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Holz vor der Hütte II

In Vorbereitung auf den damals noch fernen Winter habe ich drei meiner Brennholzsäulen aufgelöst und ans Haus umgestapelt. Die Technik mit den seitlichen Öffnungen in den Estrichmatten hat gut funktioniert. Insbesondere das obere Holz purzelte mit überschaubarer Vehemenz von alleine in die Schubkarre:

Turm geöffnet

Hierbei habe ich auch das Untermietverhältnis mit den Piepmätzen gekündigt (Eigenbedarf):

Leeres Nest

Glücklicherweise waren die aber schon lange ausgeflogen.

Den Holzstapel am Haus habe ich auch neu strukturiert

Stapel neu unterteilt

Der alte Stapel war nach dem Winter nur halb leer, so dass ich erst das alte Holz raus nehmen musste, eh neues rein konnte. Nun ist er in zwei Felder unterteilt, was jeweils ca. einem Winter entspricht.
So kann ich auch hier unterschiedliche Jahrgänge trocknen (aktuelles Jahr und Folgewinter) und muss bei der Wiederbefüllung nicht mehr umstapeln.

Außerdem konnte ich durch den mittleren Trenner die Seitenneigung des Stapels deutlich reduzieren. Dazu habe ich das Stahlseil durch den mittleren Holzklotz gefädelt und Seilverbinder samt Unterlegscheiben auf jeder Seite als Stopper montiert:

Stahlseil

Diese verhindern zuverlässig ein seitliches verschieben der Mittelstrebe, wenn ein Feld leer und dass Andere voll ist.
Kaum war ich mit der Stapelei fertig, kam auch schon Anhänger 1 von 2 mit Nachschub:

Holzlieferung 2

Die dicken Klunker füllten nicht nur die 3 entleerten Säulen, ich musste auch 2,5 neue Säulen daneben stellen:

Neues Holz eingelagert

Auf dem Bild sind die Säulen noch provisorisch abgedeckt. Mittlerweile haben sie auch ein Dach bekommen.
Jetzt fehlt noch ein Ahorn und eine Kiefer, die gerüchteweise auch noch ihren Weg zu mir finden sollen.

Der Plan mit dem Spalter geht bisher voll auf!

Lackdusche

Viele traurige Geschichten beginnen mit „Ich wollte nur eben schnell…“ (Z.B.:“ Ich wollte nur eben schnell das Blaue Band gewinnen.“).
So auch meine Geschichte von der Reparatur unserer Acryl-Duschtasse:
Ich wollte nur eben schnell eine Regendusche montieren. Möbeldecke gegen Beschädigungen drunter legen?
Ach Quatsch! Geht doch schnell.
Nachdem mir ein massiver Chrom-Halter aus der Hand gerutscht war, hatte ich eine ordentliche Macke in der Duschtasse:

Macke

Das Ärgerlichste an sowas ist immer weniger der Schaden selbst, als die eigene Dummheit, welche dazu führte.
Als mein Blutdruck wieder etwas gesunken war, habe ich mich auf die Suche nach Lösungen begeben. Auf dem obigen Bild sieht man sie schon, in Gestalt des Cramer Reparatur-Sets. Dies ist zum spachteln von Schadstellen sowohl in Acryl als auch in Emaille geeignet.

Als erstes habe ich mit einem Cuttermesser Risse am Rand der Macke V-förmig erweitert und anschließend alles penibel entfettet. Nun die Spachtelmasse angerührt. Dabei müsst ihr unbedingt darauf achten, eine rein-weiße Unterlage zu verwenden! Die Spachtelmasse löst Druckerschwärze/Farbe sofort an und verfärbt sich. Ich hab’s mit Zeitungspapier versucht, war keine gute Idee.

Anschließend geht’s ans spachteln:GespachteltAchtung: Die Spachtelmasse stinkt bestialisch und ist hochgradig gesundheitsschädlich! Lest die Warnhinweise auf der Packung.

Schon nach dem folgenden Nassschliff mit dem mitgelieferten feinen Schleifpapier sieht man die Macke kaum noch:GeschliffenNach der vollständigen Aushärtung alles sorgfältig abkleben und mit der mitgelieferten Farbe lackieren. Ich habe als zusätzliche Hilfe in eine dünne Pappe ein Loch in Form der Macke geschnitten und diese Schablone beim lackieren 2-3 cm über die Stelle gehalten.
Nun sollte sich die Macke nur noch mit der Lupe finden lassen:LackiertVaddern war nach einer Woche nicht mehr in der Lage, die Stelle zu finden. Auch jetzt nach annähernd 2 Monaten habe selbst ich Probleme die Stelle wieder zu finden.
Sollte sich das Set im Langzeiteinsatz bewähren, wäre es eine super Lösung für derartige Missgeschicke.

