Untenrum feucht VII

Auch nach einigen Monaten Betrieb schafft es der Luftentfeuchter zuverlässig die Luftfeuchtigkeit im Genesungswerk um 55% pendeln zu lassen.
Um aber auch in der Lokuskabine und hinter der Küchenzeile keine Stockflecken zu bekommen, hab ich immer die Lokuspforte bzw. die Schranktüren (keine Rückwand) offen gelassen. Das ist ja aber kein Dauerzustand.
Daher habe ich einen 80mm Lüfter besorgt:

80mm Lüfter

Mit 0,08 A kann er stundenlang laufen, ohne dass das irgendwie ins Gewicht fällt.
In die Trennwand zwischen Küchenzeile und Lokus kam ein passend großes Loch:

Lüftrr Lokus

So sitzt er nun in seiner Ecke unter der Küchenarbeitsplatte, saugt die Luft aus der Lokuskabine und pustet sie an der Wand hinter den Unterschränken entlang:

Lüfter unter Arbeitsplatte

Die Fußleisten der Unterschränke habe ich auch entfernt, damit da die Luft ungehindert zirkulieren kann. Ich müsste irgendwo noch einen Rest von dem Vogelgitter haben, dass ich oben am Dachabschluss des Genesungswerkes verwendete habe. Das kommt da dann statt Fußleisten vor, damit mir da keine Schrauben drunter kullern.

Um dem kleinen Lüfter auch mal eine Verschnaufpause zu gönnen, wollte ich ihn per Zeitschaltuhr (siehe Hintergrund Bild 1) ansteuern.
Die Zeitschaltuhr hatte ich noch vom skandinavischen Motorwärmer liegen.
Leider war aber nach knapp 6 Jahren die integrierte Batterie so tot, dass auch nach 36h am Stromnetz dem Hasen keine Lebenszeichen mehr zu entlocken waren. Ohne Batterie geht er aber erst gar nicht an.
Also aufgeschraubt und geguckt, ob ich sie nicht ersetzen kann:

Zeitschaltuhr zerlegt

Die Erkenntnis ist:
Neuer Ni-MH-Akku = 10€
Neue analoge Zeitschaltuhr = 12€
Ergebnis:

Wochenzeitschaltuhr

Die Zeitschaltuhr war übrigens so billig, weil es eine „Wochen-Zeitschaltuhr“ ist. Daher auch die komische Beschriftung.
Die Zeitschaltuhr hat 7 Abschnitte (für jeden Wochentag) mit jeweils 12 Segmenten (für jeweils 2h). Kleinste Schalteinheit sind dementsprechend auch 2h.
Für den Lüfter war mir das egal. Der muss nicht im 1/4-Stunden-Takt an und aus gehen.

Bisher läuft die Chose einwandfrei. Im Betrieb hört man den Lüfter kaum.
Mal sehen, wie feucht es im nächsten Sommer in der Lokuskabine wird.

Friedrich I

Tobias begeisterte mich vor längerer Zeit für den Rasenmäherroboter PAMRS 1000 A1 von Parkside.

Friedrich mäht's

Kaufentscheidend war, dass der Kollege nicht zwingend nach Hause telefonieren muss und mit den üblichen 20V-Parkside-Akkus läuft, die aus allen anderen Parkside-Akkugeräten bekannt sind. Gerade letzteres ist für die dauerhafte Nutzung hilfreich, da man diese Akkus immer neu bekommt bzw. reparieren kann. Außerdem ist er für bis zu 1000m² Rasenfläche gedacht. Als es dann noch eine Rabattaktion gab, habe ich zugeschlagen.

