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Kampfwertsteigerung II

Der Zahn der Zeit nagte an den Weichmachern unserer Klappkisten.
Es musste also Ersatz beschafft werden. Leider fanden sich keine Kisten im passenden Maß, so dass wir auf ein anderes System umsteigen mussten. Die neuen Kisten sind sowohl höher als auch breiter und tiefer, als die Alten:
Kisten im Größenvergleich
Das stellte mich anlässlich des Familienurlaubs vor das Folgeproblem, dass nun nicht mehr zwei Kisten übereinander Platz unter dem von mir konstruierten Zwischenboden haben.
Da also eh eine neue Lösung her musste, habe ich direkt mal das Maximum ausgelotet. Drei Kisten nebeneinander und jeweils zwei Kisten übereinander sind das Optimum:
Optimum
Für die vordere Querstrebe lies sich das recht einfach mittels Klötzchen realisieren:
hintere Klötzchen montiert
Bei der kleineren, hinteren Querstrebe musste es eine etwas kompliziertere Lösung werden.
Ausgangspunkt sind zwei Stahlwinkel. Die bekommen auf 7cm Höhe ein Loch für einen M8-Bolzen. Damit der Stahlwinkel euch nicht die Hand aufschneidet, sollte sich der Bohrer verkanten, empfiehlt es sich, ihn mit zwei kleinen Spaxschrauben auf einer Holzplatte zu befestigen:
Distanzstück bohren
Gleiches gilt für‘s Einkürzen mittels Flex:
Distanzstück abgelängt
Anschließend noch Kanten brechen, lackieren, an die gekürzte Querlatte samt Platte anschrauben, Bolzen kontern und ein Stück Benzinschlauch auffädeln:
Distanzstück montiert
So erhält man auch für vorne die nötige Distanz, ohne groß an Stabilität zu verlieren:
Distanzstück in der Aufnahme
Da die Kinderlein glücklicherweise fröhlich wachsen, benötigen wir neuerdings auch den Sternenzerstörer nicht mehr und konnten auf eine Sportkarre umsatteln. Dank kompakterer Abmessungen findet diese längs auf dem Zwischenboden Platz:
fertig umgebaut
Fertig gepackt ergeben sich ungeahnte Stauräume für den Urlaub:
Fertig gepackt für den Urlaub
Außerdem kann man auf den Rastplätzen der Republik andere Väter mit einem preußisch geordnetem Kofferraum beeindrucken. „Picknickdecke? Wickelmax? Alles kein Problem, ziehe ich fix die passende Kiste raus.“
Seitdem reiße ich bei jeder Pipipause immer demonstrativ die Heckklappe auf.

Flasche im Fettmantel II

Nachdem der Nebenkriegsschauplatz abgefrüstückt war konnte es ans eingefettete gehen.
Also hinterste Flasche abgestützt und beim linken Band gestartet:
linkes Band der hintersten Flasche
Für’s Fernsehen hatte ich damals ja nur das rechte Band abgenommen.
Aber auch links sah es unter dem Band nicht anders aus:
Blick unters Band
Den dünnen Fettfilm unter dem Halteband habe ich sehr kritisch nach potentiell schleifenden Schmutzpartikeln beäugt, konnte jedoch wirklich nichts finden. Die „Abdichtung“ der Seitenräder der Haltebänder schien erstaunlich gut zu funktionieren.
Also Putzlappen und Holzspatel ausgepackt und sauber gemacht:
Flasche gereinigt
Wie man sieht, sieht man nix. Weder neue Schleifspuren noch irgendwelche Korrosion.
Sehr befriedigend. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es einige Stimmen im Erdgasforum gab, die meine Aktion als völlig naiv und absolut nutzlos hingestellt haben.
Fett in your face!
Apropos: Ich muss betonen, dass das Reinigen der Flaschen eine formidable Sauerei ist.
Man sollte bergeweise Lappen dabei haben und den Boden unter dem Fahrzeug großzügig mit Zeitung auslegen. Außerdem sind (Nitril-)Handschuhe und ein Gefäß für das alte Fett sinnvoll.
Nachdem die linke Seite der Flasche sauber war, habe ich das Band wieder dick mit neuem Fett beaufschlagt:
neu eingefettet
Welches beim anziehen der Halteschraube schön zu allen Seiten herauspresste:
Fett presst unter Band heraus
Dieses Fett habe ich dann wieder zur Abdichtung des Bandes verstrichen:
Band abgedichtet
Auch unter den anderen Bändern sah es nicht anders aus:
Band gesäubert
Kein Fünkchen Rost:
Band gesäubert 2
Da sich die Haltebänder beim vordersten Tank ja nicht lösen lassen, musste hier die neue seitliche Abdichtung der Bänder genügen:
vorderster Tank
Am Ende waren alle Flaschen wieder schön eingeschmiert:
Tanks konserviert
Danach kam die Abdeckung wieder drunter.
wenn alles nach Plan läuft, sehe ich die Flaschen erst in zwei Jahren wieder.

