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Begrenzte Dachlast

Schon im Herbst habe ich Grundträger für unseren Opel Combo besorgt. Das Prinzip mit den in Aussparungen greifenden Haken ist absolut spitze. Da hat Opel echt mal ein gutes System entwickelt. Was mich jedoch sehr stört, ist das eloxierten Aluminium der Träger. Das ist so glatt, dass man da nichts dran verzurrt bekommt. Der Transport des 4m-Dachbalkens für meinen aktuelles Dachstuhl-Projekt war eher abenteuerlich.

Daher habe ich den letzten Garagendonnerstag für eine kleine Optimierung genutzt. Ausgangspunkt sind vier M10x240mm Schlossschrauben, die ich passend zu der Nut der Grundträger an den Seiten:Seiten abgeflacht, am Kopf und am Vierkant mit dem Schleifbock bearbeitet habe:Kopf abgeflachtSo lassen sie sich leicht in die Nut einfädeln:Stangen eingefädeltAls nächstes habe ich von einem 12mm Aluminiumrohr 22,5cm lange Stücke abgeschnitten:Hülse ablängenDas geht sicherlich auch mit einem Kupfer-Heizungsrohr, jedoch hatte ich davon nicht mehr genug.
Das Rohr kommt nun auf die Schlossschrauben und wird mittels zweier Unterlegscheiben und Mutter angezogen:Begrenzungsstangen fertigAufgrund des Anpressdrucks sitzen die Stangen Bomben fest in den Nuten und können (wie im Bild symbolisch dargestellt) als seitlicher Anschlag für etwaige Dachlasten dienen.
So muss man sich nur noch um Bewegungen in Längsrichtung und vertikal kümmern.

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Der Combo verdiente sich vor kurzem ein paar liebevolle Streicheleinheiten, zeigte sein Tacho doch die folgende Schnapszahl:
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Damit fahren wir jetzt unseren Opel Combo C CNG schon 5 Jahre und über 100.000 km im völlig problemlosen Gasbetrieb.
Wie vert damals schon schrieb:“opel cng ist schlichtweg ausgereift…“.
An gasspezifischen Problemen suchte uns bisher lediglich der weit verbreitete Flaschenrost heim, welcher jedoch von Opel sehr kulant durch Austausch der Gasflaschen beseitigt wurde.
Seit meinen regelmäßigen, sinnlichen Fettmassagen sind auch keine neuerlichen Probleme aufgetreten und für die Zukunft auch sehr unwahrscheinlich geworden.
Ansonsten?
Nix, Nada, Niente.
Einfach Schlüssel rum drehen und losfahren.
Für ein langes Motorleben habe ich mir allerdings einige Prinzipien angewöhnt:
– 5W-40 Markenöl mit Opel Empfehlung
– Markenölfilter mit Rückschlagventil
– Service nach Opel-Anweisung
– Nie über 3500 U/Min drehen (= 125km/h)
Zwar dürfte sich diese Verhaltensweise bei einem mit 150.000 km noch recht jungen Motor nicht als überlebenswichtig erweisen, aber bekanntermaßen haben Autos bei uns eine ziemlich lange Halbwertszeit.
Es dauert ja schließlich auch, bis das in der VW-Charmoffensive angekündigte „dutzend Modelle mit CNG-Triebwerk“ auf dem Gebrauchtwagenmarkt in erschwinglichen Regionen ankommt.
Insbesondere, wenn für den nächsten Langstreckenbomber erheblich mehr Luxus auf der Wunschliste steht.

Passenderweise lag auch gerade der Jahresservice an, so dass ich dem Combo ein paar pflegende Handreichungen angedeihen lassen konnte:
Service 2017
Wie immer gibt’s auch eine tendenziöse Statistik:
Gefahrene Kilometer: 103.555 km
Davon auf Gas gefahrene Km: ~102.055 km
Verbrauchtes Gas: 5.253,28 Kg (bei 5,1475 Kg/100 km)
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,029€/Kg): 5405,63 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,30 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 10,54 €
Ersparnis: ~5510,20 €

Die 37.483 km-Statistik

Anlässlich des 90.000km-Service hab ich mich mal wieder ein wenig statistisch vergnügt:

Gefahrene Kilometer: 37.983
Auf Gas gefahrene Km: 37.483
Verbrauchtes Gas: 1894,45 Kg
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,05€/Kg): 1.989,17 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,30 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 11,91 €
CNG-spezifische Mehrkosten: 0€
Ersparnis: 2.534,60 €

Alle Angaben ab Kaufzeitpunkt bis heute.

