Archiv der Kategorie: Sonstige Schraubereien

Resterolli

Ein lieber Mensch hat an mich gedacht und fragte, ob ich Verwendung für einen selbst gebauten Werkstattwagen hätte.
Aber na Logo!
Der Wagen ist massiv aus OSB und Sperrholz gefertigt und hat Einkaufswagen-Rollen drunter:
Ausgagszustand leer
Die Einsätze sind herausnehmbar und geben darunter einen durchgehenden größeren Stauraum frei:
Einsätze herausgenommen
Den hinteren Abschluss bildet ein kleines Sperrholzbrett, welches als Ablage diente:
Ausgangszustand ohne Einsätze
Als Werkzeugwagen war er mir aber zu unhandlich. Ich bin da eher ein Freund von Schubladen und Hängelösungen. Allerdings platzte mein Kleineisen- und Holzrestefundus aus allen Nähten. Die hintere Sperrholzablage habe ich daher kurzerhand entfernt und durch eine vertikale Spanplatte ersetzt. Dort findet sich jetzt der Stauraum für längere Metallreste und Gewindestangen:
Rollkiste befüllt
Die Gewindestangen haben noch einen kleinen Trenner aus Lochband bekommen, damit sie nicht mit den sonstigen Metallresten durcheinander purzeln. Die vier Einsätze habe ich dann auf Holz und Metall aufgeteilt. Der große Stauraum unten drunter ist aktuell noch frei, aber auch dafür werde ich sicherlich was schönes finden. Dank der Rollen kann ich den schweren Container auch bequem bewegen und platzsparend verstauen. Generell bin ich versucht meine gesamte Werkstattausrüstung mobil zu halten. Das hat sich bisher als sehr effektiv erwiesen, um auf kleinem Raum noch bequem arbeiten zu können.

Die Stelle an der…

… der Wäschetrockner das Wasser lässt. Unser treuer 25€-Wäschetrockner hat uns verlassen. Ja, ich weiß: Auch euch trifft das hart, war er doch kaum 20 Jahre alt.
Allerdings vergaß er in letzter Zeit immer öfter, was sein Auftrag war und hörte einfach mitten im Trocknungsvorgang auf, nur um stolz zu vermelden, dass er bereit wäre mit der Arbeit zu beginnen. Ich vermute Altersdemenz.
Schade, mit den neuen Lagern hätte er sicherlich nochmals 20 Jahre gehalten.

Egal. Das Neugerät war fix geordert und wartete mit sowas schönem wie einem alternativen direkten Kanalisationsabschluss auf. Sehr schick. Nie wieder die Wasserschublade entleeren.
Kaum wollte ich diesen Komfortgewinn baulich umsetzen, hagelte es ein Veto der Besten. Sie nutze das Kondenswasser des Trockners immer für ihr Dampfbügeleisen. Ersparte ihr das entkalken. Da wollte sie nicht so einfach drauf verzichten.
Da war also Bastelarbeit angesagt.
Zentrales Element meiner „Kondensatablaufsteuerung“ ist ein 8mm Y-Hahn mit Kugelventilen:Anordnung
Durch den kleinen grauen Wellschlauch auf dem Bild kommt das Kondenswasser vom Trockner. Je nach Stellung des Kugelhahns geht es dann entweder durch den kurzen Anschluss gen Kanalisation (Waschmaschinenanschluss) oder durch den klaren Schlauch wieder zurück in den Vorratsbehälter des Trockners:Y-Abzweig Detail
Wie man auf dem Bild sieht, habe ich noch einen 1″ 90° Bogen (aus dem Garten-Wasser-Bereich) verbaut um den Siphon-Anschluss zu drehen. Im Original zeigt der kleine Anschluss für den Trockner nach vorne. Da sich dieser später in einem Putzschrank wiederfindet war absehbar, das er irgendwann abbrechen würde: Fertig
Durch den 90° Bogen ist er nun vor randalierenden Besen geschützt und er verhindert auch, dass die Waschmaschine ihre Lauge beim abpumpen in die Leitung des Trockners drückt. Diesem Problem begegnen viele Leute mit einem Rückschlagventil, was sicherlich genauso effektiv ist. Mittlerweile ist die Konstruktion schon in jeder Einstellung getestet und würde für gut befunden.

Blasi Blasi

Menschen haben mal wieder an mich gedacht und gefragt, ob ich Interesse an einem Kompressor hätte? Aber immer doch!

Einen kurzen Schriftwechsel später stellte sich heraus, dass hierbei nicht die Rede von einem Baumarktkompressor war, sondern von einem 11kw Schraubenkompressor; Neupreis: 19.000 DM! Aktueller Preis: 1€/Kg

Schraubenkompressor sagt euch nix? Macht nix. Mit anfangs auch nicht. Verkürzt gesagt kommen die Dinger immer dort zum Einsatz wo ein klassischer Kolbenkompressor nicht mehr ausreicht. Beweis? Der angebotene (eher kleine) Mannesmann Demag Sprint 016 hat eine Luft-Abgabeleistung von 1400 l/min. Selbst ein Ausgewachsener 3-Zylinder-Kompressor erreicht kaum 800 l Abgabeleistung.

Wir sind uns daher einig:

Völlig überdimensioniert.

Dementsprechend habe ich auch kaum gezögert und zugeschlagen:

Angekommen

Dank hilfreicher Nachbarn mit Hubwagen stand das Schränkchen mitten bei mir in der Garage.

