Archiv der Kategorie: Opel Combo CNG

Ostergefühle

Die Sonne scheint, da ist es höchste Zeit, die Sommerpuschen aufziehen:ReifenwechselUnd es wäre kein Opel, wenn es nicht auch die Gelegenheit wäre, um die Bremse mal wieder zu zerlegen:Bremssattel hinten rechtsIn letzter Zeit nahmen die Quietschgeräusche wieder deutlich zu. Insbesondere auf Langstrecke nervte das erheblich. Ich habe daher beide Hinterradbremsen zerlegt, gereinigt, die Nasen der Belagträger weiter abgefeilt und anschließend wieder alles mit „Anti-Quietsch“ zusammen gebaut.
Frühling und Herbst sind auch immer die Gelegenheiten an denen Lola und die Gorilla Tageslicht schnuppern dürfen:Gorilla und Lola an der frischen LuftHinter denen hängt nämlich der große Terassentisch an der Wand. Die Gorilla will ich dieses Jahr auch wieder mehr fahren. Ne, ehrlich!….

Begrenzte Dachlast

Schon im Herbst habe ich Grundträger für unseren Opel Combo besorgt. Das Prinzip mit den in Aussparungen greifenden Haken ist absolut spitze. Da hat Opel echt mal ein gutes System entwickelt. Was mich jedoch sehr stört, ist das eloxierten Aluminium der Träger. Das ist so glatt, dass man da nichts dran verzurrt bekommt. Der Transport des 4m-Dachbalkens für meinen aktuelles Dachstuhl-Projekt war eher abenteuerlich.

Daher habe ich den letzten Garagendonnerstag für eine kleine Optimierung genutzt. Ausgangspunkt sind vier M10x240mm Schlossschrauben, die ich passend zu der Nut der Grundträger an den Seiten:Seiten abgeflacht, am Kopf und am Vierkant mit dem Schleifbock bearbeitet habe:Kopf abgeflachtSo lassen sie sich leicht in die Nut einfädeln:Stangen eingefädeltAls nächstes habe ich von einem 12mm Aluminiumrohr 22,5cm lange Stücke abgeschnitten:Hülse ablängenDas geht sicherlich auch mit einem Kupfer-Heizungsrohr, jedoch hatte ich davon nicht mehr genug.
Das Rohr kommt nun auf die Schlossschrauben und wird mittels zweier Unterlegscheiben und Mutter angezogen:Begrenzungsstangen fertigAufgrund des Anpressdrucks sitzen die Stangen Bomben fest in den Nuten und können (wie im Bild symbolisch dargestellt) als seitlicher Anschlag für etwaige Dachlasten dienen.
So muss man sich nur noch um Bewegungen in Längsrichtung und vertikal kümmern.

12V Aschenbecher II

Kaum sind die kleinen Schräubchen etwas größer, verwirklichen sich schon lange absehbare Risiken.
Neulich konnte ich das große Schräubchen dabei beobachten, wie es mit Begeisterung einen Reiskekse in die Buchsen des 12V-Aschenbechers bröselte. Eh sie das Spiel mit etwas leitenden wiederholt, habe ich mal das Netz nach passenden Deckeln abgeklappert.
eBay lieferte mir passendes zum schmalen Kurs.
Die Montage funktioniert denkbar einfach, da die Ringe ausreichend elastisch sind um sie über den Wulst der Steckdosen zu ziehen:
eine Abdeckung drauf
Fertig montiert sieht da sogar ziemlich ordentlich aus:
Abdeckungen montiert
Den Euro hätte ich eigentlich auch schon vor 3 Jahren investieren können.

Innenleuchte 2.1

Seit einiger Zeit zickte die von mir in die Innenraumleuchte des Combos integrierte Stromversorgung. Das angeschlossene Frontscheibengadget schaltete sich immer ein und aus. Die Kontrolleuchte am umgebauten USB-Adapter verriert, das sich dieser immer wieder aus und ein schaltete. Also alles mal zerlegt:
Leuchte ausgebaut
Der Griff zum Multimeter förderte keine besonderen Erkenntnisse zutage. Selbst verschiedenstes wackeln an Kabeln oder Bauteilen der Platine zeigte keinen Wackelkontakt. Strange.
Ausgelötet
Also kurzerhand das Bauteil für Defekt erklärt und aus dem Fundus einen anderen Adapter gewühlt:
Neu verlötet
Den verlötet, die Feder entfernt und mit Schrumpfschlauch überzogen:
Schrumpfschlauch
Interessanterweise passte die Platine exakt in das (gekürzte) Gehäuse des alten Adapters:
Neuer Adapter im Gehäuse
Danach konnte ich den Adapter samt Kabelage wieder im Dachhimmel verstauen und alles zusammen bauen:
neuer Adapter verstaut
Damit war das Problem gelöst und die Stromversorgung wieder hergestellt.

155555

Der Combo verdiente sich vor kurzem ein paar liebevolle Streicheleinheiten, zeigte sein Tacho doch die folgende Schnapszahl:
155555
Damit fahren wir jetzt unseren Opel Combo C CNG schon 5 Jahre und über 100.000 km im völlig problemlosen Gasbetrieb.
Wie vert damals schon schrieb:“opel cng ist schlichtweg ausgereift…“.
An gasspezifischen Problemen suchte uns bisher lediglich der weit verbreitete Flaschenrost heim, welcher jedoch von Opel sehr kulant durch Austausch der Gasflaschen beseitigt wurde.
Seit meinen regelmäßigen, sinnlichen Fettmassagen sind auch keine neuerlichen Probleme aufgetreten und für die Zukunft auch sehr unwahrscheinlich geworden.
Ansonsten?
Nix, Nada, Niente.
Einfach Schlüssel rum drehen und losfahren.
Für ein langes Motorleben habe ich mir allerdings einige Prinzipien angewöhnt:
– 5W-40 Markenöl mit Opel Empfehlung
– Markenölfilter mit Rückschlagventil
– Service nach Opel-Anweisung
– Nie über 3500 U/Min drehen (= 125km/h)
Zwar dürfte sich diese Verhaltensweise bei einem mit 150.000 km noch recht jungen Motor nicht als überlebenswichtig erweisen, aber bekanntermaßen haben Autos bei uns eine ziemlich lange Halbwertszeit.
Es dauert ja schließlich auch, bis das in der VW-Charmoffensive angekündigte „dutzend Modelle mit CNG-Triebwerk“ auf dem Gebrauchtwagenmarkt in erschwinglichen Regionen ankommt.
Insbesondere, wenn für den nächsten Langstreckenbomber erheblich mehr Luxus auf der Wunschliste steht.

Passenderweise lag auch gerade der Jahresservice an, so dass ich dem Combo ein paar pflegende Handreichungen angedeihen lassen konnte:
Service 2017
Wie immer gibt’s auch eine tendenziöse Statistik:
Gefahrene Kilometer: 103.555 km
Davon auf Gas gefahrene Km: ~102.055 km
Verbrauchtes Gas: 5.253,28 Kg (bei 5,1475 Kg/100 km)
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,029€/Kg): 5405,63 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,30 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 9,89 €
Ersparnis: ~6.527,39 €