Lückenschluss III

Neben Fenstern und Tür musste ich auch die Mauerabschlüsse für’s verputzen vorbereiten. Insbesondere der Übergang zu den Z-Pfetten war da eine Baustelle. Um da später bis zu den Sandwichplatten einen geraden Abschluss zu bekommen und gleichzeitig die Kältebrücken ein wenig zu reduzieren, wollte ich dort mit Styroporblöcken arbeiten.
Damit die aber später auf den Pfetten ordentlich halten, habe ich zuerst Dachlatten auf den Pfetten verschraubt:

Dachlatte auf Pfette

Auf dem Bild seht ihr auch meine Lösung, wie ich sie alleine von innen verschraubt und gleichzeitig von außen gegengehalten habe.
Man darf ruhig dumm sein, man muss sich nur zu helfen wissen.
Danach baute ich mir eine Schablone, um die nötigen Winkel und Aussparungen auf die Styroporblöcke zu übertragen und schnitt sie passend zu:

Anprobe Dämmung Pfetten

Glücklicherweise konnte ich mir einen Styroporschneider borgen. Der ist für sowas unverzichtbar. Denkt nicht mal dran, die Platten mit einem Messer oder einer Säge zu schneiden! Ihr ertrinkt in Styroporflocken!
Als ich alle Blöcke fertig hatte kamen sie mit Baukleber auf die Dachlatten und wurden zusätzlich mit Edelstahlschrauben und Unterlegscheiben an den Latten verschraubt:

Dämmung auf Pfette geklebt

Für die Lücken an den Stahlträgern habe ich mir ebenfalls Schablonen gebastelt:

Füllstücke Stahlträger

Die Schablone konnte ich um die Kante eines Styroporblocks klappen und dann mit dem Styroporschneider einfach an den Außenkanten entlang fahren.
Passten so perfekt:

Füllstück Stahlträger eingeklebt

So kann die niedrige Dachseite jetzt bis bündig zum Dach verputzt werden.
Auf der hohen Seite klappt das so leider nicht, da die Pfette hier zu nah an der Kante ist. Da werde ich sie von Innen isolieren und kalt lassen. Ist dann zwar ein optischer Unterschied zur anderen Seite, aber ich denke, das wird zu verschmerzen sein. Am Ende des Tages ist es nur eine Halle.

Die Erbsünde

Das letzte Rätsel endete mit vielen schönen Vorschlägen und mit noch viel schöneren Herleitungen.
Schon kurze Zeit nach der Veröffentlichung kam Jonas mit dem richtigen Tipp um die Ecke.
Der Neuzugang im kochschen Fuhrpark ist ein Dacia Logan MK. I:

Dacia Logan von vorn

Kommentar der besten Ehefrau von Allen:
Und die Nachbarn so: „Nee, der Adrian, dass ist voll der Autonerd!“
„Ach? Was hatter denn?“
„Nen Golf Plus und nen Dacia Logan…“

Wie immer habe ich aber eine Ausrede!
Ne ehrlich!
Wir brauchen nämlich zukünftig ein Auto, dass (unabhängig vom Gerontengolf) fünf mal die Woche jeweils ca. 20 km fahren muss.
Im Sommer ist das eine willkommene Aufgabe für die Pretiosen, aber die Strecke muss auch bei Regen, Schnee und Eis bewältigt werden.
Die älteren Leser erinnern sich vielleicht, dass meine Großmutter einen Dacia Logan besaß.
Den haben wir schon 1-2 mal beschraubt. Sogar der letzte Eintrag im Serviceheft stammt von mir:

Letzter Serviceeintrag

Nachdem sie nun ihre letzte Fahrt angetreten hat, war der Dacia über.
Nach mehreren (kleineren) Unfällen, einem seit 8 Jahren überfälligen (!!) Zahnriemenwechsel, leuchtender Motorkontrollleuchte, verstellter Spur, deutlichem Rostfraß und auch sonst eher grassierender Vernachlässigung wollte ihn niemand mehr haben.
Selbst Ralf Schumacher hat sich auf meine Anfrage nicht zurückgemeldet!
Aber ein Auto mit 1,5 Jahren Rest-TÜV wegschmeißen, nur um eine andere (voraussichtlich vorübergehende) Kurzstreckengurke zu kaufen?
So richtig einleuchten wollte mir das nicht, obwohl ein Großteil der weiblichen Belegschaft dieses Haushalts dies durchaus präferiert hätte.
Den Ausschlag gab dann das kleine Schräubchen:
Nach einer ausgewachsenen Hassrede von Ehefrau und großem Schräubchen meinte sie nur: „Seid nicht so gemein! Das Auto hat auch Gefühle!“
Wer bin ich, traurigen Kinderaugen zu wiedersprechen?!
Niemand kann etwas für seine Herkunft oder Abstammung. Noch nichtmal ein Auto.
Solange die Notwendigkeit besteht, bekommt der Dacia also noch bei uns sein Gnadenbenzin.

