Auch um die Akzente bei der Beleuchtung habe ich mich nebenbei schon gekümmert. Der beste Nachbar aller Zeiten kam vor längerer Zeit mal mit dieser Leuchte um die Ecke:
Sie stammt aus einem alten Parkhaus. Erleuchtet ist dort zu lesen:
Das ist doch das ideale Schild, um es über die Toilettenkabine zu hängen! Da weiß man immer wenn besetzt ist und sieht, ob man vergessen hat, das Licht drinnen auszuschalten. Auch der Austausch der Leuchtmittel gegen LED ist einfach. Da sind einfach drei E14-Fassungen in Reihe parallel geschaltet:
Aus dem Abrissgebäude, welches mir schon den Grundstock für die Elektrifizierung der Halle lieferte, konnte ich auch noch diese (OVP) Leuchttafel ergattern:
Ist das „Amtsanmaßung“ wenn ich die aufhänge? Die drei Neonröhren samt der beiden Trafos habe ich demontiert. Von einem alten Projekt hatte ich noch einen trennbaren LED-Streifen. Gute Gelegenheit für Recycling:
Auch mit der Abdeckung gibt das eine schön gleichmäßige Erleuchtung:
Für die Montage schnitt ich die Kunststoff-Rückwand aus und verwendete IKEA-Regalwinkel:
Die Winkel hebe ich immer gerne auf. Wie immer bei IKEA, sind sie sehr durchdacht, lassen sich gut montieren und auch im Nachhinein genau justieren. So hängt zumindest das VMI-Schild schon mal:
Um im Genesungswerk für die nötige Erleuchtung zu sorgen, orderte ich 18 LED-Doppelwannenleuchten:
Mit 156 cm Länge passten sie nicht in die Paketkiste und wurden daher direkt vor der Haustür abgeworfen. Die Hasen spucken bei 44 Watt 4000 Lumen in 4000 Kelvin aus. Der Abstrahlwinkel beträgt 120°. Warum ich keine von den schicken Ufo-Werkstattleuchten oder LED-Panele genommen habe, die alle auf Youtube bewerben? Ganz einfach: Wannenleuchten verwenden genormte Leuchtmittel. Die kann ich jederzeit austauschen:
Und an 19,99€ inkl. Leuchtmittel kommt preislich auch sonst kaum was ran. Außerdem war die Montage der Wannenleuchten ein weiterer Pluspunkt. Das seht ihr aber nachher. Im Netz nörgeln immer wieder Menschen, dass man LED-Röhren leicht verpolen kann und sie dann durchbrennen. Dafür muss man aber blind sein:
Auch der elektrische Anschluss stellt einen vor keine Hürden:
Bevor ich aber an die Montage ging, habe ich erst noch eine simple Verbesserung vorgenommen:
Die LED-Röhren strahlen ja ihr Licht ringsum ab. In der dunklen Wannenleuchte nützt es mir aber nix. Abhilfe schafft für schmalen Taler ein Streifen Alu-Klebeband. Von dem Gedanken, das Klebeband knickfrei aufzukleben, muss man sich allerdings verabschieden:
Ist für die Reflexion aber auch egal. Ich habe natürlich auch Vergleichsfotos ohne/mit Alu-Klebeband gemacht. Allerdings sieht man darauf keinen Unterschied. Mit bloßem Auge behaupte ich ihn aber zu sehen. Ehrlich! Egal. Probelauf! Ich habe erstmal zwei Leuchten mit Steckern versehen und mittels Kabelbindern an den beiden mittigen Pfetten befestigt:
Ein Verlängerungskabel samt Mehrfachsteckdose brachte ihnen Strom. Gewagte Konstruktion, aber so konnte ich testen, ob mein Plan, die Leuchten an den Pfetten zu montieren auf ging. Die Pfetten sind ja (genauso wie der Rest der Dachkonstruktion) um 11° geneigt. Daher hatte ich ein wenig Bedenken, dass der Abstrahlwinkel der Leuchten nicht ausreichen würde, um auch die niedrige Wandseite zuverlässig auszuleuchten. War aber unbegründet. Genauso wie die Sorge um den seitlichen Schattenwurf der Sparren. Damit musste ich die Leuchten auch nicht abhängen, sondern konnte sie schön geschützt direkt an den Pfetten verschrauben. Die Montage erfolgt einfach über jeweils zwei Federklemmen:
Da klickt man einfach die Wannenleuchte ein und kann sie dann noch etwas in den Aufnahmen verschieben, um sie auszurichten:
Die Verkabelung erfolgte dann in den Z-Pfetten:
Natürlich habe ich die Pfetten beim Anschluss an die entsprechende Ringleitung auch nochmal extra geerdet. Die Ansteuerung erfolgt ja über Stromstoßrelais im neuen Schaltschrank:
Die haben nebenbei den Vorteil, dass man das Relais auch manuell auslösen kann. So habe ich schon jetzt mit einer provisorischen Stromzufuhr einen Lichtschalter:
Ich bin mit der Ausleuchtung sehr zufrieden. Wenig Schattenwurf, schön gleichmäßig hell und angenehme Farbtemperatur:
Auch mit der Qualität der Leuchten bin ich sehr zufrieden. Alles ausreichend stabil und sauber verarbeitet. Für den Preis eine klare Empfehlung.
