Archiv der Kategorie: Haus & Hof

Wasser Marsch! VI

Zuletzt hatte ich unter dieser Überschrift über den provisorischen Anschluss der Pumpe an den Brunnen per PE-Rohr berichtet. Allerdings lag das Rohr immer noch oberirdisch und auch die restliche Verteilung Richtung Grundstück fehlte noch. Da passte es gut, dass die Kita 2 Wochen Sommerferien machte. Kinderhände schaufeln so schön schmale Gräben…:KinderarbeitDie Einen nennen es Kinderarbeit, die anderen Montessori-Konzept.
Während das große Schräubchen sich also an die 80m Verlegegraben machte organisierte ich 300 handgebrannte Dachziegel (ca. 100 Jahre alt):DachpfannenDurch rein göttliche Fügung stieß die Grabenbrigade „Bärchen“ auf dem Weg Richtung Brunnen auf das Ende der Entwässerung des Wärmetauschers:Drainage WärmetauscherBisher wusste ich nicht, wo das Rohr endete und ärgerte mich im Winter schon mal über den solide vereisten Ablauf. Für’s Protokoll: Der Ablauf endet 150 cm vor dem linken Fuß des Wärmetauschers.
Meine Lösung für die Vereisungsproblematik seht ihr auch schon auf dem obigen Bild. Ich habe mit meinem Erdbohrer (Keine Ahnung, wie man ohne leben kann) ein 100cm tiefes Loch unter das Ende des Rohres gebohrt. Da rein kam ein entsprechend langes Stück Drainagerohr, welches mit einem HT-Adapter 100 auf 50 oben verschlossen wurde:Drainage Wärmetauscher 2Das Ganze funktioniert jetzt als großer „Auffangtank“ für das Kondenswasser. Statt lediglich über das kleine HT50 Rohrende kann das Wasser nun über das 100er Drainagerohrende bzw. die seitlichen Schlitze versickern. Durch die wesentlich größere Tiefe sollte das umgebene Erdreich am Auslass auch nicht mehr gefrieren (und somit ein versickern verhindern). Auch das zusätzliche Volumen des „Tanks“ sollte einen Rückstau verhindern. Keine Angst: Wenn’s nicht klappt, erfahrt ihr es.
In der Zwischenzeit war der Bärchen-Brigade der Durchbruch gen Brunnen gelungen. Es folgte eine Lage Sand (mit 2% Gefälle Richtung Brunnen), das Saugrohr, ein Wasserrohr und ein Erdkabel für den Garagenhof:Abstand Richtung BrunnenAuch hier für’s Protokoll: Die Verteilung liegt 175 cm von der Rasenkante am KG/HT-Auslass entfernt. Die Einmündung am Brunnen ist 33 cm von der dortigen Rasenkante entfernt.
Haarscharf zwischen Brunnen und (dilettantischer) Rasenkante konnten wir Strom und Wasser gen Garage durch führen:Am BrunnenHatte ich eigentlich schon erklärt, wozu ich die historischen Dachziegel brauchte?
Nein?
OK. Kommt. Über die Leitungen kam wieder eine Schicht Sand (als Schutz gegen drückende Steine), darauf kamen dann halbierte Ziegel (als Schutz gegen Spaten), dann gelbes Warnband („Achtung Stromleitung“) und anschließend wieder Erde:Aufbau der GräbenEs tat mir ein wenig in der Seele weh, die historischen Dachziegel mit FLEX und Hammer zu teilen, aber bei „zu verschenken“ auf eBay-Kleinanzeigen kann man wenig wählerisch sein. Sie wären ansonsten in die Mulde gewandert.
Wenigstens ist das total Öko, da die alten Ziegel nicht beschichtet sind.
Während ich mich also meinen Sentimentalitäten Hingabe, wühlten sich die Bärchen am Klettergerüst vorbei:Abstand KlettergerüstAuch hier für Protokollzwecke: Abstand zum ersten Betonfundament „Spielhaus“: 163 cm; Abstand zum hinteren Betonfundament „Sandkasten“: 120 cm
Auch längs am Haus musste entlang gewühlt werden:Abstand Richtung WohnzimmerDabei stieß die Bärchenbrigade auf mit Schüppchen unüberwindliche Mauerreste des Vorgängerhauses.
Dank des großen Abbruchhammers meines Nachbarn war aber auch dieses Hinderniss bald aus dem Weg geräumt:BauschuttLeider fanden sich aber noch mehr Kuriositäten.
In 215cm Abstand zum 3. großen Pflasterstein von links, der Pflasterfläche vor dem Wohnzimmerfenster, findet sich dieses unbekannte Erdkabel:Unbekanntes StromkabelUnd die folgende rote Leitung findet sich in 215 cm Abstand zum 5. großen Pflasterstein von rechts, der Pflasterfläche vor dem Wohnzimmerfenster:Unbekannte LeitungRichtung Terrasse führt die Leitung in einem Meter Abstand zur Rasenkante am Badezimmer entlang.
Damit waren alle Leitungen verlegt.
Um später noch zu wissen, was wohin führt, habe ich sie farbig markiert:VerteilungGelb: Saugleitung vom Brunnen
Blau: Leitung Richtung Garage
Rot: Leitung Richtung Terrasse
Grün: Leitung Richtung Garten-/Gewächshaus
Die identischen Markierungen finden sich auch oben an den Rohrenden bei der Pumpe.
Die Verteilung habe ich großzügig in Sand gepackt und mit einer Gehwegplatte abgedeckt:Verteilung abgedecktDarauf noch ein paar Krumen Erde und später Rasen. Sollte ich da dann nochmal dran müssen, muss ich nur die Platte ausgraben und komme dann recht einfach an die Verschraubungen.

