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Jahresrückblick 2019

Die letzten Stunden des Jahres will ich noch schnell für einen Rückblick nutzen. Wenn Dieter Bohlen bei RTL einen ganzen Abend bekommt, müssen diese 10 Minuten Lesezeit auch noch drin sein.
Der Januar begann mit der einzigen Neuanschaffung 2019, einer Neptun Laweta N13-380 m18 [GN223] oder kurz „der Lafette„:

Der Februar hielt leider trauriges für mich bereit. Rayman verließ uns für immer. R.I.P.
Dagegen war der ebenfalls stattfindende Zahnriemenwechsel am Combo nur eine Randnotiz:

Der März brachte die heiß ersehnte Baugenehmigung für meine Werkstatt:

Ich hoffe, dass wir Mitte kommenden Jahres mit den Bauarbeiten beginnen können.
Im April nahm ich euch mit auf die epische Reise, am Rialto das Dämpferöl des Vergasers aufzufüllen:

Hauptschlachtfeld im Mai war die Nachrüstung eines Fensterkontaktschalters für unsere Dunstabzugshaube:

Im Juni musste ich mir nach 5 Jahren eingestehen, dass es augenscheinlich in Magdeburg keinen Bedarf für einen Altautotreff gibt:

Das den Barbaren entrissene Krawatten-Eck konnte ich im Juli größtenteils fertigstellen:

Den heißen August nutzte ich dazu, den Grundstein für ein etwas anderes Gartenhaus zu legen:

Im September bekam die Motorhacke dank afrikanischem Abzieher einen neuen Wellendichtring verpasst:

Im Oktober hielt der Combo einige (rostige) Erkenntnisse für mich bereit:

Die letzten Sonnenstrahlen des Novembers nutzte ich, um das Gartenhaus fertig zu stellen und mit Brennholz zu verkleiden:

Im Dezember endete das Jahr mit dem Bau des Nähzimmers der Besten von Allen:

Wenn ich mir das Jahr so betrachte, war es ein schöner Themenmix. Von Zahnriemen über Gartenhäuser bis zu Vergaserservice und Inneneinrichtung. Das sind doch Themen für die ganze Familie. Ich blicke auf 2019 zufrieden zurück. Viele Dinge von der (imaginären) Liste erledigt, keine großen Rückschläge erlebt und selten die Balance zwischen Familie und Projekten verloren. Dementsprechend überschaubar sind meine Wünsche für 2020: Same procedure as last year!

Lötifanten

Vor einiger Zeit ärgerte ich mich bei einer Lötarbeit mal wieder über die fehlende 3.Hand. Auf der Suche nach einer stabilen Lösung bin ich dann über das Lötfanten-Projekt des Eigenbaukombinats Halle gestolpert. Das klang nach einer super Gelegenheit, um das FabLabMacherburg“ in Magdeburg zu testen.

Also fix Kontakt mit André aufgenommen und direkt einen Termin ausgemacht.

Im Vorhinein hatten wir schon verschiedene Änderungen besprochen. Ich wollte z.B. die Grundplatte gerne größer und auch einige Lötifanten mit dickem Rüssel, so dass man sie für dickere Kabel/Stecker aussparen kann, haben. Außerdem wollte uns beiden nicht einleuchten, warum die Lötifanten unbedingt drei Füße haben müssen. Die besprochenen Änderungen haben wir dann direkt für eine Anfängerlektion „CNC-Programmierung“ genutzt, denn leider ist die Vorlage des Eigenbaukombinats hoffnungslos veraltet und in einem proprietären Format abgespeichert. Außerdem war die Vorlage nicht skalierbar.

Das führte im Ergebnis dazu, dass wir die Vorlage komplett neu erstellten und in ein zeitgemäßes Format überführten (Download siehe unten).

Versuch 1 starteten wir mit der CNC-Fräse der Macherburg:

Leider ist die aktuell noch etwas Wurm-behaftet und verliert gelegentlich ihren 0-Punkt. Das passierte leider auch bei meinem ersten Versuch.

André war aber so freundlich, mir seine eigene CNC-Fräse zur Verfügung zu stellen, so dass wir darauf einen neuen Versuch starten konnten:

Damit funktionierte es dann super und am nächsten Tag (ein Durchlauf dauerte ca. 25 Minuten) konnte ich dann drei Lötifanten-Sets zum ausprickeln abholen:

Ein Set ist für mich und die zwei anderen gab es zu Weihnachten für Vaddern und Tobias. Von der Besten mopste ich anschließend noch ein paar Wäscheklammern und beraubte sie ihrer Federn. Fertig zusammengesetzt sehen die Lötifanten so aus:

Rechts seht ihr die Versionen mit dickem und dünnem Rüssel. Das Brett selbst ist so groß, dass man die Lötifanten sowohl parallel als auch 90° versetzt anordnen kann.

Ich habe sie natürlich auch direkt getestet:

Super! Eine deutliche Erleichterung. Die Klemmkraft hält die Kabel schön an Ort und Stelle.

