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Piratenrepublik II

Mittlerweile habe ich die Piratenrepublik für die kleinen Schräubchen größtenteils fertiggestellt:
Piratenrepublik fertig
Lediglich die Eindeckung mit halbrunden Schindeln und ein wenig Zierrat fehlen noch. Der Bug bekommt auch noch einen Eigenbau-Fahnenmast.
Wie schon im ersten Artikel als Fazit geschrieben, ist der Aufbau nur etwas für geübte Heimwerker.
Ich selbst war außerordentlich froh, dass Vaddern mir immer zur Seite stand.
Wir haben beim Aufbau auch viele Details geändert, um z.B. entweder ein stimmigeres Gesamtbild (Beplankung außen statt innen) oder einen größeren Nutzwert (durchgängiger Sandkasten) zu erhalten.
Dies zog natürlich immer einen Rattenschwanz an weiteren Änderungen mit sich, da dass Baukastensystem natürlich nur auf den plangemäßen Aufbau ausgelegt ist.
Als Beispiel will ich mal den Sandkasten aufgreifen.
Im original Plan ist der Sandkasten sinnfreierweise zweigeteilt. Eine Buddelgrube im Schiffsbug und eine Grube im Heck. Der Mittelteil sollte aber kein Sandkasten werden.
Fragt mich nicht nach dem Grund.
Da buddeln aber nur im großen Sandkasten Spaß macht, habe ich mit den übrigen Brettern den Sandkasten um den Mittelteil erweitert.
Ausgeschachtet haben die Beste und ich bis zum Bauchnabel vom großen Schräubchen und das Ganze dann mit Unkratfließ ausgekleidet:
Sandkastengrube
Damit das Fließ nicht ausreißt habe ich es doppelt um ein Lochband gewickelt und dann mittels Spaxschrauben festgeschraubt:
Befestigung Unkrautflies
Danach lieferte der lokale Baustoffhändler 2 Tonnen Sand, den wir händisch im Sandkasten verteilt haben:
Sand eingefüllt
Immer eine Schubkarre rein und etwas am Unkrautfließ zuppeln, damit es nicht unter Spannung steht. Im Original hat der Sandkasten lediglich zwei Sitzbretter, welche auch noch über die Pfosten hinaus stehen. Sieht doof aus, bietet zusätzliche Verletzungschancen und ist wenig praktikabel. Also habe ich neue Sitzbretter gebaut:
Sitzbretter
Die Sitzbretter verdecken so auch die Schraubkante des Unkrautfließes. Durch die Vergrößerung des Sandkastens reichten natürlich die mitgelieferten Abdeckungen auch nicht mehr aus, so dass ich zwei neue Abdeckelemente bauen musste:
Abdeckung Planung
Damit verblieb aber eine Lücke in der Abdeckung direkt hinten an der Leiter:
Lücke
Dort habe ich ein eingekürztes Restbrett ebenfalls als Sitzbrett eingepasst:
Abdeckung gebaut
So verbleibt zwar eine kleine Stufe in der Abdeckung, aber die Katzen der Nachbarschaft müssen sich ein anderes Katzenklo suchen:
Sandkasten geschlossen
Das Sandkastendeck eignet sich auch hervorragend zum sonnen oder picknicken.
Fazit?
Der Aufbau ist ein wirklich großes Projekt, für dass man einige Wochenenden einplanen muss. Das große Schräubchen liebt aber das Spielgerüst und ist immer gut beschäftigt, während wir im Garten wühlen. Alleine das ist schon den Aufwand wert.
Darüber hinaus ist es bemerkenswert, wie schnell sie gelernt hat bestimmte Dinge zu koordinieren. Leiter hoch klettern und Rampe am Seil erklimmen klappten nach kürzester Zeit absolut sicher und reibungslos.

 

