Archiv der Kategorie: Sonstige Schraubereien

My Minikran II

Nachdem das große Tauen bei uns eingesetzt hat, habe ich mich mal an die Bestandsaufnahme beim Minikran begeben.
Als erstes steht ein umfassender Service auf dem Plan. Leider hat die Firma Böcker (zu denen Steinweg mittlerweile gehört) noch nicht auf meine Anfrage zu u.a. einer Bedienungsanleitung reagiert, aber im Netz findet sich die Bedienungsanleitung seiner moderneren Brüder. Darin ist die Rede davon, dass man alle 50 Betriebsstunden die Schmierstellen bedienen soll und „vor und nach längerer Außerbetriebsetzung“ nachschmieren soll.
Wenn jedoch Schmiernippel so aussehen:

weiß man sicher, dass sich da in den letzten 10+ Jahren niemand drum gekümmert hat. Ihr seht keinen Schmiernippel? Doch klar: Der kleine Dreckklumpen seitlich an der Radnabe….
Bei der Gelegenheit will ich auch den Läufer oben aus dem Ausleger ausbauen und reinigen.
Die Laufkatze muss man von Hand bedienen und entsprechend leichtgängig sollte sie sein, wenn da 300 kg dran hängen. Aktuell macht es aber eher den Eindruck, als würde man sie durch schwarzen zähen Honig zerren.
Neben dem Service will ich mich der Elektrik zuwenden.
Da waren in den letzten ~25 Jahren auch Menschen mit unterschiedlichem Wissensstand am Werk:

Neu abdichten muss ich die Zentralelektrik auch. Als ich sie aufschraubte, lief mir ein ganzer Schwall Wasser entgegen.

Die Kabel sind teils aufgescheuert, Strippen wurden nachgezogen, andere abgekniffen:

Auch um den bestialisch schweren Kettenzug (von 1988) will ich mich ein wenig kümmern:

Der soll zumindest eine Regenhaube bekommen, damit er draußen bleiben kann.

Wie gesagt: Der Preis war fair.

My Minikran I

Des Rätsels Lösung ist ein Steinweg Minikran MK300 aus den frühen 90ern.

Ich habe für das Genesungswerk in den nächsten Monaten einiges an Lasten zu bewegen: Schalungssteine, Sand, Beton, Poroton, Stürze, Sparren, etc.
Wer so ein halbes Hemd ist, wie ich hebt sich an sowas schnell mal einen Bruch oder muss dauernd die gesamte Nachbarschaft um Hilfe ersuchen.
Daher war die Überlegung, wie ich mir das Leben erleichtern könnte. Erster Gedanke war die Anschaffung eines RS09/GT124. Geile Geräte, aber bei näherer Untersuchung doch etwas zu unhandlich. Radlader, Kompaktlader und Gabelstapler sind preislich unerreichbar. Durch Zufall stolperte ich dann über sogenannte „Maurerkrane“ oder „Minikrane“. Läuft mit Strom, ist wenig dran was kaputt gehen kann, sind schön kompakt und teilweise so alt, dass sie preislich attraktiv werden.
Außerdem lassen sich die Kollegen mit einem etwas größer dimensionierten Autotrailer problemlos transportieren.
Beste Voraussetzungen also für den geneigten Bastler.
In der Nähe von Berlin fand ich dann mein Exemplar.
Sehr netter Verkäufer, der ihn selber für den Bau seines Hauses in Eigenleistung angeschafft hatte.
Normalerweise sind Minikrane eher was für gewerbliche Käufer. Daher schreckte die 1999 letztmalig durchgeführte UVV-Prüfung und die fehlende Ausweisbarkeit der Mwst. ausreichend viele Käufer ab. Ursprünglicher Eigentümer war übrigens die „Kooperative Einrichtung „Landbau“ Wittenburg“. Außerdem sieht der Kran ehrlicherweise erbärmlich aus:

Auch die Elektrik wurde mal kreativ instand gesetzt:

Was zählte war aber, das alles funktioniert und dass der Preis wirklich fair war.
Also Nägel mit Köpfen machen und den Deal einstielen.
Nachdem alles mit dem Verkäufer geklärt war und Vaddern mit dem Jagdwagen mich bei der Abholung begleiten würde, konnte ich mich daran begeben, die Schneemassen zumindest teilweise von der Bodenplatte zu räumen:

