„Miele, Miele…. II

Etwas über ein Jahr hat meine „Reparatur“ der Geschirrkörbe unseres Miele Geschirrspülers gehalten:

Wie man sieht, hat sich der Rost, nicht wie erwartet, an dem Übergang alte Beschichtung-neue Farbe durchgesetzt, sondern ganz klassisch an den fiesen kleinen Ecken, in die man zum entrosten nicht ordentlich kommt.
Da sich das dreckige Geschirr im Hintergrund türmte, habe ich die Stellen wieder nur abgeschliffen und neu überlackiert.
Nächstes Jahr gehe ich da vielleicht grundständiger mit Fertan dran.
Was bleibt ist die grundständige Frage: Warum zur Hölle macht die Körbe niemand aus Edelstahl?!

Sicherheitsschlappen

Wie ihr euch sicherlich denken könnt, verbringe ich den Großteil meiner Freizeit auf den Knien. Meistens lobpreisenderweise vor der Besten Ehefrau von Allen. Den Rest der Zeit krauche ich in Radhäusern, beim pflastern oder vor Fußleisten umher. Das hat zur Folge, dass meine „Garagenschlappen“ nach kürzester Zeit so aussehen:

Natürlich kann man das nun so machen, wie meine Tante, deren Kinder mit dem Argument „Haut wächst nach, Schuhe nicht“ nur barfuß Bobbycar fahren durften. Aber zum Glück hat die Beste von Allen eine Schwäche für meine zarten Hobbitfüße und gesteht mir ein neues Paar Garagenschlappen zu. Um aber den jährlichen Kreislauf des Neukaufs zu durchbrechen, habe ich mich mal nach etwas robusterem umgeschaut. Gelegentlich trage ich beim knien auch meine (sehr empfehlenswerten) S3 Sicherheitsschuhe. Dort sind an der Schuhspitze kaum Verschleißerscheinungen sichtbar, da sie für die Zehenschutzkappe eine umlaufende Gummiwulst haben.
Also habe ich mich nach „Sicherheitsschlappen“ umgesehen.
Unverständlicherweise ist der Markt für Schlappen mit Stahlkappen augenscheinlich recht klein (Läden für besondere Vorlieben ausgenommen).
Keine Ahnung, was die alle auf der Baustelle tragen. Dabei ist bequemes Schuhwerkt doch ein wichtiger Faktor der Arbeitsgesundheit…
Wenn überhaupt bekommt man nur hinten geschlossene Clogs.
Die sind aber für mich ungeeignet, weil ich beim häufigen Wechsel von dreckiger Garage zu weniger dreckigem Haus immer die Schlappen wechsele. Mit Werkzeug auf den Armen sollte das möglichst reibungslos laufen.
Nach langer Recherche und teils unverschämten Preisen bin ich bei diesen Exemplaren des dänischen Herstellers Sanita gelandet:

Gedacht sind sie eigentlich für medizinisches oder Küchenpersonal und daher sind sie eigentlich immer weiß. Dementsprechend kann man gelegentlich einen Restposten schwarze Exemplare ergattern, die niemand will.
Neben der Zehenkappe aus schlagfestem Material haben die Clogs auch eine rutschfeste, antistatische Sohle, welche auch Öl und benzinbeständig ist:

Der Tragekomfort ist gewöhnungsbedürftig, aber bisher kann ich nichts gravierend negatives berichten.
Mal sehen, wie sie in einem Jahr aussehen.

