Stock(düse) im Arsch

Nachdem die Kardanwelle wieder ordnungsgemäß rotierte, haben wir uns der nächsten Malesse zugewandt.
Füllte man nämlich Wischwasser in den Vorratsbehälter lief es einfach direkt vorne links unter der Stoßstange wieder raus.
Ursache war ein abgebrochener Stutzen an der Stockdüse der Scheinwerferreinigungsanlage (Teilenummer: 7L5955978).
Leider hat Vaddern den Ausbau des defekten Teils selber vorgenommen, so dass ich euch nur Bilder von der Montage liefern kann. Allerdings ist die Demontage einfach der umgekehrte Weg.
Als erstes wird die Radhausschale entfernt:

Radhausschale entfernen

Danach sieht man schon den Halter der Stockdüse vor sich. Die Düse kann man entnehmen, oben man den Bajonettverschluss der Zuleitung trennt (sofern er nicht wie bei uns einfach abgebrochen ist), die Schraube des mittleren Halters löst und dann oben die drei sternförmig angeordneten Schrauben entfernt (irrsinnige Fummelarbeit). Danach hängt die Düse nur noch am Düsenkopf, den man mit Nachdruck nach ob abziehen muss. Ausgebaut sieht das Ganze so aus:

Halter des Düsenstocks

Hier die Düse mit Halter und separatem Düsenkopf:Düsenkopf in Düsenstock einsetzen
Auf dem folgenden Bild ist der neue Düsenstock wieder in Position. Oben könnt ihr die sternförmige Verschraubung erahnen und unten den Bajonettverschluss sehen:Neuer Düsenstock montiert
Zum Abschluss noch den Düsenkopf von außen rein drücken und die lackierte Abdeckung drauf drücken:Düsenabdeckung

Not this time Jimi

Lange herrschte Schweigen hier im Blog.
Das hatte sogar Gründe, aber darauf will ich nicht eingehen. Widmen wir uns lieber Vadderns altem Jagdwagen. Der hatte nämlich einige Cayenne-typische Malessen.
An erster Stelle stand ein Geräusch, als würde gleich die Kardanwelle zu Besuch in die Fahrgastzelle kommen. Dazu noch ein rhythmisches Schlagen und der gebeugte Porschefahrer weiß, dass sich das Mittellager der Kardanwelle verabschiedete hat.
Genauer gesagt verabschiedet sich ca. alle 120.000 km der Gummidämpfer des Mittellagers. Das Lager selbst ist völlig unauffällig. Ein bekanntes Problem beim Cayenne und Touareg.
Also mal recherchieren, wie man das Problem am elegantesten löst.
Das Lager ist auf der Welle verpresst, so dass Porsche selber direkt eine neue Kardanwelle verbaut. Schön simpel, aber in Originalausführung unbezahlbar.
Ebenso zielführend ist es, wenn man das Lager ab zieht und ein Neues samt Käfig installiert. Die Kosten sind erträglich, aber man braucht männliches Gerät (Werkstatt).
Als letzte Lösungsmöglichkeit bleibt noch die Jimi-Methode. Sieht sehr abenteuerlich aus, hat sich aber über tausende Kilometer bewährt. Sehr billig und sehr einfach.
Vaddern entschied sich für einen Mittelweg, indem er bei ebay eine neue Kardanwelle für schlanke 199€ orderte.
Seine Rechnung war, dass das Reparaturkit samt Werkstattrechnung annähernd gleich teuer kommen würde, er aber länger warten müsste. Verständlich, auch wenn mich persönlich eher der Jimi-Fix gereizt hätte.
Der Austausch der Kardanwelle ist auch ziemlich einfach (wenn man die Auspuffanlage entfernt), allerdings kann sich der Flansch am hinteren Differential als Hürde erweisen. Der gammelt nämlich dermaßen fest, dass man etwas nachdrücklicher zu Werke gehen muss. Als zielführend hat sich erwiesen, die Schrauben am Flansch zu entfernen, den Porsche zu starten und dann abwechselnd zu bremsen und Gas zu geben. Irgendwann macht es *klonk* und die Verbindung ist gelöst.
Hier ein Bild vom rostigen Flansch:

alter Anschluss Differenzial

Danach alle weiteren Schrauben lösen und die Kardanwelle ausbauen.
Hier ein Bild vom völlig zerstörten Gummi des Mittellagerkäfigs (oben):

altes Mittellager

Für den Einbau geht man in umgekehrter Reihenfolge vor. Die Anzugsdrehmomente habe ich hier gefunden. Bei Renntech im Forum hab ich folgende, vergleichbare Werte gefunden:

– Rear flange (6 bolts) 22 ftlb. and then tighten (turn) the wrench another 90 degrees.
– Bearing housing to bearing mount plate (2 bolts) 15ftlb
– Bearing plate to chassis 44ftlb
– Triangle flange to flex disc (3 bolts) 56 ftlb
– Flex disc to front drive/diff (3 bolts) ???? Need help!

#89

3.2 Targa , 06-27-2012 08:22 PM

Thanks Miles.

Since the Flex disc and triangle flange use the same bolts, I suspect you will be safe using 56 ft-lb on them like the flange.

Vorne an der Hardyscheibe also 56 ft-lb:

Anschluss Hardyscheibe

Beim Mittellager schraubt man erst die Platte an der Karosserie fest (44 ft-lb):

Halter Mittellager 1

Und wackelt dann ein bisschen am Mittellager, bevor man die beiden diagonalen Schrauben mit sanften 15 ft-lb anschraubt, damit man das Lager nicht verkantet montiert (Langlöcher):

Halter Mittellager 2

Die Schrauben hinten am Differenzial bekommen erst alle 22 ft-lb und müssen dann nochmal 90° weiter gedreht werden. Dazu habe ich mir eine Markierung mit Kreide gemacht und die Schrauben anschließend weiter gedreht:

Anschluss Differenzial

Hierbei muss ein Helfer die Bremse treten. Damit ich wusste, welche Schraube ich schon hatte, habe ich sie anschließend gänzlich weiß gemacht.