Erfahrungsbericht Wunderhecke III

Holgers Kommentar habe ich mal zum Anlass genommen, ein paar Fotos zum Zwischenstand der Wunderhecke nach 5 weiteren Monaten zu liefern:
Stand nach 5 Monaten 2
Zur Orientierung: Die Pfähle gucken 130 cm aus der Erde.
Interessant ist auch die unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeit. Weiter oben auf dem abschüssigen Gelände sind die Pflänzchen noch deutlich kleiner:
Stand nach 5 Monaten 1
Eine der Ursachen dürfte die unterschiedliche Wasserzufuhr sein. Im unteren Teil des Grundstücks haben wir den Boden zwischen den Pflanzen dick mit Gehäckseltem abgedeckt, was nochmal zusätzlich die Feuchtigkeit hält.
Gedüngt und gewässert haben wir das Jahr über nicht.
Als nächstes steht der Herbstschnitt an, bei dem ich sie wieder auf 10 bis 15 cm zurück schneide. So verzweigt sie sich hoffentlich noch weiter und wird schön buschig.

Matrosen am Mast

In meiner naiven Weise dachte ich lange Zeit, dass Achim Reichel damit besingen würde, dass der Steuermann unwillige Seemänner am Segelmast martert.
Dass er jedoch selbst der Gemarterte ist, lernte ich erst sehr viel später. Welch behütete Kindheit…
Egal.
Wo wir aber gerade beim Thema sind:
Vaddern fand die Piratenrepublik etwas nackt (Ihr erinnert euch an die ausufernde Must-have-Diskussion?).
Also rodete er im Revier einen Kiefernwald um den schönsten aller Fahnenmasten auf den Jagdwagen zu schnallen und zu uns zu karren:
Mast wird gestrichen
Auf dem Bild streiche ich ihn gerade mit Wetterschutzfarbe.
Vorher hatten Vaddern und ich noch mit dem Elektrohobel eine Seite abgeflacht, damit er bündig an dem „Bug-Balken“ des Sandkastenschiffes anliegt.
Nach drei Durchgängen inklusive Trocknungszeit konnte er probe-montiert werden:
Mast in Position
Ja, das sieht doch gleich schon viel imposanter aus.
Zwischenzeitig hatte ich eine Edelstahl-Garnitur für Fahnenmasten geordert.
Sieht robust und schick aus und lässt sich gut montieren:
Umlenkrolle
Ein weiterer online-Händler lieferte eine 33mm Pfostenkappe mit Kugel drauf, als oberen Mastabschluss.
Gehalten wird der Mast durch einen 10 und einen 12mm Bolzen, welche jeweils durch den Bugpfosten und den Mast gehen.
Schon beim Bau des Gerüstes hatten wir die Fundamentanker wesentlich stabiler dimensioniert und am vorderen Pfosten nach der vorherrschenden Windrichtung ausgerichtet. Ich bin daher zuversichtlich, dass das Gerüst, die zusätzliche Windlast des Mastes aufnehmen kann.
Neben kindgerechtem Flaggenmaterial habe ich auch eine große Flagge des Fürstentums Lippe geordert.
Heimatliebe…
Fahne im Wind
Vaddern hat außerdem noch grüne und rote Solar-Laternen für Luv und Lee gebastelt.
Ahoi!

Alles fließt III

Ich gebe zu, dass einige meiner Ideen manchmal unter Kinderkrankheiten leiden.
So auch die automatisierte Gewächshausbewässerung.
Kaum war das Problem mit dem Tropfschlauch behoben, funktionierte der Füllstandsanzeiger nicht mehr. Der Holzstab war aufgequollen und krum geworden, was dazu führte, dass er in der Durchführung der Platte hängen blieb. Ok, ich hätte einfach ein größeres Loch bohren können, aber dann hätte ihm die Führung gefehlt und er wäre immer schief umher geluddert.
Stattdessen habe ich einen Adapter-Fitting auf ein Kupferrohr gelötet:
Muffe verlötetPassend abgelängt und ein Kunststoffrohr eingefädelt:
Durchführung eingekürzt
Das Rohrstück kam dann in das passend aufgebohrte Loch in der Abdeckplatte der Regentonne:
Durchführung montiert
Das Kunststoffrohr bekam dann noch an der Unterseite einen pilzförmigen Stopfen aus Knetmetall (verhindert ein Abrutschen des Schwimmers und eindringen von Wasser) und eine Skala für Voll, Halb und Leer:
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Dank des Rohrstücks ist das Kunststoffrohr gut geführt und kann frei hoch und runter gleiten. Der aufgelötete Fitting verhindert, dass das Kupferrohr durch rutscht, Erdkrümel in die Tonne fallen und das Kunststoffrohr aus Versehen beschädigt wird.

Manchmal ist Simplifizierung doch eher der Weg zum Erfolg.