Piratenrepublik

Reichsbürger ist was für ewiggestrige.
Die Zukunft gehört den Bürgern der Piratenrepublik!
Wie schon angedeutet gab es hier zwischenzeitig ein weiteres größeres Projekt.
Schräubchen sehnte sich nach einem Sandkasten zum buddeln.
Die Beste von Allen meinte, dass man dann auch direkt noch eine Schaukel daneben setzen könnte.
Und ich meinte, dass so eine Rutsche auch nicht schlecht wäre.
Vaddern und Onkel Tobias steuerten ebenfalls Ideen bei.
Also umgesehen.
Alles zu mickrig, was man so auf dem freien Baumarkt bekommt.
Notgedrungen online geschaut und dabei über das Angebot von „Gartenpirat.de“ gestolpert. Der Laden bietet ein Modulsystem von Spielgeräten an. Von der kleinen Schaukel bis zur „Piratenrepublik„. Letztere erfüllte das Lastenheft und wurde geordert. Alleine das imprägnierte Holz und die Schrauben würde ähnliche Kosten verursachen, wenn man so ein Gerüst selber bauen würde. Ganz zu schweigen vom Zeitfaktor, welcher für Planung und zusägen drauf gehen würde.
Geliefert werden die einzeln gebündelten Module so, dass man sie beliebig kombinieren kann:Pakete 2
Revell-Bausatz für große Kinder.
Um zu wissen was man da vor sich hat ist jedes Paket mit einem Label versehen:
Etiketten
Aus dem Label geht übrigens hervor, dass hinter den Modulen „Multiplay“ steht. Glücklicherweise sind die teurer.
Angefangen haben wir (Vaddern war mal wieder so lieb mir zu helfen) mit den Türmen:
Pakete
Die mitgelieferte Aufbauanleitung ist generell eher als grobe Richtlinie zu verstehen. Wer schon mal versucht hat auf einer Rasenfläche Holz rechtwinklig zu verschrauben weiß, dass dies nix wird, sollte man es so machen, wie auf Seite 8 der Anleitung beschrieben.
Eine Wasserwaage kommt in der Anleitung ebenso wenig zur Sprache wie ein Winkel. Hilft aber. Ebenso wie Querverstrebungen:
Türme verschraubt
Leider wurde beim Zusammenbau auch deutlich, dass die Qualität des verwendeten Holzes teilweise doch arg zu wünschen übrig lässt:
beschädigter Balken
Gerissene Balken und Bretter, ausgebrochene Äste und in sich verdrehte Bauteile, etc.. Das ist teilweise eher 3. als 2. Wahl. Durch die Modulbauweise gab es glücklicherweise einige doppelte Bauteile, so dass wir einiges aussortieren konnten. Allerdings waren auch mit den besten Bauteilen die in der Anleitung vorgegebenen Maße (z.B. „241mm“) kaum einzuhalten.
Dank reichlich Zwingen und Verstrebungen haben wir die Türme rechtwinklig zusammengebaut und Schräubchen konnte schon mal die Aussicht genießen:
Turm aufgestellt
Auch bei den Balkenschuhen und den Betonfundamenten sind wir vom Plan (Seite 9) abgewichen. Zum einen ist es utopisch die Kegelförmigen Betonfüße passend zu positionieren und zum anderen ist es für die Haltbarkeit der Balken nicht sonderlich förderlich, wenn dass Hirnholz dauerhaft Bodenkontakt hat. Die mitgelieferten Befestigungen sind einfache Blechstreifen, die nicht stabil genug sind um das Gerüst dauerhaft vom Boden fern zu halten.
Wir haben daher klassische U-Balkenschuhe verwendet:
Balkenschuhe
Wir hatten zuvor die beiden Türme entlang einer Maurerschnur aufgestellt und ausgerichtet um zu wissen, wo die Löcher hin müssen.
Dank meines neuen Erdbohrers waren die 60 cm tiefen und 40 cm langen Löcher auch in unserem steinigen Untergrund recht schnell gebuddelt. Mittels Schraubzwingen, Latten und Balkenstücken haben wir dann die Türme über den Löchern ausgerichtet:
Löcher gebuddelt
Glücklicherweise konnte ich auf den umfangreichen Schraubzwingenvorrat meines Nachbarn zurück greifen. Zeitweise hatten wir knapp 20 Stück davon im Einsatz:
Türme ausgerichtet
Hatte ich schon erwähnt, dass die Bauanleitung auch Schraubzwingen für entbehrlich hält?
Da das Gelände auf dem das Klettergerüst steht (noch) leicht abschüssig ist, mussten wir einige Schalungen für die Betonfüße bauen um nachher auf ein Niveau zu kommen:
Bettonierarbeiten
Beim betonieren hat uns Schräubchen wieder tatkräftig unterstützt. Pro Loch brauchten wir ca. 2 Säcke Estrichbeton und einen Eimer Kies.
Türme und Brücke fertig
Wie schon bei der Mauer sponserte mein Nachbar reichlich Eisen für die Betonfüße. Da dürfte also auch nix bröseln.
Besonders beim abziehen der Oberfläche zeigte Vaddern seine ganze Leidenschaft:
letzte Handgriffe
Die Füße sind nun leicht nach oben gewölbt ausgeführt, so dass das Regenwasser zu den Seiten ablaufen kann. Zwischen Balkenschuh und Beton sind weiterhin ca. 2 cm Abstand, so dass dort keine Staunässe entstehen dürfte:
Fuß abgezogen
Als die Füße der beiden Türme ausgehärtet waren, haben wir anschließend den Schiffsbug angebaut und identisch betoniert:
Grundgerüst fertig
So ist aktuell erstmal der Zwischenstand.
Nun werde ich nach und nach die Türme verkleiden und die Spielgeräte montieren.
Als Zwischenfazit kann ich sagen, dass die Grundkonzeption gut ist. Allerdings ist selbst so ein „Fertiggerüst“ nur etwas für erfahrene Heimwerker. Plug & Play funktioniert (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht!
Ist man sich dessen bewusst, ist dies sicherlich eine gute Alternative zum Kauf vor Ort bzw. der Eigenkonstruktion.

