Erfahrungsbericht Wunderhecke VII

Aktuell habe ich wenig zu berichten. Herbst halt.
Aber wenigstens den alljährlichen Bericht zur „Wunderhecke“ will ich euch abliefern.
Wir erinnern uns: Im letzten Herbst hatte ich die Hecke auf 30 cm runter geschnitten.
Jetzt sah sie so aus:

Das in der Mitte ist ein 2m Richtscheit. Wie immer wurde sie den Sommer über weder gegossen noch anderweitig gepflegt.
Traditionell mickriger ist die Hecke im oberen Teil des Grundstücks:

Vergleicht man das mit den Bildern vom Vorjahr, wird deutlich, dass sie überall dichter geworden ist. Statt sie nun aber wieder auf 40 cm runter zu schneiden, versuche ich für das nächste Jahr mal einen anderen Ansatz und habe sie auf Zaunhöhe (130 cm) eingekürzt:

Mal sehen, ob sie dadurch deutlich buschiger wird. Wahrscheinlich muss ich sie aber öfter kürzen.

We do Scooters

Nette Menschen dachten an mich, als sie in einer 1970er Ausgabe der AMS einen Bericht über den Reliant Scooter Ski fanden. Guter Anlass für einen kurzen Bericht:

Reliant war bekanntermaßen immer auf der Suche nach neuen Geschäftsideen. Nachdem man nun in den 60ern neben den bekannten Dreirädern auch den Sportwagenbau für sich entdeckt hatte, hielt man es für naheliegend auch den Wassersport zu revolutionieren. Logo. Was auch sonst?!

Das war die Geburtsstunde des Scooter Ski:

Wobei die ganz genaue Entwicklungsgeschichte ein wenig nebulös ist. Der Konkurrent Bond soll da seine Finger mit im Spiel geht haben, genauso wie eine andere Firma. Egal.

Anlässlich der Präsentation gibt es auch ein Video:

Herzallerliebst.

Mehr Fotos und Infos gibt es hier. Natürlich habe ich schon ein Exemplar auf meine imaginäre Wunschliste gesetzt. Allerdings weiß ich nicht ob ich dem 70er-Lifestyle mit frei rotierendem Propeller und fehlender Sichheitsleine gewachsen bin….

Nur noch schnell…

…den Ölwechsel machen. So beginnen immer längere Geschichten.
Am Ende des Inbetriebnahmemarathons (Zahnriemen, Benzinfilter, Reifen, Rost, Einparkhilfe, Motorwärmer, etc.) des Gerontengolfs stand noch ein simpler Ölwechsel.
Der 2.0l FSI hat keinen klassischen Kartuschenfilter, sondern einen austauschbaren Papierfilter in einem Kunststoffgehäuse:

Unten am Gehäuse seht ihr schon das integrierte Federventil, mit welchem man das Öl aus dem Gehäuse ablassen kann. So saut man sich nicht ein, wenn man es später ab schraubt. Grundsätzlich eine gute Idee. Aber natürlich braucht man für das Ventil einen speziellen Aufschraubadapter, der soviel kostet, wie der ganze Ölwechsel. Wenn da jemand eine Eigenbau-Lösung hat, wäre ich froh über einen Hinweis!
Alternativ kann man den Nippel vom Ventil auch mit reichlich Muskelkraft oder einem Schraubenzieher als Hebel zur Seite drücken und so das Öl auslaufen lassen.
Danach gilt es den Filter mit einer 36er-Nuss abzuschrauben.
Hatte ich natürlich nicht. Mein Nachbar hatte jedoch einen 36er-Maulschlüssel (Wahrscheinlich hat er alleine damit die Abraumförderbrücke F60 montiert):

Augenscheinlich konnten aber die Neandertaler aus der Vorgängerwerkstatt weder die Aufschrift „25+5 NM“ lesen, noch haben sie den Dichtring vor der Montage mit Öl benetzt. Ergebnis war nämlich ein gerissener Flansch:

