Aufs Dach gestiegen

Eigentlicher Grund meiner Heimreise war die Dachsanierung unseres Gartenhauses.
Die alten Dachrinnen waren V-förmig angeordnete Bretter, die mit Dachpappe ausgelegt waren. Hier im Hintergrund zu erahnen:
Ensemble mit Gartenhaus
Rustikale Optik, aber nach 20+ Jahren hatte das Regenwasser einen Weg unter die Dachpappe gefunden und die Deckbretter und Sparren angegriffen.
Also alles runtergerissen:
Dach abgedeckt
Wir haben die Chance auch genutzt und den Dachstuhl ein wenig geändert.
Der Dachüberstand auf der Räucherhausseite wird verlängert und bekommt auch eine andere Regenrinne:
Sparren alt vs. neu
Auf dem Bild erkennt man ganz gut, dass der alte Sparren im Vordergrund am Ende abgeschrägt war, um das „V“ der Dachrinne aufzunehmen.
Unter diesem Dachüberstand ist nämlich neben dem Holzstapel ein Sitzplatz, auf dem man herrlich Bier trinken und dem Räucherofen bei der Arbeit zusehen kann.
Allerdings wurde man da bisher bei Regen immer nass, da der Überstand nicht lang genug war, um auch die Füße mit abzudecken. Untragbarer Zustand!
Dank Vadderns Vorbereitung, ging die Arbeit flott von der Hand, so dass am Samstagabend schon die neuen Sparren samt (ebenfalls etwas verlängerter) Deckbretter drauf waren:
neue Deckbretter drauf
Der Überstand ist nun wesentlich breiter und sollte für trockene Füße sorgen:
Verbreitertes Vordach
Später kommen da noch Einbauspots unter den Überstand, damit man dort auch im dunklen sein Bier findet.
Durch die Dachrinne wird der Überstand später sogar nochmal ein wenig breiter.
Am Sonntag haben wir dann die erste Lage Schweißbahnen aufgebracht. Wir haben uns für Schweißbahnen aus dem Dachdeckerbedarf (Icopal Sicotec & BauderPYE PV 200 S5 EN) entschieden. Zwischen diesen und dem Krams, den man im Baumarkt bekommt, liegen Welten! Und das noch nicht mal preislich. Das Geheimnis ist neben der wesentlich durchdachteren Verarbeitung mit integrierter Klebekante (kein verschweißen nötig!) und Überlappungsmarkierungen, der hohe Kautschukanteil. Die Baumarktpappe kann man mit bloßen Händen zerreißen. Bei der Dachdeckerpappe haben wir das selbst zu zweit nicht geschafft.
Leider habe ich vergessen, von den Arbeiten ein Foto zu machen. Lediglich als ein sinnflutartiger Regenschauer runter kam, hab ich zur Kamera gegriffen:
erster Vordachtest
Der Überstand funktioniert übrigens vorzüglich.
Glücklicherweise hatten wir zu diesem Zeitpunkt gerade das Dach provisorisch für die Nacht fertig gemacht:
Unwetter
Als der Regen sich verzogen hatte, haben wir noch ein wenig zusammengesessen und Makrelen geräuchert:
Abschlussräuchern
Das ist jedes Mal ein kleiner Urlaub für mich.
Vaddern hat in den folgenden Tagen die beschieferte Deckschicht aufgebracht und die gegenüber liegende Seite erneuert. Fehlt noch die Dachrinne und ein wenig Feinschliff.

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