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Englische Lederhose

Durch eine Diskussion in der Reliant-Whatsapp-Gruppe bin ich auf diesen Wagen aufmerksam geworden:

Quelle: eBay Kleinanzeigen

Der Verkäufer schreibt dazu:

Über 65 Jahre baute Reliant Dreiradautos für den britischen Markt. Es gab auch die Exportversion für Österreich mit Linkslenkung-wie hier. Einer der letzten in Tamworth gebauten Exemplare ist der hier angebotene Robin. Er hat eine Glasfiber-Karosserie, die nicht rostet und einen feuerverzinkten Rahmen- also ein echtes Langzeitauto. Fahrzeugklasse L5e. Die Lift-off Restaurierung ist dokumentiert. Es wurde die gesamte Bremsanlage erneuert bzw. überholt(HBZ), der Rahmen gesäubert, haftgrundiert und mit Hammerschlaglack lackiert, ebenso der Unterboden. Dieser Lack ist schmutzabweisend. Die Technik wurde geprüft und eingestellt,schadhafte Achsgummis erneuert. Filter und Öle getauscht, Nippel abgeschmiert.Der Wagen hat noch den Originallack.Es sind lediglich Ausbesserungen daran vorgenommen worden. Das Fahrverhalten lässt ein normales Mitschwimmen im Verkehr zu und ist nicht so wie in der Top-Gear Episode mit für schnelles Umkippen manipuliertem Reliant. Die Höchstgeschwindigkeit bei sportlichem Sound ist so um die 140 km/h auf der Autobahn. Es ist ein echter Sympathieträger und Hingucker.Daher hinterlässt er staunenede Gesichter am Straßenrand. Da in Deutschland nur 4 Fahrzeuge diesen Typs zugelassen ist stellt er als einziger Linkslenker eine echte Wertanlage dar. Wer zählt sich zu den verwegenen Individualisten /Oldtimerliebhabern? Zugreifen!

Kleinwagen
Gebrauchtfahrzeug
Unfallfrei
Hubraum: 850 cm³
Anzahl der Türen: 2/3 Türen
Anzahl Sitzplätze: 4
Schadstoffklasse: —
Umweltplakette: 1 (Keine)
Anzahl der Fahrzeughalter: 3
HU: 7/2021
Farbe: Rot
Farbe (Hersteller): —
Innenausstattung: Velours
Farbe der Innenausstattung: Grau
Airbags: —
Anhängerkupplung: —
Radio: Tuner/Radio

Ausstattung
Sommerreifen, Winterreifen

Die sonstigen Bilder in der Annonce zeigen eine Frame-Off-Restaurierung und sehr ordentliche Arbeit (sofern sich das anhand von Bildern beurteilen lässt).

Wenn die Bilder also nicht lügen erhält man für 5200€ VB einen Reliant Robin II Linkslenker mit deutscher Zulassung und HU. Das halte ich für ein sehr gutes Angebot. Ich hoffe es findet sich ein Liebhaber.

Servicezeit

Der Sommer bedeutet auch immer Servicezeit für den Combo:

186000 Service

Neben neuem Öl samt Filter habe ich ihm auch neue Bremsflüssigkeit spendiert.
Hierzu einige Tipps: Es empfiehlt sich vor Beginn der Arbeiten den aktuellen Bremsflüssigkeitsstand im Vorratsbehelter zu markieren (z.B. Klebeband oder abwischbarer Stift):

Markierung aufgeklebt

Füllt man nämlich nachher mehr Bremsflüssigkeit ein als vorher drin war, kann es sein, dass sie beim nächsten Wechsel der Bremsbeläge (und damit verbundenem Zurückstellen der Kolben) überläuft.
Hat man Probleme den aktuellen Flüssigkeitsstand im Behälter zu sehen, hilft eine auf den Behälter gelegte Taschenlampe:

Vorratsbehälter erleuchtet

Bei undurchsichtigen Behältern könnt ihr euch einen Peilstab basteln.
Moderne Vorratsbehälter haben keinen direkten Zugang zum Flüssigkeitsvorrat mehr:

