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Führerscheinneuling

Zwischenzeitig etwas Konservenkost:
Vor einigen Wochen war ich in der Fahrschule.
Es war einfach an der Zeit, dass ich auch mal den Führerschein mache.
War ja kaum mehr auszuhalten.
Ja, nee…“B“ hatta natürlich.
Aber am Agrarhaken durfte ich bisher nur Schubkarren ziehen.
Das ist nun vorbei:
Fahrtraining B96
Freunde von mir hatten in Braunschweig die Fahrschule Rüdebusch aufgetan, welche für den neuen B96-Führerschein (siehe mein alter Beitrag hier im Blog) eine preislich unschlagbare Gruppenschulung angeboten haben. Statt der üblichen 340 € für die Einzelschulung kostete das Zertifikat nun nur noch schlanke 140 €.
Die Schulung selbst war an einem Tag gegessen und informativ sowie unterhaltsam. Ok, die neue A-Klasse ist nicht so mein Fall, aber das Lenkrad ist schön griffig und die Sitze gut geformt. Der Fahrlehrer war sehr nett und wir konnten reihum dumme Fragen stellen und uns beim rückwärts-berg-auf-um-die-Kurve-setzen ausreichend blamieren.
Für die Umschreibung kamen dann nochmal knapp 60€ beim Straßenverkehrsamt hinzu. Nach zwei Wochen konnte ich den neuen „Lappen“ abholen:
Führerschein B96
Die Dame am Tresen fragte mich, ob alle Eintragungen richtig wären.
Ein kurzer Blick, eifriges Nicken und weg.
Standen da doch plötzlich Eintragungen bei Klasse „A“ und „A1“.
Hammer! Hab ich Plötzlich auch den Mopped-Schein?!
Hört man ja immer wieder, dass da bei der Umschreibung Fehler gemacht werden….

Pustekuchen!
Diese verdammten Schlüsselnummern.
Fragt man Tante Google nach 79.03 & 79.04 so erfährt man folgendes:
Im Januar 2013 erging eine Führerscheinreform, nach der man für das Fahren von Dreirädern (insb. Trikes) einen Motorradführerschein braucht. Bis zum Januar 2013 durfte man Trikes aber noch mit dem Autoführerschein der Klasse B fahren. Die Leute, die ihren B Führerschein vor Januar 2013 gemacht haben, dürfen damit aber weiterhin Trikes fahren. „Besitzstandswahrung“ und so. Die Leute, die ihren B Führerschein nach Januar 2013 gemacht haben, dürfen damit keine Trikes mehr fahren.
Schräubchen muss also später die Klasse A und A1 machen, um Papas Reliant fahren zu dürfen.
Um dem geneigten Schutzmann die Unterscheidung zu erleichtern, wurden die obigen Schlüsselnummern eingeführt.
Ich darf nun also Dreiräder (79.03) und Dreiräder mit Anhänger bis 750 Kg (79.04) fahren. Super.
Lediglich ohne Schlüsselnummer wären es vollwertige „A“ und „A1“-Klassen.
Generell empfehle ich die Lektüre der möglichen Schlüsselzahlen.
Da finden sich sehr lustige Einschränkungen!

Lustig war auch direkt die erste Verwendung des neuen Führerscheins. Der lokale Hängerhökerer hatte von B96 noch nie was gehört und musste erst das Internet befragen, ob er mir den großen Doppelachs-Umzugsanhänger mitgeben darf. „Man lernt ja nie aus…“ war sein Kommentar.

Fuhrpark goes Motorvision II

Gerade eben erreichte mich eine Mail von der MOTORVISION-Produzentin.
Entgegen der von Tobias gestreuten Gerüchte (und der Ankündigung im Netz) soll der Beitrag über meinen Rialto schon heute Abend im Fernsehen laufen!

Angesagt ist 21:15 Uhr in der Sendung „Perfect Ride“ auf Motorvision TV (im Sendernetz von Sky zu empfangen).

Ich bin mal gespannt, ob der Beitrag sich merklich in den Klickzahlen niederschlägt.
Die versprochene DVD von der Sendung soll ebenfalls in der Mache sein und die Tage bei mir eintreffen.

Dem Ingenör is nix obskör

Wie zwischenzeitlich kurz angerissen, war beim Rialto (eigentlich schon im Dezember) die Hauptuntersuchung fällig.
Zum ersten mal, seit ich ihn zugelassen habe.
Um sicher zu gehen, dass er auch den Prüfer überzeugt, wollte ich ihn am Tag vorher auf Herz und Nieren durch checken.
Die Sache hatte sich allerdings recht schnell erledigt, da die Batterie nach der langen Standzeit und den mittlerweile doch recht frischen Außentemperaturen leer war:
Batterie leer
Ja, ich weiß: Im Winter gehört die Batterie mit ins kuschelige Bettchen genommen. Ich hab es schlicht und einfach vergessen bzw. gedacht, dass ich den Wagen „die Tage“ ja nochmal fahren würde.
Am nächsten Tag bin ich dann extra früh aus den Federn gekrochen, habe die Batterie vom Ladegerät genommen und bin zu einer Testrunde um den Block gestartet.
Hätte ich mir sparen können. Der Rialto läuft einfach wie ein Uhrwerk! Alle Lampen leuchten, neuer Wellendichtring am Getriebeausgang hält dicht, Wisch-/Waschanlage säubert, alles knorke.
Das sah der TÜV-Prüfer meines Vertrauens ein paar Stunden später genauso:
HU-Bericht
Der hatte mal wieder seine helle Freude an so einem exotischen Fahrzeug.
Glücklicherweise sind Dreiräder ja von der AU ausgenommen, so dass ich mir die sparen konnte. Die sorgt ja häufig für Verdruss und treibt den Preis in die Höhe.

