefon vorher immer, ob es sich um Aushub eines Neubaus oder um Erde von einem Altbau-Grundstück handelt!
Ihr glaubt nicht, was die Leute früher für Müll um ihre Häuser verscharrt haben…
fettes Pölsterchen
Nach langem Warten konnte ich am vergangenen Wochenende die neue Innenausstattung für meinen Bond Bug inspizieren:

Ich habe sie bei Peter Homan anfertigen lassen.
Wenn man Zeit hat zu warten, rechtfertigen Qualität und Preis den Aufwand. Die Teile machen einen ausgezeichneten Eindruck!
Schade ist lediglich, dass die Sitzauflagen nicht den geprägte “BOND”-Schriftzug haben. Das ist aber wohl technisch nur sehr schwer zu realisieren und lohnt für solch ein Nieschenfahrzeug nicht.
Die Teile kommen auch ohne montierte Druckknöpfe. Das lässt sich aber nicht vermeiden, da die Gegenstücke an der Karosserie bei Reliant früher von Hand montiert wurden und so von Bug zu Bug leicht variieren.
Würde Peter die Druckknöpfe schon montieren, würden die Abdeckungen im Zweifel schief sitzen und Falten werfen.
Ich habe die Abdeckung über dem Motor mit Kartentasche geordert (riesig!). So habe ich endlich eine Möglichkeit um den ganzen Kleinkrams, den man so im Auto hat zu verstauen.
Wo das kleine Paar “map pockets” hin kommt, muss ich noch recherchieren, da diese schon beim Kauf meines Bugs fehlten.
lecken vom Nehmer, klappern vom Rohr
Am Wochenende haben Vaddern und ich uns mal ein wenig des Kleinen angenommen.
Vaddern hatte seit einiger Zeit bemerkt, dass der Nehmerzylinder der hydraulischen Kupplungsbetätigung leckte.
Die Gummis der Umgebung waren auch nicht mehr in bestem Zustand, so dass man da in einem Aufwasch einiges beheben konnte:

Vom Bug hatte ich ja schon einige Übung, was den Ausbau von Kupplungsnehmerzylinder und deren Zerlegung angeht.
Dementsprechend fix war er auch ausgebaut, ein neuer Staubschutz auf den Betätigungsarm gezogen:

und zerlegt:

Die Zylinderwände zeigten sich erfreulich glattflächig, so dass wir es erstmal nur mit einem neuen Innenleben versuchen.
Anschließend wieder alles zusammen geworfen und entlüftet:

Bei der Farbe der Flüssigkeit war auch ein Wechsel augenscheinlich nötig.
Weiterhin beschwerte sich Vaddern über ein “Klonk”-Geräusch bei Lastwechseln.
Eine genaue Inspektion der Achs- und Kardanwellengummilager brachte keine Erkenntnis. Auch die Kreuzgelenke der Kardanwelle scheinen spielfrei zu sein.
An der Auspuffanlage fand sich jedoch eine Stelle, welche augenscheinlich unliebsamen Kontakt zur Karosserie pflegt:

Um jetzt erstmal zu testen, ob es die Quelle des “Klonks” ist, haben wir die Stelle mit Hitzeschutzband umwickelt:

So gepolstert sollte das Geräusch zumindest wesentlich leiser sein.
Stellt es sich als Quelle heraus, werde ich mal die Motorlager näher in Augenschein nehmen und gegebenenfalls versuchen den Verlauf des Auspuffs zu optimieren.
Reifendeko
Nach ewiger Suche ist es mir gelungen zumindest eine (!) Radkappe für den Rialto aufzutreiben:

Zum Glück fehlt mir ja auch nur Eine. Die hatte sich damals auf dem Weg zur Reliant National Rallye unerlaubt von der Truppe entfernt.
Ihr Zustand ist als “ok” zu bezeichen. Der silberne Lack ist nicht so dolle und die Halteklammern sind rostig, aber wenigstens ist sie unbeschädigt. Mit 5 GBP war der Preis aber auch fair und annähernd so hoch wie der Versand…
Leider fehlt das “R” in der Mitte.
Zum Glück produziert aber jemand die ganzen Reliant-spezifischen Decals mittlerweile nach, so dass ich mir da direkt zwei für die Radkappen und einen “Reliant”-Schriftzug für den Kühlergrill bzw. die Hecktür bestellt habe.