Die Nachbarn konnten mir wieder ausreichend den Vogel zeigen, dass ich bei dem Wetter auf der Baustelle Schnee geschoben habe, aber mittlerweile sind die sowas von uns glaube ich gewöhnt.
Den Schnee habe ich gleich genutzt um das schon ausgeschachtete Loch für den Kanalschacht vor der Bodenplatte zu füllen. Hier ging es nämlich bisher einen Meter in die Tiefe:

Da dort aber voraussichtlich der Anhänger anlanden sollte, musste das Loch irgendwie zu.
Also hat „der Spinner“ bei Minus 10 °C immer wieder Schnee in das Loch geschoben und darin einen Rumpelstilzchentanz zum verdichten aufgeführt, bis die Schneefläche bündig an die Bodenplatte anschloss:

Wie gesagt: Wahrscheinlich würde ich mir selber einen Vogel zeigen.

Für die Abholung habe ich beim Anhängervertrieb Krenz einen großen PKW-Trailer geliehen. Hierbei möchte ich den super Service von Familie Krenz betonen:
Wir bekamen zum Anhänger noch eine Flasche Enteisungsspray („Falls das Stützrad einfriert“) und ein Ersatzrad („Die bekommt man so schlecht unterwegs“) mit. Und da wir den Anhänger nicht Sonntag zurück geben konnten, sondern bis Montag „behalten mussten“ haben sie auch nur 52 € für einen Tag Miete berechnet.
Beim Verkäufer angekommen, hat er sich zwei Stunden Zeit genommen, uns den Kran vorzuführen und alles zu erklären. Es wurde offen über Mängel gesprochen und beim verladen tatkräftig mit angepackt. Auch hier ein rundweg positives Erlebnis. Vielen Dank nochmals! So wünscht man sich eBayKleinanzeigen.
Auch der Rückweg verlief erfreulich unspektakulär:

Spannend war erst wieder die Abladung am nächsten Tag unten an der Bodenplatte.
Nur mit Hilfe von gestreutem Sand und wiederholtem ausbuddeln konnte der Jagdwagen den schweren Anhänger über den nicht geräumten Weg bis zur Bodenplatte zerren.
Schon ohne Schneemassen wäre es spannend geworden, den Anhänger mit dem PKW so rückwärts an die Bodenplatte heran zu fahren, das man den Kran hätte abladen können. Bei dem tief verschneiten Weg war es aber gänzlich unmöglich, was mir schon vorher bewusst war. Zwar hatten Vaddern und ich mit Schneeschaufeln vorher großflächig Platz geschaffen, aber für’s rangieren mit dem PKW reichte es partout nicht:

Daher war der Plan, den Anhänger abzukuppel, ihn mittels einer auf der Bodenplatte verankerten 12V-Winde um 90° zu drehen und dann an die Bodenplatte heran zu ziehen:

Damit der Anhänger nicht im Schnee einsank, haben wir ihm eine Straße aus OSB-Platten (ja, immer noch die von den Streifenfundamenten; Top Investition) gebaut:

So klappte das heranholen super und wir konnten schlussendlich den Kran vom Anhänger ziehen:

Anschließend hat Vaddern noch eines von den glucksenden Schwerlaskindern mittels Handwinde auf den Anhänger gezogen:

Adler gelandet. Feierabend:

„Miele, Miele…. II

Etwas über ein Jahr hat meine „Reparatur“ der Geschirrkörbe unseres Miele Geschirrspülers gehalten:

Wie man sieht, hat sich der Rost, nicht wie erwartet, an dem Übergang alte Beschichtung-neue Farbe durchgesetzt, sondern ganz klassisch an den fiesen kleinen Ecken, in die man zum entrosten nicht ordentlich kommt.
Da sich das dreckige Geschirr im Hintergrund türmte, habe ich die Stellen wieder nur abgeschliffen und neu überlackiert.
Nächstes Jahr gehe ich da vielleicht grundständiger mit Fertan dran.
Was bleibt ist die grundständige Frage: Warum zur Hölle macht die Körbe niemand aus Edelstahl?!