Neben dem Schlagschrauber schenkte die Beste von Allen mir noch ein Rollbrett:Diese Kunststoff-Rollbrett fallen alle in China von selben Band und werden dann unter den unterschiedlichsten Namen vertrieben. Man beachte zum Beispiel die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Gedore 905 und den Preisunterschied von 71,97 €.
Inspiriert von der MCM-Folge zum Hyper-Rollbrett habe ich natürlich auch direkt nach Verbesserungsmöglichkeiten geschaut. Was braucht man unten Auto? Natürlich Licht:Diese kleinen LED-Leuchten passen genau auf die abgeflachte Fläche neben dem Kopfpolster. Sie werden mittels magnetischem Streifen befestigt und per USB geladen.
Sind sogar erstaunlich hell:Die zur Befestigung notwendigen Metallstreifen sind enthalten und werden aufgeklebt.
Passenderweise hatte Tante LIDL vor kurzem magnetische Schalen im Angebot:Die halten ebenfalls super auf den Streifen und geben bei Bedarf zusätzlichen Stauraum.
Den ersten Praxistest hat das Rollbrett auch schon hinter sich. Für Zwerge wie mich ist es sehr gut geeignet. Wer aber über 1,75 cm groß ist, könnte mit dem Hintern vom Brett rutschen.
Angespornt durch OSTs LED-Basteleien habe auch ich mir eine kleine Werkstattleuchte geklöppelt.
Aufgabenprofil war: flach, hell, unempfindlich, billig.
Ausgangsmaterial war ein Restposten von ALDIs Unterbau-LED-Streifen. Eigentlich für Küchenzeilen oder Vitrinen gedacht, kommen die 2-Meter-Hasen schon fertig verlötet in einem Gummischlauch (IP 44) samt Trafo und Schalter aus der Packung. 2 Meter Led-Schlauch sind aber etwas unhandlich. freundlicherweise hat Herr Aldi schon serienmäßige Trennstellen vorgesehen:
Da habe ich den Hasen aufgeschnitten (ergibt annähernd 2x 1-Meter, da die Trennstelle nicht ganz mittig war) und die Gummiummantelung entfernt:
Der Lötkolben verband dann vorsichtig wieder die Leiterbahnen:
Schneller Zwischentest:
Leuchtet!
Also alles fein säuberlich auf eine lackierte Leiste geklebt und an den Enden nochmal mit klarem-Gummi-Schrumpf-Klebeband umwickelt:
Fertig ist die Unterbodenbeleuchtung:
Ich hatte erst überlegt da ein „U“ draus zu basteln, in dem man dann liegen kann. Allerdings erschien mir das zu viel Aufwand. Das wäre am Ende zu viel Gerödel mit Scharnieren etc. geworden. Im Endeffekt wirft man das Ding eh nur grob Richtung Arbeitsplatz. Der Abstrahwinkel reicht da regelmäßig gut aus. Auch die Helligkeit ist in Ordnung. Mit zwei Spanngummis lässt sich die Leiste auch gut an der geöffneten Motorhaube befestigen um den Motorraum auszuleuchten.