Gelöst hat sich das Gehäuse erst, als ich es mit einer großen Ölfilterkralle gefasst und mittels langem Schlüssel gedreht hatte. Bombenfest.
Was ein Plastikscheiß!
Wie schon beim Wischergestänge des Combos gilt:
Es ist ganz klar eine Fehlkonstruktion, wenn Mapco ein nachgefertigtes Ersatzteil auf Lager hat:

Das ließ sich dann problemlos aufschrauben und mittels Drehmomentschlüssel und passender 36er-Nuss anziehen:

Damit konnte ich dann auch den Eintrag im Service-Heft vornehmen:

Interessanterweise sieht das Serviceheft lediglich 10 Einträge vor. Bei einem Service pro Jahr sieht VW anscheinend seine Fahrzeuge nach 10 Jahren an ihrem Lebensende angekommen. Naja, dann bastele ich mir halt noch ein paar extra Seiten.

Warm ums Herz V

Nachdem Fahrzeugseitig alles am Gerontengolf für den elektrischen Motorwärmer geklärt war, habe ich mich mal an die hausseitige Installation begeben.
Passenderweise fand sich auf dem Hof noch ein ungenutztes 5-adriges Stromkabel mit eigener Absicherung, welches ich mit einer Edelstahl-Steckdosensäule versehen habe:

Dazu habe ich den durchgängigen Pflasterstein durch zwei kleinere ersetzt und die Lücke in der Mitte für das Kabel genutzt. So spart man sich aufwändige Steinmetzarbeiten:

Die Einzelsteine haben dann noch passende Löcher und Dübel bekommen:

Hier noch ein alter Tipp fürs isolieren ungenutzter Adern: Einfach mit etwas Versatz abkneifen und dann unter einem Schrumpfschlauch zusammenfassen:

So können sich die Adern nicht berühren und ein Kurzschluss ist ausgeschlossen. Natürlich habe ich sicherheitshalber die Adern auch im Schaltschrank isoliert. Aber doppelt schützt besser…
Der Anschluss in der Säule ist wirklich komfortabel:

Damit war ich draußen schon mal fertig:

Weiter ging es im Schaltschrank. Um die Zeitsteuerung komfortabel und vor den Elementen (hier insb. Kinderfinger) zu schützen habe ich mir diese Zeitschaltuhr für die DIN-Schiene gekauft.
Dank simplem Schaltschema, gut strukturiertem Schaltschrank und vorzüglicher Wago-Klemmen war der Einbau auch schnell gegessen:

Die Zeitschaltuhr hängt nun mit der Außensteckdose zusammen hinter der Sicherung. Beide teilen sich den Neutralleiter, die Phase wird geschaltet.
Anschließend noch alles preußisch beschriften und fertig ist die Laube:

Halt, doch nicht! Der Hase will programmiert sein:

Wie man schon den Rezensionen bei Amazon entnehmen kann, ist die Bedienungsanleitung ein Musterbeispiel chinesischer Übersetzungskunst. Dazu sind dann noch einige Tasten beschrieben, die die Zeitschaltuhr gar nicht hat bzw. es fehlt dafür die Beschreibung zu einigen vorhandenen Tasten.
Daher für die Nachwelt und mich eine Kurzbeschreibung der zentralen Funktionen:

Uhrzeit/Wochentag einstellen:
„C+“ = Aktuelle Zeit einstellen
„W+“ = Wochentag
„H+“ = Stunde
„M+“ = Minute

Umschaltung Sommerzeit/Winterzeit:
„C+“ & „Manual“ = Sommerzeit an/aus

Schaltzeiten einstellen:
„Uhr“ = Ein-/Ausschaltzeit 1 usw. einstellen
„W+“ = Täglich, Werktäglich, Wöchentlich
„H+“ = Stunde
„M+“ = Minute

Damit läuft das ganze Ensemble seit 14 Tagen problemlos und die Beste ist begeistert vom mollig warmen Auto, wenn sie zu nachschlafender Zeit das Haus verlässt.
Happy Wife, happy Life.

