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Der Combo verdiente sich vor kurzem ein paar liebevolle Streicheleinheiten, zeigte sein Tacho doch die folgende Schnapszahl:
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Damit fahren wir jetzt unseren Opel Combo C CNG schon 5 Jahre und über 100.000 km im völlig problemlosen Gasbetrieb.
Wie vert damals schon schrieb:“opel cng ist schlichtweg ausgereift…“.
An gasspezifischen Problemen suchte uns bisher lediglich der weit verbreitete Flaschenrost heim, welcher jedoch von Opel sehr kulant durch Austausch der Gasflaschen beseitigt wurde.
Seit meinen regelmäßigen, sinnlichen Fettmassagen sind auch keine neuerlichen Probleme aufgetreten und für die Zukunft auch sehr unwahrscheinlich geworden.
Ansonsten?
Nix, Nada, Niente.
Einfach Schlüssel rum drehen und losfahren.
Für ein langes Motorleben habe ich mir allerdings einige Prinzipien angewöhnt:
– 5W-40 Markenöl mit Opel Empfehlung
– Markenölfilter mit Rückschlagventil
– Service nach Opel-Anweisung
– Nie über 3500 U/Min drehen (= 125km/h)
Zwar dürfte sich diese Verhaltensweise bei einem mit 150.000 km noch recht jungen Motor nicht als überlebenswichtig erweisen, aber bekanntermaßen haben Autos bei uns eine ziemlich lange Halbwertszeit.
Es dauert ja schließlich auch, bis das in der VW-Charmoffensive angekündigte „dutzend Modelle mit CNG-Triebwerk“ auf dem Gebrauchtwagenmarkt in erschwinglichen Regionen ankommt.
Insbesondere, wenn für den nächsten Langstreckenbomber erheblich mehr Luxus auf der Wunschliste steht.

Passenderweise lag auch gerade der Jahresservice an, so dass ich dem Combo ein paar pflegende Handreichungen angedeihen lassen konnte:
Service 2017
Wie immer gibt’s auch eine tendenziöse Statistik:
Gefahrene Kilometer: 103.555 km
Davon auf Gas gefahrene Km: ~102.055 km
Verbrauchtes Gas: 5.253,28 Kg (bei 5,1475 Kg/100 km)
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,029€/Kg): 5405,63 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,30 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 9,89 €
Ersparnis: ~6.527,39 €

4 Gedanken zu „155555“

  1. Adrian, ich prognostiziere mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eurem gasnuckelnden Langstreckenfahrzeug eine erhebliche Wertsteigerung in nicht allzu ferner Zukunft. Da die mehrheitliche, gehirngewaschene-NOx-produzierende-verbrauchsfetischistische-Leasingfraktion der Dieselbesitzer sich sehr bald schon panisch und völlig „unvorhergesehen“ nach Alternativen umschauen wird – und die Hersteller (schein-)heilbringend mit gasbetriebenen Varianten kommen müssen – ist der Wertanstieg eures KFZ unausweichlich. Also, pflegen und fahren…und sich freuen, dass „anders“ sich auch mal als „richtig“ bewahrheitet hat. Ich schwebe derweil mal auf meiner Wolke aus Genugtuung weiter…

    1. Hehe, deine Genugtuung teile ich.
      Allerdings glaube ich nicht an den großen Erdgasboom, geschweige denn eine Wertsteigerung unseres ollen Combos (zu hoher Anteil von Kinderkotze im Innenraum).
      Die Macht des Diesels ist zu groß als dass da jetzt spontan ein Umdenken stattfindet.
      Ich finde, dass man das schon an den „Prämien“ für den Neukauf jetzt sieht. Die gelten ja nur für den Tausch Euro 4 gegen Euro 6.
      Ich denke, dass die Geschichte munter im Sand verläuft, die Grenzwerte irgendwie anders (z.B. schöngerechneter Diesel-Hybrid) eingehalten werden und wir weiterhin Dieselland bleiben.

  2. Jep…schwer, die Entwicklung vorauszusehen. Auch wenn es vielleicht keine Trendwende wird, hoffe ich doch auf eine größer werdende Lobby der „Alternativen“. Zumindest bei Neuwagen gibt’s ja plötzlich bei den Volumenherstellern überraschend viele Gasvarianten im Portfolio, Tendenz steigend. Mein Traum einer werksseitig gasbetriebenen Luxuskarre, die ich mir dann in 5-7 Jahren günstig schießen kann, wird aber wohl unerfüllt bleiben.

    1. Aye, mein Bruder! Du sprichst mir aus dem Herzen.
      Aktuell ist ja leider bei der Mercedes E-Klasse (und die nur als Limousine) Ende der Erdgas-Luxus-Fahnenstange.

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