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Wasser Marsch! IV

Nachdem die Vorarbeiten abgeschlossen waren, konnte ich mit dem Pflastern beginnen. Auf die Frostschutzschicht aus grobem Schotter kam eine 5 cm Schicht grober Sand mit 3 % Gefälle (Wetterseite) vom Haus weg:Regalbeine
Zum abziehen habe ich Regalbeine im Sand verbuddelt. Die Höhe habe ich so gewählt, dass die Steine beim losen setzen 2 cm über das spätere Niveau hinaus stehen. Zwei auf Zielhöhe gesetzte Pfastersteine dienten mir hierbei als Auflage für Richtscheid und Wasserwaage:Sand abziehen
Da der breitere hintere Teil ziemlich genau 100cm tief ist, konnte ich dort auch direkt meine Wasserwaage zum abziehen benutzen und so stetig das Gefälle kontrollieren. Die Steine anschließend zu setzen war eine reine Freude:fertig gepflastert
Das lag neben der genauen Planung der Maße zum großen Teil an der tollen Steinsäge, die ich mir von meinem großzügigen Nachbarn ausborgen durfte:Steinsäge
Solltet ihr mal ähnliches vor haben, mietet euch eine solche Säge! Gold Wert! Tolle, saubere, maßhaltige Schnitte und ein angenehm einfaches Arbeiten. Kein Gewürge mit dem Steinbrecher oder Stauborgien mit der Flex. Ich bin wirklich begeistert. Auch die Rasenkantsteine ließen sich damit wesentlich besser schneiden, als mit Flex und Diamantscheibe.
Die gepflasterte Fläche habe ich kurz vor den Rohren enden lassen und mit einem Betonrücken versehen:Betonrücken
Sollte man da mal was aufbuddeln müssen, kann man es so machen, ohne das Pflaster hoch nehmen zu müssen. Außerdem ersparte ich mir so das Stückwerk rings um die Rohre. Die Füße des Wärmetauschers samt Entwässerung habe ich mit Buntkies überhäuft:Kies aufgefüllt
Die KG/HT-Rohre werden später noch so abgeschnitten, dass auch sie verschwinden. Zum verfugen hatte ich wieder tatkräftige Hilfe. Es gab zwischendurch auch einen Sandkakao zur Stärkung:beim verfugen
Anschließend konnte ich Richtung Garage weiter Kantsteine setzen. Dort soll später ein kleines Baustoff- und Holzlager hin.Bauschutt eingefüllt
Primär dient diese Kante aber auch dazu, eine gerade Linie für den Rasenmäher zu haben. Nichts nervt mehr, als irgendwelche verwinkelten Ecken, die man nicht in einem Rutsch mähen kann.
Paralell hierzu konnte ich mich schon mal um eine zumindest provisorische Verrohrung der Gartenpumpe kümmern, um die es dann im nächsten Artikel geht.

