Archiv der Kategorie: Simson Duo 4/1

Hier geht es um mein heiß geliebtes Duo 4/1. Meinen ersten Oldtimer.

Heimaturlaub

Vorletztes Wochenende war ich mit den Kindern nach langer Zeit (Corona) mal wieder auf Heimaturlaub.
Während Vaddern mit den Enkelinnen auf Schatzsuche im Wald ging, nutzte ich die Zeit und habe Tobias in seiner Halle einen Besuch abgestattet:

Da steht, wohl behütet, in einer Ecke ja noch mein Bond Bug:

Ich habe den Anlass genutzt und den Motor mal wieder durch gedreht:

Erwartungsgemäß ließ er sich einfach durch drehen. Als ich ihn damals einlagerte, habe ich durch die Zündkerzengewinde so einen „Motorinnenkonservierer“ eingesprüht. Trotzdem schadet es sicherlich nicht, wenn die Kolben mal in einer anderen Reihenfolge stehen. Mit einem gehobenen Hinterrad habe ich auch das Differenzial einmal durch gedreht. Kann ebenfalls nicht schaden.
Außerdem habe ich die Chance genutzt und den dort ebenfalls eingelagerten Duo-Rahmen nebst Fahrgestellnummer fotografiert:

Mindestens von dem Rahmen und dem Satz Blechteile, den ich noch habe, möchte ich mich nämlich trennen.
Ein weiteres Duo werde ich niemals aufbauen und auch die beiden Schräubchen werden wohl eher einen „Ellenator“ restaurieren, als im Duo durch die Lande zu gurken.
Sollte alles nach Plan geht, läuft mir nämlich ein neues Objekt der verqueren Begierde zu. Dann wird es wohl auch für Lola Zeit, zu neuen Ufern aufzubrechen. Wie schon vor langer Zeit geschrieben: Wir haben uns einfach auseinander gelebt. Da ist es vielleicht auch mal an der Zeit los zu lassen und jemand anderes die Freude zu gönnen.
Neben all diesen Fotos haben Tobias und ich noch seine verschiedentlichen Projekte besprochen und generellen Klönschnack gehalten. Auch mal wieder sehr schön.
Zwischenzeitig haben wir dann noch sein neuste Spielzeug warm laufen lassen. Ein Dino-GoCart mit 6,5 PS-Honda-Motor:

Jesus, Maria und Joseph, das geht ab!
Da waren selbst mit Sliks und für einen talentlosen Nixkönner wie mich Powerslides problemlos möglich:

Ein wirklich schönes Spielzeug, dass es bei eBayKleinanzeigen als defekt für schmalen Kurs gab.
Nachdem mein kindisches Gekicher verklungen war, durfte ich noch zwei schön rostige Speichefelgen unbekannter Provinienz abstauben:

Eine ist für den besten Nachbarn der Welt und eine ist als Schlauchhalter für meine Kompressorfarm gedacht. 1A-Deko!
Abends zum grillen gab es dann noch ein Widersehen mit dem Sera:

Der ist übrigens bald mit dem H-Kennzeichen dran.

Benzintausch II

Ich habe die Wartung meiner Stehzeuge vernachlässigt. Kann man nicht anders sagen. Vor drei Jahren habe ich zum Beispiel zuletzt das alte Benzin in den Tanks ausgetauscht. Höchste Zeit zu handeln:

Da passte es auch gut, dass es am letzten Wochenende zum 31. internationalen Dreiradtreffen ging. So konnte ich den alten (2-Takt-)Sprit direkt im Rialto verfeuern.

Wie sträflich die Vernachlässigung ist, zeigt sich direkt am Tank der Gorilla. Am oberen Innenrand findet sich Flugrost:

Und auch innen drin sieht es schlechter aus als 2016:

Lediglich der Tank von Lola zeigt sich gänzlich unbeeindruckt:

Da werde ich dem neuen Lagerbenzin der Gorilla wohl etwas 2-Takt-Öl beimischen.

Der Appell an euch sollte aber klar sein: Benzin jährlich wechseln!

