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Lückenschluss III

Neben Fenstern und Tür musste ich auch die Mauerabschlüsse für’s verputzen vorbereiten. Insbesondere der Übergang zu den Z-Pfetten war da eine Baustelle. Um da später bis zu den Sandwichplatten einen geraden Abschluss zu bekommen und gleichzeitig die Kältebrücken ein wenig zu reduzieren, wollte ich dort mit Styroporblöcken arbeiten.
Damit die aber später auf den Pfetten ordentlich halten, habe ich zuerst Dachlatten auf den Pfetten verschraubt:

Dachlatte auf Pfette

Auf dem Bild seht ihr auch meine Lösung, wie ich sie alleine von innen verschraubt und gleichzeitig von außen gegengehalten habe.
Man darf ruhig dumm sein, man muss sich nur zu helfen wissen.
Danach baute ich mir eine Schablone, um die nötigen Winkel und Aussparungen auf die Styroporblöcke zu übertragen und schnitt sie passend zu:

Anprobe Dämmung Pfetten

Glücklicherweise konnte ich mir einen Styroporschneider borgen. Der ist für sowas unverzichtbar. Denkt nicht mal dran, die Platten mit einem Messer oder einer Säge zu schneiden! Ihr ertrinkt in Styroporflocken!
Als ich alle Blöcke fertig hatte kamen sie mit Baukleber auf die Dachlatten und wurden zusätzlich mit Edelstahlschrauben und Unterlegscheiben an den Latten verschraubt:

Dämmung auf Pfette geklebt

Für die Lücken an den Stahlträgern habe ich mir ebenfalls Schablonen gebastelt:

Füllstücke Stahlträger

Die Schablone konnte ich um die Kante eines Styroporblocks klappen und dann mit dem Styroporschneider einfach an den Außenkanten entlang fahren.
Passten so perfekt:

Füllstück Stahlträger eingeklebt

So kann die niedrige Dachseite jetzt bis bündig zum Dach verputzt werden.
Auf der hohen Seite klappt das so leider nicht, da die Pfette hier zu nah an der Kante ist. Da werde ich sie von Innen isolieren und kalt lassen. Ist dann zwar ein optischer Unterschied zur anderen Seite, aber ich denke, das wird zu verschmerzen sein. Am Ende des Tages ist es nur eine Halle.

Der Junge in der Blechtrommel

Unser Haus hat einen sehr schicken Ofen, den ich mittlerweile nicht mehr missen möchte. Allerdings nervte das Ding tierisch bei Regen. Viel mehr nervte der Schornstein. Saß man im Wohnzimmer und es kamen etwas dickere Tropfen runter, hatte man den Eindruck man sitzt in einer Blechtrommel.
Ganz klarer Handlungsbedarf.
Als Übeltäter war schnell die Edelstahlabdeckung des Schornsteins ausgemacht.
Die ist aus so dünnem Blech gefertigt, dass es ganz vormidabel scheppert, wenn man da drauf klopft.
Schepperndes Blech ist auch in anderen, mir vertrauteren, Bereichen ein Problem:
Im KfZ-Bereich. Also habe ich mich dort nach Lösungen umgesehen.
Im Onlineshop von ADMS bin ich fündig geworden.
Die angebotene 3,9 Kg/m²-Schwerschicht ist genau das was ich suchte.
Durch die Verwendng im modernen Automobilbau ist das Zeug auch schwer entflammbar (Mein Test mit 550°C direkt auf die Oberfläche gerichtet hat es nur weich gemacht), so dass ich es guten Gewissens auch auf den Schornstein packe.
Also 2m² geordert, Vaddern eingeladen und ans Werk gegangen:
Vaddern auf dem Dach
Die Abdeckung ließ sich leicht abschrauben und zurück auf dem Boden der Tatsachen haben wir die Matten zugeschnitten:
beim zuschneiden
Vor dem Verkleben habe ich die Abdeckung noch mit Verdünnung und Aceton gründlich gereinigt.
Die Matten selbst kommen mit Kleber auf der Rückseite, abgedeckt durch eine Folie. Es sei gesagt, dass man fürs Aufkleben nur einen Versuch hat. Der Kleber hält bombastisch und lässt sich kaum beschädigungsfrei wieder ablösen!
Auch das blasenfreie Verkleben ist nicht einfach. Allerdings lässt sich das später noch gut mit einer Nadel korrigieren:
Luftblasen
Einfach anpiecksen und die Luft raus streichen.
Verklebt sah die Abdeckung dann so aus:
Abdeckung fertig beklebt
Der Gewichtsunterschied ist sehr deutlich!
Auch die Klopfprobe wurde statt mit einem hellen „Plinggggg“ nur mit einem „Tock“ quittiert.
Mittlerweile gab es auch einige Regenschauer, so dass ich sicher sagen kann:
Problem gelöst. Man hört nix mehr.
Nun werde ich mal den Winter über beobachten, wie sich die Schwerschicht so schlägt.
Mehr Sorgen als die Hitze macht mir die UV-Beständigkeit.
Im Auto liegt da schließlich immer ein Teppich drüber.
Ich werde berichten.

Dammed Combo

Der Combo ist laut.
Auf der Autobahn dominieren die Windgeräusche, insbesondere von seinen großen Ohren und der hohen Dachkante. Aber auch auf der Landstraße ist er kein Leisetreter. Zum einen liegt das an der Sidepipe (durch die Gastanks endet der Auspuff unter der Schiebetür hinten links), durch die der Endschalldämpfer ersatzlos weg fällt und zum anderen am recht rau laufenden Erdgasmotor.
Zwar hat Opel die Spritzwand gedämmt, aber die Motorhaube ist ab Werk nur nacktes Blech:
Haube ungedämmt
Eine Dämmung hierfür gab es nicht mal gegen Aufpreis.
Um den Combo im Stadt/Landverkehr etwas leiser zu bekommen, wollte ich dort ansetzen.
Wie wir alle wissen, ist der Combo C bis zur A-Säule identisch mit dem Corsa C. Somit auch die Motorhaube. Den Corsa C gab es auch mit Isuzu bzw. Fiat Dieselmotoren und diese hatten dann in den gehobenen Ausstattungsvarianten eine Motorhaubendämmung.
Ihr seht, wo der Weg hin führt?
Opel will für die Dämmmatte (GM-Nr. 13151968; Katalog-Nr. 61622383) 99,71 Euro +MwSt. Das kam natürlich nicht in Frage.
Ist erstaunlich, wie rar die Dinger auf den Schrottplätzen sind. Und wenn mal eine da ist, dann hat der Marder die schon komplett zerlegt.
Allerdings habe ich mittlerweile eine gefunden. Sogar in ziemlich gutem Zustand:
Dämmung Rückseite
Auch die Vorderseite war nach einer Staubsauger-Behandlung wieder vorzeigbar:
Dämmung Vorderseite
Weiterhin braucht man für die Montage noch 10 Halteclips (Katalog-Nr. 1162488):
Halteclipse
Die kamen aus Lettland. War inkl. Versand das günstigste Angebot. Interessanterweise kostet ein Einschreiben aus Lettland nur 2 €.
Die Montage ist dementsprechend einfach. Als erstes oben an zwei Löchern anclipsen und dann rings herum arbeiten. Dabei nicht vergessen, die Matte hinter die beiden Metalllaschen unten rechts und links zu klemmen:
Halteclipse montiert
So sieht die Haube nun aus:
Dämmung montiert
Die Beste von Allen bestätigt eine hörbare Verbesserung.
Positiver Nebeneffekt soll sein, dass sich der Motor im Winter schneller aufheizt.