Glotze 2013 AD

Dadurch, dass die Beste und ich nun in Lohn und Brot stehen, sehen wir uns mit bisher unbekanntem Reichtum konfrontiert.
Um da mal was gegen zu unternehmen, steht der Beschluss einen neuen Fernseher anzuschaffen.
Bisher berieselte uns noch ein ca. 15-Jahre alter tragbarer 21″-Röhrenfernseher von Medion mit defekten Lautsprechern. Ein Genuss!
Studentenhaushalt eben.
Da ich mich auf diesem Gebiet kaum auskenne, wollte ich mal horchen, was ihr so empfehlen könnt bzw. vor was ihr mich warnen könnt.

Im Lastenheft stehen folgende Dinge:

  • Full HD
  • Tripple Tuner (wer weiß, wie lange wir hier noch im analogen Kabelnetz gefangen sind)
  • USB-Recording
  • Max. 37″ (97 cm)
  • möglichst viele Datenformate fressen
  • min. 100 Hz
  • ordentliches Bild

Das Netz spuckt den LG 37LM620S als recht brauchbar aus.
Gute Kundenrezensionen, recht hübsches Bild, ausreichender Sound, einfache Bedienung und erfüllt das Lastenheft.

Allerdings bekommen wir zu dem Preis von 449€ (bei redcoon.de) auch Dinge, die wir eigentlich nicht wollen.
Weder 3D noch (proprietäres) SmartTV sind irgendwie reizvoll.

Da würde ich lieber das Geld für sparen und einen MK808 an das Dingen hängen.
Hier der Vorgänger MK802+:

Durch die rege Community und Android als Betriebssystem ist da ein längerer Support gewährleistet als bei einem proprietären System (siehe mein Motorola Defy!).

Zumal der preisliche Unterschied auch so nicht wirklich dramatisch ist.
Um das LG-System vollumfänglich nutzen zu können, brauche ich einen kompatiblen WLAN-Stick. Der laut Netz funktionierende Netgear WNDA4100 N900 (welcher auch Reserven für die Zukunft [HD-streaming] hätte) schlägt mit 31,10€ zu buche.
Für die handliche USB-Funktastatur Measy RC12 Air Mouse werden 25,70€ verlangt. Macht zusammen 56,80€.

Den MK808 gibt es im Paket mit der Measy RC12 Air Mouse schon für 69,90€.

Irgendwie unbefriedigend.
Habt ihr billigere Alternativvorschläge?
Wie gesagt: Es muss nix Heimkino-mäßiges sein und darf auch gebraucht sein! Wir haben bisher auch mit unserer Röhre gelebt….

11 Gedanken zu „Glotze 2013 AD“

  1. Gegen ungewohnten Reichtum kann man was tun! 🙂

    Bei Flachbildfernsehern bin ich bisher sehr angetan von den Samsung-Geräten. Benutzbares Menü & OSD, brauchbarer Media Player mit Unterstützung für diverse Dateiformate inkl. mehrerer Audiospuren & Untertitel, Netzwerkanschluss, …
    Einzig den 3D-Modus mit den Shutter-Brillen finde ich nicht so angenehm, aber das ist eh nicht so meins.
    Ein abschreckendes Beispiel ist unser Panasonic-Fernseher. Das fängt schon bei der total unübersichtlichen Fernbedienung an. Dann das unbenutzbare EPG, das Bild und Ton abschaltet, die gewählte Senderliste vergisst und die Programmübersicht nach jedem Einschalten neu laden muss. Die Unterstützung für Dateiformate ist ebenfalls ungenügend (kein .mkv). Die Aufnahmefunktion benennt die Sendungen nicht ordentlich und bietet keine Möglichkeit das im Nachhinein zu korrigieren. Eine angeschlossene USB-Festplatte wird mit einem proprietären Dateisystem formatiert, sodass sie ausschließlich für den Fernseher zu nutzen ist… und so geht das weiter.

    Wofür planst du die separate Android-Box einzusetzen? Wenn es dir um einen schicken Media Player geht, wirf mal einen Blick auf XBMC (oder ein Derivat davon). Eye Candy Galore! 😀
    Da gibt’s zum Beispiel Plugins für Season Guides bei Serien, Fan Artworks oder IMDb-Abfragen.

  2. Schön dass XBMC schon gefallen ist. Nun möchte ich deinen Blick weiter auf RaspBMC lenken.
    Die Hardware ist bereits für $25 zu haben und wenn du keinen Bock mehr darauf hast gibt es auch dafür den Androiden.
    Der Raspberry pi hat nen HDMI Ausgang und wird via USB versorgt, kannste also direkt an den Schirm ankniepern.

