R.I.P.

Bei Tobias um die Ecke starb letztes Jahr ein DUO einen langsamen und qualvollen Tod. Es tat echt weh, dem armen Dingen beim sterben zuzugucken…besonders, wenn man selbst nen Duo besitzt.
Dabei hätte ich ein paar der Teile so gut gebrauchen können. Man denke nur an die ganzen Bedienhebel, den Tank, den Benzinhahn, den Scheibenwischer, den Scheibenrahmen…alles seltene und spezielle Teile.
Leider ließ sein letzter Parkplatz auch schlimmes befürchten: Es war abgestellt vor einem Krankenhaus. Der Eigentümer ist da vielleicht zwar reingegangen, aber raus ist er unter Umständen liegend gekommen…. und nun gab es niemanden mehr, der das arme Duolein vermisste. *Schnüff*
Ich habe damals versucht, den Eigentümer über die Versicherung ausfindig zu machen, um ihm anzubieten, dass ich es für ihn fachgerecht entsorge, aber leider auch ohne Erfolg… Die Versicherung wollte den Namen nicht rausrücken: „Datenschutz“
Nach ein paar Wochen war das Häufchen Elend dann verschwunden. Vermutlich ist es in den Duo-Himmel eingegangen und erfreut uns heute als 200 Bierdosen. Rest In Peace!
Noch ein paar Bilder zum Andenken:
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Ich kann allerdings diesen Eintrag nicht beenden, ohne auf die interessante Kofferraumkonstruktion an diesem Duo hinzuweisen! Da will ich mir für meine Lola ja auch noch was überlegen…

Dreherei

Als ich Lola kaufte hatte sie diesen ominösen mechanischen Drehzahlmesser aufs Armaturenbrett gespaxt:
Drehzahlmesser mechanisch 001
Sein Dasein war völlig sinnfrei, da die im Duo verbauten M53-Motoren gar keinen „Ausgang“ für eine Welle haben, welche man für diese Art von DZM braucht. Das ist ja auch der Grund, warum ich einen elektronischen DZM verbaut habe…. Allerdings frage ich mich seit dem, woher dieser mechanische DZM stammt. Vom Durchmesser her, ist er genau so groß wie der Duo-Tacho (glaube ich zumindest). Könnte also auch ein Simson-Produkt sein. Allerdings ist als Herstellungsdatum auf der Rückseite „07/90“ eingeprägt. Vielleicht kann mir da ja ein bewanderter Leser meines Blogs weiterhelfen?

„Halt dich grad!“

Die Vorbesitzer waren ja, wie schon angedeutet, allesamt große Virtuosen mit dem Bohrer. Ich im Gegensatz dazu, bin eher ein Loch-Nazi. Ich versuche jedes Loch im Blech möglichst zu vermeiden um eine schön arische reine Blechsubstanz zu erhalten, denn jedes Loch ist auch ein potenzieller Rostherd. Daher hab ich mir jetzt erstmal einen Kennzeichenhalter für meine Lola gebaut. Bisher war das Kennzeichen ja direkt mittig an das Heckblech geschraubt. Ich habe es jetzt nach rechts oben auf Schulterhöhe versetzt. Dort läuft ja das Querrohr vom Rahmen der Sitzbank, welches auch das Heckblech trägt. Da sind eh schon Löcher für die Drehverschlüsse des Verdecks drin und die Edelstahlschrauben, welche ich hierfür besorgt habe, sind auch etwas länger als nötig. Also schnell im kochschen Blechteilefundus gewühlt und eine passende Aluminiumplatte zurechtgesägt. So sieht das Teil nun aus:
Kennzeichenhalter

Kennzeichenhalter II
In angeschraubtem Zustand steht das Kennzeichen nun etwas schräg nach unten, aber das war anders nicht möglich, weil das Verdeck sich ja nach hinten baucht. Würde der Halter gerade stehen, könnte man das Verdeck nicht mehr drüber ziehen. Im Nachhinein hab ich mir überlegt, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wenn ich den Halter nicht „stehend“ sondern „hängend“ konstruiert hätte. Also, dass er nicht vor dem Verdeck stehen würde, sondern vor dem Heckblech hängen würde. Dann würde das Kennzeichen nur leicht gen Himmel gucken. Hmm, vielleicht änder ich das noch…

Pimp my Fahrrad 1.0 beta

Die letzten Tage war hier in Osnabrück ja noch der 97. Deutsche Katholikentag. (Als Evangelisch-Reformierter spare ich mir mal jeden Kommentar.) Ich habe es die 5 Tage über eigentlich ganz gut geschafft, den Trouble und die Menschenmassen zu umfahren. Nur am Freitag ließ es sich nicht vermeiden. Ich musste direkt durch. Ich gestehe, dass meine Toleranzgrenze mit jedem Meter sank. Als gegen Ende meiner Schiebeodyssee durch die Menschenmassen auch noch eine Erweckungstänzermenge mit ihrem spastischen „Tanzstil“ den Weg versperrte, riss mir der Geduldsfaden und ich schob mein Fahrrad einfach mitten durch sie durch. Dies habe ich mittlerweile bereut. Der Herrgott bestraft zutreffenderweise kleine Sünden sofort. Haben die mir doch so eine katholische Reißzwecke in den Reifen gehext, die kleinen Schlawiner! Nen schön anständiger Platten. Also am Samstag Nachmittag Rad ausbauen, Loch suchen, flicken, Rad einbauen und feststellen, dass man keine Luftpumpe für Autoventile im Haus hat….Kacke. Für Lola hab ich normalerweise immer einen Adapter dabei, so das man Autoventile auch mit ner normalen Fahrradluftpumpe aufpusten kann („Schrader auf Dunlop“-Adapter), aber der ist natürlich bei Lola und die steht bei meinen Eltern. Die anderen Fahrräder im Fahrradständer der Nachbarschaft hatten natürlich auch alle nur normale Luftpumpen und der Fahrradladen um die Ecke hatte zu. Tolle Wurst. Also kurz überlegt: Zur Tanke schieben? Neee, viel zu weit. Also Alternativen. Du hast Doch noch von deinem alten Tourenrad das komplette Vorderrad im Keller…..mal sehen ob das passt:

Bild nicht vorhanden
Ok, das alte Vorderrad hatte 26″ und das Neue hat 28″, aber so Beachcruiser sind ja momentan in…. und vordere Schutzbleche und Bremsen werden auch total überschätzt! Die mussten nämlich weichen, damit das Rad passte. Ein paar Unterlegscheiben halfen weiterhin die Gabel ein paar Millimeter zu spreizen, damit die Speichen nicht an der Federgabel anschlugen. Aber ansonsten bin ich mit meinem Umbau sehr zufrieden. Damit kann ich jetzt erstmal wieder rumdüsen, bis ich nen bisschen Luft für das geflickte Vorderrad aufgetrieben habe.