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Altautotreff Magdeburg Juni 2014

Am Sonntag fand das erste Altautotreff in Magdeburg statt. Da die Flyer dafür erst fünf Tage vorher geliefert wurden, war die bisherige Werbung eher eingeschränkt. Die Prognose war, dass ich dort alleine stehen würde.
Zum Glück verdoppelte sich die Besucherzahl nach einer halben Stunde:

Mario kam spontan mit seinem Motorrad vorbei. Ich kenne ihn noch (virtuell) aus alten Simson Duo-Zeiten. Schön endlich mal ein Gesicht dazu zu kennen.
Parallel fand auf dem Pfahlberg-Gelände noch das „Geilste Karren“ Gruppentreffen statt:

Wie wir erfuhren handelte es sich um eine per Facebook organisierte Spontanzusammenkunft der lokalen Tuningszene:

Das Schild am rechten Bildrand fasst die Sache größtenteils zusammen. Es war beeindruckend, wie viele unterschiedliche Basstonlagen man gleichzeitig spielen kann.
Allerdings konnte ich selbst da zwei Flyer loswerden. Der eine ging an einen rattigen Rostgolf II und der andere an einen liebevoll originalen Lexus LS400 (UCF10). Beide waren ein schöner Kontrast zum Perleffektlack der Umgebung.
Als Mario und ich von unserer Runde durch die Tuninguntiefen wieder zurückkamen, trafen wir auf zwei sehr nette Typen, die völlig aus dem Häuschen um den Rialto hüpften. Der erste Satz war: „Endlich ein vernünftiges Auto hier!“ Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile und die Beiden haben Tränen gelacht über die konstruktiven Eigenheiten des Rialtos. Leider besitzen sie nichts Adäquates um nächsten Monat den Treff zu verstärken. Dringender Handlungsbedarf!
Gegen 19 Uhr löste sich dann unser Trupp auf.
Für den ersten Versuch bin ich zufrieden. Mal sehen, was die Werbetrommel im nächsten Monat hergibt.

1. Altautotreff Magdeburg

Die Beste und ich kommen gerade vom 26. Internationalen Dreiradtreffen (Bericht folgt) wieder, daher nur auf die Schnelle der Hinweis, dass nachher um 17 Uhr die erste Ausgabe des Altautotreff Magdeburg startet:
Flyer v.1.6 A6
Leider sind die Flyer erst Mitte letzter Woche eingetrudelt. Mal sehen, wie viele von den 8 verteilten Flyern gefruchtet haben. Ein Mensch hat mir schon abgesagt. Bleiben noch 7….

Altautotreff Magdeburg

Mir fehlt der Garagendonnerstag.
Mir fehlt aber auch das „Attack of the Altwagen„.
Ersteres will ich ändern, sobald eine eigene Schrauberlocation da ist.
Letzteres will ich ab Juni 2014 ändern!
KLE hat mir freundlicherweise seine Absolution erteilt, dass Ganze als offizielles Chapter des „Altautotreff“ aufzuziehen:
Flyer v.1.6 A6
Als Treffpunkt habe ich den Parkplatz des lokalen Einkaufszentrums „Am Pfahlberg“ ausgewählt.
Der Platz ist riesig, es gibt weder Zugangsschranken noch Anwohner und der lokale American Diner hat (zusammen mit Kino und Bowlingcenter) auch Sonntags offen.
Außerdem liegt das ganze direkt an der A2 (ost-west) und der vierspurigen B189 (nord-süd).
Ist auch außerhalb der Umweltzone.
Mal sehen, wie sich das ganze anlässt.

Heute mache ich erst mal ein wenig provisorische Werbung (Flyer noch nicht fertig) auf dem 4. Magdeburger Oldtimertag.

Meine OMMMA

Wie angekündigt hatte Lola am letzten Wochenende ihre erste große Ausfahrt.
Es ging zum 15. OMMMA.
Leider konnten wir erst am Sonntag vorbei schauen und sahen so nur einen Bruchteil der über 1200 Oldtimer:

Aber auch so gab es einiges zu bestaunen!
Trabant und Co. sieht man hier zur Genüge:

Mein Augenmerk lag daher mal wieder auf den Exoten.
Wie wäre es z.B. mit einem Gorkovsky Avtomobilny Zavod 24 Wolga (Kurz: GAZ 24 Wolga):

Sieht man die Limousinen noch ab und zu mal auf einem Oldtimertreffen, so sind die 7-sitzigen Kombis (mit nahezu amerikanischen Ausmaßen) eine echte Rarität!
Und wenn wir schon beim Thema Kombinationskraftwagen sind, wie wär’s alternativ mit einem IFA F8 „Woddy“?