Lückenschluss II

Nach dem Mauerstummel ging es mit ein paar der im Genesungswerk selbst verbliebenen Löcher weiter.
Da fehlten nämlich noch Fenster und Tür.
Die hatte ich online geordert und schon im Januar geliefert bekommen:

Damit später alles schön dicht ist, hatte ich die Laibungen der Fenster und Tür verputzt:

Laibungen verputzt

Dank der Hilfe des besten Nachbarn aller Zeiten und seiner Freundin (Danke nochmals!) war der Einbau auch so schnell erledigt, dass ich kaum Fotos machen konnte:

Fenster drin

Die Tür war nochmal spannend, da wir sie in 2m Höhe ohne Gerüst von innen einbauen mussten:

Türloch von innen

Klappte aber mit vereinten Kräften auch:

Tür drin

Zum Einbau nutzten wir Kompressionsband. Hatte ich noch nie mit gearbeitet:

Kompressionsband

Im Hintergrund seht ihr es komprimiert zwischen Tür und Laibung und im Vordergrund ein komplett expandiertes Abfallstück. Faszinierendes Zeug.
Wie ihr aber bei dem Bild der Tür seht, war jetzt noch über der Tür das Dreieck zum Ringanker offen. Da vorher irgendeinen extra Sturz zu zaubern lohnte sich nicht.
Das Loch musste nur zu.
Ich habe daher ein 24 cm Sandwich aus Styropor- und PU-Platten zusammen geklebt:

Keilsandwich geklebt

Die doppelte PU-Platte gibt hoffentlich etwas Halt, sollte ich da mal eine Außenleuchte o.ä. verschrauben wollen. Mit Dämmstoffdübeln habe ich bisher ja sehr gute Erfahrungen gemacht.
Als das Sandwichdreieck ausgehärtet war, bekam es üppig Baukleber:

Keilsandwich mit Kleber

Anschließend wanderte es von einer Baustütze angepresst in die Lücke über der Tür:

Keilsandwich eingesetzt

Den kleinen Zipfel an der Spitze des Dreiecks schließe ich noch mit Bauschaum. Auch da bin ich mittlerweile ein Meister der Modellage.

Lückenschluss I

Natürlich geht es auch am Genesungswerk voran.
Aktuell arbeite ich darauf hin, dass der Putzer innen und außen sein Werk verrichten kann. Dafür müssen aber noch zig Kleinigkeiten erledigt werden.
Angefangen habe ich mit der Lücke zur Stützmauer. Leider habe ich da kein gutes Foto von, aber hier kann man sie in der rechten Ecke erahnen:

Die Mauer sollte bündig mit der Halle abschließen. Um da aber keine Probleme mit unterschiedlichen Ausdehnungen zu bekommen, habe ich zwischen Hallenwand und Mauer die Noppenbahn samt Drainagefließ stehen lassen. So können sich Halle und Mauer unabhängig voneinander bewegen, ohne das da irgendwas an der Abdichtung kaputt geht. Das war an der Stelle schon nervig genug. Ansonsten war es schön, mal wieder mit Schalsteinen zu arbeiten. Die habe ich den Bau über echt lieb gewonnen.
Also alles schön mit der Diamantscheibe zugeschnitten und eingepasst. Sieht doch gut aus:

Vorderseite Mauerstummel 1

Man durfte nur nicht auf die Rückseite gucken:

Rückseite abgestützt

Ich habe die Chance genutzt und alles an Schalungsstein-Resten verbaut, was ich finden konnte. Jeder Jenga-Meister wäre stolz gewesen.
Betoniert habe ich wieder mit dem sanierten Betonmischer. Natürlich fand ich auch noch einiges an Eisen, um den Mauerstummel an die bisherige Mauer anzubinden.
Ich habe die Steine fast komplett ausbetoniert. Lediglich die oberste Reihe habe ich nur zu einem Viertel mit Beton gefüllt. Das hindert sie an der Bewegung, lässt aber noch genügend Platz für ein paar Bodendecker zur Begrünung:

Ausbetoniert

Meine Stützkonstruktion hat auch gehalten:

Rückseite fertig

Sieht wild aus, wird aber nachher alles unter Erde begraben.
Damit die Bodendecker später keine nassen Füße bekommen, gab es noch ein paar Ablaufschlitze:

Schlitze schneiden