Häufig geistert die Frage durch die Gegend, mit welchem Benzin-Öl-Mischungsverhältnis man sein Duo (oder seine Schwalbe Typ S) betreiben soll. Ob man 1:33 oder 1:50 nehmen soll.
Das Mischungsverhältnis ist bei den Motoren der M53-Rheihe abhängig vom verbauten Kolbenbolzenlager. Ist ein Nadellager verbaut, darf man 1:50 tanken, hat man ein altes Bronze-Gleitlager, benötigt der Motor etwas mehr Schmierstoff (1:33). Vom Werk aus sind die M53/11AR-Motoren ab der Motornummer 0540333 für 1:50 vorgesehen. Die Motornummer findet ihr unterhalb des Krümmergewindes eingeschlagen.
Hier zu sehen:

Sollte euer Motor in der Zwischenzeit mal regeneriert worden sein, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dabei auch gleich ein modernes Nadellager verbaut wurde. 100%ige Sicherheit bringt hier aber nur ein öffnen des Motors.
Unabhängig vom verbauten Kolbenbolzenlager sollte in der Einfahrzeit (ersten 500 km eines Motors) immer 1:33 getankt werden.
Quelle: Zusatz zur Betriebsanleitung für die ‚Simson‘-Kleinfahrzeuge, VEB Fachbuchverlag Leipzig 1972
Danke, dass du das so sachlich aufdröselst. In Foren klingt das Mischungsverhältnis oft wie eine Glaubensfrage, dabei ist es technisch eigentlich logisch: Die Lagerart entscheidet, wie viel Schmierstoff sicher ankommen muss. Bei Gleitlagern ist der Schmierfilm eben Teil der Funktion. Ich habe beim Nachlesen zu Gleitlagerprinzipien diese Seite gefunden: https://www.deinhammer.at/gleitfuehrungen-aufbau-und-grundprinzip/ – hilft gut, wenn man verstehen will, warum „mehr Öl“ bei einem Bronze-Gleitlager nicht nur Bauchgefühl ist. Ist 1:33 bei einem Motor mit Nadellager auf Dauer eigentlich problematisch, oder eher nur unnötig wegen mehr Rauch/Ölkohle?
Hallo Günther,
ja Rauch und Ölkohle sind die Hauptprobleme beim falschen Mischungsverhältnis. Ansonsten sind die Motoren da nicht so empfindlich.