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Servicezeit

Seit dem letzten Service ist ein problemloses Opel CNG Jahr vergangen. Zeit, mal wieder Hand anzulegen:

170500 Service

Ich erspare euch die Details. War nix bei, was wir hier nicht schon in den letzten 6 Jahren in epischer Länge ausgebreitet hätten. Bei Bedarf sucht einfach nach „Opel Combo Service„.

Ich möchte nur nochmals darauf hinweisen, was für ein elendiges *#¿&π¶∆* der Tausch des Innenraumluftfilters ist. Wer sich das ausgedacht hat, kommt in die Hölle. Mindestens für eine Viertelstunde!

Egal. Es war Garagendonnerstag und ich hatte Bier. Das linderte den Frust.

Kommen wir also zur allseits beliebten, tendenziösen Statistik:
Gefahrene Kilometer: 118.500 km
Davon auf Gas gefahrene Km: ~116.700 km
Verbrauchtes Gas: 6007,13 Kg (bei 5,1475 Kg/100 km)
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,019€/Kg): 6121,26 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,25 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 10,47 €
Ersparnis: ~6.285.98 €

155555

Der Combo verdiente sich vor kurzem ein paar liebevolle Streicheleinheiten, zeigte sein Tacho doch die folgende Schnapszahl:
155555
Damit fahren wir jetzt unseren Opel Combo C CNG schon 5 Jahre und über 100.000 km im völlig problemlosen Gasbetrieb.
Wie vert damals schon schrieb:“opel cng ist schlichtweg ausgereift…“.
An gasspezifischen Problemen suchte uns bisher lediglich der weit verbreitete Flaschenrost heim, welcher jedoch von Opel sehr kulant durch Austausch der Gasflaschen beseitigt wurde.
Seit meinen regelmäßigen, sinnlichen Fettmassagen sind auch keine neuerlichen Probleme aufgetreten und für die Zukunft auch sehr unwahrscheinlich geworden.
Ansonsten?
Nix, Nada, Niente.
Einfach Schlüssel rum drehen und losfahren.
Für ein langes Motorleben habe ich mir allerdings einige Prinzipien angewöhnt:
– 5W-40 Markenöl mit Opel Empfehlung
– Markenölfilter mit Rückschlagventil
– Service nach Opel-Anweisung
– Nie über 3500 U/Min drehen (= 125km/h)
Zwar dürfte sich diese Verhaltensweise bei einem mit 150.000 km noch recht jungen Motor nicht als überlebenswichtig erweisen, aber bekanntermaßen haben Autos bei uns eine ziemlich lange Halbwertszeit.
Es dauert ja schließlich auch, bis das in der VW-Charmoffensive angekündigte „dutzend Modelle mit CNG-Triebwerk“ auf dem Gebrauchtwagenmarkt in erschwinglichen Regionen ankommt.
Insbesondere, wenn für den nächsten Langstreckenbomber erheblich mehr Luxus auf der Wunschliste steht.

Passenderweise lag auch gerade der Jahresservice an, so dass ich dem Combo ein paar pflegende Handreichungen angedeihen lassen konnte:
Service 2017
Wie immer gibt’s auch eine tendenziöse Statistik:
Gefahrene Kilometer: 103.555 km
Davon auf Gas gefahrene Km: ~102.055 km
Verbrauchtes Gas: 5.253,28 Kg (bei 5,1475 Kg/100 km)
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,029€/Kg): 5405,63 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,30 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 10,54 €
Ersparnis: ~5510,20 €

Ich geb voll Gas II

In die Besteuerung von Erdgas kommt Bewegung.
Wie schon berichtet stand im Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot die Absicht, die eigentlich 2018 endende Steuerbegünstigung von Erdgas (als Kraftstoff) zu verlängern.

In einer Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums heißt es nun zum Entwurf des „Zweiten Gesetzes zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes“:
„….Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, die Steuerbegünstigung für als Kraftstoff verwendetes Erdgas (CNG/LNG) über das Jahr 2018 hinaus zu verlängern. Damit wird ein Gesetzgebungsauftrag des Deutschen Bundestages umgesetzt. Die Steuerbegünstigung für Erdgas soll bis Ende 2026 verlängert werden, wobei die Begünstigung ab 2024 sukzessive verringert wird. Die Steuerbegünstigung für Flüssiggas (Autogas, LPG), die ebenfalls bis Ende 2018 befristet ist, läuft dagegen aus…“
Greift man sich dazu den Gesetzentwurf, so findet sich unter Artikel 1:
3. § 2 wird wie folgt geändert:
a) Absatz 2 wird wie folgt gefasst:
„(2) Abweichend von Absatz 1 beträgt die Steuer
1. für 1 Megawattstunde Erdgas und 1 Megawattstunde gasförmige Kohlenwasserstoffe
a) bis zum 31. Dezember 2023 13,90 Euro,
b) vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 18,38 Euro,
c) vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 22,85 Euro,
d) vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2026 27,33 Euro;
2. für 1 000 kg Flüssiggase unvermischt mit anderen Energieerzeugnissen
bis zum 31. Dezember 2018 180,32 Euro.

Da das aber nicht wirklich greifbare Werte sind, haben freundliche Menschen dies schon auf’s Kilo H-Gas (mit 13 kWh) runter gerechnet:
Auf Stufe 3 wären es schlussendlich 20,77 ct/Kg mehr.

Beim Combo mit durchschnittlich 5 Kg/100 Km wären es damit statt bisher 4,98 € je 100 km 6,01 € (bei identischem Gaspreis).
Da das Benzinpendant bei 9,70 € und der Diesel bei 6,74 € lägen (identischer Spritpreis ebenfalls unterstellt), wäre der CNG-Combo dann immer noch billiger im Betrieb.
Allerdings würde dann halt nur noch der höhere Energiegehalt des CNG die Einsparung bringen.

