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einschläferndes aus Nippon

Freunde mit frischem Nachwuchs fragten mich vor einiger Zeit nach Schräubchens Schlafgeräuschen aus Babytagen. In diesem Zusammenhang berichtete der werdende Vater, dass Nissan extra den Komponisten Osams Suzuki damit beauftragt habe ein wissenschaftlich fundiertes Schlaflied für Kinder zu komponieren.
Das dabei herausgekomme Stück ist 14 Minuten lang und hat extra eine Frequenz von 5.000/6.000 Hertz, was Kinderohren besonders gut hören können.
In Nissans Experiment mit Müttern und Kindern hat das wohl gut geklappt, denn die kleinen Quälgeister sind innerhalb von Minuten sediert zusammen gebrochen.
Obwohl der Text auf japanisch ist, werde ich Schräubchen mal als Versuchskaninchen missbrauchen:
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Unabhängig davon: Das ist mal next-level-customer-support!

Nissan Retro-Modelle – Retrowelle auf japanisch II

Wem von euch die Toyota-Retromodelle zu teuer sind, für den findet sich vielleicht was bei Nissan.
Schon Ende der 80er/Anfang der 90er-Jahre erkannte man dort nämlich den Retro-Trend und präsentierte auf der ’87er Tokio Motorshow den Nissan Pao:

Designmäßig sollte der Pao sich an Gutbrod Superior, Citroën 2CV und Austin Mini anlehnen.
Hierzu wurden u.a. außen liegende Scharniere, horizontal nach oben klappende Fenster und eine horizontal geteilte Heckklappe in das Design integriert:
Nissan Pao Heckansicht
Der Pao war wahlweise mit einem großen Stoff-Faltdach erhältlich. Auch ein Automatikgetriebe stand zur Auswahl. Als Farben gab es Terracotta, Elfenbein (eher ein Goldton), Olivgrau und Wasserblau.
Angetrieben wird der Pao durch einen Motor mit 988 cm³ und 52 PS (38 kW).
Bis 1991 produzierte Nissan 10.000 Stück, wovon einige auch als Grauimporte den Weg nach England fanden.
Technisch basiert der Pao auf dem Micra (K10), was die Teileversorgung zumindest bei der Mechanik erträglich gestaltet und eine Zulassung in Deutschland auch wesentlich vereinfachen sollte.
Meiner Recherche nach sollten sich auf der Insel gute Exemplare für rund 6-7.000 Euro finden lassen.

Angestachelt durch den Erfolg des Paos und anderer Retromodelle legte Nissan 1989 nach und präsentierte den Figaro:
Nissan Figaro Front
Als Antrieb dient diesmal ein Turbogeladener Vierzylinder mit 987 cm³, welcher 76 PS (56 kW) ausspuckt. Das Design soll eine Reminiszenz an den Datsun Sports/Fairlady sein.
Nissan Figaro Back
Der Figaro basiert ebenso wie der Pao auf dem Micra (K10). Als besonderes Feature wartet der Figaro mit einem großen Faltdach auf, dass sich elektrisch in den hinten angeschlagenen Kofferraum zusammenfalten lässt:
Nissan Figaro open
Auch im Innenraum versuchte Nissan klassische Elemente zu verbauen:
Nissan Figaro interior
Angelehnt an die Jahreszeiten standen nur vier Farben zur Auswahl: ein Minzgrün namens Emerald Green, das pastellblaue Pale Aqua für den Sommer, Topaz Mist für den Herbst und Lapis Grey für den Winter.
Bis zur Produktionseinstellung 1991 wurden 20.000 Exemplare hergestellt, von denen recht viele den Weg nach England und sogar Deutschland fanden. Da der Figaro jedoch offiziell nur für den japanischen Markt produziert wurde, sind alle Fahrzeuge Rechtslenker.

Damit auch der Heimwerker nicht auf sein Retro-Mobil verzichten muss, präsentierte Nissan zeitgleich mit dem Figaro den S-Cargo:


Die Designvorlage bildete hierbei die Kasten-Version der Ente.
Auch beim S-Cargo bildet der Micra die technische Basis. Zwischen 1989 und 1992 wurden von der Pike Factory für Nissan ca. 12.000 Stück produziert.
Aufgrund seiner eigentümlichen Form wurde der S-Cargo häufig als Werbeträger eingesetzt und fand so seinen Weg auch nach England. Ein einzelnes Exemplar habe ich auch schon in Deutschland gesehen.