Wasser Marsch! III

Nachdem die Leitungen Richtung Haus (Strom und Wasser) gezogen waren, konnte ich mich um die Leitungen Richtung Grundstück kümmern. Zum einen musste der Strom für Gartenhaus und Werkstatt weitergeleitet werden und zum anderen mussten der Zulauf und die Verteilungsleitungen von der Pumpe verlegt werden.
Hierzu habe ich zu einem „L“ aus 160er HT-Rohr gegriffen:Leitungen zum Grundstück
Da das Wasser im Winter eh aus den Leitungen abgelassen wird, kam es hierbei nicht auf eine frostfreie Verlegung an. Die Stromkabel habe ich bis auf jeweils eine kleine Schlaufe komplett durch gefädelt. Die 32mm Kaltwasserrohre habe ich als kurze Enden durch geführt. Hier gibt es einen Zulauf und drei Verteilungen (Hof/Einfahrt, Garten, Terrasse). Die Enden der Rohre habe ich sauber verpackt und werde dort einen kleinen „Anschlusskasten“ verbuddeln. Der wird eher rudimentär aus Pflastersteinen zusammengestellt, mit einer kleinen Gehwegplatte abgedeckt und dann wieder mit Erde überhäuft. Sollten später Undichtigkeiten oder Änderungswünsche auftauchen, kann man das Ganze mit geringem Aufand wieder aufbuddeln und Änderungen vornehmen.
Der nächste Halt war der Wärmetauscher der Heizung. Die Vorbesitzer hatten die Entwässerung (So ein Ding produziert eine erklägliche Menge Kondenswasser) nonchalant nach vorne über die Betonbasis geführt:Kondenswasserführung alt
Das war schon ursprünglich eher unschlau, da man immer eine Stolperfalle und Kante für den Rasenmäher im Weg hatte. Auch das verhältnismäßig geringe Gefälle im ersten Rohrabschnitt war im Winter wenig hilfreich, ganz zu schweigen vom optischen Faktor. Da ich aber bündig an den Betonbasen Rasenkanten vorbei führen wollte um Pumpe, Wärmetauscher und Fläche daneben gleichmäßig einzufassen, musste ich die Entwässerung früher gen Erde führen:Kondenswasserführung neu
Als Sammler unter dem Auslass des Wärmetauschers fungiert nun ein KG-Rohradapter 100 auf 50 und gehalten wird die Chose nur noch von einer Rohrschelle hinten an einer kurzen Gewindestange:Kondenswasserführung neu 2
Anschließend konnte ich mit den Rasenkanten anfangen. Da hatte ich glücklicherweise noch einen größeren Vorrat vom Rest des Hauses:Kantsteine gesetzt
Am rechten Bildrand sieht man auch die Gehwegplatten, mit denen ich die Leitungsenden provisorisch abgedeckt habe, damit kein Kind in den noch offenen Graben fällt.
Bevor ich den Bereich der Pumpe mit Schotter als Frostschutzschicht aufgefüllt habe, habe ich noch eine Noppenbahn an die Hauswand gestellt. Nicht dass ich mir beim verdichten dort Löcher in die Dämmung drücke:Noppenbahn
Ob man nun die Noppen zur Hauswand hin oder davon weg stellt, scheint eine Frage der Religion zu sein. Noppen zur Wand hin sorgen für eine bessere Belüftung, Noppen zum Erdreich sorgen für einen besseren mechanischen Schutz. Da meine Sorge eher Richtung Beschädigung gingen, habe ich mich für Noppen Richtung Erdreich entschieden. Damit konnte ich mit den Pflasterarbeiten beginnen, um die es im nächsten Artikel gehen soll.

4 Gedanken zu „Wasser Marsch! III“

  1. Wie stellst Du denn sicher, dass die Wasserleitungen im Winter auch wirklich wasserfrei sind? Dazu müsste ja an der tiefsten Stelle des Abschnitts ein Ablass vorhanden sein.
    (Ich kenne das Problem ja aus der Halle, wo mir jeden zweiten Winter irgendwas kaputtfriert, weil ich die Leitungen einfach nicht leer bekomme.)

    1. Der Vorteil der PE-Rohre ist, dass sie nur schwerlich durch Eis bersten. Die Verlegeempfehlung ist „spantentief“. Da liegen sie bei mir deutlich tiefer.
      Die Leitung vom Brunnen hat Gefälle gen Brunnen, so dass ich dort im Winter nur die Leitung trennen muss und sie dann von selbst leer läuft. Den Rest blase ich mit Pressluft durch. Das dann noch verbleibende Wasser sollte genug Platz zum ausdehnen haben.

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