Archiv der Kategorie: Haus & Hof

Delca 5 an Erde

Die Beste Ehefrau von Allen wünschte sich schon lange für den Garten ein Gewächshaus. Kein Problem. Alles vorbereitet. Schon bei der Errichtung der Mauer hatte ich ein Plateau für ein Gewächshaus als visuellen Abschluss des Gartens angelegt. Die Abmessungen passten ziemlich genau zum Gewächshaus „Delca 5“ von GFP International.
Hier lohnen übrigens verschiedene Preisvergleiche, da das identische Gewächshaus bei den unterschiedlichsten Anbietern und Baumärkten vertrieben wird. Teils mit deutlichen Preisunterschieden.
Geliefert wird das Ganze als überdimensionierter Stabilo-Baukasten:
Profile im Überblick
Auf dem Bild ist nur ca. die Hälfte der Alu-Profile zu sehen, da wir zu dem Zeitpunkt schon begonnen hatten, alles zu sortieren.
Es empfiehlt sich, kleine Haufen, je nach Profil zu bilden:
Profile sortiert
Dabei stellt man zum einen fest, ob alles da ist und findet zum Anderen auch etwaige beschädigte Profile. Bei uns war eine der Gleitschienen der Schiebetür verbogen:
verbogenes Profil
Das äußerst spröde Aluminium nimmt Biegeversuche übel, so dass nur die Reklamation blieb:
verbogenes Profil 2
Ich habe das einzelne Profil direkt bei GFP International per Mail reklamiert und erhielt innerhalb von 3 Tagen problemlos Ersatz. Vorbildlich.
Das Gewächshaus selbst wird verschraubt. Lediglich das Fundament-Profil wird geclipst:
Fundamentprofil einclipsen
Hier lohnt sich sehr penible Kontrolle, da die Elemente, einmal verbunden, sich nur noch durch Zerstörung trennen lassen.
Der Aufbau selber ist eine Arbeit für mindestens zwei Personen. Erst wird der Rahmen gebaut, dann die beiden Seitenteile, welche anschließend aufgerichtet werden. Dafür waren wir zu viert und brauchten jede Hand. Während nämlich beide Seitenteile hoch gehalten werden muss einer sie per First verbinden. Eine schöne Jonglage bei über 4 Metern Länge. Generell ist der Aufbau eine Zen-Übung, weil man immer wieder was demontieren muss, weil doch eine Schraube fehlt oder irgendwas nicht im richtigen Winkel steht. Dem geneigten Nachmacher sei Silikon-Spray ans Herz gelegt. Damit flutschen die störrischen Profile und insbesondere die Hohlkammerplatten wesentlich besser.
Für die Aufstellung selbst gibt es verschiedenste Varianten. Vom einfachen einbuddeln bis zum gemauerten Fundament.
Ich wählte als Mittelweg, in der Waage liegende Gehwegplatten:
Standort vorbereitet
Damit mir das Gewächshaus nicht weg fliegt, habe ich 50 cm lange Gewindestangen mittig und am Ende mit „Bulldog Dübeln“ versehen:
Gewindestangen vorbereitet
Diese kamen dann an L-Winkeln in vorgebohrte, 60 cm tiefe Löcher:
Gewindestangen eingesetzt
Die Löcher habe ich mit meinem sehr zu empfehlenden Erdbohrer gemacht. Das Ding hat sich schon mehrfach bezahlt gemacht!
Danach alles ausgerichtet, die Löcher mit Beton gefüllt und abschließend noch zwei weitere M6-Schrauben zur Verbindung Fundament-Winkel eingedreht.
Dank Gewindestange und Bulldog-Dübeln dürfte sich der Beton so fest verkeilen, dass sich da nix mehr rührt. In der Waage steht das Gewächshaus ja aufgrund der Gehwegplatten.

Wasser Marsch!

