Nach dem letzten Artikel stand da ja noch ein blauer Elefant im bzw. auf dem Raum:

Da der Wasserkonsum im Genesungswerk sehr überschaubar sein wird (bisschen pieseln, bisschen waschi-waschi, bisschen püttchern) scheute ich beim Bau den Aufwand einer (frostsicheren) Frischwasserleitung.
Da ich ebenfalls nicht ausschließen kann, dass in einem strengen Winter die Temperaturen im Genesungswerk unter den Gefrierpunkt sinken, wollte ich auch die Konsequenzen eines möglichen Wasserrohrbruches möglichst gering halten.
Dementsprechend orientierte ich mich frühzeitig an KLEs-Werkstatttoilette. Nur gerne noch simpler, ohne Drucktank und Hauswasserwerk.
Seinen Anfang nimmt die Konstruktion daher außerhalb des Genesungswerkes an einem Wasseranschluss, an den ich einen Gartenschlauch vom Haus aus anschließen kann.
Die PE-Leitung (ist noch reichlich von der Gartenwasserversorgung übrig) läuft von dort aus auf meiner Kabeltrasse entlang bis über die Lokuskabine und kommt dort runter ins blaue Fass:

Innerhalb des Fasses sitzt nach einer Reduzierung von 1″ auf 3/8″ ein Toiletten-Schwimmerventil:

So muss ich beim auffüllen des Fasses nicht immer darauf achten, dass es mir nicht über läuft, sondern weiß anhand des Gegendruckes, dass ich den Füllhahn wieder schließen kann.
Um aber für die nötige Redundanz bei Sicherheitssystemen zu sorgen, seht ihr, dass von dem 4-Wege-PE-Kreuz eine Leitung nach oben und dann wieder runter in das HT-Rohr geht.
Das ist ein zusätzlicher Überlauf. Der Scheitelpunkt dieses PE-HT-Bogens liegt unterhalb der Einfüllöffnung des Fasses. Steigt der Wasserspiegel im Fass, steigt auch der Wasserspiegel in dem Rohrbogen (Prinzip der kommunizierenden Röhren).
Versagt nun das Schwimmerventil, steigt der Wasserspiegel über den Scheitelpunkt und läuft einfach in den Überlauf, der unten in den Abwasseranschluss mündet:

Der Anschluss des Kochendwassergerätes ist selbsterklärend. Auch hier füllt die Schwerkraft den Vorratsbehälter.
Etwas interessanter ist die Zuleitung zum Lokus.
Hier wollte ich eine komfortable Möglichkeit um den Wasserstand in dem blauen Fass kontrollieren zu können.
So weiß ich frühzeitig, wenn die letzte Spülung ansteht.
Gerne mit einem kleinen Gimmick:

Die Leitungen in der Ecke bekamen dazu 40mm-Schlauchtüllen. Dann noch einen passenden transparenten Schlauch dazwischen und an einer dünnen Angelschnur den Schwimmer samt Fisch befestigt:

Damit mir die beiden Kollegen nicht abhauen, ist die Angelschnur an einem Stück Kupferdraht befestigt:

Mal sehen, wie sich das so in der Praxis bewährt.
Bisher nervt der Spülkasten, dessen Schwimmerventil partout nicht dicht schließen will und mir so das Fass kontinuierlich leer tröpfelt.