Archiv der Kategorie: Neptun Laweta

Vorzelt

Und wenn es regnet, man aber dringend Balken und Bretter für den Holzunterstand streichen möchte, baut man sich im Handumdrehen ein rollbares Trockenzelt samt Vorzelt:

Für das Vorzelt haben sich kombinierte Zeltstangen, eine Dachlatte und zwei Rohrschellen sehr bewährt. Jetzt noch zwei Schnüre zum abspannen nach hinten dran und der Campingurlaub kann kommen! Ich Frage mal die Beste nach ihrer Meinung….

Stop in the name of…

Parkt man einen Anhänger draußen, zieht man die Bremse an. Klar. Doof ist nur, dass die Bremsen dann gerne fest gammeln. Um dies bei der Lafette zu vermeiden habe ich erst mit Unterlegkeilen experimentiert, was jedoch nicht zuverlässig funktionierte. Durch Zufall bin ich dann über Stützräder mit Feststellbremse gestolpert. Genau sowas Suche ich. Aber Geld ausgeben mache ich ja nur äußerst ungerne. Wäre doch gelacht, wenn man da nicht was basteln könnte.

Schauen wir uns doch mal das serienmäßige Vorderrad der Lafette an:

OK, wir halten fest: Die Felge ist krumm, die Radführung ebenfalls und der Reifen eiert ordentlich. Beste Voraussetzungen also!

Ich habe dann erstmal die Radführung soweit als möglich begradigt. Danach habe ich die schon in der Felge vorhandenen Löcher aufgebohrt und von einem alten Alu-Rohr Distanzhülsen abgeschnitten:

Die Hülsen kamen mit Unterlegscheiben auf Bolzen und durch die Felge:

Damit das Ganze später auch mit überschaubarem Aufwand zu (de-)montieren ist, kamen auf die gegenüberliegende Seite Flügelmuttern:

Fertig montiert verhindern die Bolzen sicher eine Rotation des Stützrades, indem sie auf der Radführung aufliegen:

So kann der Anhänger nicht vor oder zurück rollen. Die seitliche Drehung verhindern schon die Aussparungen im Tragrohr des Stützrades.

Natürlich ist das nix, um den voll beladen Anhänger am Berg zu sichern, aber leer auf dem ebenen Hof hält es ihn sicher an Ort und Stelle, ohne dass mir die Bremse fest gammelt. Mal sehen, ob es sich bewährt.

Lafette verbogen

Ich gebe ja gerne zu, nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Das äußert sich zum Beispiel darin, dass ich versuche eine Tonne Fliesen über die Kippspindel meines Anhängers anzuheben, obwohl sie am entgegengesetzten Ende stehen. Und natürlich bemerke ich den Fehler nicht sofort, sondern wundere mich nur, dass sich die Fliesen nicht heben, obwohl sich die Spindel einfährt.

Das Ergebnis ist dann eine verbogene Spindelaufnahme:

Krumm außen 2

Hier sieht es noch harmlos aus. Schaut man sich die Aufnahme näher an, wird der Schaden schon deutlicher:

Krumm außen

Auf der Innenseite zeigt sich der verzogene Querträger samt abgerissener Schweißnaht:

Krumm innen

Zum Glück kein Schaden, den nicht ein Vorschlaghammer richten könnte. Als Zielhilfe zum Richten habe ich einen Bolzen zu genommen und die große Unterlegscheibe diente dazu, dass die Geschichte wieder plan wird:

Vorschlaghammer

Wie man sieht, habe ich sogar fast immer getroffen. Der Querträger ist wieder annähernd gerade und auch der Anschluss an die Schweißnaht ist wieder zu:

Wieder gerade

Wenn ich mit dem Anhänger das nächste Mal bei Tobias vorbeischaue, darf er die Schweißnaht wieder schließen. Damit in Zukunft die Sache etwas stabiler ist, gab es eine Pyramide aus großen Unterlegscheiben:

Befestigung verstärkt

Allerdings werde ich sowas nach Möglichkeit nicht nochmal versuchen. Wenigstens sitzt jetzt die Spindel wieder ordentlich und auch die Verschlüsse links und rechts schließen wieder.

Kippspindel wieder montiert

Da ich den Anhänger zwischenzeitig als offenen Kasten benötigte (Bericht folgt), konnte ich auch schon mal eine trockene Stellprobe mit dem Rialto machen:

Rialto im Zelt

Passt gut.