Eines meiner aktuellen Großprojekte ist ein Gartenbewässerungssystem.
Zu unserem Grundstück gehört ein aus Kanalringen gesetzter Brunnen. Selbst während der größten Sommerhitze führt er stetig Wasser. Im letzten Jahr schaffte ich es trotz intensivster Wasserverschwendung nicht, ihn an sein Limit zu bringen. Die Nachbarn berichten ähnliches von ihren jeweiligen Brunnen.
Beste Voraussetzungen also für ein etwas aufwendigeres Projekt.
Bisher hatte ich eine 4700l/h-Jetpumpe neben dem Brunnenschacht stehen. Neben dem Stromkabel schlängelten sich wild die Gartenschläuche durch unser Refugium. Nach Benutzung musste ich immer alles abklemmen und die Pumpe mit einer Mörtelwanne abdecken.
Geht auch, aber eher so, wie ein ab’es Bein.
Leider findet sich auch am Brunnenschacht eine der Bausünden unserer Vorbesitzer.
Der Geländeunterschied zum Nachbarn und zum restlichen Grundstück ist so hoch, dass die gepflasterte Fläche langsam absackt. Dort sind also Erdarbeiten angesagt, so dass ich bei der Gelegenheit ein paar Rohre verscharren kann.
Der Plan ist, neben dem Luft-Wärme-Tauscher ein „hohles Hochbeet“ zu errichten, welches die gesamte Pumpentechnik (und etwas mehr) aufnimmt. Oben drauf kommt dann eine dünne Schicht Erde samt frischen Kräutern für die Küche. Fliegen, Klappe, alte Geschichte.
Habe ich ganz schamlos hier geklaut.
In einem ersten Schritt musste ich erst mal checken, ob die Ansaugleistung der Pumpe ausreicht, um nicht nur die Höhendifferenz (ca. 5 Meter) sondern auch die Strecke bis zum Brunnenhäuschen (ca. 13 Meter) zu überwinden.
Also das ganze alte Geraffel abklemmen und an den Saugschlauch ein 32mm (1″) PE-Rohr anschließen:
Brunnenanschluss
Die Pumpe wanderte dann an das andere Ende des PE-Rohrs und in die Nähe ihres späteren Bestimmungsortes (Da wo aktuell noch die Paletten hausen):
Testverrohrung Pumpe
Was soll ich sagen?
Die Pumpe läuft reibungslos.
Damit sind die Grundvoraussetzungen also schon mal gegeben (Natürlich hätte ich auch eine extra Brunnenpumpe kaufen können, welche die ganze Strecke drückt.)
Direkt neben dem Wärmetauscher kommt eines der beiden KG-Leerrohre aus dem dahinter liegenden Technikraum aus dem Boden.
Dieses Rohr will ich nutzen um Strom für die Pumpe, 2 Außensteckdosen, das Gartenhaus sowie die zukünftige Halle durchzuführen.
Nächster Halt war damit der Schaltschrank im Technik-Raum:
Schaltschrank
Laut den Aussagen der Vorbesitzer befinden sich noch zwei ungenutzte Starkstromleitungen für „Gartenhaus“ und „Whirlpool“ im Schaltschrank. Die galt es nun zu finden.
Im Schaltschrank selber konnte ich sie jedoch nur teilweise nachverfolgen. Irgendwann verlieren sie sich in einem dicken Bündel schwarzer Kabel.
Auch meine neue Hohlraumkamera half mir da nur bedingt weiter:
Potensic Hohlraumkamera
Der Kontakt zu einem versierten Elektriker zeigte, dass die Vorbesitzer zwar das „Gartenhaus“ und den „Whirlpool“ im Schaltschrank verkabelt hatten, dort aber das ganze Geraffel auch endete. Hausaufgabe vom Elektriker: „Ziehst du Strippen.“.
Das ist auch der aktuelle Zwischenstand:
Zwei 25-Meter Pakete PE-Rohr liegen auf dem Grundstück ausgerollt herum, um sich zu entspannen (erleichtert die spätere Verlegung immens); Ein Stapel Kantsteine wartet darauf, dass ich daraus die Basis für das „Pumpen-Beet“ baue und ein Karton mit Sicherungen und Kabeln wartet ebenfalls auf den Einsatz.

P.S.:
Zu der Potensic Hohlraumkamera sei folgendes gesagt:
Ja, das Kabel ist sehr weich. Will man die Kamera zielgerichtet durch Hohlräume bugsieren, muss man sie an einen Draht oder eine Kabelspirale tüddeln.
Die Bildqualität ist eher durchwachsen, da die Fokussierung nur für den absoluten Nahbereich (ca. 3-4cm) ausgelegt ist. Das erschwert auch die Orientierung in großen Räumen (z.B. 160er KG-Rohr). Die LED-Beleuchtung ist hilfreich.
Etwas schwierig gestaltet sich die Nutzung unter Linux.
Selbst der allmächtige VLC-Mediaplayer weigerte sich anfangs zu kooperieren. Erst als ich aus Verzweiflung das Webcam-Programm „Cheese“ installierte, funktionierte sie plötzlich auch in allen anderen Video-Programmen. Ich vermute irgendein Treiber-Problem, aber fragt mich nicht nach Details.

