Probleme die niemand braucht

Teils zum Frustabbau, teils als eigene Gedankenstütze und teils als Hilfe für andere Leidgeprüfte will ich kurz von zwei IT-Problemen berichten, die ich gestern lösen/im Ärgernisfaktor reduzieren konnte.

Starten wir mal mit dem einfachsten Problem:
Seit mittlerweile fast 16 Jahren läuft hier der ganze Laden auf Ubuntu. Auch die Verwaltung der mehreren tausend Fotos die in diesen Jahren privat und für das Blog angefallen sind läuft hierauf. Seit einiger Zeit funktionierten jedoch die Thumbnails unter der Dateiverwaltung „Nautilus“ nicht mehr. Sehr nervig, wenn man 30-40 Fotos für einen Blogartikel sortieren will.
Natürlich habe ich die üblichen Lösungen (löschen der thumbnails in .cache usw.) probiert, aber nichts half. Erst die hier gepostete Lösung führte zum Erfolg. Der Weg lautet:

1. Die Sicherheitseinstellungen von Ubuntu lockern:
Terminal öffnen und folgendes ausführen: sudo sysctl -w kernel.apparmor_restrict_unprivileged_userns=0

2. Den „failed“ Thumbnail Cache löschen:
Dies zwingt Nautilus dazu, die Thumbnails neu zu erstellen, die vorher nicht funktioniert haben: rm -rf ~/.cache/thumbnails/fail/*

3. Nautilus neu starten:
Schließe alle Nautilus Instanzen um die Änderungen zu aktivieren: nautilus -q

Kommen wir nun aber zum größten aller Ärgernisse:
In einem Anflug von Experimentierfreudigkeit habe ich mir Anfang letzten Jahres ein gebrauchtes Google Pixel Fold gekauft.
Als vorweggenommenes Zwischenfazit kann ich sagen: Nett, aber für mich als „Baustellen-/Werkstatthandy“ doch eher ungeeignet. Insbesondere die hervorstehenden Kameralinsen auf der Rückseite verschmutzen und zerkratzen leicht.
Wirklich ärgerlich wurde es aber vor einigen Monaten, als nach einem Neustart das Außendisplay zwar noch das Bootlogo anzeigte, danach aber schwarz blieb. Das innere Display funktionierte einwandfrei.
Auch die Menüs im abgesicherten Modus wurden fehlerfrei auf dem Außendisplay angezeigt. Nur halt im Normalbetrieb blieb es dunkel.
Der Lösungsansatz war, das Telefon (mehrfach) neu zu starten. Irgendwann funktionierte dann auch das Außendisplay wieder.
Natürlich habe ich Google zu dem Fehler kontaktiert (die Garantie ist schon lange abgelaufen). Da war man der Meinung, dass es nur ein technischer Defekt des Außendisplays sein könnte. Von dem Fehler selbst hatte man noch nie gehört.
Kostenvoranschlag für die Reparatur: 854€
So richtig konnte man mir aber nicht begründen, warum das Display defekt sein sollte, wenn es doch völlig problemlos und ohne Störung immer das Google-Bootlogo anzeigt.
Vor ein paar Tagen war es dann aber soweit, dass selbst 50 Neustarts das Außendisplay nicht mehr zur Mitarbeit (abseits des Bootscreens) überreden konnten.
In meiner Verzweiflung habe ich es dann auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Langer Leidensweg, kurzes Ergebnis:
Auch das nützte nichts!
In den Kommentaren zu diesem Video (alle gezeigten Lösungswege brachten natürlich auch keine Veränderung):

fand sich folgender Hinweis:
Try to go to the camera then switch camera to rear selfie camera then close the phone and see if it works. If it does then on the outer screen open the camera then switch The selfie off to make The inner screen work…“

Und tatsächlich:
Wechselt man bei schwarzem Außendisplay über das innere Display in die Kamera, wählt dort „Rückkamera-Selfie“ aus und klappt das Telefon zusammen, erscheint auf dem vormals schwarzen Außendisplay die Kameraansicht. Diese kann man nun schließen und gelangt so zur normalen Desktop-Außenansicht, so als wäre nichts gewesen!
„Technischer Defekt“ my ass!!
Das ist eindeutig ein Softwarebug!
Fragt mich nicht warum das so ist, aber wenigstens funktioniert dieser Workaround.
Mal sehen, wie lange.

