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Entenschnabel ausbauen

Ich will dieses Blog auch dazu nutzen von mir in der Prä-Blog-Ära gemachte Erfahrungen mit dem Duoschrauben zu dokumentieren. Vornehmlich aus dem Grunde dem geneigten Leser die selben Fehler zu ersparen, die ich gemacht habe. Starten will ich mit meinen Fehlern beim Ausbau des vorderen Schutzblechs (Entenschnabel).
Um das Schutzblech und den darunter sitzenden Träger ab zu bekommen, müsst ihr die Frontscheibe ausbauen. Anders bekommt ihr nämlich nicht die Säule aus dem Lenkkopflager raus. Beim Lenkkopflager müsst ihr, wenn ihr es raus zieht, höllisch aufpassen das euch nicht, wie mir, die Kugeln aus dem Kugellager entwischen! Das ist nämlich kein gepresstes Kugellager, sondern es besteht aus zwei offenen Halbschalen, in denen die Kugeln einfach in einem Kranz eingefasst liegen. Diese Kränze sind aber im Laufe der Jahre so geweitet, dass sie die Kugeln nicht mehr anständig festklemmen. Mir sind ca. 6 von den glipschigen Scheißerchen entfleucht, als ich den Lenkkopf aus dem Lager gezogen habe. Zwei davon habe ich in der Garage wiedergefunden… Sollte euch ähnlich dämliches passieren (oder eure Kugellagerkugeln dort verschlissen) sein, dann bekommt ihr im Fahrradladen eures Vertrauens Ersatz. Nehmt die alten Kugeln mit und/oder vermesst sie mit ner Schieblehre. Ihr werdet dort wahrscheinlich keine einzelnen Kugeln bekommen, aber Kugellagerkränze mit passenden Kugeln. Zuhause müsst ihr dann den Kranz aufbiegen und die Kugeln rauspulen. Mit schön dickem Schmierfett (nicht das von der Stulle!) pappt ihr dann die einzelnen Kugeln für den Zusammenbau in den alten Kranz.

Eine weitere Fehlerquelle lauert am Entenschnabel und dem Träger selbst. Das Schutzblech ist links und rechts durch Bolzen mit dem darunter sitzenden Träger verschraubt. Was man so nicht ahnt: Der Träger hat ein eingeschnittenes Gewinde für die Bolzen! Wenn ihr also (wie ich) versucht die Bolzen durch gegenhalten der Muttern auf der Innenseite los zu Schrauben, reißt ihr nur die Köpfe ab!! Das dann folgende flexen ist ein absoluter Scheißjob. um das zu vermeiden, müsst ihr zuerst die Mutter im Innern des Trägers abschrauben und dann den Bolzen aus dem Gewinde des Trägers schrauben. Ich habe nach der Aktion das Gewinde im Träger zu einem Loch ausgebohrt und einfach selbstsichernde Muttern auf der Innenseite verwendet. Die Scheiße passiert mir nicht nochmal!Das Bild wurde übrigens aufgenommen, kurz bevor ich den ersten Schraubenkopf abgerissen habe. Danach gabs kein Grinsen mehr….
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Kederleisten und Bikini-Top

Beim Duo befindet sich ja zwischen den Kotflügeln und dem Heckblech eine Kederleiste. Die Alte von meiner Lola zerbröselte mir in den Fingern, nachdem ich sie ausgebaut hatte. In einem Anflug von Dummheit habe ich sie dann auch postwendend gen Jordan geschickt. Da dürfte sie mittlerweile auch angekommen sein. Allerdings fehlte mir jetzt eine Vorlage um mir eine neue Kederleiste zu bestellen. Ich habe dann einfach im Onlineshop von „Sattlerei Rapp“ mir eine Kotflügelkeder im Format 6mm x 30 mm bestellt. Montags 3m bestellt und online bezahlt, Mittwochs das Päckchen mit 3,2m erhalten. Tipp-Topp! Die müsste eigentlich passen.
Karrosseriekeder

Karrosseriekeder II
In dem Laden gibt es auch ovale Ösen zum einpressen. Mal sehen, ob fürs Duo passen. Die Maße klingen vielversprechend.

