Jahresrückblick 2018

Evolutionstechnisch ist ja immer wichtig eine ökologische Niesche zu besetzen. So auch beim bloggen über vergangene Zeiten. Die anderen Kinder machen ihre Jahresrückblick immer zwischen Weihnachten und Neujahr? Ha! Mache ich das doch einfach erst im neuen Jahr! Dann haben die Leute wenigstens was zu lesen, wenn sie wieder im Büro sind.

Also starten wir mit dem Januar 2018. Dort löste ich das Problem mit der fehlenden Nerdisierung meiner Lagerhaltung:
Kiste Einzelansicht

Im Februar gab es reichlich „off-Blog“ Arbeit mit einem Wanddurchbruch samt geändertem Dachstuhl, so dass ich lediglich zu kleineren Basteleien kam, wie zum Beispiel dem optimierten Opel Dachträger:
Begrenzungsstangen fertig

Den März nutzte ich für mein Ikea-Hack Debüt, um dem kleinen Schräubchen einen Learning Tower zu basteln:
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Im April habe ich mich dem Untergeschoss des Rialtomotors gewidmet:
Ölpumpe mit Sieb

Der Mai stand ganz im Zeichen der Gartenbewässerung, für die ich Rohre verlegte und pflasterte:
Leitungen zum Grundstück

Das Veranstaltungshighlight des Jahres kam dann im Juni mit dem 30. Internationalen Dreiradtreffen:
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Den Juli nutzte ich um einen Ofuro zu bauen, der sich großer Beliebtheit erfreut:
Rückseite beim anheizen

Im August war der Alltags-Fuhrpark mit HU/AU/GAP dran, was nicht ganz problemfrei lief:
HU durchgefallen

Im September bekam der Combo ein neues Wischergestänge:
Alt vs. Neu

Der Oktober brachte einen Belastungstest von PVC-Fliesen:
Fortelock Übersicht Vorderseite

Der Kardanwelle von Vadderns Jagdwagen ging es im November an den Kragen:
Anschluss Hardyscheibe

Zum Jahresende erfüllte ich zusammen mit Vaddern dem großen Schräubchen einen Herzenswunsch und baute ihr „Schräubchens Kramladen„:
Haus fertig

Wie ihr seht, war es ein buntes und abwechslungsreiches Jahr. Für mich war es die richtige Mischung. Einige Großprojekte wurden (teils im Hintergrund) ordentlich vorangetrieben und viel Kleinkrams konnte nebenbei erledigt werden. Dazu dann noch Familie und Job und man muss aufpassen, das es nicht in belastenden Stress ausartet. Das ist mir 2018 besser gelungen, als in der Vergangenheit. Der Vorsatz für 2019 ist daher schlicht: Tempo halten.

Aber keine Angst: Ein paar größere Projekte habe ich auch für 2019 schon eingestielt. Ihr werdet es erfahren.

Schräubchens Kramladen

Weihnachten ist die Zeit der Herzenswünsche und das große Schräubchen wünschte sich mit all der innigen Kraft ihres kleinen Herzens ein Hochbett.

Welcher Vater kann solch einen Wunsch ausschlagen?

Insbesondere, wenn er ihn schon seit langem vorhergesehen und bereits entsprechende Vorkehrungen getroffen hat. Das große Schräubchen sollte nämlich eine angepasste Variante der „Himbeerlounge“ bekommen. Warum? Schaut euch die Bilder an! Wer das dann noch ernsthaft fragt, war nie selber Kind.
Ausgangslage war ein gebrauchtes „Kura“-Hochbett, von eBay-Kleinanzeigen, in dem sie (umgebaut zur tiefergelegten Flachvariante) schon seit 2 Jahren unbemerkt schlief.
Um ungestört werkeln zu können, erhielt das große Schräubchen zwei Wochen vor Weihnachten einen Brief vom Weihnachtsmann, der um ihre Hilfe bat. Er habe nämlich ein Geschenk für sie, dass so groß sei, dass es nicht durch den Schornstein passen würde. Außerdem wäre es so aufwändig, dass er die Hilfe von ihrem Papa und dem „kleinen Opa“ (Vaddern) bräuchte. Und damit es auch eine Überraschung würde, müsse sie bis Weihnachten ins Gästezimmer ziehen.
Dank der schriftlichen Zusicherung, alle Kuscheltiere mitnehmen zu dürfen, war der Umzug auch problemlos und der Weg für uns frei. Hauptmaterial sind:

  • Profilholz Fichte (2000x96x12,5mm) zwei Pakete à 10 Bretter
  • Profilholz Fichte (2500x96x12,5mm) zwei Pakete à 10 Bretter
  • 7 Profilrahmen Fichte (44 x 44 x 2500 mm)

Dazu braucht man noch einen Berg an Schrauben 4×70 und 3×30.
Im ersten Schritt haben wir das Kura-Hochbett etwas abgewandelt aufgebaut:Geändertes Kura HochbettDen vorderen unteren Verbindungssteg mit der Nut für die blau-weiße Blende haben wir (samt Blende) so gekürzt, dass ein 60 cm breiter Durchgang entstand.
Den seitlichen Abschluss, an dem die Treppe andocken sollte haben wir so gekürzt, dass die Hälfte frei blieb:Rückseite BettAn der hinteren Unterseite haben wir eine neue Querstrebe eingefügt. So entfiel die ursprüngliche Leiter. Die verblendete Rückseite eignet sich übrigens sehr gut als versteckte Installationsebene für die Elektrik.
Nachdem das Grundgerüst stand, ging es an den Giebel:Dachstuhl begonnen
Die Schwierigkeit ist, alles gleichmäßig auszurichten. Ein breites Arsenal an Zwingen hilft ungemein:Dachstuhl ausgerichtetDa die Kanthölzer des Bettes an den Ecken verschraubt werden, ist es schwierig dort noch zusätzlich den Dachstuhl zu verschrauben. Wir haben daher an der geschlossenen Seite eine keilförmige Leiste eingefügt und sowohl mit dem Querbalken des Bettes, als auch (über das unterste Profilbrett) mit dem Dachstuhl verschraubt:Dacheindeckung begonnenSo war schon mal diese Seite festgesetzt und das Dach konnte gedeckt werden:Dach gedecktBei der Eindeckung bin ich auch vom Original abgewichen. Statt des klappbaren Dachteils habe ich das Dach offen gelassen.
So ist es für Erwachsene leichter Bettbezug oder Matratze raus zu holen. Außerdem kommt mehr Licht in den oberen Teil.
Nachdem das Dach fertig war, konnte die Front verkleidet werden. Hierbei kam in die Mitte ein Fenster samt stabilem Fensterkreuz (Rausfallschutz):Front begonnenDa sich an dieser Stelle die Verblendung in zwei Teile teilt (ober- und unterhalb des Fensters), ist die Herausforderung beide Teile so weiter zu führen, dass sie sich hinten wieder treffen und man mit einem durchgehenden Brett wieder anschließen kann. Hierbei hilft nur messen, messen, messen. Am besten zu zwei Fixpunkten, die vom Ausgangsbrett horizontal gleich weit entfernt sind.
Nachdem der Rohbau abgeschlossen war, ging es nach und nach an’s Finish. Den Dachüberstand haben wir auf der linken Seite mit kleinen Brettchen weiter geführt und über dem Laden noch ein Rollo montiert:Rohbau fertigHierzu eignet sich das Rollo „Tretur“ von Ikea besonders, da sich die Halterung sowohl oben als auch hinten verschrauben lässt. Da kann man gut oben drauf ein Abschlussbrett (Basis für den späteren Blumenkasten) montieren:Abdeckung RolloAuf dem obigen Bild seht ihr auch die Beleuchtung für den Laden. Das „Dioder„-System ist da schön nutzbar. Für den Schlafbereich habe ich auf das flexible „Ledberg„-System in bunt zurück gegriffen. LEDs haben den Vorteil, dass sie wenig Strom verbrauchen, wenn die Kinder mal wieder das Licht vergessen und auch nicht heiß werden.
Das Rollo ist übrigens dazu da, den Kunden zu zeigen, das der Laden aktuell geschlossen ist:Laden geschlossenAls Treppe habe ich ein Trofast-Treppenregal in der Massivholzvariante verwendet:Treppe fertigZum einen halte ich es für stabiler und zum anderen ist es ein wenig niedriger als die Sperrholz-Variante, was besser zur Höhe des Lattenrostes passt. Natürlich habe ich das Regal zusätzlich mit Winkeln verstärkt und auch am Bett verschraubt.
In den Innenraum habe ich noch einen gebrauchten Kaufmannsladen eingepasst und ebenfalls verschraubt:Kaufmannsladen eingebautHier sieht man ebenfalls eine Abweichung vom Original. Ich habe die linke Seite nicht verkleidet. Das hat den Vorteil, dass die Kisten vom Trofast auch für den Laden genutzt werden können und dass wieder etwas mehr Licht in den Laden kommt.
Abschließend gab es noch ein wenig Deko (Plastikpflanzen, Briefkasten, Klingel, Schilder):Blick in den KaufmannsladenGlücklicherweise lässt sich die Klingel recht leise stellen und es gibt sogar zwei Klingeltöne, sie einem nicht den letzten Nerv rauben (Wichtig: Empfänger außer Kinderreichweite montieren!).
Hier ein Blick in den fertigen Schlafbereich:Beleuchtung SchlafbereichAbschließend noch ein Bild von fertigen Spielhaus:Haus fertigWie erwartet, sorgte es für Begeisterungstürme. Herzenswunsch erfüllt.
Und für das kleine Schräubchen habe ich auch schon einen Plan….

