Panamericana im alten grünen VW Käfer

Sollte euch das Wochenende zu trüb sein, so gibts hier einen Lesetipp:

Panamericana im alten grünen VW Käfer

Torsten Mathias Schmitz und Dirk Lutz Werner Dahmer haben mit ihrem 1952er, 30 PS-Käfer (liebevoll “Erbse”) den amerikanischen Kontinent von Alaska nach Feuerland innerhalb von 16 Monaten und über 52.000 Kilometern durchquert und darüber ein sehr unterhaltsames Tagebuch verfasst. Auch die dabei geschossenen Fotos können sich sehen lassen. Da die Beiden Land und Leute möglichst intensiv kennen lernen wollten, haben sie, wann immer möglich, als CouchSurfer gastiert und dies ausschließlich als positive Erfahrung dargestellt. Ein Reiz, den ich sehr gut nachvollziehen kann.
Insgesamt ein sehr lesenswerter Reisebericht, bei dem man die Begeisterung der Beiden gut nachfühlen kann. Und um Autos geht es auch manchmal ;-)

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Ente nach russischer Art

Nachdem es so scheint, als würden die technischen Probleme hier im Blog noch ein wenig andauern, gibts erstmal ne Runde Dosenkost.

Wenn ich mit Landfahrzeuge sammeln fertig bin, habe ich schon das nächste Objekt der Begierde entdeckt: Ekranoplane

Diese Hybriden zwischen Boot und Flugzeug sind Überbleibsel aus Zeiten des kalten Krieges. Diese sogenannten Bodeneffektfahrezuge nutzen eine “Walze” aus Luft, welche in niedriger Flughöhe unter jedem Flugobjekt entsteht, um zusätzlichen Auftrieb zu bekommen. So können sie wesentlich größere Massen bewegen, als vergleichbare Flugzeuge und sind um ein vielfaches schneller als Wasserfahrzeuge. Mit ihnen sollten große Truppenkontingente schnell über das kaspische Meer oder die Ostsee transportiert und Überraschungsangriffe auf feindliche Flottenverbände “gefahren” werden. Ihre niedrige Flughöhe machte sie für damalige Radaranlagen nahezu unsichtbar und ohne Tiefgang im Wasser waren sie auch mittels Sonar nicht zu erfassen.
Nach dem zerstörten “Kaspischen Seemonster” bilden die Fahrzeuge der “Lun”-Klasse mit einem maximalen Gesamtgewicht von 380t die Spitze der Nahrungskette der Bodeneffektfahrzeuge.
Von dieser russischen Seite stammen die folgenden beeindruckenden Bilder (Man achte auf die Größenverhältnisse!):


Wir sind uns glaube ich einig, dass das Teil pervers ist, oder? Weitere beeindruckende Bilder findet ihr auf der oben genannten Seite.
Damit können die anderen Schnösel einpacken, wenn man in Monaco in den Hafen ein läuft!
Bewegte Bilder von den Dingern im Einsatz findet ihr in der History-Undercover-Dokumentation über das sowjetische Ekranoplan-Programm auf YouTube:
Teil 1:
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Teil 2:
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Teil 3:
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The Blog you are calling is temporarily not available

Ich würde euch ja gerne von meinen Schraubereien an der Gorilla berichten, aber momentan streikt der Bilderhoster.
Mystische Dinge funktionieren da nicht. Fragt mich nicht nach Details.
Tobias hat da schon ein Ticket beim Support gelöst (Muss man das auch entwerten, bevor die nächste Fahrt rückwärts geht?).
Mal sehen, wann sie das in den Griff bekommen.
Ich melde mich.

In der Zwischenzeit dürft ihr mir nen übrigen Daumen drücken: Morgen hat der Rialto seinen ersten regulären Termin zur HU…

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Angriff des Klonkriegers – Chevrolet Camaro SS Clone

Am vergangenen Wochenende hatte der Familien-Checker einen erneuten Einsatz.

Tobias Kumpel Ralf wünschte sich eine Expertise zu einem 1968er Chevrolet Camaro.
Nix lieber als das!
Also fix unser Check-Equipment (Lackschichten-Messgerät; mehrseitige Checkliste; LED-Leuchten; Arbeitsklamotten) eingepackt und zusammen mit Tobias und Ralf nach Mainz geschüsselt.
Auf dem Hof eines Autohändlers erwartete uns dann schon der Schlitten:
Chevrolet Camaro SS Clone vorne
Um es direkt vorweg zu sagen: Nein, der Wagen ist kein echter “SS”, sondern nur ein Clone.
Chevrolet Camaro SS Clone links vorne
Der erste Eindruck war aber sehr sauber.
Chevrolet Camaro SS Clone links
Also konnte es ans Eingemachte gehen.
Der Heckscheibenrahmen machte einen sehr guten Eindruck:
Heckscheibenrahmen
Da lauert oft Rost.
Häufig sind auch die Hutablagen marode. Um das zu checken, muss man in den Kofferraum krabbeln und sich ein wenig umsehen.
Hier fand sich zwar großflächig (Oberflächen-)Rost, aber für 40+ Jahre, war das mehr als harmlos und lässt sich auch noch mit etwas Liebe in den Griff bekommen:
Hutablage Unterseite
Durch den Motorraum hat jemand durchgeleckt, so sauber war der:
Motorraum
Alles hübsch bling-bling.
Auch das Interieur befand sich in einem nahezu einwandfreien Zustand:
Innenraum
Das Schild vor der Wählhebel-Kulisse war ein schönes Detail aus der Geschichte des Wagens:
Schild vor dem Wählhebel
Anschließend kam der Wagen auf die Grube des Händlers.
Auch dort bestätigte sich der ausgezeichnete Blechzustand:
Unterboden Tank
Hier ein Blick in einen der nach hinten offenen Rahmenausleger:

