Lebt denn der alte Holzspalter noch?

Menschen waren mir mal wieder wohlgesonnen.
Ihr wisst ja: Christliche Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und so.
Denn: So wie man in den Wald hinein ruft, so kommt ein Holzspalter heraus:
Holzspalter
Mir ist ein älterer BGU HS 75-2 zugelaufen:
Typenschild
Dank 400V und 220 bar-Druck macht der alles klein, was man ihm zum Fraß vor wirft.
Da er jedoch schon länger in einer Scheune auf Wiedererweckung wartete, standen eine gründliche Reinigung so wie ein Ölwechsel auf dem Plan. Laut Bedienungsanleitung soll man alle 50 Betriebsstunden bzw. 1x jährlich das Hydrauliköl wechseln.
Allerdings war ich wohl der Erste, der da jemals einen Ölwechsel durchgeführt hat. Die 34er-Schraube bedurfte zum lösen eines Meinungsverstärkers (Rohr).
Empfohlen werden DEA HD B 46, Shell Tellus 10-46 oder Esso Nuto H 46
Da der Holzspalter keine Weltraumtechnik ist und das alles HLP 46-Öle sind, habe ich da zu was günstigerem gegriffen. Zumal der Spalter auch 7 Liter von dem güldenen Saft schluckt.
Zum ablassen sollte man den Spalter etwas aufbocken, um eine geeignete Wanne unter die Ablassschraube (Unterseite Tank) zu bekommen:
Ölwechsel
Zum wieder befüllen kann man den Seitenschild demontieren und so einen Trichter auf den Einfüllstutzen bekommen.
Anschließend einschalten und 3-4 mal hoch und runter fahren. So entlüftet man die Pumpe und kann anschließend per Peilstab im Einfülldeckel checken, ob man nochmal nachschenken muss.

Kampfwertsteigerung II

Der Zahn der Zeit nagte an den Weichmachern unserer Klappkisten.
Es musste also Ersatz beschafft werden. Leider fanden sich keine Kisten im passenden Maß, so dass wir auf ein anderes System umsteigen mussten. Die neuen Kisten sind sowohl höher als auch breiter und tiefer, als die Alten:
Kisten im Größenvergleich
Das stellte mich anlässlich des Familienurlaubs vor das Folgeproblem, dass nun nicht mehr zwei Kisten übereinander Platz unter dem von mir konstruierten Zwischenboden haben.
Da also eh eine neue Lösung her musste, habe ich direkt mal das Maximum ausgelotet. Drei Kisten nebeneinander und jeweils zwei Kisten übereinander sind das Optimum:
Optimum
Für die vordere Querstrebe lies sich das recht einfach mittels Klötzchen realisieren:
hintere Klötzchen montiert
Bei der kleineren, hinteren Querstrebe musste es eine etwas kompliziertere Lösung werden.
Ausgangspunkt sind zwei Stahlwinkel. Die bekommen auf 7cm Höhe ein Loch für einen M8-Bolzen. Damit der Stahlwinkel euch nicht die Hand aufschneidet, sollte sich der Bohrer verkanten, empfiehlt es sich, ihn mit zwei kleinen Spaxschrauben auf einer Holzplatte zu befestigen:
Distanzstück bohren
Gleiches gilt für‘s Einkürzen mittels Flex:
Distanzstück abgelängt
Anschließend noch Kanten brechen, lackieren, an die gekürzte Querlatte samt Platte anschrauben, Bolzen kontern und ein Stück Benzinschlauch auffädeln:
Distanzstück montiert
So erhält man auch für vorne die nötige Distanz, ohne groß an Stabilität zu verlieren:
Distanzstück in der Aufnahme
Da die Kinderlein glücklicherweise fröhlich wachsen, benötigen wir neuerdings auch den Sternenzerstörer nicht mehr und konnten auf eine Sportkarre umsatteln. Dank kompakterer Abmessungen findet diese längs auf dem Zwischenboden Platz:
fertig umgebaut
Fertig gepackt ergeben sich ungeahnte Stauräume für den Urlaub:
Fertig gepackt für den Urlaub
Außerdem kann man auf den Rastplätzen der Republik andere Väter mit einem preußisch geordnetem Kofferraum beeindrucken. „Picknickdecke? Wickelmax? Alles kein Problem, ziehe ich fix die passende Kiste raus.“
Seitdem reiße ich bei jeder Pipipause immer demonstrativ die Heckklappe auf.