Flasche im Fettmantel

Nach dem Austausch der Gasflaschen hatte ich sie ja großzügig in Fett verpackt und in Aussicht gestellt, diese Konservierung nach dem nächsten HU/AU/GAP-Termin zu überprüfen.
Dazwischen lag ja schon im März der Dreh zu dem Beitrag bei AutoMobil bei dem ich einen ersten Blick unter eines der Haltebänder werfen konnte.
Nun war mittlerweile der TÜV-Termin und ich wollte einen genaueren Blick auf die Flaschen werfen.
Zuvor wollte ich noch ein Ärgernis beseitigen.
Die Abdeckung der hinteren beiden Flaschen wird mit komischen Blechmuttern und ebenso komischen Schrauben gehalten. Ist mistig zu montieren und die Dinger gammeln wie nix gutes:
rostige Blechmutter
Also habe verzinkte selbstsichernde M5-Blechmuttern mit Maschinengewinde geordert und den Rotz ausgetauscht:
Blechmuttern im Vergleich
Auf dem obigen Bild erkennt man auch gut das komische Gewinde der originalen Befestigungsschrauben. Die konnte man immer nur 1,5 Umdrehungen eindrehen und dann klickten sie hinter eine kleine Blechlasche. Bzw. meistens nicht und man fummelte sich einen Ast während man die riesige Abdeckung einhändig jonglierte und die Löcher versuchte zur Deckung zu bringen.
Erst dachte ich, dass das vielleicht konstruktiv so sein muss, weil das ansonsten nicht zuverlässig während der Fahrt hält. Allerdings ist die vordere Abdeckung ebenfalls mit ganz schnöden Blechmuttern und Maschinenschrauben befestigt….
Ich habe M5-Schrauben gewählt, weil man so die Abdeckung viel einfach montieren kann.
Einfach die Schrauben locker eindrehen und die Abdeckung hochdrücken. Die Schraubenköpfe passen geradeso durch die Löcher in der Abdeckung:
Schraubenkopf durchsteckenHat man alle Schrauben durchgefädelt, kann man die Abdeckung loslassen und sie verkantet sich locker auf den Bolzen. Nun reihum von Hand wieder rausdrehen und mit großer Unterlegscheibe wieder einschrauben:
Abdeckung neu befestigt
Hält super und geht in einem bruchteil der früheren Arbeitszeit.
Nun konnte es ans eigentliche Programm gehen…