Bisher gibt’s also gelinde gesagt nix zu meckern.
Wenn wir etwas über 100.000 km mit dem Combo abgerissen haben (also ca. bei Tachostand 160.000 km) haben wir den Kaufpreis wieder drin.
Schönes Gefühl. Vollgas!

„Mehr Licht!“

…war nicht nur Goethes letzte Forderung, sondern auch die Beste von Allen wünschte sich mehr Erleuchtung im automobilen Zusammenhang.
Also ganz real. Nicht intellektuell…. da kann sie mittlerweile abendfüllende Referate über Differentiale und Kardanwellen halten.
„Wunsch“, „Befehl“, alte Ehegeschichte.
Im Combo ist es nachts zappenduster. Da er ja nur ein gestreckter Corsare ist, meinten die Opelmannen ihm für die preisgünstigen Plätze keine Innenraumleuchte spendieren zu müssen. Da muss die Kleinwagenleuchte an der Frontscheibe genügen. Im Kofferabteil finden sich zwar zwei 10W-Sofitten, die sind jedoch so montiert, dass sie lediglich einen großen Schatten auf die Rückbank werfen.
Dass dies suboptimal ist, haben schon Andere festgestellt und zu kreativen Bastellösungen gegriffen.
Das war mir aber zu…öhhh…pragmatisch.
Außerdem störte mich auch, dass dann so viele happige Verbraucher anspringen sobald man die Türen auf hat (2x10W im Heck + 2x5W für die Co-Pilot-Leuchten).
Nutzt man den Combo auch mal zum campen, hätte ich Bedenken, dass die Leuchten mit der Zeit die Batterie leer nuckeln.
Also selbst was gesucht.
LED heißt die Lösung und die kommt als Soffitte fürs Heck:

und als Streifen für die Rücksitze:

Beides geliefert von phil-trade!.
Die Soffitten dürfen nur 42mm Länge haben und maximal zwei LED-Reihen (16mm breit), ansonsten passen sie nicht mehr in den Halter der Lampe:
LED-Soffitten im Halter
So passen sie Haarscharf. Beim Kauf sollte man drauf achten, dass 5050-SMDs verbaut sind. Alles Andere sind nur müde Funzeln.
Bei Nacht sah damit der Innenraum des Combos so aus:
Innenraum nachts nur mit Kofferraumleuchten
Besser, aber nicht wirklich berauschend.
Also zur Installation der LED-Leisten geschritten. Die ist schon etwas aufwändiger.
Die Leisten sollten in die Gepäckfächer über den Rücksitzen montiert werden und die Rücksitze indirekt beleuchten.
Also musste da irgendwie Strom hin, der per Türkontakt gesteuert wird:
Türkontakt
An den Türkontakt in der B-Säule kann man leider nicht direkt gehen, da dieser überraschenderweise nur den CAN-Bus ansteuert.
Also müssen die Strippen unter dem Himmel nach hinten zur D-Säule geführt werden.
Mit einer Spirale geht das auch relativ einfach:
Spirale
Der rote Zeigestock markiert die Durchführung der doppelten Dachhaut.
Nur dort kommt man vom Himmel in die D-Säule. Mit schlanken Fingern kann man die Durchführung durch das Lautsprecherloch erfühlen.
Den Rest des Kabels kann man einfach unter den Himmel schieben.
Den Abgriff an den Kofferraumleuchten habe ich über Steckverteiler gemacht.
Piggyback-Abzeig an der Kofferraumleuchte
So ist der Umbau jederzeit wieder spurlos rückgängig zu machen und ich musste nichts am original Kabelbaum ändern.
Die LED-Streifen passen haargenau auf die leichte Schräge zum Dachhimmel hin, so dass sie diesen anstrahlen und die Rücksitze nur indirekt beleuchtet werden:
LED Leiste montiert
Durch ihre gummierte Oberfläche sind sie auch unempfindlich gegen Reibung und Stöße, sollte mal irgendwas in den Gepäcknetzen umherpoltern:
LED-Leiste Nahaufnahme
Die Stunde der Wahrheit kam allerdings nachts.
Glücklicherweise hielten die Leisten, was der Verkäufer versprach:
Innenraum nachts
Bei einem indirekten Blick (und dem direkten Vergleich zum Bild weiter oben) erkennt man gut, dass es nun wesentlich heller im Innenraum ist
Innenraum nachts ohne Blendung
Ich bin sehr zufrieden und die Beste hat den Befehl als ausgeführt vermerkt.
Auch wenn der Combo durch die Leisten nun ein wenig nach Bling-Bling aussieht.

