Archiv der Kategorie: VW Golf Plus

Service en Gro II

Nachdem der Combo mit dem Service durch war, habe ich dasselbe Spiel nochmal beim Gerontengolf durchgezogen:

Auch hier, fast nix, was wir nicht schon gehabt hätten.
Ein paar Hinweise will ich aber doch noch da lassen.
Bei der Dichtung für das Ölfiltergehäuse müsst ihr darauf achten, dass die kleine Lippe Richtung Motor zeigt:

Außerdem scheint der VAG-Konzern für alle seine Fahrzeuge nur einen Typ Luftfilter zu haben. Zumindest von den Dimensionen her, wäre er nämlich für den Cayenne angemessen:

Der Tausch ist super einfach, genauso wie beim Innenraumluftfilter. Den hingegen beim Combo verantwortlichen Opel-Ingenieur peitsche ich ja immer noch gelegentlich im Keller aus.
Beim Golf entfernt man einfach die Schaumstoffabdeckung im Fußraum (Plastikmuttern):

Dann sieht man direkt die Kunsstoffabdeckung des Innenraumfilters vor sich. Hat man auch die abgeschraubt, kommt einem direkt der Filter entgegen:

Dank der Form des Filters ist es im Anschluss auch umöglich ihn verkehrt herum einzubauen. Wirklich schön gelöst (whip).
Damit war auch hier der Service durch und ich konnte wieder den Stempel zücken.
Zwischenzeitig hatte ich schon die Bestellung für zwei neue Federn für den Combo aufgegeben. Dort konnte es also direkt weiter gehen.

Kunststoff schweißen

Im Sinne einer frühkindlichen Prägung dürfen die kleinen Schräubchen in unseren Alltagsautos spielen, wenn diese auf dem Hof stehen.
Natürlich ist danach regelmäßig alles im Innenraum verstellt und der Innenspiegel mit Klebefingern voll, aber das ist der Preis.
Zum Preis gehört es auch, dass mal etwas zu Bruch geht.
So zum Beispiel die (zugegebenermaßen extrem filigrane) Brodit-Handyhalterung im Gerontengolf:

Im Combo habe ich damit ja exzelente Erfahrungen gemacht, aber die für den Golf Plus ist einfach Mist.
Da die Dinger aber nicht gerade billig sind, habe ich ein erstes Experiment auf dem Feld des Kunststoffschweißens gewagt.
Tobias hat damit sehr erfolgreich seinen (beim Vorbesitzer) verunfallten BMW Z4 wieder zusammen geklebt. Nur mit einem Lötkolben und ein paar Kabelbindern als Füllmaterial. Kann also nicht so schwer sein.

Leider ist das Verfahren bei notwendigerweise filigranen und maßgenauen Teilen eher nicht geeignet. Die Bruchstelle bleibt der Schwachpunkt
Dementsprechend hielt die Reparatur auch nicht lange:

Für die nächste Runde versuchte ich ein feines Drahtgewebe als Verstärkung in die Oberfläche mit einzuschweißen:

Das klappte so leidlich, aber mittlerweile war die nötige Passform so weit dahingeschmolzen, dass sich die Halterung nur unter Gewalt wieder in das Armaturenbrett des Gerontengolfs integrieren ließ. Dabei machte es dann leise *knack* und sie war wieder gebrochen:

Damit verwarf ich die Angelegenheit und ging das Problem neu an.
Die Halterung des Innenraumheizers oben mittig auf dem Armaturenbrett hat sich im letzten Winter sehr bewährt. Warum das Konzept nicht einfach auf den Handyhalter übertragen?
Voila:

Es kann manchmal so einfach sein….