Baufortschritt IV

Nachdem die Bodenplatte fertig und die Schalungssteine umgeschichtet waren, bin ich erstmal zur Drainage übergegangen.
Die Meinungen der beteiligten Profis gingen auseinander ob so etwas nötig sei. Da ich aber eh die Baugrube rings um die Außenmauern anfüllen muss, kann ich da auch gleich vorsorgen und so einen Schlauch mit rein schmeißen. Ist weder Hexenwerk noch finanzieller Ruin.
Ohne Außenmauern lässt sich der Drainagekies wesentlich einfach einbringen, daher bin ich da von der traditionellen Bauweise (Erst Außenmauern dann Kies) abgewichen.
An erster Stelle stand erstmal die Planung. Rings um die Halle müssen drei Leitungen in unterschiedlichen Tiefen (alle Angaben in cm ab OK Bodenplatte) und mit unterschiedlichem Gefällen laufen:

Planung der Höhen

Gelb ist die Drainage, blau Oberflächenwasser und orange das Abwasser vom Lokus.
Zum Aufbau der Drainage habe ich mich bestmöglich an die entsprechende DIN gehalten, welche ganz gut hier dargestellt wird.
Danach habe ich das Gefälle grob vorgebuddelt, so dass später ca. 15 cm Kies unter dem Drainagerohr sind und ich damit nur noch kleinere Unebenheiten des Gefälles ausgleichen muss.
Danach kam Filtervlies in den Graben:

Filterfließ

An der Baugrubenwand hält es vorübergehend mittels Zeltheringen und reicht ein paar Zentimeter an der Bodenplatte hoch. Anhand der Pflöcke konnte ich die spätere Höhe der Drainagerohre bestimmen.
Anschließend hat die Bärchenbrigade 9t Kies geschippt und sorgsam verteilt:

Die ersten 9t Kies

Ist sehr angenehm sowas von der sauberen Bodenplatte schaufeln zu können. Auch das Schubkarre-schieben ist so viel leichter, als wenn man es nachträglich durch den schmalen Graben zwischen Außenwand und Baugrubenwand bugsieren muss.
Nachdem die Zielhöhe erreicht war, habe ich das Stangenrohr verlegt und das Gefälle überprüft:

Gefälle

In die diagonal gegenüberliegenden Ecken kamen noch Revisionsschächte.
Einmal die simple Variante:

Revisionsschacht

und einmal ein spezieller Schacht aus KG-Material mit 160er Anschlüssen:

Kombinationsschacht

In diesem Schacht laufen später die Drainagerohre und die Oberflächenentwässerung zusammen. Natürlich wird er dafür noch in Sand gebettet.
Nachdem alles verlegt und angeschlossen war, konnte der Kies auf das Drainagerohr kommen.
Wenn man alleine arbeitet, hat man das Problem, dass das Rohr beim Schubkarre-auskippen „aufschwimmt“ und damit weder Gefälle noch Abstände passen.
Blöd.
Abhilfe schaffen temporär platzierte Betonschalungssteine:

Drainage festgeklemmt

Die haben an der Unterseite eine halbrunde 100er-Aussparung und passen somit haargenau auf die Rohre. Abstände ausmessen, Stein aufstecken, mit Kies umfüllen.
Hat man die Räume zwischen den Steinen gefüllt, zieht man die Steine einfach nach oben ab und füllt noch den nun frei gewordenen Bereich. Sehr angenehm so zu arbeiten.
Ich habe den Kies so weit angefüllt, dass er ein paar Zentimeter unterhalb der Oberkante der Bodenplatte steht.
So kann ich später mit dem Schwarzanstrich einen einheitlichen Übergang bis hinunter zum Kies pinseln.
Als nächstes kommt der Sand für die Abwasserleitung und zum hinterfüllen des Drainagekieses. Wenn die verlegt ist, kann ich auch endlich den Vorplatz schottern und muss nicht mehr länger im Matsch spielen. Muss ich nur noch jemanden finden, der mir für längere Zeit einen Minibagger überlässt….

Zweihell

Vor knapp 8 Jahren schenkte mir die damals noch beste Freundin von Allen einen Akkuschrauber von Einhell (Modell TC-CD 12 Li).
Den Ausschlag gab damals das abnehmbare Bohrfutter. Ein Feature, welches ich nicht mehr missen möchte!

