Archiv der Kategorie: Am Wegesrand

Die Entdeckungen des Alltags

Am Wegesrand VI (Das Arbeiterkind aus Blackpool)

Heute habe ich auf dem Weg in die Mensa diesen TVR Chimaera gesehen.
TVR Chimaera

TVR Chimaera 2

TVR Chimaera 4

TVR Chimaera 5

Wie es sich für das Kind einer englischen Arbeiterstadt gehört, tritt er laut, mit wilder Kriegsbemalung und wenig distinguiert auf. Grün-gelb-metallic in Verbindung mit orangenen Rallye-Streifen ist daher auch genau sein Fall.
Aber wehe man lacht über seine lausige Verarbeitung, die nach Lösungsmitteln riechende GFK-Karosserie oder seine rudimentäre Technik! Dann hat er auch keine Probleme damit, seinen 4-5 Liter V8 auszupacken und mit mindestens 240 Pferden dir kräftig aufs Maul zu geben. Von „Manieren“ hat er höchstens mal was in der Sun gelesen und lesen ist nicht wirklich seine Stärke.
Wie die klassischen englischen Scooterists will sich auch der Chimaera in jedem Detail seiner Existenz außergewöhnlich geben. Das Interieur ist zwar handgenähtes Leder, aber die Farben sind gerne mal ab Werk türkis oder lila. Die Türen öffnet man übrigens außen über einen kleinen Knopf an der Unterseite des jeweiligen Außenspiegels (auf einigen Bildern zu erahnen) und dort befindet sich auch das Schloss, wenn ich mich recht entsinne.
Top Gear hat mal den Sagaris getestet, welcher wesentlich zivilisierter daher kommt, als der Chimaera, jedoch trotzdem einen guten Eindruck von dem „Prinzip TVR“ vermittelt.

Am Wegesrand IV (Der Volksporsche)

Neulich auf dem Supermarktparkplatz bei mir um die Ecke, war ich positiv überrascht, als ich aus der Ferne einen Porsche 914 entdeckte. Um so erfreuter war ich, als es sich bei näherer Betrachtung als ein 914/6 herausstellte. Diese Unterart mit richtigem Porschemotor war schon damals selten, aber heute sind sie wirklich gesuchte Raritäten. Laut Wikipedia waren 2004 nur noch 146 Exemplare auf deutschen Straßen unterwegs.
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Am Wegesrand III (Italienische Lebensart)

Heute bin ich hinter einer Eisdiele neben den erbärmlich stinkenden Mülltonnen über einen Porsche 356 A 1500 Super Speedster gestolpert. War schon ein wenig surrealistisch neben den in der Mittagshitze verwesenden Hausabfällen, leeren Obstkisten, Plastikgartenstühlen und grünalgigen Hauswänden diesen aus dem Ei gepellten 100.000 €-Wagen zu sehen….

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Als schönes Detail an diesem Traumwagen, möchte ich die winzigen Rückleuchten in Wagenfarbe hervorheben. Diese moderne Tendenz zu Rückleuchten in Flachbildfernseher-Format stinkt mir gewaltig!

Am Wegesrand II (Das Fräuleinwunder)

In dieser unregelmäßigen Serie will ich Autos vorstellen, die ich am Wegesrand entdeckt habe und die ich (aus welchem Grund auch immer) für kulturell wertvoll halte.
Den Anfang machte ja eigentlich der unbekannte Golf-Cabrio-Umbau von neulich.

Heute folgt ein Citroen Ami 6, welchen ich neulich auf meinem Weg in die Uni gesehen habe. Besonders wertvoll machen diesen Wagen zwei Eigenschaften: Einmal das absolut abgefahrene Design (man beachte nur die schräg stehende Heckscheibe mit Überhang!) und zum anderen die Möglichkeit den Wagen mittels Handkurbel zu starten. Warum gibts sowas heute nicht mehr? Sobald ich mit Tobi anfange Autos zu bauen, werden die auf jeden Fall auch mittels Handkurbel zu starten sein! Da erweckt man noch etwas mit den eigenen Händen zum Leben! Und bei genug PS und passendem Sound ist die Parallele zu Dr. Frankenstein auch nicht weit… Ich geh und werkel schon mal am Blitzableiter! In der Zwischenzeit noch zwei Fotos von dem „Fräulein“:

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