…war nicht nur Goethes letzte Forderung, sondern auch die Beste von Allen wünschte sich mehr Erleuchtung im automobilen Zusammenhang.
Also ganz real. Nicht intellektuell…. da kann sie mittlerweile abendfüllende Referate über Differentiale und Kardanwellen halten.
„Wunsch“, „Befehl“, alte Ehegeschichte.
Im Combo ist es nachts zappenduster. Da er ja nur ein gestreckter Corsare ist, meinten die Opelmannen ihm für die preisgünstigen Plätze keine Innenraumleuchte spendieren zu müssen. Da muss die Kleinwagenleuchte an der Frontscheibe genügen. Im Kofferabteil finden sich zwar zwei 10W-Sofitten, die sind jedoch so montiert, dass sie lediglich einen großen Schatten auf die Rückbank werfen.
Dass dies suboptimal ist, haben schon Andere festgestellt und zu kreativen Bastellösungen gegriffen.
Das war mir aber zu…öhhh…pragmatisch.
Außerdem störte mich auch, dass dann so viele happige Verbraucher anspringen sobald man die Türen auf hat (2x10W im Heck + 2x5W für die Co-Pilot-Leuchten).
Nutzt man den Combo auch mal zum campen, hätte ich Bedenken, dass die Leuchten mit der Zeit die Batterie leer nuckeln.
Also selbst was gesucht.
LED heißt die Lösung und die kommt als Soffitte fürs Heck:
und als Streifen für die Rücksitze:
Beides geliefert von phil-trade!.
Die Soffitten dürfen nur 42mm Länge haben und maximal zwei LED-Reihen (16mm breit), ansonsten passen sie nicht mehr in den Halter der Lampe:
So passen sie Haarscharf. Beim Kauf sollte man drauf achten, dass 5050-SMDs verbaut sind. Alles Andere sind nur müde Funzeln.
Bei Nacht sah damit der Innenraum des Combos so aus:
Besser, aber nicht wirklich berauschend.
Also zur Installation der LED-Leisten geschritten. Die ist schon etwas aufwändiger.
Die Leisten sollten in die Gepäckfächer über den Rücksitzen montiert werden und die Rücksitze indirekt beleuchten.
Also musste da irgendwie Strom hin, der per Türkontakt gesteuert wird:
An den Türkontakt in der B-Säule kann man leider nicht direkt gehen, da dieser überraschenderweise nur den CAN-Bus ansteuert.
Also müssen die Strippen unter dem Himmel nach hinten zur D-Säule geführt werden.
Mit einer Spirale geht das auch relativ einfach:
Der rote Zeigestock markiert die Durchführung der doppelten Dachhaut.
Nur dort kommt man vom Himmel in die D-Säule. Mit schlanken Fingern kann man die Durchführung durch das Lautsprecherloch erfühlen.
Den Rest des Kabels kann man einfach unter den Himmel schieben.
Den Abgriff an den Kofferraumleuchten habe ich über Steckverteiler gemacht.
So ist der Umbau jederzeit wieder spurlos rückgängig zu machen und ich musste nichts am original Kabelbaum ändern.
Die LED-Streifen passen haargenau auf die leichte Schräge zum Dachhimmel hin, so dass sie diesen anstrahlen und die Rücksitze nur indirekt beleuchtet werden:
Durch ihre gummierte Oberfläche sind sie auch unempfindlich gegen Reibung und Stöße, sollte mal irgendwas in den Gepäcknetzen umherpoltern:
Die Stunde der Wahrheit kam allerdings nachts.
Glücklicherweise hielten die Leisten, was der Verkäufer versprach:
Bei einem indirekten Blick (und dem direkten Vergleich zum Bild weiter oben) erkennt man gut, dass es nun wesentlich heller im Innenraum ist
Ich bin sehr zufrieden und die Beste hat den Befehl als ausgeführt vermerkt.
Auch wenn der Combo durch die Leisten nun ein wenig nach Bling-Bling aussieht.
Nachtrag: Wer den Umbau ebenfalls angehen möchte, sollte vorher zur Sicherheit die Sicherung Nr. 16 (7,5 A; Innenraumbeleuchtung) ziehen.