Kleines Loch

Ich habe mir mit einem extra dünnen Schlauch beholfen, um durch die kleine seitliche Öffnung (siehe oben) zu kommen:

Absaugen

So konnte ich mit meiner Mityvac-Unterdruckpumpe (Hat Tante Louise leider aus dem Programm genommen) einen Großteil der alten Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter absaugen.
Danach ging es dann mit der Pumpe von Rad zu Rad:

Bremssattel

Die Reihenfolge ist beim Combo: vorne links, vorne rechts, hinten links, hinten rechts
Leider hat der Entlüfternippel hinten rechts sein Staubkäppchen verloren, so dass er so zugegammelt war, dass selbst bei beherztem Tritt auf das Bremspedal keine Bremsflüssigkeit aus dem geöffneten Nippel kam. Ich habe ihn dann so weit gelöst, dass die Bremsflüssigkeit aus seinem Gewinde ausgetreten ist. So ließ sich auch dort die Flüssigkeit wechseln und der Sattel entlüften. Ist aber leider eine echte Sauerei.
Ich schreibe mal einen neuen Nippel auf die Einkaufsliste.
Natürlich muss man während des Absaugens immer darauf achten, dass der Vorratsbehälter nicht leer wird. Ich habe alle 100ml wider nachgefüllt, was gut geklappt hat.

Damit war der Service beendet. Zündkerzen und Innenraumfilter sind zwar zeitlich dran, aber von der Kilometerzahl noch weit vom Austauschintervall entfernt. Beim Benzinfilter ist das mittlerweile ja schon ein Running Gag.

Damit kommen wir zur allseits beliebten Statistik:

Von uns gefahrene Kilometer: 134.888 km
Davon auf Gas gefahrene Km: ~132.800 km
Verbrauchtes Gas: 6835,88 Kg (bei 5,1475 Kg/100 km)
Gaskosten (bei durchschnittlich 1,099€/Kg): 7512,63 €
Durchschnittsgaskosten/100 km: 5,66 €
Durchschnittsspritkosten/100 km bei vergleichbarem Benzinmodell: 10,47 €
Ersparnis: ~6.387.68 €

Container-Ingo II

Im letzten Teil haben wir den Schnellbaucontainer von Kovobel bei uns im Garten errichtet. Da er aber als permanentes Gartenhaus herhalten soll, musste ich mich noch an den Innenausbau begeben. Als erstes musste Strom rein. Dazu habe ich in die äußerste hintere Ecke ein Loch gebohrt und dort das Erdkabel reingeführt:

Das Loch an dieser Stelle hat den Vorteil, dass es hinter der außen umlaufenden Verstärkung liegt und so vor Regen geschützt ist.
Damit sich das Kabel aber nicht am scharfkantigen Blech aufschneidet und mir den ganzen Metallcontainer unter Starkstrom setzt, habe ich aus einem Leerrohr eine Hülse gebastelt:

Danach habe ich zuerst die linke Wand mit 18mm-OSB-Platten verkleidet:

Die Platten habe ich dabei so geschnitten, dass sie in den Nuten oben und unten im Container sitzen. Um die Platten untereinander zu verbinden, habe ich jeweils 10 cm breite und 2 cm starke Bretter quer in die Blechvertiefungen gelegt. Das hat den weiteren Vorteil, dass ich schwerere Werkzeuge ebenfalls dort verschrauben kann. Um die Platten weiter an der Wand zu befestigen, ohne jedoch das Blech zu beschädigen, habe ich die serienmäßige Diebstahlsicherung entfernt und statt des Bolzens eine Gewindestange bis in das Innere des Containers gedreht (oben am oberen Rand des Bildes).
Von außen sieht die Verschraubung so aus:

Das Rote ist das Knie, welches Seitenwand und Dach in der Mitte verbindet. Die Gewindestange nutzt die aufgeschweißte Mutter der Seitenwand und läuft durch die serienmäßige Öffnung sowie eine Verstärkung bis drinnen und schließt dort mit einer großen Bauscheibe samt Mutter auf der OSB-Platte ab. Warum ich eine Gewindestange genommen habe und keinen langen Bolzen? Gemach, gemach. Der Wahnsinn hat Methode.
Die rechte Wand folgte analog, jedoch habe ich dort in einem Leerrohr noch die Stromkabel für (Stark-)Strom und Licht zur Tür geführt:

