Meine OMMMA 2014

Endlich bin ich dazu gekommen, den Wust von Bildern der diesjährigen OMMMA zu sichten:

Es war zwar eher die Veranstaltung der zwei Takte, aber dass stört den geneigten Autofreak ja nicht.
Wie schon im letzten Jahr ist die OMMMA ein absoluter Pflichttermin. Dementsprechend war auch einiges los, trotz des eher durchwachsenen Wetters:

Direkt am Eingang fand sich dieser liebevolle Eigenbau:

Der Eigentümer ließ das Gerät zwischendurch mal laufen und ich kann vermelden, dass es ausreichend Einzylindrig ist. Erinnerte stark an die „Satte Literschüssel“.
Etwas weiter fand sich dieser seltene Sachsenring P 240 Kombi:

Es gab halt auch Zeiten, da wusste der Arbeiter- und Bauernstaat zu gefallen!
Während ich weiter schlenderte, rollte nahezu lautlos dieser ZIL 114 an mir vorbei:

Als Moskauer Mobster würde ich mich auch heute noch in sowas rumfahren lassen. Alleine in den Kofferraum geht ein ganzer südserbischer Schlägertrupp (unzerstückelt!).
In der DDR mussten die Schlägertrupps gelenkiger sein, standen ihnen doch maximal von Nilsson verlängerte Volvo 264 TE zur Verfügung:

Durfte man noch nicht mal Volvo fahren, so gab es wenigstens im Tatra 613 geballte V8-Power:

Luftgekühlt versteht sich! Ein herzallerliebster Exot, wie ich finde.
Im Geiste der neuen Marktwirtschaft rollte dieser GAZ 24 Wolga auf Cooper Cobra Schlappen daher:

Mit den kapitalistischen Assesoirs hat es dieser Eigentümer jedoch etwas übertrieben:

Rustikaler war da dieser Panzerwagen:

Allerdings wäre ich bei der Lenkradstellung damit eher ungerne durch die Mauer gebrochen:

Der Dreiradfreund in mir wurde auch fündig. Es gab diesen S51-Umbau:

Allerdings müsste ich auf meine geliebten Schlaghosen verzichten, ansonsten fehlt einem nämlich ratz-fatz ein Fuß:

Und auch ein Duo „1/4“ wurde gesichtet:

Wenn ich es recht deute, dürfte das sogar einer der seltenen festen Werksaufbauten sein.
Ein rares Stück verbarg sich hier unter olivgrün:

Ein seltener Wartburg-Kübel. Auch hier glichen sich Ost und West, war er doch gleich ungeeignet fürs Gelände, wie der VW 181.
In die Exotenecke fällt auch dieses Robur-Wohnmobil:

Nach Auskunft des Eigentümers wurde davon lediglich eine Hand voll in Ungarn in Handarbeit gefertigt und nie exportiert. Da er aber unbedingt eins haben wollte, ist er runter gefahren, hat einen Eigentümer ausfindig gemacht und ihm dessen Fahrzeug abgeschwatzt. Respekt!
Respekt verdient auch der Restaurator dieses Fortschritt ZT305-A:

So sauber kamen die sicherlich nicht mal aus dem Werk.
Schmunzeln muss ich immer bei den Achsen der IFA W50 LA:

Das sind gigantische Trümmer an denen immer winzige Niederdruck-Ballonreifen hängen. Im Modder sicherlich sinnvoll, aber von den Proportionen her gewöhnungsbedürftig.
Am Rande fand ich noch dieses Motorrad:

Auf dem Tank stand „WAWO“:

Ich vermute mal, dass das für die Technikspender „Wartburg“ und „AWO“ steht. Leider konnte ich keine näheren Infos dazu bekommen.
Was hier aussieht wie ein schnöder Citroën Visa:

Ist bei näherer Betrachtung ein amtlicher Exot. Es handelt sich dabei nämlich um einen Oltcit Club 11 R.
Ein zwingender H-Kennzeichen-Kandidat war dieser liebevoll optimierte Škoda:

Ein schönes Detail im Heck dieses Saporoshez SAS 968 finde ich den integrierten Benzintrichter:

Den trifft der Iwan auch noch mit 3 ATÜ auf dem Kessel.
Das das Publikum für diese Veranstaltung weit anreist bewies neben der ganzen Brigarde Holländer auch dieser Saporoshez SAS 968M aus Weißrussland:

Da auf der OMMMA auch traditionell gecampt wird, fanden sich da auch einige schöne zeitgenössische Accessoires:

Außerdem hatte ich den Eindruck, dass kein einziger QEK Junior nach der Wende weggeschmissen wurde:

Es war auch in diesem Jahr eine runde und bunte Veranstaltung.
Die Organisation ist gut, ebenso die Infrastruktur. Insbesondere der Eintritt war mit 3 Euro sehr preiswert!
Auch fürs nächste Jahr wieder ein Pflichttermin.

Mehr Bilder gibt es wie immer im zugehörigen Album.

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