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“Smoker!!” III

Am Wochenende ging es natürlich auch am Räucherofen ein Stückchen weiter.
Wir haben für den gemauerten Raum, in den später der Feuerraum kommt eine „Decke“ gebaut:
Räucherofen Abdeckung
Sie besteht aus einer dicken Alu-Platte, welche mit aufgenieteten verzinkten Winkeln verstärkt wurde. Auf ihr lastet später das Gewicht der Erde über dem Ofen. So hat der Brennraum selbst, rings um (er steht auch auf Füßen) eine isolierende Luftschicht, was auch die an das Erdreich abzugebende Hitze reduzieren soll. Allerdings befürchten wir, dass auch so das darüber wachsende Gras etwas heiße Füße bekommen wird. Mal sehen, was da für ein Kraut die Oberhand gewinnt. In der lokalen Gärtnerei nach „hitzebeständigen Pflanzen“ zu fragen dürfte wohl eher für Fragezeichen sorgen.
Anschließend haben wir die Rohrleitung mal provisorisch zusammen gesteckt und verlegt:
Räucherofen Rohrleitung
Die Leitung hat jetzt ca. 2,5m Länge.
Um zu testen, ob der Ofen mit der langen Leitung noch genug Zug entwickelt und wie viel Hitze am Ende ankommt, haben wir natürlich mal wieder ein Feuerchen entzündet, ein Bierchen ausgepackt und dem Thermometer beim klettern zugesehen:
Räucherofen Temperatur Ausgang
Funktioniert absolut perfekt. Der Ofen hat reichlich Zug und die 120°C wurden rasant erreicht. Wenn da noch ein 1,5m Häuschen und luftstromlenkende Innereien drauf kommen, sollte das immer noch dicke reichen, um Fisch zu garen. Eventuell verlängern wir die Rohrleitung auch noch um 50 cm.
Zwischenzeitig sorgte ich noch für ein wenig Erheiterung, indem ich mir eine akkurate Brandblase zu zog, welcher ich den Satz „Ja, ok, das ist heiß, aber doch nicht sooooo heiß…“ vorausschickte. Berühmte letzte Worte.
Die nächste Arbeit wird dann, alles mit Erde zu verfüllen. Mal sehen, wo wir die her bekommen.

„Smoker!!“

Am Wochenende haben Vaddern und ich an einem seiner Langzeitprojekte weiter gemacht.
Als leidenschaftlichem Jäger und Angler fehlte meinem Vater bisher immer ein eigener Räucherofen, um die geschmacklich höchsten Weihen aus dem erlegten Getier zu holen. Zwar besitzt er schon seit Jahren eine mittelgroße Räuchertonne, aber so richtig ist das nix. Weder ne anständige Meerforelle noch eine Wildschweinhaxe gehen da angemessen rein. Außerdem ist das sogenannte „Kalträuchern“ damit nicht oder nur sehr schwer möglich.
Da musste also mal wieder was professionelleres her.
Als Menschen mit einem Skandinavien-Tick hatten wir früher Ferienhäuser, zu denen auch regelmäßig Räucheröfen gehörten. Diese Öfen bestanden häufig aus einem Feuerraum und einem Räucherhäuschen, welche mittels Rohrleitung unterirdisch verbunden waren.
Quasi so, wie auf dieser Zeichnung:

Die Ausführungen reichten dabei von einfachen Blechkonstruktionen wie dieser:
Bild nicht vorhanden
bis zu feudalen Versionen mit verzierten Feuertüren und liebevoll gestalten Räucherhäuschen.
Der Bedarf war geweckt, das Ziel steht vor Augen!
Schon vor längerem haben wir daher an geeigneter Stelle ein Plateau in den Berg gegraben und eine Betonplatte als Sockel gegossen.
Am letzten Wochenende haben Vaddern und ich dann den Feuerraum zusammen gebaut und seine (später verdeckten) Seiten mit hitzebeständigem Lack lackiert. Da der Lack, um seine Endfestigkeit zu erreichen einbrennen muss, haben wir die Chance genutzt und schon mal ein kleines Feuerchen entzündet:
Räucherofen Brennkammer
Der Feuerraum war früher mal ein Brust-hoher Gusseiserner-Kachelofen, welchen Bekannte zum Schrotthändler geben wollten. Zum Glück konnte Vaddern sich den unteren Teil und den oberen Dekor-Abschluss sichern.
Der Feuerraum steht auf dem Bild schon an seiner finalen Position. Wir werden ihn rings um einmauern und dann mit Erde und Grasplatten zudecken. Durch das einmauern können wir ihn später noch en