Wie gesagt: So die Reparatur im Schnelldurchlauf. Die billige Kardanwelle läuft selbst auf der Autobahn schön ruhig. Scheint also ordentlich ausgewuchtet zu sein.

Fortelock Belastungstest

Neben den Mustern von R-Tile habe ich mir auch Muster von Fortelock bestellt:Fortelock Übersicht VorderseiteAuch diese Platten haben eine X-förmige Verzahnung. Die beiden großen Platten oben im Bild entstammen der „Eco“-Linie und enthalten recycelte Kabelummantelungen. Da sich schon bei den Testmustern die Recyclingbröckchen aus der Oberfläche lösten und kleine Krater hinterließen sind sie für mich raus. Die graue und die schwarze Platte in der Mitte, haben eine verdeckte Verzahnung. Ist optisch schick, aber dadurch, dass die Verzahnung nur noch ca. 1/3 so dick ist, weiß ich nicht, wie die Platten damit klar kommen, wenn da ein Auto drauf fährt. Also auch raus. Blieben noch die normalen Platten übrig.
Hört mal ein Bild von der Rückseite mit entsprechender Beschriftung:Fortelock Übersicht RückseiteNatürlich habe ich auch diese Platten einem Belastungstest unterzogen.
Da mir ein eigener Cayenne hierzu fehlt, habe ich den Combo vorne 24h angehoben und auf die R-Tile (links) und die Fortelock (rechts) gestellt:Belastungstest 1Wie man sieht, ist die Delle bei den vorderen, großen Rollen des Wagenhebers wieder deutlich erkennbar:Fortelock EcoAber auch diese Delle ist nach kurzer Zeit wieder verschwunden und die ursprüngliche Musterung zurück gekehrt.

Damit steht es Unentschieden zwischen den Beiden Anbietern. Da die Fortelock-Platten aber deutlich teurer sind, tendiere ich aktuell zu R-Tile.
Gtuk

I’m a Rollergirl

Neben dem Schlagschrauber schenkte die Beste von Allen mir noch ein Rollbrett:RollbrettDiese Kunststoff-Rollbrett fallen alle in China von selben Band und werden dann unter den unterschiedlichsten Namen vertrieben. Man beachte zum Beispiel die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Gedore 905 und den Preisunterschied von 71,97 €.
Inspiriert von der MCM-Folge zum Hyper-Rollbrett habe ich natürlich auch direkt nach Verbesserungsmöglichkeiten geschaut. Was braucht man unten Auto? Natürlich Licht:Beleuchtung ausDiese kleinen LED-Leuchten passen genau auf die abgeflachte Fläche neben dem Kopfpolster. Sie werden mittels magnetischem Streifen befestigt und per USB geladen.
Sind sogar erstaunlich hell:Beleuchtung anDie zur Befestigung notwendigen Metallstreifen sind enthalten und werden aufgeklebt.
Passenderweise hatte Tante LIDL vor kurzem magnetische Schalen im Angebot:MagnetschalenDie halten ebenfalls super auf den Streifen und geben bei Bedarf zusätzlichen Stauraum.
Den ersten Praxistest hat das Rollbrett auch schon hinter sich. Für Zwerge wie mich ist es sehr gut geeignet. Wer aber über 1,75 cm groß ist, könnte mit dem Hintern vom Brett rutschen.

R-Tile Belastungstest

Während die Bauzeichnerin über den Plänen für die neue Garage brütet, habe ich mich schon mal mit potentiellen Bodenbelägen beschäftigt. Für den Hauptraum der neuen Garage tendiere ich aktuell zu einer PU-Farbe. Die kann ich selber auftragen und preislich mehr es keinen Unterschied zu Spaltklinkerfliesen. Für Input und Erfahrungswerte bin ich aber offen.
Für den Werkraum habe ich mir mal Muster von PVC-Fliesen zu schicken lassen. Die Muster stammen vom Anbieter „R-Tile“ und warten mit zwei Vorteilen auf:

  1. Die besondere „X“-Verzahnung
  2. Die Ausgestaltung als Vollmaterial

So sahen die drei Musterplatten aus:R-Tile neuUm sie einem Belastungstest zu unterziehen habe ich mal über Nacht Vadderns Cayenne drauf aufgebockt:BelastungstestDas schien Eindruck auf die PVC-Fliesen zu machen:Direkt nach BelastungstestInsbesondere die hintere große Rolle hinterließ eine deutliche Vertiefung.
Nach 24 Stunden in der Garage habe ich die Platten wieder nach draußen gelegt und nochmals ein Foto gemacht:24h nach BelastungstestWie ihr seht sind die kleinen Dellen in den dunklen Platten verschwunden. Lediglich in der hellen Platte ist die tiefe Delle noch zu erahnen. Sogar die Oberflächenstruktur ist zurück gekommen. Nach nochmals 24 Stunden ist vollends nichts mehr zu sehen:48h nach BelastungstestIch hätte ehrlich nicht gedacht, dass die Platten das so gut weg stecken.
Gehen und stehen soll ebenfalls sehr angenehm sein. Außerdem gehen Dinge, von der Schwerkraft übermannt, nicht so schnell zu Bruch.
Lediglich der m²-Preis von 17,71€ schreckt mich noch ein bisschen ab.

Das Original stammt übrigens von „Racedeck„. Auf den Seite findet sich auch ein schöner Planer, mit dem man verschiedene Verlegearten und Designs durch spielen kann.