Wir endeten, als der Strom von den 60 Photovoltaikplatten am Anschlusskasten unter der Dachtraufe an kam.
Von dort muss er aber noch ins Haus zu Wechselrichter (Fronius Verto 25.0 Plus) und Akku (BYD HVB 29.6).
Apropos: Der Wechselrichter lag eines Tages einfach vor der Haustür. Hat die Spedition ohne Ankündigung Vormittags dort abgekippt. Zum Glück ist der ja weder teuer noch empfindlich und der fette Aufdruck „Fronius“ führt auch niemanden in Versuchung. „Wechselrichter? Welcher Wechselrichter?!“
Die Akkus wurden hingegen ganz ordentlich verpackt und nach Abstimmung geliefert:

Bei denen war nur die Lieferzeit (aus „4-6 Tagen“ wurden 6 Wochen) happig.
In der Zwischenzeit hatte ich aber genug Gelegenheit, die sechs PV-Kabel vom Anschlusskasten zum Haus zu führen:

Ich habe die PV-Kabel im Wellrohr eine Schleife bilden lassen, eh sie in dem HT-Rohr mit dem orangenen Hartschaumdeckel verschwinden
So hat man noch etwas Kabelreserve, sollten später mal Änderungen nötig werden.
Die Kabel verlaufen dann weiter Richtung Haus in einem KG-Rohr:

In dem Wellrohr daneben verlaufen das Netzwerkkabel sowie die Telefonleitung des Genesungswerkes.
Leider konnte ich das KG-Rohr nicht in gerader Linie verlegen, da es verschiedene Betonecken der Rasenkanten sowie unsere querende Wasser- und Stromverteilung für den Garten umschiffen musste.
Unter der Rasenkante an der Pumpenbank führt ein Tunnel durch:

und an das Rohr der Wärmemittelleitungen des Wärmetauschers habe ich ein Reduzierstück auf DN75 münden lassen:

Die Naht habe ich später noch abgedichtet, sollte da mal irgendwie Feuchtigkeit ihren Weg finden.
Innerhalb des KG-Rohres laufen die PV-Leitungen aber zusätzlich noch in einem Wellrohr.
So konnte ich sie dann auch bis ins Haus ziehen:

Von dort ging es durch die angrenzende Garagenwand in selbige.
Dort hatte ich schon den Wechselrichter und den Akku gemäß den Herstellervorgaben positioniert:

Damit verdeckt mir der Akku zwar zwei Steckdosen und die Sat-Dose, aber das kann ich verschmerzen bzw. umgehen.
Fertig aufgestapelt (mehr ist wirklich nicht nötig) ist der 29,6 kWh-Akku gerade mal 130 cm hoch:

Die nötigen Kabel (6xPV-Kabel, AC-Kabel zum Schaltschrank, LAN-Kabel, MOD-Bus-Leitung, Kommunikationskabel Wechselrichter-Akku, Erdungskabel zum Akku) hatte ich für den Elektriker schon vorbereitet:

Für das LAN-Kabel habe ich (wie bei den PV-Steckern) mal eine crimpfreie Verbindung getestet:

Das klappt vorzüglich!

Die Stecker sind zwar recht klobig, aber bei stationären Anwendungen sollte das kein Problem sein.
Während ich auf den Elektriker wartete, kam draußen erst eine Lage Sand samt Markierungsband auf das KG-Rohr:

und nach weiteren Ausschachtungsarbeiten eine Lage Schotter für die anschließende Pflasterfläche:

Der Anschluss durch den Elektriker lief erfreulich problemlos und er war sehr angetan von meiner Vorarbeit.
Etwas unvorbereitet traf ihn lediglich mein Wunsch nach einem Anschluss des Akkus mittels 10mm²-Kabel. Nach einem kurzen Abgleich der Leistungsdaten (Akku und Wechselrichter können dauerhaft bis zu 25 kW abgeben und neben dem Haus mit seiner Grundlast hätten gerne eine Wärmepumpe und zwei Wallboxen jeweils 10-11 kW) war aber auch er der Auffassung, dass eine 6mm²-Leitung da an ihre Grenzen kommen könnte.
Als Smartmeter verbaute er ein Fronius TS 65A-3.
Dann kam der Moment der Wahrheit:

Knapp 26 kW bei wolkigem Himmel um 15:20 Uhr und Ausrichtung nach Westen mit 11° Neigung. Damit bin ich vollauf zufrieden!
Mittlerweile läuft die Anlage knapp einen Monat und völlig fehlerfrei.
Wenig erstaunlich liegen wir bisher bei 99% Autarkie. Die Nacht überbrücken wir mit ca. 4 kWh aus dem Akku, was üblicherweise ca. 15 % seiner Kapazität entspricht.
Ende diesen Monats kommt dann noch der Netzbetreiber und tauscht den Zähler gegen ein „intelligentes Messsystem„. Dann müssen wir die Anlage auch nicht mehr im „0-Einspeisebetrieb“ laufen lassen.
Wirklich spannend wird es aber erst im Spätherbst, wenn die Heizung läuft und die Sonne sich versteckt.





