Auf der linken Heckscheibe fand sich übrigens ein Aufkleber „nie wieder ‚Paris – Dakar'“.
Ich hab sehr geschmunzelt.
Für den kleinen Hubraumfreund fand sich auch eine Schwalbe in Vollausstattung:

Man beachte den Kindersitz samt Fußrasten sowie die Anhängersteckdose.
Dem Urlaub mit der ganzen Familie stand so nichts mehr im Wege.
1988 bekam noch jemand seinen heiß ersehnten Škoda 135 GL:

Laut Eigentümer wurden von dieser Version des wassergekühlten Heckmotor-Boliden lediglich 1240 Stück produziert.
Noch seltener war in der DDR die Langversion des Volvo 760, der um 16cm verlängerte „Volvo 760 Executive„:

Auch ich konnte etwas zu meiner Dreirad-Wunschliste hinzufügen:

Dies ist ein recht seltener Dieselgabelstapler St 961. Von den ohnehin nur in geringen Stückzahlen produzierten Geräten sollen heute kaum noch welche rum gurken.
Auch sonst gab es ein paar Details für für den zweiten Blick. So fällt zum Beispiel dem geneigten Juristen dieses Kennzeichen schmunzelnd ins Auge:

Der Stammtisch schreit an dieser Stelle übrigens „Urkundenfälschung!!“ und liegt damit falsch.
Schön finde ich auch immer historisch korrekte Werbung auf Oldtimern:

Auch dieser Trabant hat Seltenheitswert:

Hierbei handelt es sich um die seltene zivile „Tramp„-Version des NVA-Kübelwagens.
Auf meine „Haben-Wollen“-Liste hab ich auch noch ein Lokomobil gesetzt:

Da findet sich sicherlich auch noch ein dreirädriges Exemplar.
Während die Beste und ich auf unserer Picknickdecke chillten und die Sonne genossen, drehte die Volkspolizei regelmäßig ihre Runden:

Der Herr trat in voller Montur auf. Inklusive Helm, Stiefeln und Kelle. Respekt!
Da fühlte man sich als rechtschaffender Arbeiter gleich viel sichererer.
Beeindruckt war ich auch, wie viele der Besucher mit historischen Campinganhängern gekommen waren:

Da fand sich auch so manche Pretiose. Vom Klappzelt, über das Dübener Ei bis zum großen Intercamp.
Historischer Wohnwagen würd mich ja auch jucken….
Doch zurück zum chilligen Teil.
Es tauchte plötzlich ein zweites Duo auf:

Der Besitzer war sehr freundlich und wir schnackten einige Zeit über die Eigenheiten des jeweiligen Gefährts.

Er bewunderte meine Innenausstattung, ich seinen M541 mit E-Starter:

Ansonsten gingen unsere Fahrzeugkonzepte aber eher unterschiedliche Wege.

Auch sein Innenraum war eher ein Alptraum für jeden Klaustrophobiker oder Elektrikergesellen:

Nach einiger Zeit fand sich noch ein drittes „Duo“ ein (Im Hintergrud übrigens der VoPo):

Hierbei handelt es sich um ein Krause Piccolo Trumpf/7.

Einen fanden Beigeschmack hatte die Sache aber, da der (sehr nette) Besitzer erzählte, dass er das Gerät seit 1974 fährt.
Bei genauem hinsehen erkennt man, dass er das nicht alleine aus Oldtimerliebe tut….
Es bleibt aber zu sagen, dass es eine schöne Veranstaltung war und ich mich auf 2014 freue:

Allerdings will ich den Artikel auch für etwas Kritik nutzen:
Die Beschilderung zum Treffen war bescheiden! Insbesondere der Eingang lag sehr versteckt.
Allerdings konnten da die Veranstalter wohl relativ wenig für, wie ich gehört habe.
Einen noch größeren Kritikpunkt finde ich persönlich aber, dass es kein Programm gab.
Das hier war alles an Infos, die man im Vorfeld bekommen konnte. Ein kleiner Ablaufplan mit ungefähren Richtzeiten für die Programmhighlights wäre schon schön gewesen. So haben es mir auch Kollegen im Büro erzählt, die als Besucher dort waren und etwas enttäuscht waren, die Fahrzeugvorstellung verpasst zu haben. An uns ging die Stadtrundfahrt dementsprechend spurlos vorüber, da wir zu spät eintrafen. Ärgerlich.
Naja, auch so gab es Grund zum feiern!
Lola überschritt auf der problemlosen Heimfahrt die 20.000 km-Marke:
Lola erreicht 20000 km
Ein schöner runder Wert für ihre Widerbelebung.