Lesezirkel IV

Auch an der Toilettenkabine habe ich weiter gebaut bzw. an ihrem direkten Umfeld. Der Innenraum bekam beidseitig Regalböden und die erste Ladung gesammelter Oldtimerzeitschriften:

Regalböden montieren

In der Nachbarschaft wurde passenderweise eine Küche renoviert. Ideale Basis für eine kleine Eck-Werkbank mit Waschbecken:

Küche in Einzelteilen

Das Waschbecken wollte ich nämlich nicht mit in die Lokuskabine zwängen, sondern (frei zugänglich) an der Außenwand positionieren:

Waschbecken eingepasst

So ist es leichter zwischendurch mal die dreckigen Pfoten zu waschen oder irgendwas rum zu pütchern.
Für die seltenen Fälle, in denen ich heißes Wasser benötige, hatte ich schon länger eine Kleinanzeigen-Suche nach einem „Kochendwassergerät“ laufen. Ggf. kennen die Älteren unter uns sowas noch aus den Küchen ihrer Großeltern. Verbaut heute kein Mensch mehr. Dementsprechend unverschämt teuer sind die auch neu und tauchen selten bei Kleinanzeigen auf. Mein Exemplar („AEG Thermofix K“) kostete 15€ und hatte eine Reinigung dringend nötig:

Kochendwasserbereiter reinigen

Der Vorteil von den Kollegen ist, dass sie drucklos arbeiten (zwingende Voraussetzung für meine Frischwasserversorgung) und auch kochendes Wasser (z.B. zum anwärmen von Schläuchen) produzieren können.
Für die Abwasserleitung musste ich quer durch den Schrank um an das von oben kommende Fallrohr (Erklärung kommt noch) und den Abzweig zum Lokus zu kommen:

Abwasserverrohrung

Ansonsten war die Anpassung der Küche kein Hexenwerk:

Küchenzeile fertig

Die fehlende Fußleiste ist mittlerweile auch montiert.
Ja, natürlich kommen wir noch zu dem blauen Fass auf der Kabine!

Macht hoch die Tür V

Ich bin ein sehr misstrauischer Mensch.
Also nicht anderen gegenüber! Da bin ich so vertrauensselig, dass die beste Ehefrau von allen schon immer die Augen verdreht. Aber mir selbst misstraue ich grundlegend.
Dementsprechend musste ich dauernd um das Genesungswerk herum laufen und kontrollieren, ob ich das Tor auch wirklich zu gemacht habe.
Außerdem war es nachts bei geöffnetem Tor dunkel wie im Rektum eines Ursus.
So schön der direkte Antrieb an der Welle auch ist, durch den Entfall des Deckenschleppers entfällt die sonst obligate kleine Leuchte, die an geht, sobald man das Tor öffnet.
Da war also eine „mehrfliegiege“ Lösung nötig.
Das Handbuch zur Torsteuerung Gfa TS970 verrät einem, dass man über die Kontakte 20.1 bis 20.3 eine Torampel ansteuern kann.
Eine „Grün-Ampel“ die anzeigt, dass das Tor offen ist, wäre ja eigentlich ideal für meine beiden Anliegen. Die lässt sich über das Menü im Unterpunkt „2.7“ und dann unter „.7“ aktivieren.
Also auf 12V-Basis mit Klingeldraht verkabelt:

Anschlusskontakte Torampel

Zum Glück ist im Inneren der Torsteuerung reichlich Platz für allerlei Kabel:

Verkabelung in der Torsteuerung

Die 12V gehen von der Tortsteuerung zu einer am Endwinkel der linken Laufschiene verklebten G4-Fassung, die mit einer 3W-LED-Scheibe bestückt ist:

Leuchte an der Laufschiene Detail

Da ich reichlich Klingeldraht habe, reicht die Leitung bis in den Technikraum des angrenzenden Wohnhauses und mündet dort ebenfalls in einen aufgeklebten G4-Sockel mit Flachleuchte:

Kontrollleuchte im Technikraum

Ist das Tor nun offen, schaltet die „Ampel auf grün“ und im Haus geht das Licht an:

Kontrollleuchte im Technikraum an

Ich habe die Fassung so ausgerichtet, dass das Licht vom Fenster aus zu sehen ist. Streune ich also misstrauisch durch unseren Garten, reicht ein Blick von Außen durchs Fenster um zu sehen, ob das Tor auf ist.
Gleichzeitig reicht das Licht am Ende der Laufschiene um sich auch bei Dunkelheit sicher in der Halle zu orientieren:

Torlicht bei Nacht

Karies

Das erste Maiwochenende hatten wir „Kinder-frei“. Dazu war bei uns bombastisches Wetter.
Beste Gelegenheit um die Route für die Ausfahrt des diesjährigen „Tamworth Specials“-Treffens auszukundschaften. Also JZR und beste Ehefrau von allen geschnappt und ab, entlang der Elbe:

auf der Fähre

Die Freude war auf allen Seiten ausgeprägt und es war ein herrlicher Tag!
Bis ich in einem winzigen Dörfchen auf einem abgelegenen Feldweg anfahren wollte und aus Richtung Hinterrad nur noch das Geräusch mahlender Zahnräder zu vernehmen war…..
Es war ziemlich schnell klar, dass das keine Feldreparatur werden würde. Schob man mit eingelegtem Gang den JZR klang es so:

Also beim AvD angerufen und einen Abschlepper bestellt. Das war dann noch eine längere Diskussion, da sie einen eigentlich nur 50 km weit transportieren und wir aber gut 65 km von Zuhause entfernt waren, aber „nach Rücksprache mit der Fachabteilung“ ging das dann doch.
Ich habe da mal ein Auge drauf. Ggf. muss ich doch nach 16 Jahren mal meine Mitgliedschaft kündigen. Aus 50km Umkreis komme ich auch selbst nach Hause und hole das Auto auf der Lafette.
Nachdem ich dem Abschleppdienst meine GPS-Position geschickt hatte, fand auch er uns:

auf dem Abschlepper

So endete der eigentlich wunderschöne Tage doch etwas niedergeschlagen.
Nach bisheriger Diagnose ist die Verzahnung vom Endantrieb abgeschert. Das soll bei der CX500 im Gespannbetrieb (belastungsmäßig wenig anderes als der JZR) häufiger vorkommen.
Hoffentlich hat es die Verzahnung im Hinterrad überlebt. Das ist nämlich eine Spezialanfertigung für den JZR….

Puzzle für Fortgeschrittene

Wie schon angedeutet gibt es aktuell einige Tiefbauarbeiten rings um das Genesungswerk.
So wünschte sich z.B. die beste Ehefrau von Allen eine Terrasse in der Nähe des Klettergerüstes, die an die befahrbare Pflasterfläche des Genesungswerkes anschließen sollte. Die Maße waren schnell abgesteckt und die passende Grube für die Frostschutzschicht ausgehoben:

Grube ausgehoben

Wie schon geschrieben ist Andesit bei uns das Füllgestein der Wahl.
Um es zu verdichten lieh ich statt des „Kamelbusses“ vom Weisen aus dem Nachbardorf ein größeres historisches Kaliber. Die Platte hat 350 kg und war dementsprechend unhandlich zu transportieren:

Rüttelplatte transportieren

Aber mittels OSB-Platten-Straße und Hubwagen ließ sich das alles bewerkstelligen:

Rüttelplatte angekommen

Aufgrund der Eigenschaft „unaufhaltsam alles gleich zu machen“, taufte die Beste die Rüttelplatte ziemlich schnell auf den Namen „Iljitsch„.
Iljitschs 1-Zylinder-Diesel wird per Handkurbel gestartet.
Der zugehörige Dialog mit dem Weisen aus dem Nachbardorf war:
„Du hast zwei Startversuche. Danach machst du eine Bierpause.“
„Warum? Braucht der Motor eine Pause?“
„Nein, deine Arme!“
Eine Aussage, die sich absolut bewahrheitete. Bei Temperaturen knapp über 0ºC hatte ich absolut keine Chance Iljitsch von Hand zu starten.
Der Beste Nachbar der Welt schaffte es noch, aber dessen Oberarme sind auch 2,7x meine. Wenn man es aber nicht in den Armen hat, muss man es oberhalb der Schultern haben:

Motor vorwärmen

Nach 15 Minuten Heißluftfön reagierte Iljitsch auch auf meine dürren Bourgeoisten-Arme mit husten und prusten. Also lagenweise verdichten:

Finale Lage verdichtet

Darauf kam dann eine 4 cm Schicht aus 0-2 Mineralgemisch, deren Gefälle ich mittels eingelegter Winkel (von der Aufhängung des Tores) festlegte:

Schienen auf Splitt

Zum abziehen konnte ich mir wieder professionelles Equipment ausborgen:

Splitt abziehen

Das klappte damit ganz vorzüglich!
Ähnlich wie bei Männern, tendiert die Beste auch sonst zu eher unkonventionellen Lösungen. So kamen für sie natürlich keine üblichen Terrassenplatten in Frage, sondern sie entschied sich für die Platten „Old Town“ von KANN. Eines ihrer Argumente war, dass durch die historische Optik, es nichts ausmachen würde, wenn in den Fugen Unkraut wachsen würde. Wäre in Italien und Griechenland ja schließlich auch überall so. Eine bestechende Logik!
Durch die unterschiedliche Form der Platten ist eine willkürliche Kombination nicht möglich. Insbesondere nicht, wenn man ein spezifisch abgegrenztes Gebiet damit auslegen möchte. Aber nach ein paar Stunden Zugfahrt hatte ich einen eigenen Verlegeplan maßstabsgerecht ausgeklügelt:

Verlegeplan

Wie beim puzzlen sortierten wir die Steine erst mal:

Steine Sortiert

Beginnend an der Pumpenbank machten wir uns dann daran, den Verlegeplan Stück für Stück abzuarbeiten:

Erste Platten gelegt

Dabei kam es nicht nur darauf an, den Verlegeplan exakt einzuhalten, damit nachher alles passt, sondern auch darauf zu achten, dass sich die Größe und Musterung der Platten möglichst nicht wiederholt. Zwar liefert KANN die Platten in zwei unterschiedlichen Mustern und vielen Schattierungen, aber wenn man nicht die Ausrichtung der Platten immer wieder variiert, sieht es doch wie gewollt und nicht gekonnt aus:

Weg fertig

Für die zwangsläufigen Lücken schnitt ich dann noch passgenaue Füllstücke:

Füllstreifen

Aber auch das war irgendwann erledigt und als letztes kam die „Ausfransung“ in die spätere, nahtlose Rasenfläche:

Fast fertig

Natürlich kann man so eine unförmige Fläche nicht mit klassischen Rasenkantsteinen einfassen. Ich machte mich also daran, die Platten händisch mit einem Betonrücken zu stützen:

Einfassung der Platten

Wie ihr seht, habe ich Reste meiner Estrichmatten (es wird nix weggeschmissen!) inkorporiert, um dem Beton etwas mehr Halt zu geben.
Hier das fertige Bild:

Einfassung fertig

Anschließend habe ich die Fugen mit grauem Splitt verfüllt:

Fugen füllen

Durch die großen Fugen geht da ordentlich was rein. Da muss man nicht mit den Säckchen aus dem Baumarkt anfangen. Nun noch wieder etwas von dem Aushub anfüllen und Rasen verteilen.
Ich bin gespannt, wie es sich im Sommer so darauf sitzt.
Im Gespräch ist aktuell noch eine Pergola, aber ich glaube, das wird frühestens im nächsten Jahr etwas.