Der Strom war auch der nächste Halt.
Um die Kabel etwas hübscher zu verpacken, habe ich ein Leerrohr mit passenden Bohrungen versehen und von seiner weißen Farbe befreit (gab einen Haufen zu den Kabeln geschenkt):

Auch ein kleiner Sicherungskasten war schnell zusammengestellt:

Die Kabel verschwinden nun unsichtbar in dem Leerrohr und die Ecke ist sauber gefüllt:

Noch Lampe, Schalter und Steckdosen installieren und es konnte munter an die Rückwand gehen:

Da die Wellen im Blech dort senkrecht verlaufen, musste ich mir eine andere Befestigung überlegen.
Ich habe hierzu zwei Bretter mit 10 cm Breite und 2 cm Stärke so zugesägt, dass ich sie gerade noch hinter die Blechfalze der Rückwand fädeln konnte:

Da die obere Falz breiter ist als die untere, kann man das Brett dort oben zuerst bis zum Anschlag einschieben, dann unten anzeichnen und absägen. Stellt man es dann in die Lücke, ist es noch lang genug, dass es auch oben noch anliegt.
Unten stehen die Bretter auf Gummistücken, damit eventuelle Feuchtigkeit nicht in das Hirnholz einziehen kann:

Verschraubt man nun die davor gestellten OSB-Platten mit den Brettern, klemmen sie sich selbst an der Falz fest:

Eine kurze Hürde stellten noch die Nieten der Rückwand in der unteren Falz dar:

Hier lagen die Platten nicht flächig an, was sich jedoch mit entsprechenden, halbtiefen Bohrungen auf der Rückseite der Platten schnell beheben ließ:

Damit war dann auch die letzte Innenwand fertig verkleidet:

Die Plattenstärke sollte ausreichen, damit ich dort das Gartenwerkzeug aufhängen kann. Selbst die schweren Sammelaufhängungen für Schüppen oder Kreuzhacken (hinten rechts) halten gut:

Wie ihr seht habe ich dem Schredder noch ein einbeiniges Tischchen spendiert. So kann er über der ebenfalls selten benutzen Motorhacke stehen und nimmt weniger Platz weg. Damit ist der Innenausbau fertig. Für die Verkleidung der Außenseite (Stichwort: „Hübsch“) muss ich leider noch auf eine größere Holzlieferung warten.

Container-Ingo I

Die Garage platzt aus allen Nähten. Vier Fahrzeuge, Holzspalter, Schredder, Freischneider, Motorhacke, Kreissäge, Kappsäge, Bollerwagen, Werkbänke, Regale, Schränke und haufenweise Gartenwerkzeuge sind einfach zu viel für 40m². Zumindest alles Gartenbezogene muss daher auswandern. Sommerprojekt 2019 ist somit ein Gartenhaus.

Klar, kann man einfach im Baumarkt kaufen. Machen Millionen Menschen so. Es gibt dort grob drei Kategorien von Gartenhäusern: Plastik, Holz oder Metall.
Plastik-Gartenhäuser sind deutlich zu klein und Holz muss ich pflegen. Damit war das beides schon mal raus. Blieben also Metall-Gartenhäuser. Da gibt es durchaus brauchbare Größen. Das ist dann aber entweder extrem teuer oder aber extrem wabbelig.
Also doch der kochsche Weg und schauen, was man zweckentfremden kann.
Einer meiner Nachbarn baut gerade eine große Garage und musste in der Zwischenzeit auch reichlich Gedöns zwischenlagern.
Dafür hat er sich einen „Schnellbaucontainer“ von Kovobel liefern lassen.
Ich habe beim Aufbau mitgeholfen und ihn mir im Detail besehen. Nicht schön, aber sehr massiv!
„Schön“ lässt sich machen. Ich hab da schon einen Plan.
Also Beste von Allen überzeugt und Selbstabholer- sowie Skonto-Rabatt ausgehandelt.
Passenderweise sitzt der damit für mich günstigste Importeur nämlich nur 25 km von Vaddern entfernt. Gute Gelegenheit mal etwas Größeres mit der Lafette zu transportieren:

Container auf dem Anhänger

2,20m x 3m passt gut drauf. Die Abholung verlief auch reibungslos. Wir bekamen noch ein paar Anti-Rutsch-Pads für den Anhänger geschenkt und konnten den Hasen dank Gabelstapler schnell aufladen.
Sehr angenehmes Geschäftsgebaren.
Zuhause angekommen habe ich die Einzelteile zerlegt und mit 1-2 Personen in den Garten geschafft:

Den Boden mit den rohen Holzbrettern habe ich separat gelegt, um ihn zu schleifen und zu streichen:

Im Hintergrund seht ihr auch schon das vorbereitete Fundament. Das Gartenhaus steht später auf Gehwegplatten, umgeben von einem weiteren Ring aus Gehwegplatten (Sinn erschließt sich später). Links seht ihr eine Wasserleitung, die an unser Bewässerungssystem angeschlossen ist und hinten rechts liegt ein Starkstromkabel, das später das Gartenhaus mit (Stark-)Strom versorgen wird.
Der Aufbau ging dann auch ähnlich schnell, wie ihn die Blue Man Group hier darstellt:

Quelle:Kovobel.cz

Seiten und Rückwand waren auch problemlos:

Lediglich das Aufsetzen des Daches erforderte einen vierten Mann. Insbesondere, da ich selbst auf Zehenspitzen einfach zu klein war. Ein Glück, wer hilfsbereite und große Nachbarn hat.
So sieht der Container dann fertig aus:

Beide Türen lassen sich vorne öffnen und die Innenhöhe beträgt 197 cm. Deutlich komfortabler als diese ganzen Minigartenhäuser mit ihren 170cm-Schiebetürchen.
So konnte das aber natürlich nicht bleiben. An den Innenausbau gehen wir daher in Teil 2.

Lafette verbogen

Ich gebe ja gerne zu, nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Das äußert sich zum Beispiel darin, dass ich versuche eine Tonne Fliesen über die Kippspindel meines Anhängers anzuheben, obwohl sie am entgegengesetzten Ende stehen. Und natürlich bemerke ich den Fehler nicht sofort, sondern wundere mich nur, dass sich die Fliesen nicht heben, obwohl sich die Spindel einfährt.

Das Ergebnis ist dann eine verbogene Spindelaufnahme:

Krumm außen 2

Hier sieht es noch harmlos aus. Schaut man sich die Aufnahme näher an, wird der Schaden schon deutlicher:

Krumm außen

Auf der Innenseite zeigt sich der verzogene Querträger samt abgerissener Schweißnaht:

Krumm innen

Zum Glück kein Schaden, den nicht ein Vorschlaghammer richten könnte. Als Zielhilfe zum Richten habe ich einen Bolzen zu genommen und die große Unterlegscheibe diente dazu, dass die Geschichte wieder plan wird:

Vorschlaghammer

Wie man sieht, habe ich sogar fast immer getroffen. Der Querträger ist wieder annähernd gerade und auch der Anschluss an die Schweißnaht ist wieder zu:

Wieder gerade

Wenn ich mit dem Anhänger das nächste Mal bei Tobias vorbeischaue, darf er die Schweißnaht wieder schließen. Damit in Zukunft die Sache etwas stabiler ist, gab es eine Pyramide aus großen Unterlegscheiben:

Befestigung verstärkt

Allerdings werde ich sowas nach Möglichkeit nicht nochmal versuchen. Wenigstens sitzt jetzt die Spindel wieder ordentlich und auch die Verschlüsse links und rechts schließen wieder.

Kippspindel wieder montiert

Da ich den Anhänger zwischenzeitig als offenen Kasten benötigte (Bericht folgt), konnte ich auch schon mal eine trockene Stellprobe mit dem Rialto machen:

Rialto im Zelt

Passt gut.