Ich tröste mich damit, dass bis 2024 noch der verbilligte Steuersatz gilt. Danach hätte der Combo noch 10 Jahre (dank neuer Tanks).
Amortisiert hat er sich schon lange. Bald stehen 160.000 km auf der Uhr, was bedeuten würde, dass wir alleine durch den Verbrauch den Kaufpreis gegenüber dem Benzinmodell eingespart haben.

Für die Zukunft von CNG als alternative Antriebsform sehe ich allerdings eher schwarz.
Kein Hersteller bindet sich diese Entwicklungskosten ans Bein, wenn am Ende nur der (im Vergleich zum Diesel marginale) Verbrauchsvorteil übrig bleibt.
Da die Steuerbegünstigung für LPG schon 2018 endet, sollte da das große Massensterben eigentlich schon umgehend einsetzen.

Flasche im Fettmantel II

Nachdem der Nebenkriegsschauplatz abgefrüstückt war konnte es ans eingefettete gehen.
Also hinterste Flasche abgestützt und beim linken Band gestartet:
linkes Band der hintersten Flasche
Für’s Fernsehen hatte ich damals ja nur das rechte Band abgenommen.
Aber auch links sah es unter dem Band nicht anders aus:
Blick unters Band
Den dünnen Fettfilm unter dem Halteband habe ich sehr kritisch nach potentiell schleifenden Schmutzpartikeln beäugt, konnte jedoch wirklich nichts finden. Die „Abdichtung“ der Seitenräder der Haltebänder schien erstaunlich gut zu funktionieren.
Also Putzlappen und Holzspatel ausgepackt und sauber gemacht:
Flasche gereinigt
Wie man sieht, sieht man nix. Weder neue Schleifspuren noch irgendwelche Korrosion.
Sehr befriedigend. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es einige Stimmen im Erdgasforum gab, die meine Aktion als völlig naiv und absolut nutzlos hingestellt haben.
Fett in your face!
Apropos: Ich muss betonen, dass das Reinigen der Flaschen eine formidable Sauerei ist.
Man sollte bergeweise Lappen dabei haben und den Boden unter dem Fahrzeug großzügig mit Zeitung auslegen. Außerdem sind (Nitril-)Handschuhe und ein Gefäß für das alte Fett sinnvoll.
Nachdem die linke Seite der Flasche sauber war, habe ich das Band wieder dick mit neuem Fett beaufschlagt:
neu eingefettet
Welches beim anziehen der Halteschraube schön zu allen Seiten herauspresste:
Fett presst unter Band heraus
Dieses Fett habe ich dann wieder zur Abdichtung des Bandes verstrichen:
Band abgedichtet
Auch unter den anderen Bändern sah es nicht anders aus:
Band gesäubert
Kein Fünkchen Rost:
Band gesäubert 2
Da sich die Haltebänder beim vordersten Tank ja nicht lösen lassen, musste hier die neue seitliche Abdichtung der Bänder genügen:
vorderster Tank
Am Ende waren alle Flaschen wieder schön eingeschmiert:
Tanks konserviert
Danach kam die Abdeckung wieder drunter.
wenn alles nach Plan läuft, sehe ich die Flaschen erst in zwei Jahren wieder.

Flasche im Fettmantel

Nach dem Austausch der Gasflaschen hatte ich sie ja großzügig in Fett verpackt und in Aussicht gestellt, diese Konservierung nach dem nächsten HU/AU/GAP-Termin zu überprüfen.
Dazwischen lag ja schon im März der Dreh zu dem Beitrag bei AutoMobil bei dem ich einen ersten Blick unter eines der Haltebänder werfen konnte.
Nun war mittlerweile der TÜV-Termin und ich wollte einen genaueren Blick auf die Flaschen werfen.
Zuvor wollte ich noch ein Ärgernis beseitigen.
Die Abdeckung der hinteren beiden Flaschen wird mit komischen Blechmuttern und ebenso komischen Schrauben gehalten. Ist mistig zu montieren und die Dinger gammeln wie nix gutes:
rostige Blechmutter
Also habe verzinkte selbstsichernde M5-Blechmuttern mit Maschinengewinde geordert und den Rotz ausgetauscht:
Blechmuttern im Vergleich
Auf dem obigen Bild erkennt man auch gut das komische Gewinde der originalen Befestigungsschrauben. Die konnte man immer nur 1,5 Umdrehungen eindrehen und dann klickten sie hinter eine kleine Blechlasche. Bzw. meistens nicht und man fummelte sich einen Ast während man die riesige Abdeckung einhändig jonglierte und die Löcher versuchte zur Deckung zu bringen.
Erst dachte ich, dass das vielleicht konstruktiv so sein muss, weil das ansonsten nicht zuverlässig während der Fahrt hält. Allerdings ist die vordere Abdeckung ebenfalls mit ganz schnöden Blechmuttern und Maschinenschrauben befestigt….
Ich habe M5-Schrauben gewählt, weil man so die Abdeckung viel einfach montieren kann.
Einfach die Schrauben locker eindrehen und die Abdeckung hochdrücken. Die Schraubenköpfe passen geradeso durch die Löcher in der Abdeckung:
Schraubenkopf durchsteckenHat man alle Schrauben durchgefädelt, kann man die Abdeckung loslassen und sie verkantet sich locker auf den Bolzen. Nun reihum von Hand wieder rausdrehen und mit großer Unterlegscheibe wieder einschrauben:
Abdeckung neu befestigt
Hält super und geht in einem bruchteil der früheren Arbeitszeit.
Nun konnte es ans eigentliche Programm gehen…