Alles fließt II

…schon lange nicht mehr.
Der Plan war gut. Ehrlich!
Das mit dem Tropfschlauch hat ca. eine Woche lang spitzenmäßig funktioniert.
Also erst spitzenmäßig, dann gut, dann ok, dann so lala und dann langes Gesicht.
Nur noch ein feiner weißer Belag auf dem trockenen Schlauch.
Gut, hat unser Brunnenwasser wohl reichlich Kalk.
Der trat wohl mit den Wassertropfen aus, das Wasser verdunstete zu einem Teil im warmen Gewächshaus, der Kalk blieb zurück und verstopfte die Poren im Tropfschlauch. Doof.
Also neuer Versuch.
Statt der Tropfschläuche habe ich nun einen billigen Gartenschlauch verlegt und jeweils bei den Pflanzen mit einem 1,5mm-Bohrer Löcher rein gebohrt:
Gewächshaus mit Gartenschläuchen
Das funktioniert seit ca. 3 Wochen ohne Probleme.
Insbesondere die durch den hydraulischen Druckabfall erwarteten Probleme sind bislang ausgeblieben. Sowohl am Anfang als auch am Ende des Schlauchs kommt ausreichend Wasser an. Aktuell machen wir es so, dass wir die beiden Absperrhähne aufdrehen, wenn wir die restlichen Gartenpflanzen wässern und wenn wir fertig sind, sie wieder zudrehen. Selbst den Gurken als alte Wasserratten genügt das.
Damit sich die feinen Löcher im Schlauch aber nicht mit irgendwelchem Schmodder aus der Regenrinne zusetzen, habe ich noch 3/4″ Filtergehäuse in das Innengewinde der Verschraubungen gedreht und mit feinstem Nylon überzogen:
Filter
Letzteres hat sich ja schon bei unseren Eiern in der Wüste als perfektes Filtermaterial bewiesen.
Um nun immer zu wissen, wie viel Wasser in der Regentonne noch ist, haben Vaddern und ich noch fix einen Schwimmer gebastelt:
Schwimmer fertig
Holzscheibe, Styroporklotz,Holzscheibe, Dübelstange, Holzscheibe ist der Aufbau. Die unterste und die oberste Holzscheibe sind lediglich auf die Dübelstange gesteckt, damit man die ganze Konstruktion bei Bedarf demontieren kann.
Das kam dann in die Tonne:
Schwimmer in Tonne
Oben auf die Tonne kam noch eine Siebdruckplatte, als Erweiterung für die Arbeitsfläche des Pflanztisches:
Anzeige fertig
Die Stange erhielt noch Markierungen für „voll“ und „halb“. Wenn die Tonne leer ist, liegt die obere Scheibe auf der Platte auf.

Alle Latten am Zaun

Nachdem uns trotz errichtetem antiimperialistischem Schutzwalls von augenscheinlich marodierenden Kleingärtnerhorden Tomatenstäbe geklaut wurden, gab die Beste von allen aus, dass der Zaun am Gemüsegarten schneller zu errichten sei, als die Tomaten reif würden. Nicht dass die auch noch neue Freunde finden!
Es sei.
Ausgangslage:
Ausgangslage
Der Entschluss zu einem Staketenzaun war ja schon länger gefallen. Einfach zu errichten, billig, und rustikal passend zum Gemüsegarten.
Ebay lieferte 180 cm lange Pfosten und 90 cm hohen Zaun mit einem Staketenabstand von 4-5 cm.
Die Pfosten lassen sich wesentlich einfach alle 1,5m einschlagen, wenn man das Loch vorher mit einer Eisenstange etwas „ausnudelt“:
Loch mit Eisenstange
Damit die hübschen Pfosten nicht schon beim einschlagen ausfransen oder platzen haben sich eine Dose Linsensuppe (je nach Geschmack) und ein alter Lappen bewährt:
Schonaufsatz
Einfach drüber stülpen und selbst härteste Vorschlaghammer-Treffer führen zu keinen Ausreißern:
Schonaufsatz 2
Die drei bzw. fünf Meter langen Zaunelemente haben wir dann in gemütlicher Feierabendarbeit entweder mit Krampen oder mit Spaxschrauben an den Pfosten befestigt.
Die einzelnen Elemente lassen sich gut verbinden, indem man bei einem Element die letzte Latte entfernt und den so gewonnenen Draht um die Anschlusslatte des nächsten Elements wickelt.
Damit die Latten nicht mit dem Hirnholz auf der feuchten Erde stehen, haben wir an den Pfosten und mittig zwischen ihnen Pflastersteine positioniert. Auf diesen stehen sie nun auf bzw. baumeln dazwischen frei in der Luft.
Vom Spielgerüst aus, sieht es nun ein wenig nach französischem Bauerngarten aus:
Staketenzaun fertig
Ich ruf gleich mal bei Landlust an.
Bei der anschließenden Pflanzung von wilden Brombeeren hat mir übrigens mein Wiedehopf mal wieder exzellente Dienste geleistet:
Wiedehopf
Eigentlich stammt das Gerät aus der Forstwirtschaft. Wer aber wie wir öfters mal in steinigem Boden etwas üppiger hacken muss, der wird die Kreuzung aus Spitzhacke und Spaten sehr schnell lieben lernen! Klare Empfehlung.