Da kenne ich wesentlich schlimmere Kandidaten! Auch sonst fanden sich weder aufgesetzte Flicken noch sonstige Korrosionsspuren.
Motor und Getriebe zeigten sich ebenfalls im Neuzustand:
Getriebe & Motor Unterseite
Alles Friede, Freude, Musclecar und sofort kaufen, meint ihr also?
Mit nichten!
Der Wagen war mal wieder ein Paradebeispiel für die schnelle Mark/Dollar/Euro-Restaurierungen aus den USA.
Der weiße Lack war im Bereich des Dachs milchig grau, alle Dichtungen und Gummis sind hinüber, der Motor wurde gegen ein undefinierbares Exemplar getauscht und komplett überlackiert. Was die Kiste an Hubraum und Leistung hat? Keine Ahung! Das Getriebe wurde auch getauscht, ist jedoch nur ein einfaches Zweiganggetriebe, zu welchem natürlich die Gangstufen der Dreigang-SS-Kulisse überhaupt nicht passen. Da beides zusammengestückelt ist, lassen sich die Gänge auch nicht sauber einlegen. Schaut man sich den Wagen von unten an, so ist das Getriebe triefnass von ATE-Flüssigkeit. Am Motor hängen Öl- und Kühlwassertropfen. Alle Schläuche sind rissig wurden einfach mit überlackiert. Die Schmiernippel waren furz-trocken. Die SS-spezifischen Ausstattungsteile wurden lieblos an den Wagen getackert. Für den Heckspoiler haben sie z.B. in die vormals makellose Heckklappe ein Loch geschlagen (!! Nein, nicht gebohrt!) und ihn durch geschraubt. Dort fing nun der Rost sein grausig Spiel an. Der Frontspoiler hatte mal richtig einen abbekommen und wurde nur noch durch übergroße Unterlegscheiben am Fahrzeug gehalten. Die Löcher für die Lautsprecher in der Hutablage wurden mit der Blechschere vergrößert. Unser Magnettest offenbarte einige dicke Spachtelstellen unter dem Lack, insbesondere im Bereich der vorderen Kotflügel, welche SS-spezifisch auch ausgestellt werden mussten.
Die Elektrik war ein Trauerspiel und funktionierte nur sporadisch. Das nachgerüstete Lenkrad war nicht eingetragen. Die Bremsen arbeiteten (selbst für amerikanische Verhältnisse) nur in homöopathischen Dosen und auch erst, wenn man das Pedal ans Bodenblech nagelte.
Natürlich verkaufte der Händler den Wagen nur “im Auftrag” für einen Bekannten und konnte zu all unseren Fragen nur mit den Schultern zucken bzw. nichtssagende Antworten geben. Nur beim Preis war er sich sicher: 20.000€ war sein Einstiegsgebot….

Als Fazit kann man festhalten, das hier ein sehr guter Camaro durch die Aussicht auf schnellen Profit zerstört wurde. Hätte man das Geld für den Umbau in die dringend nötige Überholung der Technik investiert, hätte man ein nahezu perfektes Auto erhalten. Es hätte zwar nicht “SS” drauf gestanden und das Preisschild wäre nicht so dick gewesen, aber es wäre ein Schmuckstück geworden nach dem sich Leute mit Ahnung die Finger lecken. So ist es nur mittelmäßiger Clone mit gravierenden Technikproblemen, welcher auf einen ahnungslosen Käufer wartet.

Ralf war trotz unseres vernichtenden Urteils glücklicherweise nicht am Boden zerstört und bezahlte uns mit Futter und Wein:

“Will check for food!”

Die Suche geht also weiter. Ich bin schon gespannt, was er als nächstes ins Auge fasst.

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Go harder or go home

Als Rolling Stones Fan ist mir natürlich Mick Jaggers neuster Auftritt in dem Lied
Will.i.am feat. Jennifer Lopez & Mick Jagger – The Hardest Ever
nicht verborgen geblieben und soll meinen heutigen Musiktipp bilden:
YouTube Preview Image

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