Wasser Marsch! III

Nachdem die Leitungen Richtung Haus (Strom und Wasser) gezogen waren, konnte ich mich um die Leitungen Richtung Grundstück kümmern. Zum einen musste der Strom für Gartenhaus und Werkstatt weitergeleitet werden und zum anderen mussten der Zulauf und die Verteilungsleitungen von der Pumpe verlegt werden.
Hierzu habe ich zu einem „L“ aus 160er HT-Rohr gegriffen:Leitungen zum Grundstück
Da das Wasser im Winter eh aus den Leitungen abgelassen wird, kam es hierbei nicht auf eine frostfreie Verlegung an. Die Stromkabel habe ich bis auf jeweils eine kleine Schlaufe komplett durch gefädelt. Die 32mm Kaltwasserrohre habe ich als kurze Enden durch geführt. Hier gibt es einen Zulauf und drei Verteilungen (Hof/Einfahrt, Garten, Terrasse). Die Enden der Rohre habe ich sauber verpackt und werde dort einen kleinen „Anschlusskasten“ verbuddeln. Der wird eher rudimentär aus Pflastersteinen zusammengestellt, mit einer kleinen Gehwegplatte abgedeckt und dann wieder mit Erde überhäuft. Sollten später Undichtigkeiten oder Änderungswünsche auftauchen, kann man das Ganze mit geringem Aufand wieder aufbuddeln und Änderungen vornehmen.
Der nächste Halt war der Wärmetauscher der Heizung. Die Vorbesitzer hatten die Entwässerung (So ein Ding produziert eine erklägliche Menge Kondenswasser) nonchalant nach vorne über die Betonbasis geführt:Kondenswasserführung alt
Das war schon ursprünglich eher unschlau, da man immer eine Stolperfalle und Kante für den Rasenmäher im Weg hatte. Auch das verhältnismäßig geringe Gefälle im ersten Rohrabschnitt war im Winter wenig hilfreich, ganz zu schweigen vom optischen Faktor. Da ich aber bündig an den Betonbasen Rasenkanten vorbei führen wollte um Pumpe, Wärmetauscher und Fläche daneben gleichmäßig einzufassen, musste ich die Entwässerung früher gen Erde führen:Kondenswasserführung neu
Als Sammler unter dem Auslass des Wärmetauschers fungiert nun ein KG-Rohradapter 100 auf 50 und gehalten wird die Chose nur noch von einer Rohrschelle hinten an einer kurzen Gewindestange:Kondenswasserführung neu 2
Anschließend konnte ich mit den Rasenkanten anfangen. Da hatte ich glücklicherweise noch einen größeren Vorrat vom Rest des Hauses:Kantsteine gesetzt
Am rechten Bildrand sieht man auch die Gehwegplatten, mit denen ich die Leitungsenden provisorisch abgedeckt habe, damit kein Kind in den noch offenen Graben fällt.
Bevor ich den Bereich der Pumpe mit Schotter als Frostschutzschicht aufgefüllt habe, habe ich noch eine Noppenbahn an die Hauswand gestellt. Nicht dass ich mir beim verdichten dort Löcher in die Dämmung drücke:Noppenbahn
Ob man nun die Noppen zur Hauswand hin oder davon weg stellt, scheint eine Frage der Religion zu sein. Noppen zur Wand hin sorgen für eine bessere Belüftung, Noppen zum Erdreich sorgen für einen besseren mechanischen Schutz. Da meine Sorge eher Richtung Beschädigung gingen, habe ich mich für Noppen Richtung Erdreich entschieden. Damit konnte ich mit den Pflasterarbeiten beginnen, um die es im nächsten Artikel gehen soll.

Wasser Marsch! II

Ein längeres Projekt, über das ich die Berichterstattung habe schleifen lassen, ist unsere Gartenbewässerung.
Letzter Stand im Blog war der Test, ob meine billige Aldi-Jetpumpe nicht nur die 5 Meter Brunnentiefe, sondern auch die 13 Meter zu ihrem späteren Standort gesaugt bekommt. Das lief gut.
Um vom Haus aus Strom für „Pumpenhäuschen“, Gartenhaus und Werkstatt zu bekommen, habe ich das verscharrte Leerrohr ausgebuddelt:
Loch gebuddelt
Erst mit Spaten, dann mit Gartenschäufelchen und Kindereimer und schließlich musste jemand schlankeres ran:
Häschen in der Grube
In 2,10 m unter Fensterbank-Niveau war das Ende des unbelegten Leerrohrs aus dem Technikraum gefunden:
Ende gefunden
Anschließend wurden die fünf Stromkabel (3 x 230V, 2 x 400V) und ein 32mm-PE-Rohr (Sollte mal Bedarf an Brunnenwasser im Haus bestehen) durchgefädelt. Auch hier waren wieder schlanke Schultern gefragt:
Kabel durchfädeln
Das kleine Schräubchen hielt Mama fest, dami sie nicht ins Loch fiel, während das große Schräubchen „auch mal abtauchen wollte“. Kinder bei der Arbeit sind so putzig! Natürlich kam auch hier ein KG-Rohr als Leerrohr zum Einsatz, sollte man später nochmal was nachfädeln müssen.
Im Technikraum selber kommen die Kabeln nun neben den Leitungen für den Wärmetauscher raus und gehen von dort in einen Kabelkanal:
Leitungen im Technikraum
Damit die schweren Erdkabel im Kabelkanal bleiben und diesen nicht ausbeulen habe ich an den Befestigungsschrauben des Kanals Winkel mit einer Maschinenschraube befestigt:
Kabelkanal
So ligt das Gewicht der Kabel auf den Wnkeln und nicht auf dem Kanal. Auch enge Radien in den Ecken sind so problemlos möglich und später wird alles sauber von den Abdeckungen des Kanals verdeckt.
Damit war die Verrohrung Richtung Haus bis auf den Anschluss im Schaltschrank abgeschlossen. Weiter gings anschließend Richtung Grundstück.

