Anlasser I

Der Rialto steht seit einiger Zeit still. Ich habe mir für diesen Winter zwei Projekte an ihm vorgenommen. Zuerst den malässigen Anlasser und im Anschluss seine ölsardinige Ölwanne. Starten wir mit Punkt 1:
Anlasser eingebaut
Der Anlasser machte schon seit Jahren gelegentlich Ärger mit einem sporadisch ausspurenden Ritzel. Insbesondere im Sommer bei warmem Motor brauchte man 3-4 Startversuche, bis die Fuhre lief.
Da man für die Demontage des Anlassers den Ölfilter ausbauen muss, habe ich die Reparaturen kombiniert.

Der Anlasser ist bei meinem 1984er Exemplar ein verhältnismäßig seltener Lucas M35J:Beschriftung Anlasser Detail
Spätere Fahrzeuge hatten den wesentlich weiter verbreiten M35G. Auch wenn die Anlasser äußerlich verschieden sind, so passen doch viele der Innereien untereinander, so dass man mit etwas Suche auch Ersatzteile bekommt.
Nach dem Ausbau des Anlassers war der Grund für die Startprobleme schnell ausgemacht:abgenagte Zähne am Ritzel
Wie man auf dem Bild sieht, sind die Zähne des Ritzels deutlich abgenutzt. Glücklicherweise ist der Zahnkranz auf der Schwungscheibe aus wesentlich härterem Metall als da Ritzel, so dass ich dort keine Auflösungserscheinungen ausmachen könnte.
Also Ritzel demontieren:Demontage Schritt 1
Auch hier gibt es wieder Unterschiede. Frühe Lucas M35J Anlasser haben auf dem Wellenstumpf des Ritzels eine Kronenmutter mit Splint. Super einfach.
Spätere Versionen, wie die Meinige haben leider eine Sicherungsscheibe mit Nut und Sicherungsring. Super mistig.
Insbesondere wenn durch 30 Jahre Regen alles fest miteinander verrostet ist.
Für die Demontage gibt es ein Lucas- Spezialwerkzeug. Allerdings ist das wohl mit den Druiden untergegangen. Im Netz finden sich verschiedenste Eigenbauten, von denen man sich die am wenigsten gefährliche nachbauen kann. Gefährlich deshalb, weil man im späteren Verlauf mit seinen kleinen Fingerchen in direkter Nachbarschaft zu einer bestialisch gespannten Feder den widerspenstigen Sicherungsring aus der Nut popeln muss.
Doch erstmal zurück zu meiner verrosteten Einheit aus Welle, Sicherungsscheibe, Sicherungsring und Feder.
Diese zu trennen war meine erste Aufgabe.
Wie oben im Bild zu erkennen habe ich dazu die Sicherungsscheibe mittels Nuss und Schraubzwinge unter Druck gesetzt. So habe ich sie für 2 Tage sitzen lassen und immer wieder mit Rostlöser eingesprüht.
Passenderweise war ich anwesend, als sich die ganze Chose mit einem „Klonk“ von der rostigen Welle löste.
Nach ewigem n und her wackeln bewegte sich auch die Sicherungsscheibe unabhängig von der Feder, so dass ich erstmal einen Blick auf den Ring in seiner Nut werfen konnte:Sicherungsring sichtbar
Wie man sieht habe ich die „Dieselfilter-Nuss“ des V50 zweckentfremdet, um die Feder zu komprimieren und gleichzeitig noch an den Sicherungsring zu kommen.
Wie gesagt: Fingerchen, Feder…
Beim Zusammenbau habe ich statt der Nuss einen zu einem „U“ gebogenen Winkel verwendet. Das ist auch ein gangbarer Weg. Nun fummelt man chirurgengleich (gerne mit ähnlichem Besteck) den Ring aus der Nut und kann danach alles bis zum Ritzel (inkl. der inneren Spirale) entnehmen:Feder abgenommenWie man sieht hat die Welle noch weitere Nuten in Längsrichtung. Blickt man in das Ritzel, sieht man kleine Blechfähnchen, die sich hinter den Nuten verkeilen:innere Zähne des RitzelsDiese muss man mit einem langen schmalen Schraubenzieher so verschieben, dass sie in den Nuten stehen. Erst dann kann man das Ritzel auch abziehen. Wieder hilft Rostlöser und beständiges wackeln.
Um die Einbaureihenfolge zu behalten, sollte man die Bauteile aufreihen:Anordnung Bauteile Ritzel
Hier nochmal ein Blick in das Ritzel:
innere Zähne des Ritzels 2
Die kleinen Blechfähnchen sind gut zu erkennen.
Abschließend sollte man noch die Welle mit feinem Schleifpapier abziehen:
Welle
Im nächsten Teil kümmern wir uns um die Kohlen des Anlassers.

