Auch um die Akzente bei der Beleuchtung habe ich mich nebenbei schon gekümmert. Der beste Nachbar aller Zeiten kam vor längerer Zeit mal mit dieser Leuchte um die Ecke:
Sie stammt aus einem alten Parkhaus. Erleuchtet ist dort zu lesen:
Das ist doch das ideale Schild, um es über die Toilettenkabine zu hängen! Da weiß man immer wenn besetzt ist und sieht, ob man vergessen hat, das Licht drinnen auszuschalten. Auch der Austausch der Leuchtmittel gegen LED ist einfach. Da sind einfach drei E14-Fassungen in Reihe parallel geschaltet:
Aus dem Abrissgebäude, welches mir schon den Grundstock für die Elektrifizierung der Halle lieferte, konnte ich auch noch diese (OVP) Leuchttafel ergattern:
Ist das „Amtsanmaßung“ wenn ich die aufhänge? Die drei Neonröhren samt der beiden Trafos habe ich demontiert. Von einem alten Projekt hatte ich noch einen trennbaren LED-Streifen. Gute Gelegenheit für Recycling:
Auch mit der Abdeckung gibt das eine schön gleichmäßige Erleuchtung:
Für die Montage schnitt ich die Kunststoff-Rückwand aus und verwendete IKEA-Regalwinkel:
Die Winkel hebe ich immer gerne auf. Wie immer bei IKEA, sind sie sehr durchdacht, lassen sich gut montieren und auch im Nachhinein genau justieren. So hängt zumindest das VMI-Schild schon mal:
Nachdem der Trafo für den Hallenkran seinen finalen Platz gefunden hatte, wollte ich auch hier die Verkabelung abschließen. Die Winde für die horizontale Bewegung bekam einfach eine Steckdose, die an die Ringleitung angeschlossen ist. Dem Trafo spendierte ich noch ein kleines Blinklicht:
Das ist immer an, wenn er mit Strom versorgt wird. Dient einerseits dazu, dass ich ihn nicht dauerhaft eingeschaltet lasse und anderseits als Warnlicht für den Kranbetrieb. Denn wir alle wissen:
Der Laden hat übrigens wirklich tolle historische Warnschilder! Wirklich interessant war aber die Stromversorgung des Kettenzuges. Irgendwie musste ja das Kabel den Bewegungen des Kranes folgen ohne sich irgendwo zu verheddern. Mein Plan war, es an einem parallel laufenden (kunststoffummanteltem) Stahlseil laufen zu lassen:
Aber irgendwie musste ich verhindern, dass der Kran hieran schief zieht und damit das Kabel übermäßig unter Spannung setzt. Meine Lösung ist ein extra Führungsarm, der mittels Rohrschellen auf der Kronenmutter der Laufkatze montiert ist:
Erklärt sich gleich im Bild. Vorher ermöglichte der Lötbrenner den nötigen Knick in der M8-Gewindestange:
So wanderte der Arm an die Laufkatze:
Durch die Augenmutter läuft später das Stahlseil. Die Montage an der Laufkatze hat den Vorteil, dass sich diese immer parallel zum Stahlseil bewegt und sich nicht seitwärts bewegt, wie der Kettenzug selber. Das vieradrige Kabel des Kettenzuges reichte leider nicht für die gesamte Fahrbreite des Kranes. Da musste ich also verlängern:
Die isolierten Lötverbindungen kamen dann noch zusätzlich in ein Wellrohr und das Kabelende bekam Aderendhülsen:
So konnte ich an die finale Montage gehen:
Wie ihr seht, läuft das Kabel vom Kettenzug in einem entspannten Bogen hoch zum Arm an der Laufkatze. Von dort geht es in gleichmäßigen Bögen an Karabienerhaken zum Befestigungspunkt an der Wand und von dort zum Anschluss auf der Kabeltrasse. Durch die Bögen bin ich mit dem Kabel auch (bis auf ganz am Rand) über der Durchfahrtshöhe, so dass sich dort auch kein Fahrzeug verheddern kann. Die Lötverbingung habe ich extra an einen Karabienerhaken gesetzt, damit sie möglichst wenig Bewegungen ausgesetzt ist. „Bergauf“ zieht der Kran das Kabel in einer schön geraden Linie am Stahlseil entlang. Da hatte ich ein wenig Bedenken, wie doll der Zug auf dem Kabel ist, aber das ist wirklich harmlos. „Bergab“ schiebt die Augenmutter die Karabienerhaken wieder zusammen. Mal sehen, wie sich die Konstruktion im Alltag bewehrt.
