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Putzfimmel

Nur weil ich es gerade im Schwalbennest mal wieder als „ganz heißen Tipp“ gelesen habe:

Das reinigen von Kühlrippen soll auch mit einem alten Bowdenzug gehen. Der innere Zug wird passend zurecht geschnitten und in eine Akkubohrmaschine gespannt, dass andere Ende wird leicht ausgefranst und fungiert dann wie eine kleine Drahtbürste.
Der Tipp stand mal in der Oldtimer Praxis und kann getrost in der Pfeife geraucht werden.

Ich habs selbst ausprobiert, weil es sich ja erstmal gut anhört und nix kostet. Ist aber kacke. Es dauert ewig, der Akkuschrauber wird heiß, weil der nicht für Dauerbetrieb ausgelegt ist, der Bowdenzug spratzt in kürzester Zeit auf (ja, auch wenn man ihn gegen die Wickelrichtung laufen lässt), man kann kaum genug Druck ausüben um den Dreck ab zu bekommen und wenn genug Druck drauf ist, bekommst du Kratzer in der Aluoberfläche vom Zylinder…. Ich habs nach ca. ner Stunde und 5 Rippen aufgegeben.
Strahlen oder Chemie ist da eher was. Ich lese gerade von „Kaltreiniger“ aussem Baumarkt. Das klingt vielversprechend.

Mystische Probleme

Meine Lola hat mal wieder bewiesen, dass sie eine echte Frau ist. Natürlich war es nicht der angeknackste Kondensator. Das wäre ja auch einfach und nicht ladylike gewesen… Nein, die Gute hat immer etwas extravagantere Problemchen.
Bezeichnet mich als Lügner, oder als jemanden, der zu dumm ist ne Zündung ein zu stellen, aber die folgende Geschichte ist 100%ig wahr und ich habe selbst keinerlei Erklärung dafür!

Nach den weiteren Tipps und Hinweisen aus dem Schwalbennest rückte die Zündung auch wieder in den Fokus meiner Bemühungen (vorher habe ich den Grund für das ausbleibende anspringen beim Vergaser gesucht). Ich hatte die Zündung zwar zwei mal genau eingestellt, aber vielleicht habe ich ja die beschriebene Methode einfach nur falsch angewandt.. Kann ja sein… will ich mich nicht von frei sprechen. Um alle Fehlerquellen aus zu schließen, habe ich diesmal nicht meine Messuhr sondern einen einfachen Messschieber und auch ein anderes Ohm-Meter genommen. Außerdem bin ich nach der Methode von Mario (aka BerlinerRoller) vorgegangen. Wie gesagt: Wer weiß….
Das Ergebnis? Der von mir markierte Zündzeitpunkt stimmte 100%ig. Kacke…

Da ich aber die Zündung nun wirklich im argen Verdacht hatte, habe ich einfach mal die Grundplatte weiter Richtung UT (unterer Totpunkt) gedreht. Beim ersten Anreißversuch kam dann auch prompt ein Stottern aus dem Motor. Also munter weiter Richtung UT und es wurde immer besser. Ich habe natürlich vergessen genau nachzumessen, bei welcher „vor OT“-Stellung der Motor zum ersten mal durchlief, aber ich behaupte, dass es mindesten eine 1/5 Drehung der Grundplatte vom markierten Zündungszeitpunkt (ZZP) weg war!! Natürlich lief der Motor scheiße und man hörte ganz klar das Patschen der frühen Zündung gegen den Kolben, aber er lief!
Also weiter experimentiert und wieder Richtung OT gedreht. Immer nur ein kleines Stückchen gedreht, dann alles wieder zusammensetzen, angerissen, etwas laufen lassen (max. 2 Minuten), dann wieder aus und wieder Richtung OT verschoben. Das magische ist, dass ich gegen Abend wieder den originalen ZZP erreicht habe……
Natürlich habe ich vorher schon mal versucht mich in größeren Schritten dem richtigen ZZP zu nähern, aber dann sprang meine Lola einfach nicht mehr an….(Wäre ja, wie gesagt, zu einfach gewesen.) Also wieder zurück und in kleinen Schritten rangetastet. Ich habe keinerlei Erklärung, warum sie jetzt am 1,5 mm vor OT-ZZP läuft und vorher nie. Ich habe wirklich außer dem ZZP nichts geändert. Mir nen echtes Rätsel… genauso, warum ich mich da langsam rantasten musste…alles mystisch. Aber wie gesagt: 100% wahr!

Nun stellt sich mir das nächste Problem, dass sie zwar mit Gas läuft und auch beim ersten Anriss anspringt, allerdings hält sie nicht die Drehzahl (bei konstanter Gasstellung) und geht auch sofort aus, wenn man den Gasgriff in 0-Stellung bringt. Aber da werde ich mich nächstes WE mit beschäftigen.

P.S.: Mein Bruder hat sich übrigens nach ca. 10 mal anreißen (Er wollte mir ein wenig helfen. Danke dafür!) eine Blase am Ringfinger geholt….“Informatiker“…. Hände wie nen Mädchen…

Einfach kann jeder

Gestern habe ich Lolas regenerierten Motor eingebaut. Ich habe ihn den Winter über bei Zweirad-Steinberg (bekannt über den „Schwarzfahrer“ aus dem Simsonforum) überholen lassen. Das ganz große Programm mit allem Schnick-Schnack. Hab mich da echt nicht lumpen lassen. Und was ist nun? Genau: Nix.
Eingebaut, angeschlossen, Benzin eingefüllt, angerissen….tote Hose… Ganze Zündung samt Verkabelung gecheckt nix gefunden. Allerdings hatte der neue Kondensator einen feinen Haarriss.

Kondensator mit Riss

Die Dinger sind mir ja mehr als suspekt. Das wäre dann der dritte Kondi innerhalb eines Jahres. Ich hab dem Schwarzfahrer gleich ne Nachricht geschrieben, dass der Motor nicht lüppt und er hat mir vorhin zurückgeschrieben, dass er nen neuen Kondensator in die Post gegeben hat. Über den Support kann man da schon mal nix sagen. Mal sehen, ob es wirklich am Kondi gelegen hat. Ich kann es irgendwie nicht glauben…das wäre zu einfach für meine zickige Lola.

Den zugehörigen Thread findet ihr im Schwalbennest unter diesem Link.