Allerdings zeigte sich, dass es ganz entscheidend auf die Breite der Federn ankommt. Ich habe mir für das 12mm Sperrholz die breitesten Federn (11mm) aus dem Fundus der Besten gesucht und die reichen gerade so. Bei kürzeren Federn verdrehen sich Ober- und Unterteil der Lötifanten. Beim nachbauen würde ich daher ggf. auf 9mm Sperrholz ausweichen und die Federn entsprechend kürzen oder mir direkt breitere Wäscheklammern suchen.

Damit die Nachwelt noch etwas davon hat, findet ihr hier (und im Downloadbereich) die neuen Vorlagen für die CNC-Fräse eurer Wahl:

Anschließend nochmals mein ganz herzlicher Dank an André. Ohne seine Hilfe und Geduld wäre das niemals was geworden! Toll, dass es sowas wie die Macherburg gibt!

Spiderman würde Nobe 100 fahren

Ich hätte gerne einen Nobe 100:

Quelle: Nobe

Sieht gut aus, oder?

Quelle: Nobe

OK, bisschen hochbeinig, aber das war in den 60ern in Italien so. Oder in Estland im Jahre 2019…

Der Nobe 100 ist nämlich ein dreirädriges Elektroauto estnischer Entwickler. Die Daten lesen sich ideal für mein Portfolio. OK, ein Sitzplatz mehr wäre schön, aber ich will nicht meckern.

Es gibt sogar bewegte Bilder:

Ihr fragt, warum Peter Parker den unbedingt will? Na weil er an der Wand parken kann.

Einen Haken hat die Sache aber. Es fehlt noch ein bisschen Geld….

Das Krawatten-Eck III

Nachdem der Schraubstock fertig war, musste ich auch mit dem Krawatten-Eck aus dem Quark kommen.
Als wir die Szenerie verließen, war der Korpus ja final bearbeitet und auch die neue Tischplatte war schon besorgt.
Allerdings prangten an den Seiten noch die bröseligen Spanplatten, welche die Barbaren dort drangenagelt hatten. Die musste im nächsten Schritt ab:

Seite offen

An ihre Stelle kamen mit Echtholzfurnier beschichtete Spanplatten, welche Vaddern liebenswürdigerweise organisiert hatte:

Seitenblende

Da der Tresen jedoch in sich ein leichtes Gefälle aufweist, musste ich die Ränder noch anpassen:

Seitenblende Überstand

Die Platten erfüllen bei mir zwei Aufgaben. Einmal verschließen sie die offenen Seiten der Schubladenfächer und darüber hinaus sollen sie die barbarisch getrennten Tresenhälften solide miteinander verbinden. Dazu habe ich die Platten unten durch die bestehende Seitenwand verschraubt und oben mit Winkeln am Korpus befestigt:

Seitenblende von innen

So verbunden konnte der Tresen an seinen späteren Standplatz. Dort ragte aber leider noch ein ungenutzter Wasserhahn aus der Wand:

Wasserhahn im Weg

Mittels einer Verschlusskappe aus dem Sanitärbereich war dieser Anschluss aber schnell stillgelegt. Es passt nun um’s Arschlecken:

Passt knapp

Am finalen Standplatz angekommen, konnte ich auch Maß nehmen und die Arbeitsplatte ablängen:

Am Zielort

Aus einem Seitenwand-Rest habe ich noch eine Blende für eine kleine Lücke links zwischen Tresen und Wand gefertigt:

Blende montiert

Die Lücke ist eh nicht nutzbar und würde ich dort keine Blende montieren, würde mir garantiert irgendwas enorm Wichtiges und furchtbar Kleines dort auf Nimmerwiedersehen reinkullern:

Blende montiert

Auch der überarbeitete Schraubstock fand seinen neuen Bestimmungsort:

Position Schraubstock

Die Positionierung war aber knapp. Normalerweise ist es sinnvoll, dass der Schraubstock vorne ein kleines Stückchen übersteht, damit man sich nicht die Finger klemmt, wenn man am Knebel dreht. Hier war in dieser Position leider das Maximum erreicht:

Schrauben Schraubstock

Damit die vorderen Muttern aber trotzdem etwas haben, an dem sie sich abstützen können, habe ich eine Siebdruckplatte in identischer Stärke passend geschlitzt und eingelegt:

Distanzstück Schraubstock

So ließ sich der Schraubstock kräftig verschrauben, ohne den geschlitzten Querholm vorne zu beschädigen.
Die Führungen der Schubladen habe ich noch mit einem Teelicht abgerieben. Das Kerzenwachs macht, dass die Schubladen wesentlich leichter und verschleißärmer auf- und zugehen:

Wachs

So sieht das Krawatteneck nun aus:

Fertig montiert 2
Fertig montiert

Auch hier ein deutlicher Fortschritt zu vorher. Die Schubladen müssen noch geschliffen und lackiert werden, aber das geschieht so nach und nach.
Danke für das schöne Geschenk!