Tamworth Specials Treffen 2026

Nachdem der Rialto nun nicht mehr klang wie ein Trecker, konnte das Tamworth Specials Treffen 2026 starten!
Schon im Bericht zum letzten Treffen hatte ich ja geschrieben, dass ich dieses Jahr der Ausrichter unseres jährlichen Reliant Treffens bin.
Veranstaltungsort war der Familiencampingplatz Bertingen. Normalerweise stehen die solchen „Gruppenreisen“ skeptisch gegenüber (in der Vergangenheit biss sich das gelegentlich mit ihrem intensiv gelebten Fokus auf Kinderfreundlichkeit), aber da die Welt ein Dorf ist, kenne ich einen der Söhne des Häuptlings. Der hat nämlich mit mir das Dach des Genesungswerkes gedeckt. Daher war die Ausnahme für uns kein Problem und wir bekamen einen schönen gemeinsamen Stellplatz am Campingeigenen See.
Bevor ich mich aber auf den Weg nach Bertingen machte, wartete ich noch auf Kurt. Der schielte nämlich auf den (imaginären) Pokal für die weiteste Anreise, als er sich mit seiner Frau aus Österreich auf den Weg machte.
Im Bond Bug!
Auf eigener Achse!
Natürlich nutzte ich die Chance auf ein Foto:

Kurt bei mir

Hach ja….irgendwann….
Kurts Bond Bug war übrigens Kernschrott als er ihn kaufte. Karosserie, Rahmen, Mechanik alles verrostet, gebrochen und zerschunden. Wirklich schlimm.
Allerdings hatte der Zustand den Vorteil, dass er eine weiße Leinwand für seinen Umbau auf Elektroantrieb hatte, ohne Schuldgefühle gegenüber der historischen Technik haben zu müssen.
Egal. Ab auf die Straße und los!
Auf dem Campingplatz waren schon einige Teilnehmer eingetrudelt und ich konnte mein Zelt direkt am See aufschlagen:

Ankommen

Vorne rechts sehr ihr übrigens Torstens JZR. Er hat die Challenge zu jedem Treffen mit einem Dreirad zu kommen, aber bloß keinem seiner Reliants.
Während einige noch ihre Schlafstätten herrichteten, andere den Grill vorbereiteten, eroberte die dritte Fraktion den Schwimmteich:

Abkühlen im Schwimmteich

Kurze Zeit später war eine lange Tafel in unserer Wagenburg errichtet und der Geruch von krossen Burgerpatties brachte alle zurück ins Camp:

Abendessen mit Burgern

Das folgende Foto entstand um 20:22 Uhr und zeigt satte und zufriedene Dreiradler in trauter Einigkeit unter freundlichem Himmel:

Wetter um 20:22 Uhr

Das nächsten Foto habe ich laut Zeitstempel um 20:32 Uhr aufgenommen:

Wetter um 20:32 Uhr

Es gibt auch bewegte Bilder von der Szenerie:

Aber zum Glück ändert sich so eine Wetterlage ja immer wieder schnell…. Es wurde noch schlimmer:

Nach ca. 20 Minuten war das Unwetter vorüber und der Campingplatz komplett verwüstet. Kein Strom, alles überflutet, Zelte zerfetzt, Dachzelte und Markisen abgerissen, Pavilions weggefegt, abgebrochene Bäume und Äste allenthalb.
Häufig wird dann ja Floskelhaft gesagt, dass „wie durch ein Wunder niemand ernsthaft verletzt wurde“.
Hier waren sich jedoch alle Beteiligten einig, Zeuge eines Wunders geworden zu sein:

Zweiter Geburtstag

Während nämlich der Eigentümer dieses Zeltes drinnen stand und versuchte die Zeltstangen gegen den Sturm zu stützen, riss der Sturm den neben dem Zelt stehenden Baum um und ließ ihn „in einem Bogen“ um das Zelt herum stürzen.
„Zweiter Geburtstag“ ist hier eine ebenfalls angebrachte Floskel.
Natürlich wurden auch einige unserer Zelte Opfer des Sturmes. Holgers Zelt hatte keine einzige heile Stange mehr und auch das Zelt von Kurt und seiner Frau war komplett zerstört.
Was der Wind nicht zerfetzt hatte, hatten die Wassermassen geflutet.
An meinem Zelt war ebenfalls eine Stange gebrochen und der Regen hatte Isomatte und Schlafsack durchnässt.
Wir haben dann noch bis in die Dunkelheit bei den Aufräumarbeiten geholfen und Notunterkünfte organisiert. Die Betreiber des Campingplatzes rissen sich alle verfügbaren Beine aus, um die betroffenen Camper irgendwie zu versorgen. Es war wirklich schön zu sehen, wie sich jeder um den anderen kümmerte.
Unsere Obdachlosen konnten, notdürftig mit Schlafmaterial versorgt, glücklicherweise in Heinrichs Tipi Zuflucht finden. Ein Baum hatte es ebenfalls knapp verfehlt (Foto vom Folgetag):

Baum neben Heinrichs Tipi

Ich hingegen machte mich nachts noch auf den Heimweg, um Reparaturzeug und trockene Schlafsachen für den nächsten Tag zu holen.
Natürlich musste ich den Rialto durch eine Reihe umgestürzter Bäume und ein Meer an Blaulichtern durch ansonsten stockfinstere Ortschaften navigieren, bis ich knapp 15 km weiter gänzlich unversehrte Landschaft vorfand.
Am nächsten Morgen kehrte ich zurück und wir reparierten meine Zeltstange klassisch mit Klebeband und Kabelbindern:

Zeltstange repariert

Danach noch reichlich wischen sowie reinigen und Holger und ich hatten wieder ein trockenes Lager für die kommende Nacht. Auch Kurt und seine Frau fanden ein anderes Nachtlager, so dass Heinrich sein Tipi wieder für sich hatte. Gegen Mittag hatte der lokale Stromversorger ein LKW-Notstromagregat aufgebaut, das den angrenzenden Ort und den Campingplatz wieder mit Strom versorgte. Die Überlandleitung hatte drei Baumschläge abbekommen und war in absehbarer Zeit nicht reparabel.
Da man ja auch immer das Gute in den Dingen sehen soll:
Die Angst, dass das von mir ausgerichteten Treffen nach den vorherigen Megatreffen in Vergessenheit geraten könnte, musste ich nicht mehr haben!

Glücklicherweise schien am Samstag die Sonne wieder, als wäre nichts gewesen und wir konnten plangemäß die Ausfahrt nach Tangermünde machen:

In Tangermünde

Sollte es euch mal in die Gegend verschlagen, so kann ich euch einen Besuch nur wärmstens ans Herz legen. Ein Kleinod!
Auch das Mittagessen samt „Kuhschwanzbier“ („hell“ und „dunkel“ werden wahrscheinlich mit unterschiedlichen Partien des Kuhschwanzes gebraut) in den Exempelstuben war vorzüglich:

Essen in den Exempelstuben

Nach einer anschließenden Stadtführung mittels Audioguide (nur partiell zu empfehlen) fuhren wir gemütlich ostelbisch zurück. An der Deichbruchstelle in Fischbeck hielten wir nochmals und genossen Panorama und Einsamkeit:

Deichbruch bei Fischbeck

Wo jetzt die Elbe als fernes Rinnsal, durch das man hindurch waten kann, erkennbar war, stand vor 13 Jahren meterhoch das Wasser.
Die Elbe überquerten wir per Fähre. Die Gesichter, als eine Horde Dreiräder drauf fuhr, waren sehr unterhaltsam. Leider mussten wir uns so eng packen, um alle gemeinsam drauf zu passen, dass ich nicht aussteigen konnte. Daher leider kein Foto.
Aber die Fähre kennt ihr ja schon von diesem Desaster.
Wieder zurück auf dem Campingplatz gab es noch etwas Freizeit, um die in der Sonne ausgebreiteten Sachen einzusammeln und ein abschließendes Gruppenfoto am See:

Aufgereiht am Abend

Zu Abend aßen wir im Campingplatzeigenen Restaurant:

Restaurant zum Indianer

Irgendwann verlagerten wir uns zurück in unsere Wagenburg und saßen da noch lange zusammen.
Am nächsten Morgen hieß es packen und verabschieden.
Lediglich Erik und seine Familie blieben noch länger und verbrachten ihren Sommerurlaub auf dem Campingplatz. Wir trafen uns ein paar Tage später nochmal für eine persönliche Stadtführung durch Magdeburg.

Das generelle Fazit des Treffens war „unvergesslich“.

Aber auch abseits des Unwetters schien es dem Großteil gut gefallen zu haben. Danke, dass ihr alle da wart! Es war, wie immer, eine große liebe Familie!
Mal sehen, wo wir uns im nächsten Jahr treffen.

Entscheidend ist, was hinten rauskommt IV

Hä?!
„Entscheidend ist, was hinten rauskommt“
Was soll das denn für eine Artikelserie sein? Hab ich ja noch nie gelesen…
Jahaa! Hier werden die ganz ollen Kamellen rausgekramt!
Vereinzelte urzeitliche Leserinnen und Leser waren ja schon im Pleistozän dieses Blogs dabei.
Damals gab es noch keine Möglichkeit Dreirad-spezifische Ersatzteile auf dem Kontinent zu bekommen (anders als heute (liebe Grüße an Erik)). Also bestellte ich die Essentialia für die Restaurierung meines Rialtos bei Sparesman in GB.
Weil schon damals Pakete in Übergröße unfassbar teuer waren, zersägte Sparesman den von mir bestellten Auspuff in drei Teile.
Für die Abnahme steckte ich die Teile einfach mit kurzen Zwischenstücken und Holts-Dichtschellen zusammen.
„Provisorium“
Schwupps, 15 Jahre später hält das Provisorium plötzlich nicht mehr. Das Rohr knickt an der Verbindungsstelle so komisch ab:

Auspuff schief

Kurz am Rohr gewackelt; Oh!

Auspuff ab

Hat sich doch das innere Verbindungsrohr im Laufe der Jahre nach hinten vibriert.
Die Zange brachte es zum Glück wieder zum Vorschein:

Verbindungsstück rausgezogen

Natürlich war das am Vorabend zum diesjährigen Tamworth Specials -Treffen. Was also tun?
Klar, einfach wieder zusammen stecken!

Wieder verbunden

Natürlich nur vorübergehend!
Ist ja schließlich nur ein Provisorium!
Das wird noch ordentlich geschweißt!
Sicherlich!
Vielleicht auch erst in 15 Jahren…

Lesezirkel VI

Apropos Lokus:
Hier noch ein Bild von meinem Wasserstandsanzeiger des Vorratsbehälters:

Füllstandsanzeiger

Auch sonst wird es mittlerweile richtig heimelig:

Werkstatthandbücher

Auf der rechten Seite finden sich neben ~23 Jahren Oldtimer Markt auch die ersten 20 Ausgaben der „Dirk Pitt“-Romanreihe von Clive Cussler:

Clive Cussler-Romane

Schließlich waren die der Auslöser für meine Sehnsucht nach einer Halle voller Oldtimer. Es fehlen noch fünf neuere Ausgaben, aber die wird mir Kleinanzeigen schon irgendwann vor die Füße spülen.
So ab den 2000endern wurden die Storys mit dem Auftauchen der Kinder von Dirk Pitt auch für mich unlesbar.
Wer die Romane nicht kennt: Karl May der 80/90er….
Wenn ihr eine schön seichte Urlaubslektüre sucht, die man so am Strand weglesen kann, sei sie euch ans Herz gelegt.
Aber beschwert euch hinterher bei mir nicht, dass sie euch zu hanebüchen gewesen sei!
Ich war als Teenager jedes Jahr Wochenlang in der Wildnis Schwedens und der herbst-/österlichen Einöde Dänemarks. Da bleibt dir nix anderes übrig als hunderte Seiten Schund zu lesen!