Das konnte so nicht bleiben, schließlich sollte da ja auch noch ein Auto mit rein. Im Vordergrund sieht man schon meinen ersten Lösungsansatz: Palette mit Rollen
Bei der Umsetzung des Kollegen hat sich der geschenkte Quad-Heber direkt bewährt:HebetechnikTrotzdem waren noch vier Leute nötig um ihn zu positionieren. Meine gebastelte Rollpalette hielt auch exakt 50cm weit. Dann knickte einer der Holzklötze samt Rad ein. Der Hebel war zu groß, die Nagelung der Palette zu schwach.
Glücklicherweise fand sich noch eine alte Arbeitsplatte, die das Gewicht gut trägt und genug Fleisch für eine ordentliche Verschraubung der Rollen bietet:Auf neuem RollbrettSo kann ich ihn wenigstens alleine Bewegen, sollte er mir im Weg stehen.
Nun war aber endlich die Zeit gekommen, ihm mal eine wenig unters Blech zu gucken:Abdeckungen entferntMan sieht schön den Elektromotor samt darüber angebauter „Turbine“:Innenleben SeitenansichtDen Luftkühler an der Rückseite haben sie vor wenigen Jahren mal getauscht. Da kein Original zu bekommen war, haben sie einen größeren verbaut und mussten das Gehäuse anpassen. Mir soll’s Recht sein.
In der Draufsicht sieht man schön die drei Wartungspunkte:Innenleben DraufsichtGanz unten den Ölfilter (normaler Patronenfilter), oben mit Flügelmutter den Luftfilter, und das große Weiße ist ein Feinfilter für die abgegebene Luft. Alle drei wurden zusammen mit den Keilriemen und dem Öl im Januar 2017 getauscht. Laut Handbuch soll das alle 2000 Betriebsstunden gemacht werden. Also im Profi-Betrieb 1- 1,5 Mal im Jahr. Bei mir das nächste Mal, wenn ich in Rente gehe.
Vorne am Kompressor befindet sich da Bedienfeld mit Fehlertafel:BedienfeldEin, Aus, Notaus. Das bekomme ich hin.
Interessant war natürlich der Betriebsstundenzähler:Betriebsstundenzähler62.621 Betriebsstunden ist ne Ansage. Allerdings stimmt mich die Wartungshistorie und die führende Null beim Zählwerk zuversichtlich, dass er noch viele Jahre bei mir seinen Dienst versehen kann.
Jedoch gibt es bis dahin noch ein paar Hürden:
Laut Handbuch hätte der Hase gerne eine mit 35A abgesicherte 380V Zuleitung und einen Vorratstank muss ich auch noch besorgen.
Ach und die Halle, die er mit Luft versorgen soll muss ich auch noch bauen…

P.S.: Natürlich werde ich ihn auch noch gründlich putzen.

Ablänghilfe II

Im Nachgang zum Bau der Ablänghilfe noch zwei Bilder der Version für meine (für die Einhell Kreissäge ertauscht) Dolmar ES-38A:Rechteckiger MagnetWie ihr seht besteht die Basis aus einem rechteckigen Klotz in den ein rechteckiger Neodym-Magnet eingelassen ist. Ich hätte viel lieber die identische Version wie Vaddern gebastelt, aber die Dolmar ES-38A hat leider eine werkzeuglose Kettenverstellung so dass dort auch keine Mutter als Ankerpunkt vorhanden ist.
Viel mehr muss bei mir der Umlenkstern als Ankerpunkt herhalten:Montiert an Dolmar ES-38ANicht so elegant, aber zumindest zum markieren der Länge ausreichend. An- und abgebaut ist die Ablänghilfe ja mit einem Griff.
Der Praxistest steht noch aus. Ich werde aber berichten.

Ablänghilfe

Als kleine Weihnachtsbastelei haben Vaddern und ich „Ablänghilfen“ für unsere Motorsägen gebastelt. Die Idee habe ich in dem sehr unterhaltsamen Thread „Zeigt her eure Eigenbauten“ im Motorsägenportal gefunden. Details findet man auch auf der sehr schönen Seite von Christian Habermann. Ausgangslage ist ein Neodym-Magnet in Ring-Form. Auch bei Vadderns Dolmar 110i passte der Ring im Format Außendurchmesser ca. 27 mm, Innendurchmesser 16 mm, Höhe 5 mm, perfekt über die vordere Schwertmutter. Durch die besondere Gehäuseform mussten wir jedoch den Holzklotz etwas anpassen:Ringmagnet eingeklebtEingeklebt haben wir den Magneten mit JB Weld. Das hält bisher sehr gut.
In eine zweite Holzscheibe kann eine alte Angelspitze:Stab angeklebtDie ist sehr biegsam und bruchfest.
Beide Klötzchen wurden dann zusammen geleimt:Stab und Magnet kombiniertZur Probe montiert sieht da Ganze dann so aus:ProbemontageDie Ablänghilfe sitzt fest auf dem Kragen der vorderen Schwertmutter und kann bei Bedarf in Sekunden aufgesteckt oder abgezogen werden:Probemontage DetailGleichzeitig löst sich die Verbindung aber bevor die Spitze bricht, wenn man irgendwo hängen bleibt. Mittlerweile hat Vaddern noch einen kleinen „Augenschoner“ auf der Spitze angebracht und zwei Markierungen bei 30 und 40 cm:Ablänghilfe fertigIch verwende statt der Angelspitze eine alte Fiberglas-Zeltstange und gekürzte Kabelbinder als Anzeiger für 33 cm.