Die Bärchenbrigade bekam zum Abschluss noch ein Eis und ist nun zur Erholung wieder im Kindergarten.

No pool? No Problem!

Vor kurzem beschrieb ich ja, dass ich den neuen Regenwasserbehälter im Gewächshaus mit Spanngurten in Form halte, damit er mir nicht wieder reißt, wie der Alte. Dies stieß auf einhellige Ablehnung in den Kommentaren.
Aus aktuellem Anlass kann ich jedoch vermelden, dass selbst mit 300 Litern bzw. zwei planschenden Personen das Regenfass von drei Spanngurten ausreichend gestützt wird:
Machbarkeitsstudie v.1.1
Dicke Backen? Ja.
Platzen? Nein.
Spanngurte ausreichend? Check!
Die 19 Meter 28mm-Kupferrohr in der alten Waschmaschinentrommel bringen die 300 Liter bei mittlerer Flamme in 1,5h auf 37°C. Transport per Thermosiphon funktioniert einwandfrei.
Ist extremst entspannend:
Sonnenuntergang
Als Spoiler sei verraten, dass dies lediglich eine Machbarkeitsstudie für ein weiteres Projekt ist.

Energiewürfel

Mich nervte, dass ich an der linken vorderen Ecke der Garage keinen Strom hatte. In der Nähe dieser Ecke findet draußen nämlich viel Arbeit statt (sägen, schleifen, alles was Dreck macht). Bisher musste ich immer von der rechten Seite der Garage ein Verlängerungskabel quer vor den Autos her ziehen. Das passte von der Länge her gerade so und nervte immer als Stolperfalle. Beim ziellosen stöbern bin ich dann über den Hängeverteiler von „Operation Eigenheim“ gestolpert. Hmm, Strom an der Decke habe ich. Aktuell hängt da der Garagentor-Motor und ein simples Verlängerungskabel für mein Ladegerät dran:AusgangslageVon da aus könnte ich ja am Torrahmen entlang bis vorne zur Ecke gehen. Allerdings fand ich 25€ für den Würfel von AS Schwab schon arg happig. Ich bräuchte auch zwei von den Dingern, da ich mittig zwischen den Autos auch Strom will.
Also fix das Netz nach Selbstbaulösungen abgeklappert. Erstaunlicherweise findet sich da nahezu nix! Nur eine Bastelei mit einem großen Holzwürfel und alten Unterputz-Dosen habe ich aufgetan.

