Einfach kann jeder

Gestern habe ich Lolas regenerierten Motor eingebaut. Ich habe ihn den Winter über bei Zweirad-Steinberg (bekannt über den „Schwarzfahrer“ aus dem Simsonforum) überholen lassen. Das ganz große Programm mit allem Schnick-Schnack. Hab mich da echt nicht lumpen lassen. Und was ist nun? Genau: Nix.
Eingebaut, angeschlossen, Benzin eingefüllt, angerissen….tote Hose… Ganze Zündung samt Verkabelung gecheckt nix gefunden. Allerdings hatte der neue Kondensator einen feinen Haarriss.

Kondensator mit Riss

Die Dinger sind mir ja mehr als suspekt. Das wäre dann der dritte Kondi innerhalb eines Jahres. Ich hab dem Schwarzfahrer gleich ne Nachricht geschrieben, dass der Motor nicht lüppt und er hat mir vorhin zurückgeschrieben, dass er nen neuen Kondensator in die Post gegeben hat. Über den Support kann man da schon mal nix sagen. Mal sehen, ob es wirklich am Kondi gelegen hat. Ich kann es irgendwie nicht glauben…das wäre zu einfach für meine zickige Lola.

Den zugehörigen Thread findet ihr im Schwalbennest unter diesem Link.

Carbecue

Kochen ist was für Mädchen. Jungs braten, grillen, frittieren oder microwelllieren.
Um allerdings mal ein wenig Verständnis für die Härte am Herd zu bekommen, haben Tobias und ich beschlossen auch mal ein wenig zu kochen. Um uns den Einstieg in die doch fremde Materie des Lebensmittelerhitzens ohne offenes Feuer oder Dezimeterwellen zu erleichtern, haben wir ein einfaches Gericht ausgewählt: Rührei.
Rührei hat den großen Vorteil, dass es schon bei 68°C stockt. Warum das wichtig ist? Naja, auch bei der Auswahl unserer Kochstelle haben wir uns nicht ganz getraut bekanntes Terrain zu verlassen. Wir haben einfach beschlossen auf Lolas Krümmer bzw. Auspuff zu kochen.

Inspiration war auch nicht weit. Der Krümmergrill gefällt mir ganz gut, allerdings ist mir die Hitzeausbeute (nur erwärmen möglich) zu gering. Dieses Hühnchenallerlei ist da schon eher nach meinem Geschmack. Die Comments enthalten auch einige interessante Tipps. Natürlich gibt es zu dieser Thematik auch passende Literatur. Das Standardwerk ist das englische Buch „Mainfold Destiny“. Allerdings ist da so gut wie kein Rankommen. Gebrauchte Exemplare werden bei Amazon.de für über 60 € gehandelt….also wenn noch wer nen Weihnachtsgeschenk für mich sucht… Das deutsche Gegenstück „Haste Mopped, kannste kochen“ habe ich mir gestern Abend bei ebay geschossen. War sogar mehr als die Hälfte günstiger als bei Amazon. Mal sehen, was da brauchbares drin steht. Interesse hätte ich ja auch an diesem Gerät. Allerdings befürchte ich ganz stark, dass es nur ein Fake ist:

Rezeptvorschläge sind übrigens herzlich willkommen! Allerdings beläuft sich unsere Teststrecke nur auf ca. 100 Km. Ich weiß auch noch nicht so ganz, wie der Zwei-Takt-Geruch mit dem Essen harmonieren wird. Vielleicht sollte ich etwas Rizinusöl dazutanken… Ich werde euch aber auf jeden Fall über das kulinarische Ergebnis informieren. Stay tuned!

Am Wegesrand III (Italienische Lebensart)

Heute bin ich hinter einer Eisdiele neben den erbärmlich stinkenden Mülltonnen über einen Porsche 356 A 1500 Super Speedster gestolpert. War schon ein wenig surrealistisch neben den in der Mittagshitze verwesenden Hausabfällen, leeren Obstkisten, Plastikgartenstühlen und grünalgigen Hauswänden diesen aus dem Ei gepellten 100.000 €-Wagen zu sehen….

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Als schönes Detail an diesem Traumwagen, möchte ich die winzigen Rückleuchten in Wagenfarbe hervorheben. Diese moderne Tendenz zu Rückleuchten in Flachbildfernseher-Format stinkt mir gewaltig!

Latvia, 12 Points

Auf der Seite vom KLE (dessen Fusselblog ich euch sehr ans Herz legen möchte) bin ich gerade über diesen Link gestolpert: The DIY Sportscar From Latvia

Das erschreckendste an der ganzen Sache ist, dass dieses künstliche Korallenriff sogar offizielle Kennzeichen trägt. Gruselig…. Das unterstützt mal wieder meine These, dass in diesen Ländern mit den langen Wintern die Menschen ein bisschen komisch sind. Nich schlimm…aber komisch….

Am Wegesrand II (Das Fräuleinwunder)

In dieser unregelmäßigen Serie will ich Autos vorstellen, die ich am Wegesrand entdeckt habe und die ich (aus welchem Grund auch immer) für kulturell wertvoll halte.
Den Anfang machte ja eigentlich der unbekannte Golf-Cabrio-Umbau von neulich.

Heute folgt ein Citroen Ami 6, welchen ich neulich auf meinem Weg in die Uni gesehen habe. Besonders wertvoll machen diesen Wagen zwei Eigenschaften: Einmal das absolut abgefahrene Design (man beachte nur die schräg stehende Heckscheibe mit Überhang!) und zum anderen die Möglichkeit den Wagen mittels Handkurbel zu starten. Warum gibts sowas heute nicht mehr? Sobald ich mit Tobi anfange Autos zu bauen, werden die auf jeden Fall auch mittels Handkurbel zu starten sein! Da erweckt man noch etwas mit den eigenen Händen zum Leben! Und bei genug PS und passendem Sound ist die Parallele zu Dr. Frankenstein auch nicht weit… Ich geh und werkel schon mal am Blitzableiter! In der Zwischenzeit noch zwei Fotos von dem „Fräulein“:

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