Vaddern lief noch ein historisches „Notar“-Schild zu, dass er mir spendierte.
Wortspielzeit!

Schablone

Dazu kramte ich dann noch meine Sammlung Kennzeichen hervor und warf alles an die Wand:

Deko an der Tür

Bei den Kennzeichen habe ich die Chance genutzt und auch immer darauf geschrieben, was für ein Fahrzeug es war.
Noch bekomme ich das auf die Reihe.
Lediglich das zweite Kennzeichen von meinem Afrika-Ei bleibt verschwunden…
Die Lokuskabine konnte aber auch gleich ihren praktischen Nutzen unter Beweis stellen:

Fliesen einlagern

Die Restfliesen haben dort oben eine gute Ruhestätte gefunden.
Mit knapp 600 kg drauf biegen sich die Balken mittig gerade mal um einen Millimeter durch. Hält.

Untenrum feucht VI

Damals, also ich noch jung und agil war, hatte ich in epischer Sklavenarbeit zusammen mit Tobias das Genesungswerk penibel gegen das umgebende Erdreich abgedichtet.
Wir erinnern uns: Das Genesungswerk ist knapp 2 Meter tief in den umgebenden Hügel hinein gebaut. Daher auch nur der Spaß mit den Betonschalungssteinen.
Die Abdichtung scheint auch bisher wirklich knorke zu funktionieren.
Allerdings begrüßte mich vor einiger Zeit folgender Anblick, als ich in die Halle kam:

Feuchtigkeit 2

Da standen richtige Pfützen auf den Fliesen.
Und auch hinter dem Lokus:

Feuchtigkeit 1

Überall:

Feuchtigkeit und Stockflecken

Während ich also die gesamte Halle wischte und den Stockflecken mit Chlor zuleibe rückte, ging ich in Gedanken auf Ursachenforschung.
Da sich die Pfützen auf den Fliesen und primär im hinteren Teil der Halle fanden, lag der Schluss nahe, dass es kein Wassereinbruch durch die Wände war, sondern kondensierte Luftfeuchtigkeit.
Das passte auch dazu, dass es kurz zuvor einen Wetterumschwung gab und ich währenddessen einen ganzen Tag das Tor auf hatte.
Klar, in der Halle war es ja auch noch unangenehm kalt (knapp 13°C) und draußen herrschten über 30°C. Da will man schon lieber im warmen schaffen.
Schön blöd…
Natürlich enthielt die warme Luft ohne Ende Feuchtigkeit, die sich anschließend auf den kalten Fliesen niederschlug und zu Pfützen kondensierte.
Niemand hat behauptet, dass ich besonders schlau wäre!
Die schlimmste Feuchtigkeit (das schnell beschaffte Hygrometer zeigte 80% Luftfeuchtigkeit an) ließ sich mittels lüften auf knapp 65% reduzieren.
Für den Rest besorgte ich bei Kleinanzeigen einen Luftentfeuchter:

Luftentfeuchter

Der Hase hat ein integriertes Hygrometer. Man stellt einfach die Zielluftfeuchtigkeit ein und der Kollege hält sie immer +-2% um den Zielwert. Hinten saugt er die feuchte Luft an, oben pustet er die trockene Luft raus. Und für die mögliche 24/7-Nutzung gibt es einen 10mm-Schlauchanschluss.
Dazu dann noch alles Gelumpe von den Wänden abgerückt und einen rotierenden Ventilator mit einer Zeitschaltuhr gekoppelt:

Alles abgerückt

Der Ventilator wälzt die Luft in der Halle um und erzeugt einen steten Luftstrom an der Wand entlang.

