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Lückenschluss I

Natürlich geht es auch am Genesungswerk voran.
Aktuell arbeite ich darauf hin, dass der Putzer innen und außen sein Werk verrichten kann. Dafür müssen aber noch zig Kleinigkeiten erledigt werden.
Angefangen habe ich mit der Lücke zur Stützmauer. Leider habe ich da kein gutes Foto von, aber hier kann man sie in der rechten Ecke erahnen:

Die Mauer sollte bündig mit der Halle abschließen. Um da aber keine Probleme mit unterschiedlichen Ausdehnungen zu bekommen, habe ich zwischen Hallenwand und Mauer die Noppenbahn samt Drainagefließ stehen lassen. So können sich Halle und Mauer unabhängig voneinander bewegen, ohne das da irgendwas an der Abdichtung kaputt geht. Das war an der Stelle schon nervig genug. Ansonsten war es schön, mal wieder mit Schalsteinen zu arbeiten. Die habe ich den Bau über echt lieb gewonnen.
Also alles schön mit der Diamantscheibe zugeschnitten und eingepasst. Sieht doch gut aus:

Vorderseite Mauerstummel 1

Man durfte nur nicht auf die Rückseite gucken:

Rückseite abgestützt

Ich habe die Chance genutzt und alles an Schalungsstein-Resten verbaut, was ich finden konnte. Jeder Jenga-Meister wäre stolz gewesen.
Betoniert habe ich wieder mit dem sanierten Betonmischer. Natürlich fand ich auch noch einiges an Eisen, um den Mauerstummel an die bisherige Mauer anzubinden.
Ich habe die Steine fast komplett ausbetoniert. Lediglich die oberste Reihe habe ich nur zu einem Viertel mit Beton gefüllt. Das hindert sie an der Bewegung, lässt aber noch genügend Platz für ein paar Bodendecker zur Begrünung:

Ausbetoniert

Meine Stützkonstruktion hat auch gehalten:

Rückseite fertig

Sieht wild aus, wird aber nachher alles unter Erde begraben.
Damit die Bodendecker später keine nassen Füße bekommen, gab es noch ein paar Ablaufschlitze:

Schlitze schneiden

Lütje Lage

Nachdem die horizontale Abdichtung erledigt war, konnte ich endlich ans setzen der ersten Reihe Schalungssteine gehen.
Da die Schalungssteine nur trocken aufeinander gesetzt werden, ist es bei der ersten Reihe essenziell, dass sie absolut gerade steht. Und zwar sowohl horizontal, als auch vertikal (keine Angst, klappt eh nicht). Daher lud ich mir zwei akkribische Arbeitssklaven zum Geburtstag ein und wir gingen zu dritt ans Werk:

Der Hersteller der Steine empfiehlt, die unterste Reihe in ein 3 cm-Mörtelbett zu setzen, um etwaige Unebenheiten auszugleichen. Da unsere Messung ergeben hatte, dass wir an der tiefsten Stelle 2 cm unter Niveau waren, setzten wir die ersten Steine in ein 1cm-Bett.
Um es kurz zu machen: Ich weiß nicht woran es lag, aber das reichte nicht. Am Ende der 20m langen Wände mussten wir die Steine trocken aufstellen, um überhaupt noch einigermaßen in Waage zu sein:

Den ggf. nötigen Ausgleich besorgte ich mit Fliesenkeilen, was gut funktionierte:

Wenn ihr das also nach macht: Nicht mit dem Mörtel geizen!
Wenigstens lief die Versorgung einwandfrei:

Kein optimaler Start, aber ich werde die ergebenden Unebenheiten im Laufe der Mauer mit Fliesenkleber ausgleichen. Das klappt bisher ganz gut:

Und wenn wir schon bei den Ecken sind:
Da wo zwei Wände aufeinander treffen, musste ich jeweils einen Stein einpassen:

Am sinnvollsten haben sich hierfür schräge Schnitte erwiesen:

So kann man den Stein mit geringen Toleranzen einpassen und muss bei etwaigen Korrekturen nur den schmalen Grat nachschneiden:

Der Hersteller verweist darauf, dass, wenn man die Steine schneidet, beide Querriegel erhalten bleiben müssen. Ansonsten würden die Steine beim befüllen mit der Betonpumpe schlicht platzen. Ich habe daher die geschnittenen Steine von Hand ausbetoniert. Das löst das Problem ebenfalls.
Eine immense Hilfe beim setzen der Steine ist übrigens der Steinweg Minikran! Beste Anschaffung!