Herzlichen Glückwunsch zum 10. Geburtstag

Die Zeit vergeht wie im Fluge.
Es werden sogar zweistellige Werte erreicht!
Alles Liebe zum 10. Geburtstag liebes Blog.
Man wird ja irgendwie auch zusammen erwachsen. Wenn man Vergangenheitsadrian fragen würde, wo er sich in 10 Jahren sieht, hätte er garantiert was Anderes gesagt. Glücklicherweise ist die Zukunft aber nicht immer so schwarz, wie man meint.
Edit: Hab ich doch glatt den Kuchen vergessen…

Wir feiern daher 1534 Artikel (alle 2,38 Tage einer), 3177 Kommentare (alle 1,15 Tage einer), ca. 345 Besucher und ca. 605 Seitenansichten pro Tag!
Meine gesunkene Postdichte fordert da ihren Tribut. Aber auch das gehört zum erwachsen werden. Mit Frau, Kindern, Haus und Job ändern sich halt auch die Prioritäten. Fragt mal den Bond Bug.
Aber auch hier muss ich sagen, dass mich dies kaum stört. Ich finde es gleich befriedigend, ob ich nun einen Anlasser repariere oder einen Freisitz pflastere. Hauptsache an Dingen „schrauben“. Ihr müsst euch also damit arrangieren, dass dieser Blog immer mehr zum Heimwerkerblog verkommt.

Besonders den Stammlesern möchte ich wie jedes Jahr ganz herzlich danken!
Es haben sich daraus mir viele wichtige Kontakte und Freundschaften ergeben. Vom Erfahrungsgewinn ganz zu schweigen. Vielen Dank!

Leider habe ich noch immer keine Lösung zur Google-Suchwortübermittlung gefunden, so dass ich weiterhin nur noch
Suchmaschine: www.google.de (Seite: 1)
Schlüsselwörter: (not provided)

ausgeworfen bekomme.
Leider wenig amüsant.
Für Lösungsvorschläge bin ich offen.

Wanne, Öl

Da für die Überholung des Anlassers der Ölfilter raus musste, habe ich die Öllose Zeit genutzt und die rostige, versiffte Ölwanne demontiert: Rostige ÖlwanneDie Dichtfläche zeigt schon Spuren von Dichtmittel. Zum Glück hielten sich die Brösel am Ölsieb in Grenzen: Ölpumpe mit SiebIn der Ölwanne selbst fanden sich noch Reste der Exxon Valdez als gummiartige Klümbchen:BodensatzIch hoffe mal, dass die Ölkanäle im Motor durch das stete Frischöl der letzten Jahre mittlerweile frei gespült sind und sich nur noch Reste in der Ölwanne fanden.
Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit Motorreinigen gesammelt, die solche Verstopfungen lösen sollen?

Nach einer gründlichen Reinigung habe ich die Ölwanne mittels Schleiffliessscheibe und (an engen Stellen) Dremel blank gemacht:Bereit für FertanDas hat gut funktioniert indem ich sie umgedreht auf einer großen OSB-Platte fest gespaxt habe.
Im Anschluss gab es eine gründliche Behandlung mit Fertan. Bisher hatte ich Fertan noch nie benutzt. Die gut kontrollierbare Ölwanne halte ich da für ein geeignetes Testobjekt.
Abgewaschen präsentierte sich die Ölwanne so:Fertan behandeltZum Abschluss gab es drei Lagen Brantho Korrux 3-in-1:Fertig lackiertDamit hatte ich damals schon den Tank vom Rialto behandelt und das hat gut funktioniert. Allerdings gibt die Farbe mit dem Pinsel keine schöne Oberfläche. Ich habe stattdessen eine kleine Schaumstoffrolle verwendet. Das ergibt eine feine „Orangenhaut“, die ich an technischen Teilen ganz hübsch finde.