Damals, also ich noch jung und agil war, hatte ich in epischer Sklavenarbeit zusammen mit Tobias das Genesungswerk penibel gegen das umgebende Erdreich abgedichtet.
Wir erinnern uns: Das Genesungswerk ist knapp 2 Meter tief in den umgebenden Hügel hinein gebaut. Daher auch nur der Spaß mit den Betonschalungssteinen.
Die Abdichtung scheint auch bisher wirklich knorke zu funktionieren.
Allerdings begrüßte mich vor einiger Zeit folgender Anblick, als ich in die Halle kam:

Da standen richtige Pfützen auf den Fliesen.
Und auch hinter dem Lokus:

Überall:

Während ich also die gesamte Halle wischte und den Stockflecken mit Chlor zuleibe rückte, ging ich in Gedanken auf Ursachenforschung.
Da sich die Pfützen auf den Fliesen und primär im hinteren Teil der Halle fanden, lag der Schluss nahe, dass es kein Wassereinbruch durch die Wände war, sondern kondensierte Luftfeuchtigkeit.
Das passte auch dazu, dass es kurz zuvor einen Wetterumschwung gab und ich währenddessen einen ganzen Tag das Tor auf hatte.
Klar, in der Halle war es ja auch noch unangenehm kalt (knapp 13°C) und draußen herrschten über 30°C. Da will man schon lieber im warmen schaffen.
Schön blöd…
Natürlich enthielt die warme Luft ohne Ende Feuchtigkeit, die sich anschließend auf den kalten Fliesen niederschlug und zu Pfützen kondensierte.
Niemand hat behauptet, dass ich besonders schlau wäre!
Die schlimmste Feuchtigkeit (das schnell beschaffte Hygrometer zeigte 80% Luftfeuchtigkeit an) ließ sich mittels lüften auf knapp 65% reduzieren.
Für den Rest besorgte ich bei Kleinanzeigen einen Luftentfeuchter:

Der Hase hat ein integriertes Hygrometer. Man stellt einfach die Zielluftfeuchtigkeit ein und der Kollege hält sie immer +-2% um den Zielwert. Hinten saugt er die feuchte Luft an, oben pustet er die trockene Luft raus. Und für die mögliche 24/7-Nutzung gibt es einen 10mm-Schlauchanschluss.
Dazu dann noch alles Gelumpe von den Wänden abgerückt und einen rotierenden Ventilator mit einer Zeitschaltuhr gekoppelt:

Der Ventilator wälzt die Luft in der Halle um und erzeugt einen steten Luftstrom an der Wand entlang.
Das brachte die Wende.
Anfangs musste ich täglich knapp 15l Kondenswasser entsorgen.
Mittlerweile pendelt die Luftfeuchtigkeit stabil um 50% bei knapp 20°C Raumtemperatur und es kommen vielleicht noch 1-2l zusammen.
Damit ist aber auch klar, dass der (automatisch gesteuerte) Luftentfeuchter zumindest im Sommer dauerhaft laufen muss. Zum Glück ist Strom kein Problem mehr.
Auch die zukünftigen Pretiosen werden sich über ein feuchtigkeitsreguliertes Zuhause freuen.
Eine dauerhafte Entwässerung mittels Eimer ist dafür aber keine Option.
Schon für unseren Sommerurlaub musste ich da was konstruieren:

Das ließ sich für die Zeit danach noch optimieren:

Allerdings gehe ich auch gerne ohne Limbo auf den Lokus.
Da musste also ein dauerhafter Anschluss an die Abwasserleitung ran.
Für so was hatte ich ja schon mal die Firma Airfit empfohlen. Da gibt es herrliche Speziallösungen.
So auch ein Übergangsstück DN50 auf 10mm Schlauchstutzen.
Anknüpfungspunkt ist der bisherige Abzweig Richtung Waschbecken/Wasservorratsüberlauf:

Statt des 90° Winkels kam ein 87°-T-Stück, in dass das Übergangsstück dann mündete:

Von dort geht die Schlauchleitung hinter dem Vorwandelement her, durch die Wand zum Werkraum und dort über ein Winkelstück zum Luftentfeuchter:

Wahrscheinlich werde ich noch eine Zwangsbelüftung unter der späteren Treppe und unter der Küchenzeile einbauen.
Feuchtigkeit ist ne Bitch.