Um im Genesungswerk für die nötige Erleuchtung zu sorgen, orderte ich 18 LED-Doppelwannenleuchten:
Mit 156 cm Länge passten sie nicht in die Paketkiste und wurden daher direkt vor der Haustür abgeworfen. Die Hasen spucken bei 44 Watt 4000 Lumen in 4000 Kelvin aus. Der Abstrahlwinkel beträgt 120°. Warum ich keine von den schicken Ufo-Werkstattleuchten oder LED-Panele genommen habe, die alle auf Youtube bewerben? Ganz einfach: Wannenleuchten verwenden genormte Leuchtmittel. Die kann ich jederzeit austauschen:
Und an 19,99€ inkl. Leuchtmittel kommt preislich auch sonst kaum was ran. Außerdem war die Montage der Wannenleuchten ein weiterer Pluspunkt. Das seht ihr aber nachher. Im Netz nörgeln immer wieder Menschen, dass man LED-Röhren leicht verpolen kann und sie dann durchbrennen. Dafür muss man aber blind sein:
Auch der elektrische Anschluss stellt einen vor keine Hürden:
Bevor ich aber an die Montage ging, habe ich erst noch eine simple Verbesserung vorgenommen:
Die LED-Röhren strahlen ja ihr Licht ringsum ab. In der dunklen Wannenleuchte nützt es mir aber nix. Abhilfe schafft für schmalen Taler ein Streifen Alu-Klebeband. Von dem Gedanken, das Klebeband knickfrei aufzukleben, muss man sich allerdings verabschieden:
Ist für die Reflexion aber auch egal. Ich habe natürlich auch Vergleichsfotos ohne/mit Alu-Klebeband gemacht. Allerdings sieht man darauf keinen Unterschied. Mit bloßem Auge behaupte ich ihn aber zu sehen. Ehrlich! Egal. Probelauf! Ich habe erstmal zwei Leuchten mit Steckern versehen und mittels Kabelbindern an den beiden mittigen Pfetten befestigt:
Ein Verlängerungskabel samt Mehrfachsteckdose brachte ihnen Strom. Gewagte Konstruktion, aber so konnte ich testen, ob mein Plan, die Leuchten an den Pfetten zu montieren auf ging. Die Pfetten sind ja (genauso wie der Rest der Dachkonstruktion) um 11° geneigt. Daher hatte ich ein wenig Bedenken, dass der Abstrahlwinkel der Leuchten nicht ausreichen würde, um auch die niedrige Wandseite zuverlässig auszuleuchten. War aber unbegründet. Genauso wie die Sorge um den seitlichen Schattenwurf der Sparren. Damit musste ich die Leuchten auch nicht abhängen, sondern konnte sie schön geschützt direkt an den Pfetten verschrauben. Die Montage erfolgt einfach über jeweils zwei Federklemmen:
Da klickt man einfach die Wannenleuchte ein und kann sie dann noch etwas in den Aufnahmen verschieben, um sie auszurichten:
Die Verkabelung erfolgte dann in den Z-Pfetten:
Natürlich habe ich die Pfetten beim Anschluss an die entsprechende Ringleitung auch nochmal extra geerdet. Die Ansteuerung erfolgt ja über Stromstoßrelais im neuen Schaltschrank:
Die haben nebenbei den Vorteil, dass man das Relais auch manuell auslösen kann. So habe ich schon jetzt mit einer provisorischen Stromzufuhr einen Lichtschalter:
Ich bin mit der Ausleuchtung sehr zufrieden. Wenig Schattenwurf, schön gleichmäßig hell und angenehme Farbtemperatur:
Auch mit der Qualität der Leuchten bin ich sehr zufrieden. Alles ausreichend stabil und sauber verarbeitet. Für den Preis eine klare Empfehlung.
Nachdem nun die Hütte endlich zu war, konnte ich mit der Elektrifizierung beginnen. Vorab: Keine Angst, das guckt sich nachher noch ein Profi an und macht den finalen Anschluss. Als erstes stand aber die Frage im Raum, wie ich die Leitungen (Strom, Wasser, Luft) im Genesungswerk verlege. Klar war, dass sowohl Strom als auch Luft als Ringleitung geführt werden sollen. Dazu bietet sich der schmale Absatz zwischen Mauerkrone und Trauf-/Firstpfette an. Da ich ja nix wegschmeiße, hatte ich noch reichlich verzinkte Estrichmatten von den Brennholztürmen. Davon habe ich Streifen abgeschnitten und in die Löcher der oberen Porotonsteine gesteckt:
Auf dem Bild sieht man übrigens auch schön den Effekt meiner Isolierung der Firstpfette. Der schmale Streifen an der Sandwichplatte ist Raureif auf dem Blech. Ca. 2 cm tief krabbelt die Kälte (an dem Tag -7°C) noch in die Halle. Ansonsten schafft es die Isolierung in Verbindung mit der halb unterirdischen Bauweise, dass die Halle dauerhaft über 0°C bleibt.