Piratenrepublik II

Mittlerweile habe ich die Piratenrepublik für die kleinen Schräubchen größtenteils fertiggestellt:
Piratenrepublik fertig
Lediglich die Eindeckung mit halbrunden Schindeln und ein wenig Zierrat fehlen noch. Der Bug bekommt auch noch einen Eigenbau-Fahnenmast.
Wie schon im ersten Artikel als Fazit geschrieben, ist der Aufbau nur etwas für geübte Heimwerker.
Ich selbst war außerordentlich froh, dass Vaddern mir immer zur Seite stand.
Wir haben beim Aufbau auch viele Details geändert, um z.B. entweder ein stimmigeres Gesamtbild (Beplankung außen statt innen) oder einen größeren Nutzwert (durchgängiger Sandkasten) zu erhalten.
Dies zog natürlich immer einen Rattenschwanz an weiteren Änderungen mit sich, da dass Baukastensystem natürlich nur auf den plangemäßen Aufbau ausgelegt ist.
Als Beispiel will ich mal den Sandkasten aufgreifen.
Im original Plan ist der Sandkasten sinnfreierweise zweigeteilt. Eine Buddelgrube im Schiffsbug und eine Grube im Heck. Der Mittelteil sollte aber kein Sandkasten werden.
Fragt mich nicht nach dem Grund.
Da buddeln aber nur im großen Sandkasten Spaß macht, habe ich mit den übrigen Brettern den Sandkasten um den Mittelteil erweitert.
Ausgeschachtet haben die Beste und ich bis zum Bauchnabel vom großen Schräubchen und das Ganze dann mit Unkratfließ ausgekleidet:
Sandkastengrube
Damit das Fließ nicht ausreißt habe ich es doppelt um ein Lochband gewickelt und dann mittels Spaxschrauben festgeschraubt:
Befestigung Unkrautflies
Danach lieferte der lokale Baustoffhändler 2 Tonnen Sand, den wir händisch im Sandkasten verteilt haben:
Sand eingefüllt
Immer eine Schubkarre rein und etwas am Unkrautfließ zuppeln, damit es nicht unter Spannung steht. Im Original hat der Sandkasten lediglich zwei Sitzbretter, welche auch noch über die Pfosten hinaus stehen. Sieht doof aus, bietet zusätzliche Verletzungschancen und ist wenig praktikabel. Also habe ich neue Sitzbretter gebaut:
Sitzbretter
Die Sitzbretter verdecken so auch die Schraubkante des Unkrautfließes. Durch die Vergrößerung des Sandkastens reichten natürlich die mitgelieferten Abdeckungen auch nicht mehr aus, so dass ich zwei neue Abdeckelemente bauen musste:
Abdeckung Planung
Damit verblieb aber eine Lücke in der Abdeckung direkt hinten an der Leiter:
Lücke
Dort habe ich ein eingekürztes Restbrett ebenfalls als Sitzbrett eingepasst:
Abdeckung gebaut
So verbleibt zwar eine kleine Stufe in der Abdeckung, aber die Katzen der Nachbarschaft müssen sich ein anderes Katzenklo suchen:
Sandkasten geschlossen
Das Sandkastendeck eignet sich auch hervorragend zum sonnen oder picknicken.
Fazit?
Der Aufbau ist ein wirklich großes Projekt, für dass man einige Wochenenden einplanen muss. Das große Schräubchen liebt aber das Spielgerüst und ist immer gut beschäftigt, während wir im Garten wühlen. Alleine das ist schon den Aufwand wert.
Darüber hinaus ist es bemerkenswert, wie schnell sie gelernt hat bestimmte Dinge zu koordinieren. Leiter hoch klettern und Rampe am Seil erklimmen klappten nach kürzester Zeit absolut sicher und reibungslos.

 

Lagernerd II

Mittlerweile habe ich den Dachboden weiter zum Lager ausgebaut:
Lagerregale
Mit einer solchen Erweiterung einher geht aber auch drohendes Chaos.
Wie schon früher mal angesprochen, habe ich das dringende Verlangen nach Nerdisierung meiner Lagerhaltung.

So eine schöne Lagerverwaltung mit QR-Codes, Fotos, Suche und allem Schischi. Hach, wie wäre das schön!

Da meine Programmierfähigkeiten bei den Kinderschuhen von BASIC bis über alle Ohren stecken geblieben sind, musste ich warten, bis wer begabteres diesen Bedarf für mich deckte.
Praktischerweise bin ich neulich über das Angebot von Rotho gestolpert, die so etwas als Komplettlösung samt Lagerkisten anbieten:
YouTube Preview Image
Man kauft eine von deren Plastik-Kisten (Gibt’s in allen möglichen Formaten) auf der sich ein vorgedruckter QR-Code und ein vierstelliger Zahlencode befinden.
Den QR-Code scannt man mit der kostenlosen APP „APPmyBOX“ ein und automatisch wird eine entsprechende Box zum virtuellen Lager hinzugefügt.
Diese Box kann man dann mit Gegenständen füllen, die man parallel mit dem Handy fotografiert und innerhalb der App der gespeicherten Box zuweist.
Sowohl die Gegenstände als auch die Box kann man dann mit Schlagwörtern, Kategorien, Verfallsdaten, etc. versehen und per Suchfunktion wieder ausfindig machen.
„Gegenstand X befindet sich in Box Nummer 1234; In Box 1234 befinden sich die Gegenstände A,B & C.“

Ein viel versprechender Ansatz!