Warm ums Herz VI

Das aktuelle Wetter bietet exzelente Bedingungen, um die im Gerontengolf verbaute elektrische Standheizung mal unter Extrembedingungen zu testen.
Der Test ist leider nicht ganz freiwillig, da der Besten von Allen an der Ampel jemand hinten auf den Combo gerutscht ist. Alles harmlos, aber der Schaden muss für die Versicherung erst begutachtet werden.
Die Ausgangslage beim Gerontengolf war folgende:

Dank abwechselndem Homeoffice zur Kinderbetreuung steht er knapp 2 Monate unbewegt auf seinem Platz. Die Batterie hatte ich wohlweißlich zwischenzeitig mal nachgeladen.
Also habe ich ihn erstmal ausgebuddelt und für die Nacht an die zeitgesteuerte Steckdose angeschlossen:

Nachts waren es hier ungefähr -14°C. Die Vorheizung sprang pünktlich um 4:40 Uhr an und zwei Stunden später sah der Wagen so aus:

Ihr seht keinen Unterschied?
Doch, klar. Guckt euch mal die hintere Seitenscheibe auf beiden Bildern an. Die war abends noch dick vereist. Auch sonst waren die Scheiben größtenteils aufgetaut.
Im Innenraum waren es knapp über 0°C.
Enttäuscht bin ich jedoch über den Motorwärmer selbst. Da merkt man ehrlich gesagt keinen Unterschied zu vorher. Ich befürchte, dass das warme Wasser irgendwie doch seinen Weg nicht in den Motorblock findet. Leider konnte ich bislang nicht herausfinden, was am oberen Ende des von mir angezapften Schlauches sitzt.
Vom Motorwärmer im V70 meiner Mutter (welcher in Vadderns Obhut dem Oldtimeralter entgegen schlummert) weiß ich, dass er schon nach wenigen Metern die Temperaturnadel zum zucken bringt.
Dementsprechend durchwachsen fällt auch das Fazit aus:
Der Heizlüfter für den Innenraum ist super! Kein kratzen, keine klebenden Türdichtungen, keine angefrohrenen Scheibenwischer.
Der Motorwärmer für das Kühlwasser ist in meiner Bauweise Mist. Vielleicht hatte es doch einen Grund, warum Defa da den Weg eines Ölwannenwärmers gegangen ist. Mal sehen, ob mir da noch was schlaues einfällt.

Nur noch schnell…

…den Ölwechsel machen. So beginnen immer längere Geschichten.
Am Ende des Inbetriebnahmemarathons (Zahnriemen, Benzinfilter, Reifen, Rost, Einparkhilfe, Motorwärmer, etc.) des Gerontengolfs stand noch ein simpler Ölwechsel.
Der 2.0l FSI hat keinen klassischen Kartuschenfilter, sondern einen austauschbaren Papierfilter in einem Kunststoffgehäuse:

Unten am Gehäuse seht ihr schon das integrierte Federventil, mit welchem man das Öl aus dem Gehäuse ablassen kann. So saut man sich nicht ein, wenn man es später ab schraubt. Grundsätzlich eine gute Idee. Aber natürlich braucht man für das Ventil einen speziellen Aufschraubadapter, der soviel kostet, wie der ganze Ölwechsel. Wenn da jemand eine Eigenbau-Lösung hat, wäre ich froh über einen Hinweis!
Alternativ kann man den Nippel vom Ventil auch mit reichlich Muskelkraft oder einem Schraubenzieher als Hebel zur Seite drücken und so das Öl auslaufen lassen.
Danach gilt es den Filter mit einer 36er-Nuss abzuschrauben.
Hatte ich natürlich nicht. Mein Nachbar hatte jedoch einen 36er-Maulschlüssel (Wahrscheinlich hat er alleine damit die Abraumförderbrücke F60 montiert):

Augenscheinlich konnten aber die Neandertaler aus der Vorgängerwerkstatt weder die Aufschrift „25+5 NM“ lesen, noch haben sie den Dichtring vor der Montage mit Öl benetzt. Ergebnis war nämlich ein gerissener Flansch:

Gelöst hat sich das Gehäuse erst, als ich es mit einer großen Ölfilterkralle gefasst und mittels langem Schlüssel gedreht hatte. Bombenfest.
Was ein Plastikscheiß!
Wie schon beim Wischergestänge des Combos gilt:
Es ist ganz klar eine Fehlkonstruktion, wenn Mapco ein nachgefertigtes Ersatzteil auf Lager hat:

Das ließ sich dann problemlos aufschrauben und mittels Drehmomentschlüssel und passender 36er-Nuss anziehen:

Damit konnte ich dann auch den Eintrag im Service-Heft vornehmen:

Interessanterweise sieht das Serviceheft lediglich 10 Einträge vor. Bei einem Service pro Jahr sieht VW anscheinend seine Fahrzeuge nach 10 Jahren an ihrem Lebensende angekommen. Naja, dann bastele ich mir halt noch ein paar extra Seiten.

Warm ums Herz V

Nachdem Fahrzeugseitig alles am Gerontengolf für den elektrischen Motorwärmer geklärt war, habe ich mich mal an die hausseitige Installation begeben.
Passenderweise fand sich auf dem Hof noch ein ungenutztes 5-adriges Stromkabel mit eigener Absicherung, welches ich mit einer Edelstahl-Steckdosensäule versehen habe:

Dazu habe ich den durchgängigen Pflasterstein durch zwei kleinere ersetzt und die Lücke in der Mitte für das Kabel genutzt. So spart man sich aufwändige Steinmetzarbeiten:

Die Einzelsteine haben dann noch passende Löcher und Dübel bekommen:

Hier noch ein alter Tipp fürs isolieren ungenutzter Adern: Einfach mit etwas Versatz abkneifen und dann unter einem Schrumpfschlauch zusammenfassen:

So können sich die Adern nicht berühren und ein Kurzschluss ist ausgeschlossen. Natürlich habe ich sicherheitshalber die Adern auch im Schaltschrank isoliert. Aber doppelt schützt besser…
Der Anschluss in der Säule ist wirklich komfortabel:

Damit war ich draußen schon mal fertig:

Weiter ging es im Schaltschrank. Um die Zeitsteuerung komfortabel und vor den Elementen (hier insb. Kinderfinger) zu schützen habe ich mir diese Zeitschaltuhr für die DIN-Schiene gekauft.
Dank simplem Schaltschema, gut strukturiertem Schaltschrank und vorzüglicher Wago-Klemmen war der Einbau auch schnell gegessen:

Die Zeitschaltuhr hängt nun mit der Außensteckdose zusammen hinter der Sicherung. Beide teilen sich den Neutralleiter, die Phase wird geschaltet.
Anschließend noch alles preußisch beschriften und fertig ist die Laube:

Halt, doch nicht! Der Hase will programmiert sein:

Wie man schon den Rezensionen bei Amazon entnehmen kann, ist die Bedienungsanleitung ein Musterbeispiel chinesischer Übersetzungskunst. Dazu sind dann noch einige Tasten beschrieben, die die Zeitschaltuhr gar nicht hat bzw. es fehlt dafür die Beschreibung zu einigen vorhandenen Tasten.
Daher für die Nachwelt und mich eine Kurzbeschreibung der zentralen Funktionen:

Uhrzeit/Wochentag einstellen:
„C+“ = Aktuelle Zeit einstellen
„W+“ = Wochentag
„H+“ = Stunde
„M+“ = Minute

Umschaltung Sommerzeit/Winterzeit:
„C+“ & „Manual“ = Sommerzeit an/aus

Schaltzeiten einstellen:
„Uhr“ = Ein-/Ausschaltzeit 1 usw. einstellen
„W+“ = Täglich, Werktäglich, Wöchentlich
„H+“ = Stunde
„M+“ = Minute

Damit läuft das ganze Ensemble seit 14 Tagen problemlos und die Beste ist begeistert vom mollig warmen Auto, wenn sie zu nachschlafender Zeit das Haus verlässt.
Happy Wife, happy Life.