Lafetten Service

Wie schon geschrieben, war mein neuer Anhänger mit dem 1000 km-Service dran.
An Punkt Eins der Serviceliste stand: Alle Schraubverbindungen nachziehen:

Schrauben nachziehen.jpg
Wirklich loses fand sich da nicht, aber vorne an der Verbindung Deichsel-Kupplung ließen sich einige Schrauben mit 100 NM nach ziehen.
Nächster Halt: Schmiernippel
Schmiernippel oben.jpg
Die Beiden auf der Oberseite der Auflaufeinrichtung sind gut sichtbar, aber auf der Unterseite findet sich noch ein versteckter Dritter Schmiernippel:
Schmiernippel unten.jpg
Überall gab es liebevolles „Schmatzi-Watzi“ und zum Abschluss sogar noch kleine Schmiernippel-Käppchen gegen Dreck und Feuchtigkeit. Da ich den Anhänger auch mal voll beladen alleine bändigen muss, wollte ich ihm noch eine rote Nase spendieren:
Gumminasen im Vergleich.jpg

Die billige Baumarkt-Nase passt aber leider nicht auf die spezielle AL-KO-Kupplung. Die Kupplung hat nämlich vorne so einen extra Hasen, der einem anzeigt, ob der Kugelkopf zu stark verschlissen ist, um die Kupplung sicher zu halten. Da passt leider nur der originale Rammschutz von AL-KO. Nun lässt sich der Anhänger dank Gummi hoffentlich folgenlos bumsen.

Zum aufziehen des stramm sitzenden Gummis empfehle ich übrigens heißes Wasser. Einfach den Gummi eine Weile in heißes Wasser einlegen und er wird schön geschmeidig. Danach lässt er sich gut über stülpen:

Gumminase montiert.jpg

Und da wir schon beim Thema Verkehrssicherheit sind, habe ich auch direkt eine Ladungssicherungskiste zusammengestellt:

Ladungssicherungskiste.jpg

Ich finde, die Kiste passt gut zu einem Anhänger namens „Lafette“.

Zwischenwandverschluss

Neulich hatten wir ja schon „Nockenwellenblockierwerkzeug“ als Scrabble-Killerwort. Heute präsentiere ich euch „Zwischenwandverschluss“, mit dreifachem Wortwert ebenfalls ein Gewinner. Bevor wir jedoch tiefer einsteigen, will ich erstmal die Frage von Stefan mit einem Bild beantworten:BreiteDer Anhänger hat also nicht ganz 180 cm Innenbreite. Es sind vielmehr 179,2 cm. Nur falls es mal auf die 0,8 Zentimeter ankommt.
Doch zurück zum Zwischenwandverschluss.
Bei einer Ladefläche von 380 x 179,2 cm aber lediglich 1350 kg zGM war vorhersehbar, dass ich regelmäßig nicht die gesamte Ladefläche ausnutzen kann ohne die zGM zu überschreiten.
Normalerweise führt das dazu, dass der gemeine Anhängerbesitzer einfach von der vorderen Bordwand aus den halben Anhänger beläd.
Stützlast? Nie gehört.
Diese Methode würde aber auch bei meinem Anhänger nur dazu führen, dass die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs eine Funkenspur auf dem Asphalt zieht.
Um also die Last mittig auf dem Anhänger zu positionieren habe ich mir aus der professionellen Ladungssicherung zwei längenverstellbare Zwischenwandverschlüsse besorgt:Zwischenwandverschlüsse querDa sie jedoch im Original für die Ladungssicherung im LKW-Bereich gedacht sind (und damit für eine Breite von 240 – 270 cm) musste ich sie für den Neptun Laweta kürzen. Das ist laut Anbieter auch zulässig und in der Umsetzung auch sehr einfach. Am linken Klemmbrett ist ein Profil befestigt, dass in das rechte Klemmbrett (welches ein Hohlprofil ist) eingesteckt wird. Durch zusammen schieben oder auseinander ziehen variiert man die Länge um maximal 30 cm.
Ich habe dann einfach das rechte Hohlprofil so abgeschnitten, dass die minimale Breite bei 176 cm liegt (Maximal jetzt noch 206 cm).
Die Zwischenwandverschlüsse werden einfach durch Klapphaken an den Bordwänden verriegelt. Im Original halten sie 400 daN aus, was in etwa 400 kg entspricht:Zwischenwandverschlüsse BelastungDas sollte genug sein um formschlüssig geladenen Plunder bei normalen Fahrmanövern im Zaum zu halten.
Dadurch, dass sich die Klemmbretter auch untereinander verbinden lassen, ist auch eine Unterteilung des Anhängers möglich:Zwischenwände T-FormDiese habe ich zum Beispiel verwendet um ein seitliches verrutschen meines neusten Fangs zu verhindern:Transport VerkaufstresenDie Sachen an sich waren nicht schwer, so dass die ungleiche Lastverteilung nicht die zulässige Stützlast überschritt. Eine Personenwaage samt Kantholz unter dem Kupplungsmaul hilft da bei der Einschätzung.