Holz vor der Hütte II

In Vorbereitung auf den damals noch fernen Winter habe ich drei meiner Brennholzsäulen aufgelöst und ans Haus umgestapelt. Die Technik mit den seitlichen Öffnungen in den Estrichmatten hat gut funktioniert. Insbesondere das obere Holz purzelte mit überschaubarer Vehemenz von alleine in die Schubkarre:

Turm geöffnet

Hierbei habe ich auch das Untermietverhältnis mit den Piepmätzen gekündigt (Eigenbedarf):

Leeres Nest

Glücklicherweise waren die aber schon lange ausgeflogen.

Den Holzstapel am Haus habe ich auch neu strukturiert

Stapel neu unterteilt

Der alte Stapel war nach dem Winter nur halb leer, so dass ich erst das alte Holz raus nehmen musste, eh neues rein konnte. Nun ist er in zwei Felder unterteilt, was jeweils ca. einem Winter entspricht.
So kann ich auch hier unterschiedliche Jahrgänge trocknen (aktuelles Jahr und Folgewinter) und muss bei der Wiederbefüllung nicht mehr umstapeln.

Außerdem konnte ich durch den mittleren Trenner die Seitenneigung des Stapels deutlich reduzieren. Dazu habe ich das Stahlseil durch den mittleren Holzklotz gefädelt und Seilverbinder samt Unterlegscheiben auf jeder Seite als Stopper montiert:

Stahlseil

Diese verhindern zuverlässig ein seitliches verschieben der Mittelstrebe, wenn ein Feld leer und dass Andere voll ist.
Kaum war ich mit der Stapelei fertig, kam auch schon Anhänger 1 von 2 mit Nachschub:

Holzlieferung 2

Die dicken Klunker füllten nicht nur die 3 entleerten Säulen, ich musste auch 2,5 neue Säulen daneben stellen:

Neues Holz eingelagert

Auf dem Bild sind die Säulen noch provisorisch abgedeckt. Mittlerweile haben sie auch ein Dach bekommen.
Jetzt fehlt noch ein Ahorn und eine Kiefer, die gerüchteweise auch noch ihren Weg zu mir finden sollen.

Der Plan mit dem Spalter geht bisher voll auf!

Lackdusche

Viele traurige Geschichten beginnen mit „Ich wollte nur eben schnell…“ (Z.B.:“ Ich wollte nur eben schnell das Blaue Band gewinnen.“).
So auch meine Geschichte von der Reparatur unserer Acryl-Duschtasse:
Ich wollte nur eben schnell eine Regendusche montieren. Möbeldecke gegen Beschädigungen drunter legen?
Ach Quatsch! Geht doch schnell.
Nachdem mir ein massiver Chrom-Halter aus der Hand gerutscht war, hatte ich eine ordentliche Macke in der Duschtasse:

Macke

Das Ärgerlichste an sowas ist immer weniger der Schaden selbst, als die eigene Dummheit, welche dazu führte.
Als mein Blutdruck wieder etwas gesunken war, habe ich mich auf die Suche nach Lösungen begeben. Auf dem obigen Bild sieht man sie schon, in Gestalt des Cramer Reparatur-Sets. Dies ist zum spachteln von Schadstellen sowohl in Acryl als auch in Emaille geeignet.