Da die Exekutive jedoch freudig am gedruckten Wort festhält, habe ich eine unversiegliche Quelle an Druckerpapier-Kartons, die ich mit ihren Normabmesungen ungerne gegen teuer zu bezahlende Plastik-Kisten eintauschen möchte.
Hat Rotho aber dran gedacht.
Man kann auch lediglich die Aufkleber kaufen, so dass man seine Bananenkartons mit QR-Codes versehen kann.
Für 5€ gibt es 5 Aufkleber.

Ich gebe aber zu, auch dafür zu geizig zu sein. Der Bestand an Kartons steigt familienübergreifend aktuell exponentiell. Da will ich weder auf die Lieferung von Aufklebern warten, noch 100+€ ausgeben.

In eidgenössischer Sparsamkeit hat Haru ähnlich gedacht und folgendes herausgefunden:
In den Rotho-QR-Codes versteckt sich eine URL.
Diese URLs sind je nach Größe der Box unterschiedlich (um der Box in der App das richtige Symbol zuzuordnen und unser Kaufverhalten zu protokollieren) aufgebaut. Lediglich die gekauften „Universalcodes“ habe eine identische Struktur.
Folgende URLs sind bekannt:

  • Box Slido 30 liter – 71x40x19,5 cm
    Art.-Nr.: 4223.094094
    http/www.appmybox.com/mobile/?4223&00103ABCD
  • Box Clear 31 liter – 40×33,5×33 cm
    Art.-Nr.: 4102.9494
    http/www.appmybox.com/mobile/?4102&00194ABCD
  • Box Clear 18 liter – 40×33.5×17 cm
    Art.-Nr.: 7084.94
    http/www.appmybox.com/mobile/?7084&80072ABCD
  • Box Frontbox – 44.5×34.5.5×20 cm
    Art.-Nr.: 7672.9494
    http/www.appmybox.com/mobile/?7672&00268ABCD
  • Box Frontbox – 35×25.5.5×14.5 cm
    Art.-Nr.: 7678.9494
    http/www.appmybox.com/mobile/?7678&00261ABCD
  • Box Grösse 38x32x17cm (BxLxH) hat
    http://www.appmybox.com/mobile/?7084&80070ABCD

Am Ende der versteckten URL wird jeweils die vierstellige Zahl der Box angegeben (oben „ABCD“ genannt). Der erste Teil der Artikelnummer findet sich auch immer in der URL wieder. Die 5 Zahlen danach habe ich noch nicht decodieren können.
Die Ziffern am Ende lassen sich beliebig austauschen.

Mittels eines beliebigen QR-Code-Generators lassen sich so für die App valide Codes generieren.
Einfach eine der obigen URLs kopieren, hinten um die Nummer der Bananenkiste ergänzen, QR-Code erzeugen, ausdrucken, aufkleben und scannen.
Fertig.

So lassen sich auch beliebige Dinge (Kartons, Schränke, Kinder, etc.) erfassen und verwalten.

Nice!

Kommen wir nun zum Pferdefuß dieser Lösung:

Die App ist einfach nur gruselig in der Anwendung!

Wie kann man so unausgereifte Software zum Roll-Out bringen?!
Alleine das zwingende Querformat hätte jeden Test-Nutzer binnen Minuten zur Weißglut bringen müssen.
Genauso die mickrige Backup-Funktion. Nix cloud. Nix geräteübergreifende Nutzung!
Wenn Mutti was sucht, muss sie zuerst Vatis Handy finden, weil da alle Daten (auch das Backup) lediglich lokal gespeichert werden.
Oh, Handy ins Klo gefallen?
Schade! Daten futsch.
Auch eine History (zu jeder Kiste) vermisst man schmerzlich.
Du nimmst etwas aus der Kiste (=Gegenstand löschen). Du tust es morgen wieder rein (=Gegenstand neu anlegen).
Ich vermute, bei Rotho verwendet das System niemand privat. Ansonsten hätte es da seit Juli 2015 schon mal ein Update gegeben.

Ehrlich gesagt verleiden mir diese Details wirklich die Nutzung einer ansonsten großartigen Idee!

Vielleicht können wir ja ein CrowdKrautfundig-Projekt draus machen und mit dem Erlös nen kleinen Chinesen durch den Code der App peitschen? Alternativ stehe ich auch jeder Art von Hack offen gegenüber.

Apropos „Hack“:
Lifehack:
Solltet ihr im Laden mal an so einer Box vorbei kommen und sie scannen, nehme ich auch gerne weitere URLs in die obige Liste auf.