Das tapfere Schneiderlein

Ich habe Lola ja in der langen und dunklen Winterpause eine neue Innenausstattung spendiert. So sah sie früher aus:

Und so sieht sie heute aus:

Ich denke, da kann man schon klar von Verbesserung sprechen. Für alle, die ähnliches Vorhaben, werde ich unter diesem (fortlaufenden) Titel einige Bilder und Anleitungen zum aufpolstern und beziehen einstellen. Also: stay mal wieder tuend!

Nippel durch die Lasche ziehen

Wie schon hier und hier angedeutet, suche ich ja gerade die notwendigen Bauteile für ein Bikini-Top für Lola zusammen. Die Menschen von „Sattlerei Rapp“ waren so freundlich mir zwei Muster der von Ihnen angebotenen ovalen Ösen zu schicken. Die eine (die hintere auf dem Bild) ist viel zu klein. Die Vordere allerdings passt perfekt. Allerdings habe ich, als ich die Dinger in der Hand hielt festgestellt, dass man ein spezielles Gerät braucht, um die Ösen einzupressen…blöd. Ich dachte, dass geht auch mit dem Hammer. Jetzt muss ich hier in Osnabrück mal nach nem Sattler gucken, der entweder auch diese Ösen hat, oder der wenigstens so eine Zange hat. *murf*

Ovale Ösen 2

Die Maße der vorderen Öse lauten: 17 mm x 11 mm
Eine Bestellnummer für den Onlineshop habe ich leider nicht.

Rat(d)los

Als ich Lola kaufte, hatte sie ja noch einen selbstgebastelten Gepäckträger mit einem unerträglich hässlichen Topcase drauf. Garnicht so unhässlich hingegen fand ich, dass auf dem Heckträger ein Ersatzrad montiert war. Ansich ja ne gute Idee. Sieht Oldschool-mäßig aus und hat auch im Falle einer Panne einen echten Nutzen. Leider stellte sich das Rad als völlig unbrauchbar heraus. Der Reifen war platt, das Ventil kaputt, der Mantel „Made in G.D.R.“ und zu allem Überfluss hat die Felge noch einen Bremsschild (Ankerplatte) mit innenliegendem Bremshebel. Letzteres ist wohl das größte Problem, denn so wie ich das bisher einschätze, braucht man verschieden lange Bowdenzüge, für Bremsschilde mit externem Bremshebel und internem Bremshebel. Oder liege ich da in meiner Annahme falsch? Diese Art von Bremsschild ist ja eigentlich für Vorderräder bei der KR51/1 und SR4 gedacht. Das Duo hat aber ringsum nur „Hinterräder“ mit außenliegendem Bremshebel…
Ich habe das komplette Rad jetzt erstmal in meinen Fundus gepackt. Vielleicht werde ich es bei Bedarf ja mal mit einem anderen Bremsschild ausrüsten. Hier ein paar Fotos von dem Rad und dem Innenleben.

Felge 006

Felge 008

Felge 009

Linientreu

Bevor ich zur Probefahrt mit meiner Lola aufbrechen wollte, habe ich mit der Hilfe von Tobias mal die Spur eingestellt.  Das war nötig, da wir um den regenerierten Motor einsetzen zu können, die Kettenspanner am Hinterrad lösen mussten. Als wir die Kette dann wieder gespannt hatten, stellten wir fest, das es schief stand. Also Duo-Handbuch rausgeholt und Einstellanleitung studiert. Die Anleitung zum Spureinstellen beim Duo muss man erstmal sorgfältig durchdenken, eh man sie, so ganz ohne Bilder, versteht. Nach einigen Diskussionen, wie das wohl gemeint sein könnte, hatten wir es aber verstanden und konnten es erfolgreich umsetzen. Ich rate es jedem Duofahrer mal die Spur zu checken! 1. verringert ihr so den Abrieb eurer Räder, 2. verbessert den Geradeauslauf und 3. erleichtert ihr dem Motor (geringfügig) die Arbeit. Um euch die Nachahmung zu erleichtern, haben wir ein paar Bilder geschossen und Erklärungsmarkierungen eingefügt.

Heckansicht (Markierungen)

Rahmen Draufsicht 2 (Markierungen)

Als erstes sucht ihr euch an einem Hinterrad zwei möglichst gegenüberliegende Punkt in senkrechter Ausrichtung. Wir haben einen Punkt bei 25 cm auf der Rückseite des Rades genommen und an der Vorderseite einen direkt über der nach vorne gehenden Schwinge. Diese Punkte markiert ihr euch mit Kreide. Bei dem gegenüberliegenden Rad markiert ihr die selben Punkte (Bild 1).
Nun nehmt ihr einen Zollstock und messt in waagerechter Ausrichtung den Abstand zwischen den hinteren Punkten (Bild 2, rot) und den vorderen Punkten (Bild 2, blau). Die Beiden Messwerte sollten nur 0-1 mm von einander abweichen. Sollte dies nicht der Fall sein, sind eure Räder nicht in gerader Spur und ihr müsst sie einstellen. Dazu löst ihr die Schrauben der Steckachsen, die Kettenspanner (soweit vorhanden) und auch die große Mutter an dem V-Förmigen Querstabilisator. Nun, wenn alles lose ist, etwas am Rad geruckt, nochmal gemessen und wenn es passt, alles wieder festgeschraubt. Abschließend in festem Zustand nochmal messen und den schönen Geradeauslauf genießen.

Flasche leer!

Um den regenerierten Motor zu testen brauchte ich einen Benzintank. Der originale Tank wartet ja gerade frisch gesandstrahlt und grundiert auf den Lackierer. Den wollte ich nicht mit Benzin-Öl-Gemisch verunreinigen. Den Tank aus dem von mir ersteigerten Blechkonvolut wollte ich auch nicht verbauen, da er in den Tiefen unseres Kellers lagert und ich ehrlich gesagt zu faul war, ihn nur für einen Testlauf ein zu bauen. Also mal schnell im Werkkeller nach Alternativen umgesehen und prompt was passendes gefunden: Eine fabrikneue leere Leimflasche aus Weichplastik. 250 ml passen rein und die spitz zulaufende Tülle kann man passend abschneiden und auf die Benzinleitung stecken. Für die Luftzufuhr sorgt ein Loch im Boden, dass bei Bedarf mit einem Nagel dicht verschlossen werden kann. Der Inhalt sollte für 8 Km reichen. Jetzt muss nur noch der Motor laufen…..

Benzintank (Behelfsmäßig)