Rumble in the Tumble

Wie berichtet hatte unsere Waschmaschine den Geist aufgegeben.
Auf die Bestellung der Nachfolgerin hin, erfolgte die Freigabe der Alten durch die Beste (Ein Satz zum zwei-mal-lesen).
Schrauben, Gummischläuche, Schlauchklemmen, Kabel, Motor, Magnetventile, alles wanderte in den Fundus.
Besonders scharf war ich jedoch auf die Trommel.
Daraus lässt sich nämlich ein recht hübscher Feuerkorb für die Terasse basteln.
Die Trommel selbst ist aus Edelstahl, so dass sie auch bei Regen recht ansehnlich bleibt.
Also nach dem Ausbau den Lagerschild ausgebohrt:
Drehkreuz ausbohren
Der lokale „Sonderpreisbaumarkt“ lieferte im Anschluss die nötigen Edelstahlteile für die neuen Füße:
Füße
Die 1-Meter-Gewindestange in M10 habe ich gedrittelt und mit großen Unterlegscheiben und gekonterten Muttern an der Trommel befestigt. Die Füße selbst sind Hutmuttern mit großen Unterlegscheiben und auch gekonterten Muttern.
Die Hutmuttern sind für die Terasse, die Unterlegscheiben für den Rasen. So sinkt mir der Feuerkorb hoffentlich nicht ein.
Fertig sieht das Ganze so aus:
Fertig montiert
Vaddern war so lieb mir einen für die Öffnung passenden Kessel zu schenken, den wir anlässlich eines größeren Bauprojektes (Bericht folgt) schon mit deftiger Erbsensuppe getestet haben:
Erbsensuppe
*LECKER*
Als wir abends mit betonnieren fertig waren, gab’s Dosenbier und Lagerfeuerromantik:
Lagerfeuerromantik
Durch die vielen kleinen Löcher in der Seitenwand wirft das Feuer ein schönes Lichterspiel in die Umgebung.

Parallelanschlag

Beim stöbern in alten Artikeln fiel mir auf, dass ich noch gar keine Bilder des neuen Parallelanschlags für meine umgebaute Electra Beckum HS 315 Tischkreissäge gezeigt habe.
Ursprünglich wollte ich den Anschlag so wie hier führen.
Allerdings erwies sich das zum einen als zu kompliziert und zum anderen als zu windig.
Vaddern, in seiner pragmatischen Art, schlug daher vor, einfach an der Rückseite der Säge ebenfalls eine T-Nut-Schiene zu montieren und den Anschlag so an zwei Punkten zu führen.
Klar, ist etwas umständlicher in der Bedienung, aber dafür wesentlich einfacher in der Konstruktion und wesentlich genauer im Schnittergebnis.
Als Führung für den Anschlag habe ich Schlossschrauben zurecht geschliffen:
Schlossschraube angeschliffen
Die passen so gut in die Führung und haben ausreichend Auflagefläche um den Druck beim anziehen zu verteilen:
Passt in die Führung
Eine identische Schraube gab es noch auf der anderen Seite und schon glitt der Anschlag ordentlich geführt durch die Schienen:
verschieben in der Führung
Als Fixierung dienen zwei Flügelmuttern:
Fertig
Mal sehen, wie sich der Anschlag so bewährt.
Ein wenig nervig ist noch, dass ich nun immer vorne und hinten am Sägeblatt messen muss, ob der Abstand zum Anschlag gleich ist.
Vielleicht fällt mir da noch eine elegante Lösung für zwei Skalen ein.

Wischwasserheizung v.2.0 III

Endlich hatte ich mal Gelegenheit, meine Wischwasserheizung auf Langstrecke zu testen.
Bisheriger Wissensstand war ja lediglich, dass das Wasser nach 3 km schon 35 °C erreicht.
Unklar war, ob das bedeutet, dass nach einem Autobahnritt mir die Suppe überkocht.
Also amtliche Messung vorgenommen:
Nach 170 km Autobahn bei ca. 14°C Außentemperatur und max. 3500/Min betrug die Wassertemperatur 54 °C:

Nach insgesamt 250 km Fahrt (letzte 80 km Landstraße) lag die Temperatur immer noch bei 50°C.
Sehr schön!
Das Wasser wird warm genug um besser zu reinigen und die Scheibe von frierender Gischt zu befreien, aber nicht so heiß, als dass es vor sich hin köcheln würde.
Ich vermute, das liegt an den von mir verwendeten geraden Röhrchen (statt Heizschlangen wie im Original). Ab einem bestimmten Punkt können die Röhrchen nicht mehr Wärme an das Wasser abgeben, als dieses durch die verhältnismäßig große Oberfläche des Behälters wieder verliert.
Ich bin sehr gespannt, welche Temperatur das Wasser noch erreicht, wenn draußen Minusgrade herrschen.