Nach wirklich sehr intensiver Nutzung (alles in diesem Blog, in dem eine Spaxschraube steckt) schwächelte aber leider zusehens der Akku. Da es aber gerade beim Bau des Genesungswerkes doof ist, die Arbeit unterbrechen zu müssen, bis der Akku wieder geladen ist, wollte ich mir einen Ersatzakku (Kennung: 45.113.65) besorgen.
Die Ernüchterung folgte auf dem Fuße. Der Ersatzakku ist so teuer wie ein neuer Akkuschrauber.
Gut, also kann ich mich auch gleich nach einem neuen Schrauber umgucken.
Angeschafft wurde jetzt ein TE-CD 12/1 X-Li:

Lieber hätte ich ein Gerät aus der Power X‐Change-Serie genommen, aber dort gibt es unverständlicherweise nichts mit Wechselfutter.
BTW: Sie haben das Wechselfutter weiter verbessert, bei der neuen Variante kann man den Bit in der Aufnahme stecken lassen, wenn man das Futter aufsteckt. Das Vereinfacht den Wechsel nochmals deutlich. Wie gesagt: Tolles Feature!
Das Problem war nun, dass ich auch zwei Ladegeräte rum fliegen hatte.
Wenn das nicht Anlass für eine French-Cleat-Lösung ist!
Das wäre alles nicht bloggenswert, wenn die Experten bei Einhell nicht dem alten TC-CD 12 Li-Ladegerät nur einen Aufhäger spendiert hätten und der nicht auch noch „auf dem Kopf“ (Kabel nach oben) angeordnet wäre:

So wackelt das Ladegerät nicht nur auf seinem Aufhänger hin und her, sondern das Kabel muss auch irgendwie eine Schleife um das Gerät machen, um dann nach unten Richtung Steckdose zu kommen. Untragbar.
Aber wie montiert man dann das Plastikgehäuse in der gewünschten Ausrichtung?
Die Lösung ist so simpel, wie nicht von mir.
Ihr tauscht einfach die Gehäuseschrauben gegen längere Exemplare und schraubt diese durch das Haltebrett.
Für eine sichere Montage reichen zwei diagonal gegenüberliegende Schrauben. Deren Position kann man sehr simpel mit ein bisschen Öl auf dem Brettchen markieren.
Einfach die runden „Füßchen“ mit Öl benetzen und dann das Ladegerät auf das Brettchen drücken. Die Mitte der zurückbleibenden Kreise markiert dann das Schraubenloch:

Rechts unten im Bild seht ihr auch schon die längeren Schrauben aus dem Kramfundus.
Die ziehen nun das Gehäuse sicher und fest auf das Brettchen:

Für das andere Ladegerät reichten zwei normale Linsenkopfschrauben für die integrierten Aufhängelöcher. Dazu dann noch eine Keilleiste, fertig ist der Halter:

Damit die Kabel nun nicht so in der Gegend rum baumeln habe ich sie mit einem Reststück Spiralschlauch gebündelt und den Stecker des rot-schwarzen Ladegerätes mit einem roten Isolierband markiert:

Lackierstützen

Die Weihnachtszeit ist auch immer Bastelzeit.
Eine der letztjährigen Laubsägearbeiten waren Lackierstützen.
Die Idee habe ich bei den Hobbyholzwürmern geklaut, aber im Grunde sind es nix anderes als angespitzte Dübel auf einem beliebigen Fuß:

Kein Hexenwerk, aber eine gute Idee.
Ein stinknormaler Haushaltsanspitzer eignet sich perfekt um die Dübel anzuspitzen.
Ich konnte sie anschließend auch direkt nutzen um den Handlauf vom Kulturcafé des Kleinen Schräubchens zu lackieren:

So kann man Ober- und Unterseite gleichzeitig lackieren und hat nachher nur minimale Spuren von den Spitzen im Lack.