Das brachte die Wende.
Anfangs musste ich täglich knapp 15l Kondenswasser entsorgen.
Mittlerweile pendelt die Luftfeuchtigkeit stabil um 50% bei knapp 20°C Raumtemperatur und es kommen vielleicht noch 1-2l zusammen.
Damit ist aber auch klar, dass der (automatisch gesteuerte) Luftentfeuchter zumindest im Sommer dauerhaft laufen muss. Zum Glück ist Strom kein Problem mehr.
Auch die zukünftigen Pretiosen werden sich über ein feuchtigkeitsreguliertes Zuhause freuen.
Eine dauerhafte Entwässerung mittels Eimer ist dafür aber keine Option.
Schon für unseren Sommerurlaub musste ich da was konstruieren:

Provisorische Entwässerung 1

Das ließ sich für die Zeit danach noch optimieren:

Provisorische Entwässerung 2

Allerdings gehe ich auch gerne ohne Limbo auf den Lokus.
Da musste also ein dauerhafter Anschluss an die Abwasserleitung ran.
Für so was hatte ich ja schon mal die Firma Airfit empfohlen. Da gibt es herrliche Speziallösungen.
So auch ein Übergangsstück DN50 auf 10mm Schlauchstutzen.
Anknüpfungspunkt ist der bisherige Abzweig Richtung Waschbecken/Wasservorratsüberlauf:

Rohrbogen Abwasser

Statt des 90° Winkels kam ein 87°-T-Stück, in dass das Übergangsstück dann mündete:

T-Stück mit Schlauchanschluss

Von dort geht die Schlauchleitung hinter dem Vorwandelement her, durch die Wand zum Werkraum und dort über ein Winkelstück zum Luftentfeuchter:

Luftentfeuchter dauerhaft angeschlossen

Wahrscheinlich werde ich noch eine Zwangsbelüftung unter der späteren Treppe und unter der Küchenzeile einbauen.
Feuchtigkeit ist ne Bitch.

Platz an der Sonne IV

Wir endeten, als der Strom von den 60 Photovoltaikplatten am Anschlusskasten unter der Dachtraufe an kam.
Von dort muss er aber noch ins Haus zu Wechselrichter (Fronius Verto 25.0 Plus) und Akku (BYD HVB 29.6).
Apropos: Der Wechselrichter lag eines Tages einfach vor der Haustür. Hat die Spedition ohne Ankündigung Vormittags dort abgekippt. Zum Glück ist der ja weder teuer noch empfindlich und der fette Aufdruck „Fronius“ führt auch niemanden in Versuchung. „Wechselrichter? Welcher Wechselrichter?!“
Die Akkus wurden hingegen ganz ordentlich verpackt und nach Abstimmung geliefert:

Akku geliefert

Bei denen war nur die Lieferzeit (aus „4-6 Tagen“ wurden 6 Wochen) happig.
In der Zwischenzeit hatte ich aber genug Gelegenheit, die sechs PV-Kabel vom Anschlusskasten zum Haus zu führen:

Kabelschleife Richtung Haus

Ich habe die PV-Kabel im Wellrohr eine Schleife bilden lassen, eh sie in dem HT-Rohr mit dem orangenen Hartschaumdeckel verschwinden
So hat man noch etwas Kabelreserve, sollten später mal Änderungen nötig werden.
Die Kabel verlaufen dann weiter Richtung Haus in einem KG-Rohr:

Kabelrohr zum Haus

In dem Wellrohr daneben verlaufen das Netzwerkkabel sowie die Telefonleitung des Genesungswerkes.
Leider konnte ich das KG-Rohr nicht in gerader Linie verlegen, da es verschiedene Betonecken der Rasenkanten sowie unsere querende Wasser- und Stromverteilung für den Garten umschiffen musste.
Unter der Rasenkante an der Pumpenbank führt ein Tunnel durch:

Tunnel unterm Kantstein

und an das Rohr der Wärmemittelleitungen des Wärmetauschers habe ich ein Reduzierstück auf DN75 münden lassen:

Anschluss zur Hausdurchführung

Die Naht habe ich später noch abgedichtet, sollte da mal irgendwie Feuchtigkeit ihren Weg finden.
Innerhalb des KG-Rohres laufen die PV-Leitungen aber zusätzlich noch in einem Wellrohr.
So konnte ich sie dann auch bis ins Haus ziehen:

Kabel ins Haus gezogen

Von dort ging es durch die angrenzende Garagenwand in selbige.
Dort hatte ich schon den Wechselrichter und den Akku gemäß den Herstellervorgaben positioniert:

Wechselrichter und Akku positioniert

Damit verdeckt mir der Akku zwar zwei Steckdosen und die Sat-Dose, aber das kann ich verschmerzen bzw. umgehen.
Fertig aufgestapelt (mehr ist wirklich nicht nötig) ist der 29,6 kWh-Akku gerade mal 130 cm hoch:

Wechselrichter und Akku aufgebaut

Die nötigen Kabel (6xPV-Kabel, AC-Kabel zum Schaltschrank, LAN-Kabel, MOD-Bus-Leitung, Kommunikationskabel Wechselrichter-Akku, Erdungskabel zum Akku) hatte ich für den Elektriker schon vorbereitet:

Kabel zum Wechselrichter verlegt

Für das LAN-Kabel habe ich (wie bei den PV-Steckern) mal eine crimpfreie Verbindung getestet:

Anleitung Crimpfreie Netzwerkstecker

Das klappt vorzüglich!

Crimpfreie Netzwerkstecker

Die Stecker sind zwar recht klobig, aber bei stationären Anwendungen sollte das kein Problem sein.
Während ich auf den Elektriker wartete, kam draußen erst eine Lage Sand samt Markierungsband auf das KG-Rohr:

Leitungen markiert

und nach weiteren Ausschachtungsarbeiten eine Lage Schotter für die anschließende Pflasterfläche:

Leitung unter Schotter

Der Anschluss durch den Elektriker lief erfreulich problemlos und er war sehr angetan von meiner Vorarbeit.
Etwas unvorbereitet traf ihn lediglich mein Wunsch nach einem Anschluss des Akkus mittels 10mm²-Kabel. Nach einem kurzen Abgleich der Leistungsdaten (Akku und Wechselrichter können dauerhaft bis zu 25 kW abgeben und neben dem Haus mit seiner Grundlast hätten gerne eine Wärmepumpe und zwei Wallboxen jeweils 10-11 kW) war aber auch er der Auffassung, dass eine 6mm²-Leitung da an ihre Grenzen kommen könnte.
Als Smartmeter verbaute er ein Fronius TS 65A-3.
Dann kam der Moment der Wahrheit:

Leistung direkt nach Anschluss

Knapp 26 kW bei wolkigem Himmel um 15:20 Uhr und Ausrichtung nach Westen mit 11° Neigung. Damit bin ich vollauf zufrieden!
Mittlerweile läuft die Anlage knapp einen Monat und völlig fehlerfrei.
Wenig erstaunlich liegen wir bisher bei 99% Autarkie. Die Nacht überbrücken wir mit ca. 4 kWh aus dem Akku, was üblicherweise ca. 15 % seiner Kapazität entspricht.
Ende diesen Monats kommt dann noch der Netzbetreiber und tauscht den Zähler gegen ein „intelligentes Messsystem„. Dann müssen wir die Anlage auch nicht mehr im „0-Einspeisebetrieb“ laufen lassen.
Wirklich spannend wird es aber erst im Spätherbst, wenn die Heizung läuft und die Sonne sich versteckt.