Back to Frankfurt (Oder)

Menschen, welche mit standesgemäßer Begeisterung dem Unterschichtenfernsehen fröhnen, wiesen mich auf das Video zu Bosse feat. Anna Looss Bundesvision Songkontest-Lied „Frankfurt Oder“ hin, da dort ein Simson Duo drin vor kommt (wenn auch als fiese Bastelbude).
Ich will jetzt nicht von „Musiktipp“ sprechen, unterstütze jedoch wohlwollend den aufkeimenden Medienhype um das Dreirad im allgemeinen:
YouTube Preview Image

P.S.: Warum in dem Lied für Niedersachsen die wehmütige Rückkehr zu ostdeutschen Wurzeln unter dem Namen einer der größten Städte Brandenburgs besungen wird, erscheint mir dennoch schleierhaft. Hätten sie doch auch über Peine, die Perle Niedersachsens singen können…

14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf

Wie ihr es vielleicht schon hier gelesen habt, waren Goof (samt allerliebster Familie und W116), Mehl (mit dem Chrysler 300) & ich (mit Sir Edward) letztes Wochenende auf dem 14. Young- und Oldtimertreffen in Glandorf.
Das Treffen wird von einem vergleichsweise winzigen Club (den „Youngtimerfreunden Osnabrücker Land“) jedes Jahr an Muttertag ausgerichtet und hat sich mittlerweile zu einer echten Institution hier in der Gegend etabliert. Grobe Schätzungen sprechen von ca. 150 anwesenden Old- & Youngtimern. Das Treffen legt nahezu ganz Glandorf lahm und verwandelt die Innenstadt in einen einzigen großen Parkplatz mit Baujahrsbeschränkung.
Das Treffen ist markenoffen, jedoch meine ich einen klaren Schwerpunkt auf deutschen Erzeugnissen erkannt zu haben.
Wir waren zu I. & W. Erpenbeck eingeladen, welche uns freundlicherweise drei Stellplätze auf ihrem ansonsten rappel vollen Firmengelände reserviert hatten:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 5
Sir Edward wurde die Ehre zuteil, direkt am Eingang stehen zu dürfen. Und das ganz ohne Stern auf der Haube! Diese exponierte Stelle dürfte auch sehr zu dem recht guten Absatz von „Attack of the Altwagen„-Flyern beigetragen haben. Mal sehen, was bei rum kommt.
Auf dem Weg zum Mercedes-Gelände mussten wir an einem Sprecher vorbei, welcher die undankbare Aufgabe hatte, etwas schlaues zu jedem Fahrzeug sagen zu müssen. Mit uns hatte er ein besonders hartes Los. Goof, welcher als erster bei ihm war, korrigierte den Sprecher umgehend durchs Mikrofon als er seinen Wagen fälschlicherweise als W126 titulierte. Danach kam ich. Der Sprecher setzte an: „Und hier ein Dreirad aus der Wirtschaftswunderzeit.“, reichte mir das Mikro rein, woraufhin ein „Naja, Baujahr 1984. Da war das Wirtschaftswunder schon nen bisschen vorbei…“ zurück schallte. Da war der Sprecher eingeschnappt, gab mir das Mikro und meinte: „Na dann sag doch selber was!“. Gesagt, getan. Die Zuhörer sind nun ein Stück schlauer was englische Dreiräder angeht. Auf noch einen Anranzer hatte er dann offensichtlich keinen Bock mehr und winkte den 300 mit dem Kommentar. „Naja, wird auch zu voll hier…“ durch. Is aber auch nen undankbarer Job. Respekt für den Einsatz!
Ansonsten schlenderten wir durch die Stadt, blödelten rum, bewunderten Altblech, verspotteten aufgeklebte Carbon-Folie, futterten Currywurst/Pommes und verbrachten einen sehr schönen Tag.
Danke fürs ausrichten „yfol“!
Hier noch ein paar Bilder meiner persönlichen Highlights:
70er-Farbenspiel der Opel GT-Parade:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 16
Schöner Volvo P1800:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 12
Daf 55 Coupé Variomatic:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 18
Liebevoll ausstaffierter Ford Escort:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 27
Mit Spaxschrauben befestigte Randaleleuchte auf wehrlosem Altblech:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 34
Herzallerliebster Fiat Multipla:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 36
Der Innenraum lässt sich übrigens zu einer riesigen Amore-Wiese umklappen:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 37
Der Heinkel-Club hielt mit mir die Dreiradfahne hoch:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 39
Auch mit weiterer Anreise:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 40
Leistung statt Kinder:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 48
serienmäßig im Renault R5 Turbo 2:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 50
Apal Buggy mit Subaru-Boxer:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 52
Lecker Citroen Ami 6:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 58
„Schräger gehts nicht“:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 59
Reich patinierter Citroen Traction Avant:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 62
Lecker Opel Monza GSE:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 73
Liebevoll ausstaffierte Hutablage:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 81
Der letzte Wagen ist immer ein Kombi:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 83
Für die lybische Großfamilie:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 84
Für die ruandische Großfamilie:
14. Young- und Oldtimertreffen Glandorf 85
Meine gesamten Fotos findet ihr hier.
Noch mehr zu gucken gibts hier oder hier.