Die ganzen Fotos der Veranstaltung könnt ihr im entsprechenden Fotoalbum begucken:



Auch auf der Seite der Veranstalter finden sich viele schöne Fotos.

3. Magdeburger Oldtimertag

Am 25. Mai haben die Beste und ich der Wettervorhersage zum Trotz beim 3. Magdeburger Oldtimertag vorbei geschaut.
Aufgrund dessen, dass sinflutartige Regenschauer angekündigt waren, war uns von vornherein bewusst, dass die Veranstaltung dieses Jahr kleiner ausfallen würde, als im letzten Jahr, als ca. 300 Fahrzeuge kamen.
Als eines der größten Oldtimerevents der Region ist die Veranstaltung jedoch ein Pflichttermin, egal, was die Wetterfee verlautbart.
Veranstaltungsort ist der „Elbauenpark„, welcher mit seinen knapp 100 Hektar Fläche reichlich Platz für Altblech bietet.
Als wir gegen 11 Uhr eintrudelten, war der Rasen am Fuß des Jahrtausendturms auch schon gut gefüllt:

Im Hintergrund des Bilds seht ihr übrigens das Hochgleis der Einschienenbahn, welche über das Gelände fährt.
Allerdings stand uns eher der Sinn nach benzingetriebenem.
Es fanden sich auch einige Leckerbissen, wie dieser imposante Lincoln Continental:

Oder dieser Chevrolet Corvair:
Chevrolet Corvair front
Der ihm immer noch anhaftende Ausspruch „Unsafe At Any Speed“ rührt von einem 6-Zylinder-Heckmotor in Verbindung mit einer simplen Pendelachse, welche wohl für rabiate Überraschungen im Grenzbereich gut waren:
Chevrolet Corvair Heck
Auch der Ostblock hatte Schmankerl zu bieten, wie diesen seltenen GAZ 13 (Tschaika):
GAZ Tschaika
Die in den Chromspitzen mündenden Auspuffrohre sind ein schönes Detail:
GAZ Tschaika Heck 2
Liebevoll erhalten war dieser Barkas B1000 Aufnahmewagen:

Der Wagen war noch bis 1994 beim MDR als Tonübertragungswagen im Einsatz und wartet im Innenraum noch immer mit einer kompletten Ausstattung auf:

In die Kategorie der scharfen Heckmotorgeräte fällt auch dieser Škoda 1000 MB:

Ein ebenfalls seltenes Stück ist diese Wartburg 311/5 Campinglimousine:

Die Rückbank lässt sich zu einer großen Liegefläche umklappen und über dem Heckbereich befindet sich ein Panorama-Faltdach, welches zusammen mit den bis ins Dach hinein reichenden Seitenscheiben ein tolles Sternenpanorama abgeben muss.
Ein 300er war auch da. Allerdings kein Chrysler:

Die Jungs hier waren nur auf der Durchreise. Paulus wartet auf warme Socken:

Für die Passat-Freunde hier im Blog hab ich auch noch was gefunden:

Laut Datenblatt ein 1974er Passat L mit lediglich 40.000 km auf dem Tacho.
Schmunzeln musste ich bei den feinen Puschen auf diesem Taunus:

Hauptsache Weißwandringe auf den Ackerschlappen.
Die Hubraumwertung ging unangefochten an diesen Kenworth:

Sehr liebevoll war dieser Hanomag ST 100 restauriert:

Nachdem wir die Oldtimerreihen und die Händlermeile abgeschlendert hatten und auch vom sehr netten Moderator dem breiten Publikum vorgestellt wurden, nutzten wir die Chance und schauten uns den Jahrtausenturm an.
Zwischenzeitig ging jedoch das Unwettter los, so dass der Blick aus dem 6. Stock des Gebäudes einen einsamen Rialto auf weiter Feld und Flur zeigte:
Übersicht nach Regen
Verständlicherweise hatte der Großteil der Oldtimer fluchtartig das Weite gesucht.
Schade, dass das Wetter nicht mit spielte.
Bei Sonnenschein muss das eine herrliche Veranstaltung sein.
Den Termin fürs nächste Jahr (24.05.2014) hab ich schon in meinen Kalender eingetragen.

P.S.: Nachdem ich die Bilder gesichtet hatte, hab ich zu allererst das Objektiv meiner Kamera gereinigt…