Ambitioniertes Projekt

Bei eBay gibt es gerade ein ambitioniertes Projekt für die Winterabende 2020-2030:

Zum Verkauf steht eine Bond Bug Rohkarosse und ein Reliant Robin Fahrgestell. Die Intention ist klar: Bond Bug auf’s Robin Fahrgestell schrauben, fertig ist die Laube.

Was auf den ersten Moment logisch erscheint, hält aber ein paar sicherlich herausfordernde Details bereit:

Entweder muss man die Karosse des Bugs verlängern oder den Rahmen kürzen, da der Radstand von Bug und Robin unterschiedlich ist. Außerdem ist das Fahrgestell leider ein LHD, den Bug gab es aber nur als RHD. Also muss man da entweder auch die Karosserie grundlegend umbauen oder ebenfalls den Rahmen umschweißen. Ach und die Hinterachse ist natürlich auch deutlich anders beim Bug. Der hat nämlich Schraubfedern und der Robin Blattfedern.

Und das wäre nur die Spitze des technischen Eisberges. Wie man so einen Zwitter später zulässt und was dann in den Papieren erscheint, steht auf einem gänzlich anderen, ebenfalls sehr spannenden, Blatt!

Wer auch immer sich das ans Bein bindet: Bitte melden!

Die erste Auktion endete übrigens mit 6 Geboten und 350€. Das waren alleine die Teile mehr als wert. Mal sehen, ob sich für die 1800€ sofort-Kauf jemand findet. Wenn jemand nur das Häuschen will: Ich hätte einen Abnehmer für den Rahmen.

Alles Liebe zum 12. Geburtstag

Schwuppdiwupp ist ein Dutzend Jahre vergangen und es ist mal wieder Zeit für einen Kuchen:

Seit der Idee auch mal so ein neumodisches „Blog“ aufzusetzen, gab es 1658 Artikel und 3419 Kommentare.
Top-Referrer ist wie jedes Jahr das Fusselblog, direkt gefolgt vom OST-Blog.
Mein Dank an alle Stammleser und Kommentatoren ist obligat. Insbesondere die kritischen Kommentare (siehe Pumpenbank) sind mir immer wichtig, um mich selbst zu prüfen.
Ohne euch wären viele Schraubereien deutlich schwieriger!

Und damit es hier nicht langweilig wird, gibt’s auch eine kleine Geburtstagsüberraschung:

Baugrube ausgehoben

Männertours

Um euch die Osterzeit ein wenig zu verkürzen hier mal ein Videotipp:
Die Jungs von „Männertours“ bereiten gerade ihre nächsten Reise nach Skandinavien vor. Womit?
Natürlich mit zwei Reliant Robin:

Das ist auch nur konsequent, nachdem sie schon mit zwei Simson Duos nach England gefahren sind:

Ich habe herzlich gelacht und etwas wehmütig an unsere Tour nach Afrika mit den beiden Eiern gedacht.
Fühlt euch gut unterhalten und unterstützt gerne die Jungs!

Boombox unplugged

Deutschland im Dornröschenschlaf? Bei mir leider nicht. Mit zwei kleinen Kindern zuhause und einer Beschäftigung im Gesundheitswesen (Bitte kein Applaus, den verdienen andere bei der nächsten Gehaltsrunde) kann ich mich aktuell über zu viel Freizeit nicht beklagen. Daher auch die tendenzielle Stille hier im Blog.

Um allerdings selbst ein bisschen auf andere Gedanken zu kommen und um ohne Frustgefahr schnell etwas nützliches in den Händen zu halten, habe ich eine kleine Laubsägearbeit gemacht.

Wenn ich (insb. mit den Kindern) in der Garage bin und bastele soll nicht immer der Fernseher laufen. Aber so ganz ohne auditive Unterhaltung will ich da auch nicht sein. Aber dafür ein Radio aufstellen? Mit extra Strom? Und kaufen und so? Neee.

Das Telefon habe ich immer zum fotografieren dabei. Das kann auch dudeln. Auf Tonqualität lege ich ja eh keinen Wert. Aber wenn man das Telefon einfach so auf die Werkbank packt, ist es ruck-zuck begraben und verstaubt. Außerdem muss der Lautsprecher immer auf extra laut gestellt werden. Also Harald Blauzahn um eine Boombox ersuchen? Geld, Strom, wir hatten das Thema.

Schaut man sich zielgerichtet um, stolpert man recht schnell über sogenannte „Holzverstärker„. Sowas lässt sich schnell aus Resten klöppeln:

Ausgangsmaterial ist bei mir ein recycelter French Cleat, ein Abfallbrett und ein Stück Multiplex von den Auffahrrampen.

Das Abfallbrettchen bekommt mit der Lochsäge eine Bohrung, die später den Klangkörper bildet. Daneben zeichnet man dann die Umrisse des halben Telefons auf und einen Trichter vom Lautsprecher zum Klangkörper:

Anschließend schlägt die Stunde der Stichsäge:

Wie man sieht, bekommt auch das spätere Deckbrettchen ein Loch im Durchmesser des Klangkörpers. Nun wird alles geschliffen und als Sandwich verleimt. Fertig ist die „Boombox Unplugged“.

Um noch ein bisschen mehr der simplen Ablenkung zu frönen, habe ich mir von meinem Nachbarn einen Brennpeter ausgeborgt. Da ich aber nicht mal in Rufreichweite künstlerischer Begabung bin, habe ich kurzerhand eine papierne Vorlage auf das Deckbrettchen geklebt und bin diese mit dem Brennstift abgefahren:

Das klappt erstaunlich gut:

Diese durchgebrannten Linien ließen sich dann einfach nachmalen, was ein recht ordentliches Ergebnis ergibt:

So hat die French Cleat Boombox ihren Platz links an der Wand über dem Krawatteneck gefunden:

Funktioniert einwandfrei. Ich empfehle aktuell jedem so ein leichtes Bastelprojekt. Mentalhygiene und so.

P.S: Um dem erwartbaren Shitstorm vorzubeugen: Ich weiß, dass das eingestrichene H spiegelverkehrt ist.