Warm ums Herz IV

Nachdem die Zuleitungen im Auto verlegt waren und der Innenraum schon muckelig warm wurde, fehlte noch der eigentliche Motorwärmer.
Wie schon berichtet, sieht Defa eigentlich für den 2.0l FSI Motor einen Ölwannenwärmer vor. Das die Dinger aber Mist sind, räumt sogar Defa selber ein.
Also Alternativen suchen. In diesem Shop habe ich Bilder von allen Motorwärmern der 400er-Serie durchgesehen und alle herausgesucht, die eine kurze Heizwendel und zwei gleichgroße Schlauchstutzen haben. Dabei kamen folgende Modelle in die nähere Auswahl:
411471
411457
411412
411463
411465
411439
411440
411446
411455
411456
411445
Leider fanden sich aber partout keine Maßangaben, was insbesondere für die Stutzengröße wichtig ist. Der untere Kühlerschlauch beim Golf Plus hat 26mm Innendurchmesser, so dass man da etwas entsprechendes finden muss.
Ich habe dann Defa direkt und den Shop mit meinem Problem angeschrieben und um Maße gebeten.
Von beiden bekam ich umgehend und ausführlich Antwort (Danke!). Sie lieferten zwar die gewünschten Maße rieten aber einstimmig von einer solchen Lösung ab, da die Gefahr der Überhitzung bestehen würde. Stattdessen rieten mir beide zu einem Heizelement aus der SafeStart 420 – 423 Serie. Diese Elemente sind extra für solche Bastellösungen gedacht und haben ein integriertes Thermostat, welches das Heizelement bei 80°C Wassertemperatur abschaltet. Es gibt den Motorwärmer in dieser Ausführung mit Flanschdurchmessern von 26 bis 41,5 mm. Das passte also auch. Darüber hinaus ist dieser Universalwärmer auch noch billiger, als die fahrzeugspezifischen.
Alles Argumente, die mich überzeugten, so dass ich mir die Variante 411423 (26mm Durchmesser) bestellt habe.

Der Einbau war dann auch eher straight forward.
Am aufsteigenden Teil des Schlauchs habe ich markiert, wie viel gerader Schlauch nach unten noch benötigt wird, damit er ordentlich auf dem unteren Stutzen sitzt (mittlerer Strich):

Danach habe ich mit einer aufgelegten Wasserwaage geschaut, wie viel Luft ich noch zur später montierten Unterbodenverkleidung habe:

Nach ein bisschen rechnen stand fest, dass es passen dürfte, wenn ich den Schlauch an der Markierung trenne und dann noch ca. 2 cm vom oberen Teil abschneide:

Zum Test wurde alles lose zusammen gesteckt und die Verkleidung provisorisch montiert:

Passt haarscharf.
Nun ging es an die Ausrichtung des Motorwärmers. Einerseits durfte er keine Baugruppe berühren um Vibrationsschäden zu vermeiden und andererseits sollte zumindest der Plastikdeckel möglichst weit vom heißen Motorblock entfernt sein. Außerdem durfte der Motorwärmer den Zugang zum Ölfiltergehäuse nicht behindern. Da galt es einen Kompromiss zu finden.
Der sieht jetzt folgendermaßen aus:

Von der anderen Seite:

Anschließend habe ich das Kühlwasser wieder aufgefüllt und den Motor ohne untere Abdeckung laufen lassen um zu gucken, ob meine Konstruktion dicht ist. War sie natürlich nicht. Aber zum Glück nix, was sich nicht mit ein paar zusätzlichen Umdrehungen an den Schlauchschellen abstellen ließ.
Abschließend noch die Zuleitung mit Kabelbindern sichern und alles wieder zusammenbauen.
Defa empfiehlt den Motorwärmer nicht direkt auszuprobieren, da sich im Gehäuse noch Luftblasen befinden können, welche den Heizstab durchbrennen lassen würden.
Dementsprechend habe ich die Beste von allen erst ein paar Tage mit dem Gerontengolf durch die Lande juckeln lassen.
Das gab mir auch die Gelegenheit, die notwendige Infrastruktur häuslicherseits herzustellen. Dazu aber mehr im nächsten Artikel der Serie.