Lola ist ein Roadster. Punkt. Aus. Schluss!

Ich versuche die Tatsache, dass ein Duo ein waschechter Roadster ist schon seit längerem in meinem Freundeskreis zu etablieren. Mit zugegebenermaßen eher durchschnittlichem Erfolg. Dabei ist es doch ganz offensichtlich. Folgende Kriterien muss ein Auto ganz offiziell erfüllen um als Roadster zu gelten:

  • eigenständige Bauform und Entwicklung, also keine veränderte Version eines bestehenden Modells.
  • Front- oder Mittelmotor und Heckantrieb
  • reiner Zweisitzer, auch keine „Notsitze“
  • Versenkbares oder entfernbares Verdeck, in offenem Zustand darf nur die A-Säule, die Sitze sowie ein eventuell vorhandener Überrollschutz die Schulterlinie überragen.

– Das Duo hat ganz klar nen Mittelmotor. Zwar links außen, aber halt mittig links außen. Und Heckantrieb ist auch vorhanden. Zwar nur ein Rad, aber das ist hinten!
– „Reiner Zweisitzer“…da ist keine Diskussion möglich. Klar.
– „entfernbares Verdeck“ ist auch dran. A-Säule, 3 cm der Sitzlehne und der…*Hüstel*…“Überrollschutz“ überragen die Gürtellinie. Check.
– Die „eigenständige Bauform“ wäre das Einzige, wo ich zu Diskussionen bereit wäre, weil das Duo ja ein bunter Mix an Ostfahrzeugen ist (Schwalbe, Trabant, Framo, etc.). Aber auch da kann man so richtig nix gegens Duo sagen, da der Rahmen ja nun wirklich eigenständig ist.

Also liebe Welt, erkenne es an: Ein Duo ist ein Roadster!

Bloß nicht aus dem Rahmen fallen Teil III

Heute hab ich die beiden Edelstahlwinkel isoliert. Die Idee mit der Gummiunterlage habe ich wieder verworfen. Sie hätte nur die Unterseiten isoliert, aber nicht die Seiten. Außerdem hätte das alte LKW-Gummi auch dicker aufgetragen. Es müsste zwar genug Platz im Rahmen sein, aber warum experimentieren, wenns auch einfacher geht. Ich hab jetzt einfach die Winkel mit Isolierklebeband umwickelt. Und zwar dem hübschesten, dass wir zuhause hatten:
isolierte Winkel

Bloß nicht aus dem Rahmen fallen Teil II

Damit mir das mit den festgegammelten Winkeln in 30 Jahren nicht nochmal passiert, habe ich mir überlegt Edelstahlwinkel zu basteln. Problematisch ist hierbei die Gefahr der Kontaktkorrosion. Edelstahl (die Winkel) ist „edler“ als verzinkter Stahl, Zink oder Aluminium (der Scheibenrahmen). Unter dem Einfluß von Feuchtigkeit bildet sich ein galvanisches Element, bei dem das weniger edle Metall (in diesem Fall der Rahmen) korrodiert. Dies gilt insbesondere, wenn der Flächenanteil des edleren metallischen Werkstoffs im Verhältnis zu dem weniger edlen vergleichsweise groß ist. Dieser letzte Punkt trifft zum Glück nicht auf die Winkel zu. Allerdings werde ich trotzdem den Rahmen und die Winkel elektrisch gegeneinander isolieren, um Kontaktkorrosion auszuschließen. Nur um sicher zu gehen…
Hierfür bietet sich eine maßgeschneiderte Gummiunterlage an. Der findige Heimwerker bekommt übrigens sein Gummi (für einen kleinen Obolus in die Kaffeekasse) in rauen Mengen beim lokalen Reifenhökerer. Die Bauern und Spediteure der Region entsorgen nämlich bei dem immer die verschlissenen Gummischläuche aus ihren Kaleschen. Da findet sich auch ab und zu mal nen noch brauchbarer Schlauch, den man im Winter zum rodeln benutzen kann! Nur so als kindischer Tipp am Rande….