Nützt nix, muss ich halt selber die grauen Zellen bemühen. Mehr als zwei Steckdosen brauche ich an keinem Ort. Außerdem scheidet so ein Holzwürfel aus, da er zu viele spitze Kanten hat. Irgendwer dengelt da mit dem Kopf oder (schlimmer) mit dem Auto gegen. Daher muss alles schön abgerundet und plastisch sein. Eine Kombination aus zwei Aufputzsteckdosen, Rücken an Rücken, ist die Lösung. Der lokale Sonderpreis-Baumarkt lieferte für 20€ die Zutaten für zwei Doppelwürfel:EinzelteileAus dem Siebdruckplatten-Rest wird eine Platte in Form der Steckdosen ausgeschnitten und Platte sowie Gehäuse mit einem 8mm-Loch versehen:Durchbohrte GehäuseDie beiden Gehäuse werden auf die Platte geschraubt. Ein Steckdoseneinsatz wird fertig verkabelt (Ich weiß, dass die Farben nicht stimmen) und durch gefummelt:Gehäuse verschraubtAn den zweiten Einsatz kommt die flexible Zuleitung und die durchgeführten starren Leitungen. Oben in die Platte und in den French Cleat kommt noch eine Schrauböse. Die Verbindung stellt eine kurze Kette mit zwei Karabinerhaken sicher:Erster Würfel hängtNatürlich hätte ich auch offene Haken verwenden können, aber wenn es dumm läuft rutscht das ganze Geraffel im Eifer des Gefechts vom Haken, hängt nur noch am Kabel oder knallt ganz runter auf’s Auto. Da lieber 1,75€ für zwei Karabinerhaken investieren.
Der elektrische Anschluss war simpel. Ein Kabel mit Stecker kommt von der Steckdose in der Decke, läuft durch das offene Profil des Rahmens, geht in die kleine Abzweigdose und verteilt sich dort nach unten sowie weiter zur linken Ecke:Elektrik angeschlossenWie ihr seht, habe ich das Kabel zum Hängeverteiler durch die Karabinerhaken geführt. Das soll zum einen der Zugentlastung dienen und zum anderen ein Verheddern verhindern.
Vorne am Tor gab es einen identischen Hängeverteiler:Zweiter WürfelBeide Energiewürfel hängen auf ca. 1,9 m. Das ist für einen Zwerg wie mich noch gut zu erreichen und alle unsere Autos passen noch bequem drunter her. Fertig sieht das Ganze so aus:FertigDen ersten Praxistest hat die Installation schon hinter sich und ich Frage mich, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe. Funktioniert super!

Alles Fließt IV

Was ein Schrott.
Kaum ein Jahr hat die Wassertonne für die Gewächshausbewässerung gehalten.
Sie ist auch weder geplatzt oder durch meine Löcher instabil geworden, nein, die Verstärkungsstreben aus Metall haben einfach nicht gehalten und sind ausgerissen:Rostspuren
Stumpf nach innen ausgebrochen:Ausgerissener HalterNatürlich setzt sich der zugehörige Riss in die Außenseite fort. Ich habe noch einen halbherzigen Reparaturversuch mit Knetmetall gestartet, aber auch das half nix.
Also neue Tonne (anderer Hersteller) besorgt, Löcher gebohrt und alles umgeschraubt:Neue RegentonneBei der neuen Tonne habe ich die Metallbügel direkt weg gelassen. Stattdessen kommen jetzt zwei Spanngurte um die Tonne, um sie in Form zu halten. Mal sehen, wie lange das hält.
Ansonsten muss ich auf eine runde Tonne umsteigen.

Niemand hat die Absicht,… III

Die äußerst unhöfliche Anfrage von Schlaumeier erinnerte mich daran, dass ich nach 2 Jahren mal einen Zwischenstand zur Stützmauer geben könnte.

Das ich dies noch nicht früher getan habe, liegt schlicht und ergreifend daran, dass es einfach nichts zu berichten gibt:2 Jahre späterDie Mauer hält und die Bodendecker geben sich Mühe, sie zu verdecken.
Wenn man überhaupt was erwähnenswertes suchen möchte, dann kann ich vermelden, dass sich die oberste (lediglich mit Erde befüllte) Reihe um Fingernagelbreite bewegt hat:Bewegte ReiheDas fällt einem aber nur auf, wenn man direkt seine Nase dran hält und weiß, dass ich sie ursprünglich mit der Wasserwaage bündig ausgerichtet hatte.

Ansonsten erfüllt sie ihren Zweck und auch die Drainage funktioniert gut.

Sollte sich in den nächsten Jahren da noch was tun, werde ich euch informieren. Ansonsten fragt einfach höflich.