TURBOS & TEMPLES 2

Sollte euch die Familie zu Weihnachten ein wenig Freiraum lassen, so empfehle ich den neuen Film von Mighty Car Mods „TURBOS & TEMPLES 2“:

Der Film ist insgesamt drei Stunden lang und kommt daher in zwei gut verdaulichen 1,5h-Häppchen.

Vor sieben Jahren war „Turbos & Tempel“ der erste längere Film von MCM. Auch den kann man sich gut angucken. Wer hier ein wenig im Blog stöbert, findet darüber hinaus noch mehr sehenswerte Videos von den Jungs.

Fensterheber des Todes II

Im letzten Teil haben wir erfolgreich die Tür des Porsche Cayenne zerstört und den Fensterrahmen samt Scheibe aufgebahrt:
Fensterrahmen ausgebaut
Im nächsten Schritt bauen wir die Scheibe aus. Dazu diese einfach nach unten ziehen und die Schrauben samt Unterlegscheibe entfernen:
Scheibe runter gezogen
Die gelben Plastiklaschen lassen sich aufklappen und die Scheibe dann vorsichtig entnehmen:
Alter Schlitten Vorderseite 2
Ist die Scheibe draußen geht es langsam wieder an den Zusammenbau. Dazu tauscht man die Schiebestücke (einclipsen und umklappen) und die Bowdenzüge aus:
Alter und neuer Schlitten im Vergleich
Stolperstein für die Bowdenzüge sind die Ecken. Der Trick ist, dass die abgeflachte Seite der Umlenkrollen zur Ecke zeigen muss. Legt man dann den Bowdenzug darum und dreht die Rolle so, dass die Spitze zur Ecke zeigt (siehe Bild), zieht sich der Bowdenzug selber in die Führung:
Alter Schlitten
Ist alles passend eingefädelt, kann die Scheibe wieder eingelegt und hoch geschoben werden. Dabei auf keinen Fall die Klammer auf der Spule des Bodenzuges entfernen!
Schiebt sie ein paar mal hoch und runter um die Funktion zu testen. Ein wenig Reinigung und Schmierfett kann ebenfalls nicht schaden:
Neuer Bowdenzug montiert
Funktioniert die Mechanik wieder ordnungsgemäß tauscht ihr vorsichtig die Halteklammer der Spule gegen einen langen Kabelbinder. Der Zipfel muss dabei zum späteren Fahrzeuginneren zeigen:
Kabelspule gesichert
Auf dem obigen Bild ist der Rahmen schon wieder in der Tür. Als nächstes kommt das Mittelblech wieder zurück an seinen Platz. Dabei hält man die Spule am Kabelbinder und fädelt sie in das Blech:
Kabelspule durchgezogen
Am Schluss kräftig ziehen, bis die Rastnasen einklicken:
Kabelspule durchziehen
Zur Befestigung des Blechs kann man es wieder nieten oder wie wir IKEA-Scharnierschrauben (passen perfekt) verwenden:
Nieten ersetzen
Danach hat man den schwersten Teil eigentlich schon hinter sich. Türsteuergerät montieren (dafür Kabelbinder durchknipsen), alle Stecker und Verkleidungen wieder montieren, Funktionstest durchführen und abschließend die Tür wieder am Eingangs gezogenen Strich ausrichten.

Wie so oft ist die Reparatur kein Hexenwerk, aber ein unglaubliches Gefummel.