Zweihell

Vor knapp 8 Jahren schenkte mir die damals noch beste Freundin von Allen einen Akkuschrauber von Einhell (Modell TC-CD 12 Li).
Den Ausschlag gab damals das abnehmbare Bohrfutter. Ein Feature, welches ich nicht mehr missen möchte!

Nach wirklich sehr intensiver Nutzung (alles in diesem Blog, in dem eine Spaxschraube steckt) schwächelte aber leider zusehens der Akku. Da es aber gerade beim Bau des Genesungswerkes doof ist, die Arbeit unterbrechen zu müssen, bis der Akku wieder geladen ist, wollte ich mir einen Ersatzakku (Kennung: 45.113.65) besorgen.
Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße. Der Ersatzakku ist so teuer wie ein neuer Akkuschrauber.
Gut, also kann ich mich auch gleich nach einem neuen Schrauber umgucken.
Angeschafft wurde jetzt ein TE-CD 12/1 X-Li:

Lieber hätte ich ein Gerät aus der Power X‐Change-Serie genommen, aber dort gibt es unverständlicherweise nichts mit Wechselfutter.
BTW: Sie haben das Wechselfutter weiter verbessert, bei der neuen Variante kann man den Bit in der Aufnahme stecken lassen, wenn man das Futter aufsteckt. Das Vereinfacht den Wechsel nochmals deutlich. Wie gesagt: Tolles Feature!
Das Problem war nun, dass ich auch zwei Ladegeräte rum fliegen hatte.
Wenn das nicht Anlass für eine French-Cleat-Lösung ist!
Das wäre alles nicht bloggenswert, wenn die Experten bei Einhell nicht dem alten TC-CD 12 Li-Ladegerät nur einen Aufhäger spendiert hätten und der nicht auch noch „auf dem Kopf“ (Kabel nach oben) angeordnet wäre:

So wackelt das Ladegerät nicht nur auf seinem Aufhänger hin und her, sondern das Kabel muss auch irgendwie eine Schleife um das Gerät machen, um dann nach unten Richtung Steckdose zu kommen. Untragbar.
Aber wie montiert man dann das Plastikgehäuse in der gewünschten Ausrichtung?
Die Lösung ist so simpel, wie nicht von mir.
Ihr tauscht einfach die Gehäuseschrauben gegen längere Exemplare und schraubt diese durch das Haltebrett.
Für eine sichere Montage reichen zwei diagonal gegenüberliegende Schrauben. Deren Position kann man sehr simpel mit ein bisschen Öl auf dem Brettchen markieren.
Einfach die runden „Füßchen“ mit Öl benetzen und dann das Ladegerät auf das Brettchen drücken. Die Mitte der zurückbleibenden Kreise markiert dann das Schraubenloch:

Rechts unten im Bild seht ihr auch schon die längeren Schrauben aus dem Kramfundus.
Die ziehen nun das Gehäuse sicher und fest auf das Brettchen:

Für das andere Ladegerät reichten zwei normale Linsenkopfschrauben für die integrierten Aufhängelöcher. Dazu dann noch eine Keilleiste, fertig ist der Halter:

Damit die Kabel nun nicht so in der Gegend rum baumeln habe ich sie mit einem Reststück Spiralschlauch gebündelt und den Stecker des rot-schwarzen Ladegerätes mit einem roten Isolierband markiert:

Lackierstützen

Die Weihnachtszeit ist auch immer Bastelzeit.
Eine der letztjährigen Laubsägearbeiten waren Lackierstützen.
Die Idee habe ich bei den Hobbyholzwürmern geklaut, aber im Grunde sind es nix anderes als angespitzte Dübel auf einem beliebigen Fuß:

Kein Hexenwerk, aber eine gute Idee.
Ein stinknormaler Haushaltsanspitzer eignet sich perfekt um die Dübel anzuspitzen.
Ich konnte sie anschließend auch direkt nutzen um den Handlauf vom Kulturcafé des Kleinen Schräubchens zu lackieren:

So kann man Ober- und Unterseite gleichzeitig lackieren und hat nachher nur minimale Spuren von den Spitzen im Lack.