Diese Art der Kabeltrasse kann ich auf jeden Fall zur Nachahmung empfehlen! Ist schön stabil und man kann Leitungen gezielt raus führen. Vom Preisunterschied zu professionellen Kabeltrassen ganz zu schweigen. Ebenfalls in grauer Vorzeit hatte ich mich schon um die Grundlagen für die Verkabelung des Genesungswerkes gekümmert. Aus einem industriellen Abrissgebäude konnte ich ca. 200 Meter 5-adriges Kabel in unterschiedlichen Stärken, einen Haufen Sicherungsautomaten sowie zwei kleine Unterverteilungen ergattern:
Auch eine angefangene Trommel mit Telefonkabel lief mir zu. Das waren die Grundlagen für die Stromversorgung und Lichtschaltung. Bei Kleinanzeigen gab es noch für ein Taschengeld einen bestückten Hager System 90 SL Schaltschrank:
Leider hat den Schrank mal jemand eingeschäumt. Da ist also noch ein neuer Anstrich fällig:
Außerdem war er leicht verzogen, so dass die Tür nicht mehr sauber schloss. Das war aber nix, was sich nicht mit Gewalt lösen ließe. Um die Blenden für den Zähler zu entfernen, muss man die weißen Stöpsel über den Schrauben ausbohren:
Danach kann man sie einfach abschrauben und samt den Schienen aus dem Kasten entnehmen. Danach war es nur noch ein einfacher Blechkasten. Den habe ich auf eine Ecke gestellt und mich auf die andere Seite drauf gelehnt, bis alles wieder rechtwinklig war. Leider war auch der Plastikriegel der Tür abgebrochen. Dank Markenware gab es da aber auch für schmalen Taler Ersatz:
Neu bestückt wanderte er dann an die Wand in der Halle:
Darunter ist der noch aktuell angeschlossene Bauverteiler. Daneben fand der Trafo für den Hallenkran seinen Platz. Warum ich so einen riesigen Schaltschrank genommen habe? Wer weiß, was da noch alles rein kommt?! Photovoltaik? Frequenzumrichter? Extra Stromkreise für eine historische Drehbank? Besser ich hänge da jetzt einen größeren Schrank hin, als dass ich später keinen Platz mehr habe. Aktuell habe ich drei Stromkreise mit jeweils eigenem FI in dem Schaltschrank. Zwei Stromkreise davon für (CEE-)Steckdosen sowie fixe Verbraucher (Kran, Hebebühnen) und einen separaten für Licht und Tor. Das Licht ist dann nochmals unterteilt in eine Hauptbeleuchtung und eine Not-/Orientierungsbeleuchtung. Sollte da also mal eine Sicherung fliegen, steht man nicht gleich im dunklen und auch das Tor lässt sich noch öffnen. Die Steuerung des Lichtes erfolgt über 12V-Stromstoß-Relais. So kann ich die Verkabelung mit Telefonkabel machen und auch von allen Ecken und Enden des Genesungswerkes das Licht steuern. Apropos Licht: Das war der nächste Posten auf der Liste….
Auch der Gnadendacia hatte sich zumindest einen kleinen Service in den letzten Monaten erarbeitet:
Der für den Vierkant an der Ölablassschraube Verantwortliche, gehört heute noch ausgepeitscht! Aber hierüber hatte ich mich ja schon in der Vergangenheit hinlänglich beschwert. Bis er seiner gerechten Strafe zugeführt wird, verwende ich einfach weiterhin den Tür-Vierkant und zwei Gripzangen:
Laut Handbuch wäre auch der Luftfilter mit dem Wechsel dran gewesen, aber der sieht noch takko aus:
Darf also bleiben. Beim Ölwechsel machte ich noch eine unschöne Entdeckung. Anscheinend ist der Dichtring der rechten Antriebswelle undicht:
Mal sehen, was ich da mache. Die Kontrolle der Bremsbeläge verschob ich auf einen Tag mit Hebebühne. Noch schnell den Eintrag ins Service-Heft samt Stempel und fertig ist der Lachs.