Altautotreff Magdeburg Mai 2019

Ich schulde euch noch einen Bericht vom Mai-Altautotreff. Ein Bild sagt da eigentlich alles:

Tolles Wetter, sonst keine Veranstaltung, vorher noch Flyer auf dem Magdeburger Oldtimertag ausgegeben und trotzdem nur ein trauriger Rialto weit und breit.

Keine Ahnung woran es liegt, aber irgendwie will die Idee des Altautotreffs in Magdeburg nicht zünden. Ich habe es 5 Jahre lang redlich versucht.

Da ich Sonntags auch was besseres zu tun habe, als alleine irgendwo rum zu hocken, war es für mich auch erstmal der letzte Altautotreff. Sollte jemand Interesse an einem Revival haben, kann er sich gerne bei mir melden. Over and Out.

Der Junge in der Blechtrommel II

Neulich verschlug es mich auf unser Dach. Gute Gelegenheit um nach knapp drei Jahren mal einen Blick auf die selbst gemachte Dämmung der Schornsteinabdeckung zu werfen. Ich hatte ja damals große Bedenken was die UV-Beständigkeit angeht. So sieht die Schwerschicht aktuell aus:

Wir man sieht, hat sie sich gut gehalten. Es haben sich ein paar Runzeln gebildet und ein paar kleine Stellen an den Kanten haben sich gelöst. Ansonsten hält sie sich aber super. Solltet ihr also selbst vor dem Problem einer lauten Schornsteinabdeckung stehen, ist eine Schwerschicht aus dem Kfz-Bereich eine gute und kostengünstige Lösung. Klare Empfehlung.

Nur für den privaten Gebrauch

Als kleinen Leserservice hier ein Hinweis für alle Besitzer eines privaten Wasserwerfers:

Achtet auf eine gültige Betriebserlaubnis mit auf euch ausgestellter Ausnahmegenehmigung für private Halter! Eine solche braucht man nämlich, wenn man historisches Militär- oder Polizeigerät auf öffentlichen Straßen bewegen möchte. Die originale Betriebserlaubnis erlischt mit dem Ende der öffentlichen „Dienstzeit“ und die jeweilige Ausnahmegenehmigung gilt nur personenbezogen.

Eine Zulassung z.B als „selbstfahrende Arbeitsmaschine (Straßensprengfahrzeug)“ ist zwar erfreulich zweideutig (genauso wie der Schriftzug „Liquid Democracy“ auf den Seiten) aber eben nicht ausreichend, wie die Halter des bekannten AC-AB 1910-Wasserwerfers nun vom OVG NRW (Beschluss v. 28.05.2019, Az. 8 B 622/18) erfahren durften.

Also geht mal schnell in den Bunker die Garage und checkt die Papiere, eh ihr das nächste Mal damit zum einkaufen rollt.

Wabeco No.25 I

Liebe Menschen haben mal wieder an mich gedacht und mir einen WABECO No.25 75 vermacht:

WABECO ist die Abkürzung für „Walter Blombach & Co.„, einen bekannten Hersteller von Fräs- und Drehmaschinen.

„No.25“ bezeichnet hierbei die Bauform und „75“ die Breite der Backen in Millimeter. Es ist also eher ein handliches Hobby-Modell.

Wie man unschwer erkennen kann bedurfte das gute Stück etwas Liebe, bis es mit dem Krawatten-Eck ein zeitgenössisches Ensemble bilden kann. Als Lehrstücke finden sich multiple Beiträge bei YouTube oder im Netz. Also zuerst mal alles in Rostlöser einweichen und zerlegen. Der Schlitten hat keinen hinteren Anschlag an der Spindel, so dass man ihn einfach herunter drehen kann. Hierbei kommt einem auch die kleine Ausgleichsplatte entgegen, mit der das Spiel des Schlittens eingestellt wird:

Weiter geht’s auf der Unterseite:

Um die Spindel aus dem Gehäuse zu entfernen, muss der Pin links neben der Feder raus. Achtung, er ist aus eher weichem Metall und lässt sich auch nicht nach innen durch schlagen. Hier ist Schluss:

Ich habe ihm raus bekommen, indem ich die Spindel schräg stellte und den Pin möglichst weit diagonal raus hämmerte:

Dann konnte ich den schmalen Überstand des Splintes mit einer Gripzange greifen und ihn langsam raus drehen/ziehen. Anschließend kann man die Spindel einfach nach vorne raus ziehen. Die Reihenfolge der Bauteile ist folgendermaßen:

Danach habe ich die Backen gelöst. Hier ist ein großer Schraubenzieher samt Schlüssel oder ein Hand-Schlagschrauber angebracht:

Da die Enden der Schlitzschrauben im Freien sitzen, rosten sie gut fest. Also Obacht. Anschließend habe ich alles in Bremsenreiniger gebadet und mit Fertan eingepinselt:

Für solche einfachen Bauteile sollte sich Fertan eigentlich gut eignen. Es sollte zumindest ein übersichtlicher Test werden. 48h später habe ich die Teile dann abgewaschen und war von dem Ergebnis nur so mittel angetan:

Wie ihr seht hat das Fertan auf der Basis (rechts) gut funktioniert, aber auf dem Schlitten (links) hat sich kaum etwas getan. Eine Erklärung habe ich nicht wirklich, da ich alle Teile identisch behandelt habe. Ich habe auf eine weitere Behandlung verzichtet, da die von mir ausgesuchte Farbe eh damit protzt, direkt auf Rost aufgetragen werden zu können. Und damit beschäftigen wir uns dann im nächsten Teil.