Seine Basis sollte Friedrich am Gartenschuppen haben. Der liegt mitten in seinem zukünftigen Arbeitsfeld und Strom ist dort auch schon vorhanden. Daher war es auch einfach, vom Anschlusskasten eine kurze Leitung bis zur passenden Höhe auf der Rückwand zu ziehen:

Stromanschluss im Schuppen

Von da aus ging es durch die Wand zur Rückseite des Containers:

Durchführung Gartenschuppen

Eine abgeschnittene Luntenkappe einer Silvesterrakete dient als Scheuerschutz für den Kabelmantel.
Die Stelle ist auf der Rückseite des Containers unter der oberen Querstrebe und daher sowohl gegen Feuchtigkeit als auch gegen mechanische Beschädigungen geschützt.
Guter Platz für das Netzteil und eine Doppelsteckdose:

Steckdose und Netzteil montiert

Das Netzteil habe ich nur an Haken aufgehangen, so dass es im Winter abnehmbar ist.
Nachdem die Versorgung geklärt war, ging es an die Station und das Begrenzungskabel:

Kabel verlegen

Onkel Parkside empfiehlt eine gerade Strecke von mindestens 2 Metern vor der Einfahrt zur Ladestation. Von Tobias wusste ich, dass das Schaf auf diesen letzten Metern immer anfängt, auf dem Kabel zu pendeln. Daher war seine Empfehlung eine Fläche mit gleichmäßiger Traktion. Ein paar Gehwegplatten sind da ideal.
Um die Station zu verankern nahm ich Stockschrauben:

Löcher in Gehwegplatte

Das dritte Loch in der Mitte ist für das Begrenzungskabel. Von der Station aus läuft es gerade unter den Platten der „Landebahn“ entlang:

Kabel unter Landebahn

Das Schaf erschnüffelt die Leitung problemlos durch die 40mm Betonplatten.
Von da aus geht es immer in 30 cm Abstand rings um den Garten:

Kabel verlegen Abstand

Bei harten Böden empfehle ich die Löcher der Kabelhaken mit einem Schraubendreher o.ä. vor zu bohren. Die Plastikhaken brechen sonst ab.
Natürlich sind die Haken nur eine temporäre Lösung, um erstmal ein Gefühl für die Problemstellen zu bekommen. So lässt sich das Kabel leichter ändern, wenn das Schaf immer wieder irgendwo hängen bleibt. Das Layout des Gartens ändert sich eh noch, wenn die Außenarbeiten rings um das Genesungswerk abgeschlossen sind.

Um diesen späteren Änderungen Rechnung zu tragen, habe ich das übrige Kabel auch nicht abgeschnitten, sondern in einer leeren Cremédose aufgewickelt:

Aufbewahrung Restkabel

So ist das Kabel vor Feuchtigkeit geschützt und vertüddelt sich nicht. Parkside sagt zwar, dass das zu Fehlfunktionen führen kann, aber sowohl bei mir als auch bei Tobias funktioniert es problemlos.
Die Stockschrauben haben noch den weiteren Vorteil, dass sie als Basis für ein einfaches Dach dienen können:

Überdachung Grundplatte

Gewindestangen, Verbindungsmuttern und ein Rest Siebdruckplatte fertig ist das Elektroschaf-Carport.
Natürlich fehlt da noch etwas Feinschliff, aber der kommt in Teil 2.
Dann kommen wir auch zur Namensgebung des Elektroschafes.

Macht hoch die Tür VI

Im letzten Artikel zu diesem Thema hatte ich beschrieben, wie ich die „Grünampel“-Funktion der Gfa Torsteuerung TS970 dazu nutze, um sowohl ein Orientierungslicht in der Halle zu haben, als auch ein externes Kontrolllicht über die aktuelle Torposition.
Das klappt auch alles ganz vorzüglich.
Allerdings störte es mich, dass bei einem teilgeöffneten Tor (z.B. im Fehlerfall), die Statuslampe weiterhin aus blieb.
Klar, die „Grünampel“ geht ja auch nur an, wenn das Tor ganz offen ist.
Also bin ich nochmal in die Tiefen der Torsteuerungsprogrammierung hinabgestiegen.
Das Relais, welches für die Ampelschaltung verwendet wird, lässt sich nämlich nicht nur in den jeweiligen Endpositionen (inklusive 3 Sekunden Blinkintervall vor der Bewegung) ansteuern, sondern auch ab einer beliebigen Zwischenposition.
Der Weg dorthin führt uns wieder in den Menüpunkt „2.7“:

Menüpunkt 2.7

Dort wählen wir den Unterpunkt „.2“ aus:

Menüpunkt .2

Der Punkt „.2“ sagt der Steuerung, dass sie das Ampelrelais schalten soll, wenn die definierte Torposition erreicht wird.
Welche Torposition fragt ihr?
Richtig. Die definieren wir als nächstes im Menüpunkt „1.7“:

Menüpunkt 1.7

Sind wir dort, fahren wir das Tor durch durchgängigen Druck auf die „AUF“-Taste bis es ein paar cm über dem Boden schwebt.
Durch einmaligen Druck auf die „Stopp“-Taste wird die Position für die Schaltschwelle des Ampelrelais gespeichert.
Nun wieder das Menü verlassen und das Tor wie gewohnt schließen.
Beim nächsten Öffnen sollte eure „Grünampel“ dauerhaft leuchten, sobald das Tor wenige cm über der Schwelle schwebt und erst wieder erlöschen, wenn das Tor beim schließen diese Schwelle erneut unterschreitet.

Walk of Nerd III

Ich hatte ja schon mal das uns umgebende Lügenkonstrukt angesprochen. „Eigentlich“ wollte ich im Frühjahr mit der Außenanlage des Genesungswerkes anfangen. Da kam mir nun die PV-Anlage in die Quere. Nachdem das nun auch abgeschlossen ist konnte ich zurück zu Plan A.
Als erstes musste ich die finalen Höhen bestimmen, damit mir später das Regenwasser weder Richtung Gebäude noch Richtung Terrasse läuft. Daraus ergibt sich später folgenden Pflasteroberkante:

Niveautest 1

Um es auch mal vom „Gehgefühl“ zu testen, habe ich mal passend Schotter aufgehäuft und darauf OSB-Platten verlegt:

Niveautest 2

Fühlte sich gut an. Damit konnte ich an die nötigen L-Steine gehen. Zwischen Genesungswerk und Nachbargrundstück sind nämlich ca. 60 cm Höhenunterschied.
Da die 80 cm hohen L-Steine zwar etwas über 100 kg pro Stück wiegen, aber keine eingegossenen Laschen haben, musste ich mir was für’s Handling überlegen. Meine modifizierte Steinklaue, mit der ich die Betonschalungssteine bewegt habe, funktionierte nicht. Die Steine stehen später nah an der Grenze und dem schon bestehenden Zaun. Da ist kein Platz für die Klemmarme. Also mussten Ankerpunkte auf die Innenseite. Erster Versuch waren eingebohrte Stockschrauben samt Augenmuttern:

Aufhängungsversuch

Das ist aber nur in der Theorie eine gute Idee, denn die Stockschrauben mögen die seitliche Zugbelastung überhaupt nicht:

Bolzen abgerissen

Viel besser, weil auch minimalinvasiv, ist allerdings eine Aufhängung mit einfachen Ratschengurten und einem schnöden Holzklotz:

Alternative Aufhängung

Der Weg ist dann den Kettenzug an den Baggerarm und den L-Stein an den Kettenzug zu hängen:

L-Stein am Bagger

So lassen sich selbst als Einzelkämpfer die Steine mühelos von A nach B bewegen und mittels Kettenzug sanft und milimetergenau dann auf dem Betonbett absetzen.
Das zeige ich demnächst mal im Detail.

Laues Lüftchen

Natürlich gab es auch bei diesem Treffen der Tamworth Specials wieder schöne Dinge für mich. Das ist ja mittlerweile Tradition.
Heinrich hatte historische Windabweiser, die ihm doch etwas zu abgefahren waren:

Windabweiser 1

Ich glaube, da war ein Designer einfach nur begeistert, was für organische Formen sich mit Plexiglas herstellen lassen. Auch die Wölbung nach außen ist der Hammer:

Windabweiser 2

Der große Wermutstropfen ist jedoch, dass augenscheinlich vorgesehen ist, dass man die Windabweiser im GFK des Rahmens verschrauben soll. Einfach mit Spax-Schrauben rein ballern.
Dazu haben die Windabweiser schon fertige Bohrungen.
Kommt natürlich nicht in Frage.
Da muss ich mir also noch was überlegen.
3D-Druck-Adapter zum einstecken in den Fensterrahmen vielleicht?
Muss ja nicht für die Fahrt sein, aber für ein Oldtimertreffen wären die schon fesch.