Ostergefühle

Die Sonne scheint, da ist es höchste Zeit, die Sommerpuschen aufziehen:ReifenwechselUnd es wäre kein Opel, wenn es nicht auch die Gelegenheit wäre, um die Bremse mal wieder zu zerlegen:Bremssattel hinten rechtsIn letzter Zeit nahmen die Quietschgeräusche wieder deutlich zu. Insbesondere auf Langstrecke nervte das erheblich. Ich habe daher beide Hinterradbremsen zerlegt, gereinigt, die Nasen der Belagträger weiter abgefeilt und anschließend wieder alles mit „Anti-Quietsch“ zusammen gebaut.
Frühling und Herbst sind auch immer die Gelegenheiten an denen Lola und die Gorilla Tageslicht schnuppern dürfen:Gorilla und Lola an der frischen LuftHinter denen hängt nämlich der große Terassentisch an der Wand. Die Gorilla will ich dieses Jahr auch wieder mehr fahren. Ne, ehrlich!….

Benzintausch

Nachdem sich die Oldtimer Praxis in den letzten beiden Ausgaben mit den Folgen von altem Sprit in Metall-Tanks beschäftigt hat, habe ich dies mal zum Anlass genommen und den Sprit in meinen aktuellen Stehzeugen ausgetauscht:
Benzin-Tausch
Beim Duo mit seinem 1:33-Gemisch ist alter Sprit nicht so dramatisch, da das Öl für eine gute Konservierung des Tanks sorgt. Bei der Gorilla als 4-Takter machte ich mir da schon mehr Sorgen.
Nach dem der Sprit raus war, habe ich mal einen Blick in den Tank geworfen:
Tank Innanansicht
Alles im grünen Bereich.
Auch die andere Tasche des Tanks sieht harmlos aus:
Tank Innanansicht 2
Keine wirkliche Verschlechterung zur Entrostungskur vor 4 Jahren.
Den Sprit aus Lola und der Gorilla habe ich in mehreren Kanistern gemischt und werde ihn nach und nach in Motoren ohne Abgasreinigung verheizen.

P.S.: Natürlich habe ich Lolas schleichendem Plattfuß auch eine Runde Luft spendiert.

Rostflöckchen, Braunröckchen

Ich habe vor einigen Tagen mal wieder bei Lola in der Tiefgarage vorbei geschaut:
Duo mit Platten
Wer auch immer nackten Betonboden für eine super Lösung in der Tiefgarage hielt… Nach einem Tag findet sich auf jedem Auto ein feiner Staubnebel. Egal. Lola zieht bald um und daher habe ich dem schleichenden Plattfuß hinten links ne Runde Luft verpasst und die Reifen ein Stückchen weiter gedreht (Standplatten).
Das war allerdings nicht mein einziges Ziel. Lola wurde ihres alten Spritfilters beraubt:
alter Benzinfilter
und bekam einen neuen Einwegfilter:
neuer Benzinfilter
Ich hoffe mal, dass der neue Fitler nicht zu viel Widerstand liefert. Die Bängzäng-Versorgung basiert ja nur auf Schwerkraft und die Leitungen sind lang und verschlungen. Da ist das Duo ein wenig mimosig.
Der alte Filter stammt von OMG (cooler Firmenname btw.) und ist auswaschbar:
Duo Benzinfilter rissig
Die Anschlüsse sind aus Metall und der Korpus aus Kunststoff. Wie man auf dem Bild sehen kann, haben sich nach 7 Jahren im Einsatz feine Risse im Korpus gebildet. Dicht ist er allerdings immer noch.
Ich habe ihn jedoch nicht ausgebaut um ihn weg zu werfen, sondern er soll (zumindest vorübergehend) den Einwegfilter aus der Gorilla ersetzen:
alter Benzinfilter
Wie man leider etwas schwer erkennen kann ist der Gorilla-Filter Rand voll mit Rostpartikeln. Dies sind die Überreste meiner Tanksanierung mit Zitronensäure. Schon damals war ja deutlich geworden, dass sich noch reichlich gelöste Rostpartikel im Tank befanden. Diese wurden nun nach und nach gen Filter transportiert und können mit diesem entsorgt werden. Der Einbau von Lolas Filter war unspektakulär:
Duo Benzinfilter
Bei Gelegenheit werde ich auch mal das Filtersieb im Tank und den Vergaser säubern. An beiden Stellen dürften sich ebenfalls einige Rostpartikel finden.