Ei legende Radio-Sau

Schwagers Opel-Radio CD70 NAVI spackte rum.
Auf CDs wurde nur noch rumgerödelt, um sie anschließend als unlesbar wieder auszuwerfen. Diagnose: Defektes Laufwerk. Kostenpunkt 130 € für ein neues Laufwerk + eigene Bastel- & Lötarbeit.
Es bedurfte nur erstaunlich geringer Anstiftung meinerseits, bis er Geld in die Hand nahm und eines von diesen chinesischen Wunderwerken namens A-Sure AS-K9OVGC kaufte:
Verpackung
Wollte ich schon immer mal dranne rum fummeln.
Das Paket enthielt alles notwendige zur Verkabelung:
Lieferumfang
Inklusive dem Adapter für die Opel Lenkrandfernbedienung:
Opel-Box
Letzteres war einer der Kaufgründe. Daneben war dem Schwager noch wichtig, dass er auch weiterhin den Bordcomputer über die Fernbedienung durchwursteln kann.
Also rausruppen:
Original Radio Ausbau
Ausgangspunkt sind drei Kabel, die aus dem Opel-Kabelbaum kommen:
Opel-Kabelbaum
Daran kommen dann die ganzen China-Adapter:
Zentralstecker angeschlossen
Übrig bleibt nur der GPS-Empfänger von der alten Navi-Einheit. Der ist nun über. Ist am Ende ein schönes Kabelgewirr:
übrige Opel-Stecker
Damit konnte es auch schon ans testen gehen. Das Wichtigste läuft schon mal:
Blog läuft
Auch der App-Store funktionierte nach einem Neustart des Radios einwandfrei:Google-AppstoreFür die Einrichtung braucht das Radio natürlich einen Internetzugang per WLAN. Geht entweder per WiFi-Hotspot oder halt per W-LAN in der Garage.
Vor dem Einbau in den Radioschacht müssen diese beiden Schrauben auf der Oberseite entfernt werden:
Sicherungsschrauben
Ansonsten funktioniert der CD-Einzug nicht. Nun gings daran, das ganze Kabelgewirr irgendwie sinnvoll zu verstauen:
Neues Radio angeschlossen
Ein hilfreicher Schritt ist der Ausbau des Handschuhfachs:
Handschuhfach fertig zum Ausbau
Einfach die vier Schrauben in den Ecken lösen und vorsichtig das Kabel der Beleuchtung abzuziehen:
Handschuhfach ausgebaut
Nun kann man ganz elegant das Kabel der GPS-Maus vom Armaturenbrett aus unter der Dichtung der A-Säule nach unten führen. Seitlich kommt man dann ins Armaturenbrett in den Bereich hinter dem Handschuhfach und kann das Kabel an dem Stahlträger, welcher quer Richtung Fahrerseite läuft befestigen:
Dichtung zum Armaturenbrett
In das Handschuhfach sollten dann noch die Anschlusskabel für USB und 3,5mm-Klinke. Dazu muss man auch kein Loch bohren, sondern kann einfach die Öffnungen für den Zwischenboden nutzen:
Durchführung Handschuhfach
Ist ne saubere Lösung:
Anschlusskabel im Handschuhfach
Durch die Öffnung des Handschuhfachs kommt man auch gut an den Bereich hinter dem Radio und kann die Kabel ein wenig sortieren:
Platz hinter dem Radio
Die kleine Opel-Box fand ihren Platz auf dem Lüfterkasten. Allerdings hatte ich Bedenken, dass sie dort klappern könnte. Daher bekam sie einen Kondom aus Schaumstoff bevor sie in den Tiefen des Armaturenbretts verschwand:
Opel-Adapter-Box verpackt
Als Problemquelle erwies sich der Adapter für den Antennenstecker:
Antennenstecker
Der Original-Opel-Stecker ist abgewinkelt. Das gerade Adapterstück stößt jedoch hinten rechts an den Rahmen an:
Ecke im Weg
Eine Raspel schaffte kurzentschlossen Platz:
Aussparung gefeilt
Ist auch weiterhin schön stabil. Dabei entfällt jedoch leider der Halten für den Kabelbinder des Kabelbaums. Allerdings ist der so steif, dass er auch so hält. Alternativ kann man ihm einen klassischen Kabelbinder spendieren und wo anders verzurren.
Fertig eingebaut sieht der Hase dann so aus:
Alles unsichtbar verbaut
Wie man sieht entspricht der Silber-Ton nicht dem der Mittelkonsole. Es ist eher der Ton der Ziereinlagen.
Öffnet man das Handschuhfach kommt man leicht an die Anschlusskabel für USB und 3,5mm-Klinke:Radio eingebautDie GPS-Maus sitzt unauffällig in der vorderen rechten Ecke unter der Windschutzscheibe:
GPS-Maus
Endlich kann ich bei Tempo 130 „Drei Männer im Schnee“ gucken:
Drei Männer im Schnee
Für die Autonerds: Torque läuft auch und das Radio hat Bluetooth:
Torque
Schwagers bisheriges Fazit ist durchaus positiv.
Einzig die Programmierung der Lenkradtasten funktioniert bisher noch nicht. Allerdings haben sie vorbelegte Funktionen, die nicht schlecht sind (laut-leise & Track/Senderwechsel).

