4. Magdeburger Oldtimertag

Die Oldtimersaison läuft auf Hochtouren. Einer der Pflichttermine hier in der Region ist dabei der Magdeburger Oldtimertag, welcher dieses Jahr seine 4. Auflage erfuhr.
Letztes Jahr war die Veranstaltung ja leider ein Opfer der Wetterkapriolen, aber für dieses Jahr war Bomben-Wetter vorhergesagt (Es gab für mich den ersten Sonnenbrand des Jahres).
Damit auch der Rialto angemessen strahlt, führte mich der erste Weg zur Waschbox:

Die Tiefgarage, in der der Rialto steht ist furchtbar staubig.
Der Eintritt aufs Gelände betrug für zwei Personen 5 Euro inkl. einer Wertmarke für Kaffee und Kuchen. Da kann man nix sagen.
Wir trudelten dort erst gegen 13 Uhr ein, so dass einige Leute schon wieder abgereist waren. Es war trotzdem noch einiges los:

Kaum war ich ausgestiegen stolperte ich über Michi. Der war diesmal nicht mit dem Speedster gekommen, sondern mit seiner Simson SR 1:

Eine Reihe weiter stand ein Velorex:

Auch dessen Eigentümer ist ein alter Bekannter.
Sehr gut hat mir diese 2 CV Kasten-Ente mit reichlich Patina gefallen:

Der Eigentümer berichtete, dass er sie schon seit Jahrzehnten besitzt. Mittlerweile hat er aber den Rahmen gegen ein modernes verzinktes Exemplar getauscht, nachdem ihm der alte an einem Bahnübergang durchgebrochen ist.
Die Beste von Allen hat ambulant zwei weitere Fahrzeuge auf ihren Wunschzettel gesetzt.
Zum einen diesen Clénet Series II:

Als Basis dient das um 40 cm verlängerte Fahrgestell eines Lincoln Continental, von dem auch die Technik komplett übernommen wurde. Die Fahrgastzelle hingegen stammt vom VW Käfer Cabriolet (inkl. Frontscheibe und Türen). Bei genauer Betrachtung gut erkennbar.

Und diesen Clénet Series I:

Basis ist hier der Continental Mark IV. Die Fahrgastzelle, die Fensterflächen und die Türen wurden unverändert von einem MG Midget übernommen, die Clénet üblicherweise auf diversen Schrottplätzen kaufte. Großserie at it’s best!


Wobei wir uns sicherlich unstreitig einig sind, dass sowohl die Serie I als auch Serie II furchtbar unstimmige Rückleuchten haben. Da hätte der Designer ruhig noch ein wenig weiter nach einem passenden Spender suchen dürfen.
Gut gefallen hat mir auch dieses Orion Wohnmobil:

Der Zustand war zwar liebesbedürftig, aber dafür ist es laut Eigentümer auch noch im (täglichen) Einsatz. Gebaut wurden die Orion-Womos übrigens in meiner alten Heimat Detmold.
Schmunzeln musste ich bei diesem T3 mit Pudelmütze:

In die Kategorie „Westentaschenracer“ fielen dieser NSU Wankel Spider:

und dieser Lotus 23:

Man beachte das Größenverhältnis:

Der Lotus hatte übrigens eine reguläre Straßenzulassung und wartete auch sonst mit vielen tollen Details auf (siehe Album). Als er später das Gelände verließ, war das weithin gut hörbar. Like!
Sollten meine Kinder das Youngtimer-Exoten-Gen von mir erben, könnte es gut sein, dass sie sich einen Plymouth Prowler hinstellen:

Heute verschrien, werden die Leute in 20 Jahren ganz aus dem Häuschen sein, was es „damals“ alles gab. Ich guck mal nach Preisen….
In die Trash-Ecke gehört auch diese Komposition:

„Monster-Trabant neben GAZ 13“. Letzterer ist eine amtliche Kommunistenschaukel. Ersterer sorgte für große Erheiterung, da unter der gewaltigen Hutze kein V8 sondern der originale 2-Takter werkelt. Allerliebst.
Einen Haufen weitere Fotos findet ihr bei Interesse hier.
Alles in allem eine schöne runde Veranstaltung! Da komme ich immer wieder gerne hin.
Für mich sprang auch noch eine Minute Fernsehbeitrag für meine gesammelten 15 Minuten Ruhm bei raus:
http://www.mdf1.de/news/26Mai-1738.html
Ab Zeitmarke 8:40.

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