Als erstes habe ich mit einem Cuttermesser Risse am Rand der Macke V-förmig erweitert und anschließend alles penibel entfettet. Nun die Spachtelmasse angerührt. Dabei müsst ihr unbedingt darauf achten, eine rein-weiße Unterlage zu verwenden! Die Spachtelmasse löst Druckerschwärze/Farbe sofort an und verfärbt sich. Ich hab’s mit Zeitungspapier versucht, war keine gute Idee.

Anschließend geht’s ans spachteln:GespachteltAchtung: Die Spachtelmasse stinkt bestialisch und ist hochgradig gesundheitsschädlich! Lest die Warnhinweise auf der Packung.

Schon nach dem folgenden Nassschliff mit dem mitgelieferten feinen Schleifpapier sieht man die Macke kaum noch:GeschliffenNach der vollständigen Aushärtung alles sorgfältig abkleben und mit der mitgelieferten Farbe lackieren. Ich habe als zusätzliche Hilfe in eine dünne Pappe ein Loch in Form der Macke geschnitten und diese Schablone beim lackieren 2-3 cm über die Stelle gehalten.
Nun sollte sich die Macke nur noch mit der Lupe finden lassen:LackiertVaddern war nach einer Woche nicht mehr in der Lage, die Stelle zu finden. Auch jetzt nach annähernd 2 Monaten habe selbst ich Probleme die Stelle wieder zu finden.
Sollte sich das Set im Langzeiteinsatz bewähren, wäre es eine super Lösung für derartige Missgeschicke.

Raymans Phaeton

Vorgestern hat mich Rayman für eine Stippvisite besucht. Mit im Gepäck hatte er seinen VW Phaeton mit über 400.000 km auf der Uhr.

Leider war es schon zu dunkel um ordentliche Beweisfotos für’s Blog zu schießen. So müsst ihr mir einfach glauben, dass der Wagen noch nicht Mal nach der Hälfte der Kilometer aussieht. Insbesondere im Innenraum hat sich Raymans Liebe deutlich bemerkbar gemacht. Lange Rede, kurzer Sinn:

Die Probefahrt war überzeugend (Der VR6 reicht völlig), die Beste von allen war vom Komfort angetan (Lenkradheizung war ihr Must-have) und sowohl Rückbank als auch Kofferraum sind Kinder-kompatibel. Ich durfte ihn also auf die Nachfolger-Liste schreiben.

Wunschziel ist ein Facelift-V6 in Langversion.

Herzlichen Dank Rayman für die Überzeugungsarbeit!

Tab Gruppen unter Firefox 57

Die Trauer war groß, als ich hörte, dass mit der Umstellung auf Firefox 57 meine geliebte und extensiv genutzte Erweiterung „Tabgruppen“ von „Quicksaver“ nicht mehr funktioniert:

Was sollte nun aus meinen gesammelten 250+ Tabs werden?
Glücklicherweise gibt es genügend Verzweifelte, dass da jemand was neues strickt.
Mein aktueller Favorit ist „Sync Tab Groups“ von „Morikko“:

Aktuell gibt es noch einige Bugs, aber der Ansatz ist vielversprechend.

Um meine Tabs für den Umzug zu sichern, habe ich die hier beschriebene Technik angewandt. Der Export als Lesezeichen mit Untergruppen geht recht fix.
So hat man auch eine Fall-back-Lösung, sollte das neue Add-on nicht planmäßig laufen.

Sollte es für einen Export schon zu spät sein, gibts hier eine Anleitung, wie man die Tabs wieder retten kann.