Wie schon angedeutet gibt es aktuell einige Tiefbauarbeiten rings um das Genesungswerk.
So wünschte sich z.B. die beste Ehefrau von Allen eine Terrasse in der Nähe des Klettergerüstes, die an die befahrbare Pflasterfläche des Genesungswerkes anschließen sollte. Die Maße waren schnell abgesteckt und die passende Grube für die Frostschutzschicht ausgehoben:

Wie schon geschrieben ist Andesit bei uns das Füllgestein der Wahl.
Um es zu verdichten lieh ich statt des „Kamelbusses“ vom Weisen aus dem Nachbardorf ein größeres historisches Kaliber. Die Platte hat 350 kg und war dementsprechend unhandlich zu transportieren:

Aber mittels OSB-Platten-Straße und Hubwagen ließ sich das alles bewerkstelligen:

Aufgrund der Eigenschaft „unaufhaltsam alles gleich zu machen“, taufte die Beste die Rüttelplatte ziemlich schnell auf den Namen „Iljitsch„.
Iljitschs 1-Zylinder-Diesel wird per Handkurbel gestartet.
Der zugehörige Dialog mit dem Weisen aus dem Nachbardorf war:
„Du hast zwei Startversuche. Danach machst du eine Bierpause.“
„Warum? Braucht der Motor eine Pause?“
„Nein, deine Arme!“
Eine Aussage, die sich absolut bewahrheitete. Bei Temperaturen knapp über 0ºC hatte ich absolut keine Chance Iljitsch von Hand zu starten.
Der Beste Nachbar der Welt schaffte es noch, aber dessen Oberarme sind auch 2,7x meine. Wenn man es aber nicht in den Armen hat, muss man es oberhalb der Schultern haben:

Nach 15 Minuten Heißluftfön reagierte Iljitsch auch auf meine dürren Bourgeoisten-Arme mit husten und prusten. Also lagenweise verdichten:

Darauf kam dann eine 4 cm Schicht aus 0-2 Mineralgemisch, deren Gefälle ich mittels eingelegter Winkel (von der Aufhängung des Tores) festlegte:

Zum abziehen konnte ich mir wieder professionelles Equipment ausborgen:

Das klappte damit ganz vorzüglich!
Ähnlich wie bei Männern, tendiert die Beste auch sonst zu eher unkonventionellen Lösungen. So kamen für sie natürlich keine üblichen Terrassenplatten in Frage, sondern sie entschied sich für die Platten „Old Town“ von KANN. Eines ihrer Argumente war, dass durch die historische Optik, es nichts ausmachen würde, wenn in den Fugen Unkraut wachsen würde. Wäre in Italien und Griechenland ja schließlich auch überall so. Eine bestechende Logik!
Durch die unterschiedliche Form der Platten ist eine willkürliche Kombination nicht möglich. Insbesondere nicht, wenn man ein spezifisch abgegrenztes Gebiet damit auslegen möchte. Aber nach ein paar Stunden Zugfahrt hatte ich einen eigenen Verlegeplan maßstabsgerecht ausgeklügelt:

Wie beim puzzlen sortierten wir die Steine erst mal:

Beginnend an der Pumpenbank machten wir uns dann daran, den Verlegeplan Stück für Stück abzuarbeiten:

Dabei kam es nicht nur darauf an, den Verlegeplan exakt einzuhalten, damit nachher alles passt, sondern auch darauf zu achten, dass sich die Größe und Musterung der Platten möglichst nicht wiederholt. Zwar liefert KANN die Platten in zwei unterschiedlichen Mustern und vielen Schattierungen, aber wenn man nicht die Ausrichtung der Platten immer wieder variiert, sieht es doch wie gewollt und nicht gekonnt aus:

Für die zwangsläufigen Lücken schnitt ich dann noch passgenaue Füllstücke:

Aber auch das war irgendwann erledigt und als letztes kam die „Ausfransung“ in die spätere, nahtlose Rasenfläche:

Natürlich kann man so eine unförmige Fläche nicht mit klassischen Rasenkantsteinen einfassen. Ich machte mich also daran, die Platten händisch mit einem Betonrücken zu stützen:

Wie ihr seht, habe ich Reste meiner Estrichmatten (es wird nix weggeschmissen!) inkorporiert, um dem Beton etwas mehr Halt zu geben.
Hier das fertige Bild:

Anschließend habe ich die Fugen mit grauem Splitt verfüllt:

Durch die großen Fugen geht da ordentlich was rein. Da muss man nicht mit den Säckchen aus dem Baumarkt anfangen. Nun noch wieder etwas von dem Aushub anfüllen und Rasen verteilen.
Ich bin gespannt, wie es sich im Sommer so darauf sitzt.
Im Gespräch ist aktuell noch eine Pergola, aber ich glaube, das wird frühestens im nächsten Jahr etwas.