    Gruß Martin

    1. Ja, RaspBMC finde ich auch super. Bei unserem letzten Test vor einem guten halben Jahr traten zwar noch Audio-Ruckler bei FullHD mit DTS auf, aber seither hat sich ja noch einiges getan. (RaspBMC erreichte im Februar Version 1.0.)
      Zu den $25 muss man allerdings fairerweise noch ein wenig Zubehör (z. B. ein Gehäuse und eine SD-Karte) hinzurechnen.

      1. Ja, die Überlegung war, den MK808 als Mediaplayer, „Surfstation“ und zur Streamwiedergabe zu nutzen.
        Raspberry pi war auch erst meine Überlegung, jedoch habe ich momentan wenig Zeit (und Lust) sowas zusammen zu basteln, wenn es die gleiche Performance auch fürs annähernd gleiche Geld gibt.
        Auf 20€ kommt es dann auch nicht mehr an.
        Das Internet kolportiert, dass der MK808 auch mit dem XBMC umgehen kann. Wäre also auch kein Argument.

        Ist aber eh wahrscheinlich alles Hypotenuse.
        Samsung will 50 Tacken mehr für 20cm weniger Diagonale und ohne 3D. „Multimediacenter“ soll ebenfalls eingeschränkt sein.
        Da wird’s wohl der verlinkte LG.
        Im Vergleich liegen die Panels von LG und Samsung nahezu gleich auf. Die Unterschiede fallen uns Röhrengeschädigten dann sicherlich nicht mehr auf.

        Zur Anbindung werde ich auch erstmal auf die systemeigene Software setzen und nur nen W-LAN-Stick spendieren.
        Sollte das nicht zufriedenstellend lüppen, kann ich immer noch den MK808 nachrüsten.

        Danke für eure Hinweise!

        1. Bin ja auch für günstige Lösungen, aber bei der Nutzungsdauer eines Fernsehers würde ich nicht auf 50 Euro gucken. Ich würde mir die Geräte, die in Frage kommen, vorher auch unbedingt mal live anschauen.

          Den Samsung UE37ES5700 mit 37″ Diagonale gibt’s momentan für 449 Euro bei Otto.

          1. Beim Live-View auch darauf bestehen, dass die nicht nur die Vorführ-Blurays laufen lassen. Sondern echtes TV! So manches High-End Gerät wird als Krücke enttarnt!

  3. Ich selbst habe einen aktuellen Philips-TV, den empfinde ich als recht brauchbar, teuer war der auch nicht so sehr, ist aber auch „nur“ ein Gerät aus dem unteren Mittelfeld.
    Ein Fernseher nach meinem Gusto, aber leider nicht nach meinen Finanzen, kommt aus dem Hause Pioneer, die Plasmas aus der Kuro-Reihe sind vom Bild her wohl einigermaßen ungeschlagen.
    Wenn der Fernseher auch was hermachen soll, wenn er nicht in Betrieb ist, gibt es interessante und nicht dem Namen vom Preis her entsprechende Geräte von Loewe oder auch von B&O. Hier der Beoplay V1.

  4. Danke für eure Tipps!

    Wir haben uns mittlerweile für den oben erwähnten LG entschieden und sind bisher sehr zufrieden. Hammer, wie scharf Gundula Gause sein kann. Endlosaufnahme ist auch nen nettes Feature und Internet auf der Glotze weiß ebenfalls zu gefallen.
    kino.to-Stream haben wir schon getestet. Lüppt etwas umständlich (insbesondere aufgrund des fehlenden Werbeblockers im integrierten Browser), aber weiß dafür mit schierer Glotzengröße zu gefallen (im Vergleich zum Laptop-Bildschirm vorher).
    Auch der direkte Zugriff auf die jeweiligen Sender-Mediatheken ist sehr schick.

    Negativ ist bisher neben dem etwas unkomfortablen Browser, die Begrenzung der maximalen Aufnahmezeit pro Sendung auf 5 Stunden (problematisch z.B. bei „Schlag den Raab“) und die versteckte Editierungsfunktion der programmierten Aufnahmen zu vermerken.
    Aber alles nix, weswegen ich das Teil zurückschicken würde.

    Der Netgear-Stick funktioniert übrigens NICHT mit dem TV. Ist aber schon zurückgeschickt und der LG-eigene Stick bestellt.

    Mal sehen, was der Langzeittest noch zutage fördert.

    1. Mittlerweile kam der LG ELECTRONICS AN-WF100 WiFi Dongle. Der lüppt erwartungsgemäß problemlos am TV. Der Empfang ist auch durch eine Stahlbeton-Decke stabil (4 von 5 Balken).
      Unterhaltsam ist auch die Steuerung per LG TV Remote-App für Android-Telefone. Ist beim I-net surfen durchaus ebenbürtig mit der Funktastatur.
      Der Appstore von LG hingegen ist recht kompliziert und bietet eigentlich nur Schund. Schade.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.