Service-Zeit

Der Combo war bei 142.000 km mal wieder mit dem Service dran.
Im wesentlichen nix, was wir nicht schon mal abgehandelt hätten:
Servicematerial
Als Zündkerzen habe ich wieder die NGK LPG LaserLine No.1 verwendet. Die alten Kerzen sahen noch Top aus und haben über 75.000 km gehalten (die Originalen GM 029 sollen alle 30.000 km gewechselt werden). Weiterhin fand ich die beworbenen Gas-spezifischen Vorteile der NGK-Kerzen nachvollziehbar.
Zum regulären Service kam diesmal nur der Wechsel des Keilrippenriemens. Den Benzinfilter habe ich mir, wie bisher jedes Mal, geschenkt. Wenn es hoch kommt, sind da bisher gerade mal 100l Sprit durch gelaufen.
Los ging’s aber mit dem Wechsel des Total Quartz 9000 Energy.
Ich habe die Chance genutzt, die originale Ölablassschraube zu tauschen.
Zum einen war der Torx schon ein wenig ausgenudelt:
alte Ölablassschraube
Und zum Anderen hat sie einen Gummi-Dichtring, den man immer extra kaufen müsste:
alte Ölablassschraube 2
Bisher hielt der Original-Gummiring noch dicht, aber ich wollte nicht abwarten, bis er irgendwann den Geist aufgibt. Da die Schraube samt Ring ein bekanntes Corsa-C-Problem ist, gibt’s für Centbeträge Ersatz bei eBay:
neue Ölablassschraube
Ist nun wieder eine klassische 8.8er-Sechskantschraube mit Kupferring.
Für den Ölfilter habe ich zwischenzeitig ein kleines Abtropfgestell gebastelt:
Abtropfgitter
Der Baustahl war von der Mauer über und der Karnickeldraht von den Kartoffeltürmen. Immer schön recyceln.
Den Keilrippenriemen hatte ich ja im Zusammenhang mit dem Zahnriemenwechsel schon mal angesprochen.
Der Wechsel ist auch eher selbsterklärend.
Durch entfernen der Radhausschale kommt man an den Spanner:
Keilriemenabdeckung
Die Schale wird durch drei Torx-Schrauben und eine Plastik-Niete gehalten. Den Niet kann man entfernen, indem man den Stift in der Mitte nach innen durch drückt:
Plastikniet
Dann noch den Spanner mittels 15er-Schlüssel zurück drücken und mit einem dicken Nagel sichern:
Keilriemenspanner
Dann nur noch den Riemen abfummeln und den Neuen aufziehen.
Damit war der Service vorerst durch.
Der Ölabscheider im Motorraum müsste mal gereinigt werden, aber das will ich erst nach dem anstehenden TÜV-Termin machen. Außerdem muss ich mir da auch noch einen Plan zurecht legen.
Der Opel-Mechaniker selbst warnte mich vor abreißenden Leitungen und zerstörten Abscheidergehäusen.
Bleibt also vorerst nur mal wieder ein wenig Statistik:
Gefahrene Kilometer: 90.013 km
Auf Gas gefahrene Km: ~88.813 km
Verbrauchtes Gas: 4.571,65 Kg (bei 5,1475 Kg/100 km)
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,029€/Kg): 4.704,23 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,30 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 10,80 €
Ersparnis: 4.887,57 €

Alle Angaben ab Kaufzeitpunkt bis heute und rein nach statistischen Merkmalen (Nicht dass hier wieder die selbe Kritik wie beim letzten Mal kommt ;-).