Nachtrag: Wer den Umbau ebenfalls angehen möchte, sollte vorher zur Sicherheit die Sicherung Nr. 16 (7,5 A; Innenraumbeleuchtung) ziehen.

Brillengarage

Auf dem Weg zur Vollausstattung bin ich beim Combo mittlerweile auch ein Stück weiter gekommen.
Seit neustem hat er das Brillenfach aus dem Corsa-C auf der Fahrerseite montiert.
Wer das nachmachen möchte, bekommt hier ein paar Infos.
Die Teilenummern lauten:

Modelle Farbe Opel Teilenummer
Vectra C, Signum, Meriva A, Zafira B. Corsa D und Astra H mit hellem Innenhimmel grau

17 40 120

Astra H mit antrazit Innenhimmel antrazit

17 40 004

Astra G und Corsa C grau/beige  

17 40 100

Insignia A beige

17 40 006

Insignia A, Meriva B, Astra J titanium hellgrau

17 40 007

Insignia A schwarz

17 40 005

Insignia A mit Schiebedach beige

17 40 010

Insignia A mit Schiebedach titanium hellgrau

17 40 011

Insignia A mit Schiebedach schwarz

17 40 009

Agila B  

47 10 641

Die Preise beim Teilehökerer sollten 10 Euro nicht weit überschreiten, um nicht von Wucher tiradieren zu müssen.
Für den beigen Himmel in unserem Combo C habe ich mal ganz mutig Das Fach mit der 17 40 100 bestellt.
So sieht’s auf der Rückseite aus:
Brillenfach Rückseite
Es wird statt der Blindstopfen auf der Fahrerseite montiert (geht natürlich auch anstatt aller anderer Handgriffe):
Griffposition Fahrerseite
Die Stopfen sitzen verdammt fest. Beim raushebeln aufpassen, dass ihr keine Macken in das umgebende Plastik drückt.
Am besten geht es mit einem kleinen Schraubenzieher und einem Mundspatel/Eisstiel:
Abdeckungen auf Sitz
Das Fach selbst wird mit einfachen Blechschrauben befestigt.
Ich empfehle die Kollegen da einmal vor der Montage rein zu römern:
Blechschraube
Mit dem Fach in Position geht das nur noch sehr eingeschränkt. Da ist es gut, wenn die Schraube sich vorher schon mal ein Gewinde schneiden konnte.
Fertig montiert sieht der Hase so aus:
Brillenfach montiert
Farbe stimmt (auch wenn es auf dem Bild dank Blitz nicht 100% aussieht).
Allerdings ist der Nutzwert eher eingeschränkt, wie die Beste schon feststellen musste:
Der Öffnungswinkel ist recht klein, so dass ihre geliebte Audrey-Hepburn-Brille nicht ohne Fummelei unterzubringen ist.
Egal. Kann ich wieder was auf meiner „Aufpreisliste“ abhaken.
Apropos:
Dank dieser Seite weiß ich nun auch, dass unser Combo mal 21.190 Euro gekostet hat.
Die Sitzheizung hätte nochmal 315 Euro gekostet und ne Einparkhilfe gab’s überraschenderweise nicht mal gegen Geld und gute Worte.