Archiv der Kategorie: Am Wegesrand

Die Entdeckungen des Alltags

US-Car Treffen Magdeburg 2014

Die Cruisin-Crew rief im September zum jährlichen US-Car Treffen ins „Bike Inn“, einem ehemalige Munitionsdepot.
Auf der Homepage hieß es „Auch andere klassische Exoten werden von uns gerne begrüßt“.
Damit fühlte ich mich einfach mal angesprochen und bin trotz fiesen Wetters vorbei gefahren:

England ist ja außerdem lediglich der 51. Bundesstaat, wie uns The Lizard erklärt hat.
Zu sehen gab es unter anderem ein Motorrad von Boss Hoss mit V8:

Man beachte übrigens das Hinweisschild auf dem grauen Tor….
Auch einen Opel Hot-Rod gab es zu bewundern:

Ein äußerst stimmiges Erscheinungsbild sind schwarze Felgen mit solch ballonartigen Reifen:

Ansonsten war das Teilnehmerfeld bunt gemischt durch alle Baujahre und US-Hersteller:

Vieles war sehr geschmacksfest individualisiert, wie dieser Camaro:

‚Abgedeckte Scheinwerfer‘ sind ein heute viel zu sehr vernachlässigtes Stilelement:

Sehr gefreut habe ich mich über diesen Exoten:

Ein viertüriger Chevrolet Corvair. Laut Eigentümer ein richtig seltenes Schätzchen.

Man beachte den Verlauf des Keilriemens:

Kein Wunder, dass der Eigentümer gleich zwei Ersatzriemen im Kofferraum spazieren fuhr.
Die absoluten Highlights fanden sich aber auf der Camping-Wiese direkt am Eingang:

Gigantische Pellen:

Auch von vorne ein Augenschmaus:

Die mikroskopischen Rückspiegel sind eines der vielen tollen Details an diesem Wagen:

Direkt daneben stand sein nicht minder böser Bruder:

Der Anblick im Rückspiegel dürfte ziemlich angsteinflößend sein:

Auch hier ist die Heckansicht großartig:

Unglaublich, was für eine Arbeit in den beiden Wagen stecken muss.
Natürlich gab es auch reichlich Vertreter aus der von Mehl immer als „Nuttenvan“ bezeichneten US-Car-Fraktion:

Bei der Innenraumgestaltung gibt’s bestimmt auch free candy:

Die Fotos habe ich vor der Bühne aufgenommen, bei der am laufenden Band Fahrzeuge vorgestellt wurden.
Ein großes Lob muss ich dabei dem Moderator aussprechen! Fundiertes Detailwissen gepaart mit guter Moderationstechnik und angenehmem Sprachstil. Das gibt’s bei Oldtimertreffen leider viel zu selten.
Gerade als ich beschlossen hatte, mich auf den Heimweg zu machen, sorgte dieser Truck für ein mittleres Verkehrschaos:

Wie man sieht, mussten Helfer die Lichterkette hoch heben, damit er drunter her passte. Das mussten sie jedoch ein paar mal machen, damit er vor und zurück rangieren konnte. Im Regen und unter den klugen Ratschlägen der Umstehenden versteht sich. Die Armen!
Alles in allem ein buntes Treffen.

Meine OMMMA 2014

Endlich bin ich dazu gekommen, den Wust von Bildern der diesjährigen OMMMA zu sichten:

Es war zwar eher die Veranstaltung der zwei Takte, aber dass stört den geneigten Autofreak ja nicht.
Wie schon im letzten Jahr ist die OMMMA ein absoluter Pflichttermin. Dementsprechend war auch einiges los, trotz des eher durchwachsenen Wetters:

Direkt am Eingang fand sich dieser liebevolle Eigenbau:

Der Eigentümer ließ das Gerät zwischendurch mal laufen und ich kann vermelden, dass es ausreichend Einzylindrig ist. Erinnerte stark an die „Satte Literschüssel“.
Etwas weiter fand sich dieser seltene Sachsenring P 240 Kombi:

Es gab halt auch Zeiten, da wusste der Arbeiter- und Bauernstaat zu gefallen!
Während ich weiter schlenderte, rollte nahezu lautlos dieser ZIL 114 an mir vorbei:

Als Moskauer Mobster würde ich mich auch heute noch in sowas rumfahren lassen. Alleine in den Kofferraum geht ein ganzer südserbischer Schlägertrupp (unzerstückelt!).
In der DDR mussten die Schlägertrupps gelenkiger sein, standen ihnen doch maximal von Nilsson verlängerte Volvo 264 TE zur Verfügung:

Durfte man noch nicht mal Volvo fahren, so gab es wenigstens im Tatra 613 geballte V8-Power:

Luftgekühlt versteht sich! Ein herzallerliebster Exot, wie ich finde.
Im Geiste der neuen Marktwirtschaft rollte dieser GAZ 24 Wolga auf Cooper Cobra Schlappen daher:

Mit den kapitalistischen Assesoirs hat es dieser Eigentümer jedoch etwas übertrieben:

Rustikaler war da dieser Panzerwagen:

Allerdings wäre ich bei der Lenkradstellung damit eher ungerne durch die Mauer gebrochen:

Der Dreiradfreund in mir wurde auch fündig. Es gab diesen S51-Umbau:

Allerdings müsste ich auf meine geliebten Schlaghosen verzichten, ansonsten fehlt einem nämlich ratz-fatz ein Fuß:

Und auch ein Duo „1/4“ wurde gesichtet:

Wenn ich es recht deute, dürfte das sogar einer der seltenen festen Werksaufbauten sein.
Ein rares Stück verbarg sich hier unter olivgrün:

Ein seltener Wartburg-Kübel. Auch hier glichen sich Ost und West, war er doch gleich ungeeignet fürs Gelände, wie der VW 181.
In die Exotenecke fällt auch dieses Robur-Wohnmobil:

Nach Auskunft des Eigentümers wurde davon lediglich eine Hand voll in Ungarn in Handarbeit gefertigt und nie exportiert. Da er aber unbedingt eins haben wollte, ist er runter gefahren, hat einen Eigentümer ausfindig gemacht und ihm dessen Fahrzeug abgeschwatzt. Respekt!
Respekt verdient auch der Restaurator dieses Fortschritt ZT305-A:

So sauber kamen die sicherlich nicht mal aus dem Werk.
Schmunzeln muss ich immer bei den Achsen der IFA W50 LA:

Das sind gigantische Trümmer an denen immer winzige Niederdruck-Ballonreifen hängen. Im Modder sicherlich sinnvoll, aber von den Proportionen her gewöhnungsbedürftig.
Am Rande fand ich noch dieses Motorrad:

Auf dem Tank stand „WAWO“:

Ich vermute mal, dass das für die Technikspender „Wartburg“ und „AWO“ steht. Leider konnte ich keine näheren Infos dazu bekommen.
Was hier aussieht wie ein schnöder Citroën Visa:

Ist bei näherer Betrachtung ein amtlicher Exot. Es handelt sich dabei nämlich um einen Oltcit Club 11 R.
Ein zwingender H-Kennzeichen-Kandidat war dieser liebevoll optimierte Škoda:

Ein schönes Detail im Heck dieses Saporoshez SAS 968 finde ich den integrierten Benzintrichter:

Den trifft der Iwan auch noch mit 3 ATÜ auf dem Kessel.
Das das Publikum für diese Veranstaltung weit anreist bewies neben der ganzen Brigarde Holländer auch dieser Saporoshez SAS 968M aus Weißrussland:

Da auf der OMMMA auch traditionell gecampt wird, fanden sich da auch einige schöne zeitgenössische Accessoires:

Außerdem hatte ich den Eindruck, dass kein einziger QEK Junior nach der Wende weggeschmissen wurde:

Es war auch in diesem Jahr eine runde und bunte Veranstaltung.
Die Organisation ist gut, ebenso die Infrastruktur. Insbesondere der Eintritt war mit 3 Euro sehr preiswert!
Auch fürs nächste Jahr wieder ein Pflichttermin.

Mehr Bilder gibt es wie immer im zugehörigen Album.

Altautotreff Magdeburg September 2014 -Review-

Am vergangenen Sonntag war wieder Altautotreff in Magdeburg.
Glücklicherweise war ich diesmal nicht alleine:

Konstantin war mit seinem V124 da, den er zusammen mit drei Freunden am letzten Vatertag gekauft hat.
Er meinte, dass glücklicherweise niemand von ihnen nüchtern war, sonst hätten sie ihn nicht gekauft…
Euch irritieren die Dimensionen?
Ein Blick auf die andere Seite bringt Erleuchtung:

Es handelt sich dabei um die ab Werk zu bestellende Langversion des W124!
Der Radstand der Limousine wuchs um 80 Zentimeter auf 3,60 Meter, auch die Gesamtlänge legte um das gleiche Maß zu.
Dadurch erfreut der Innenraum mit einer vollwertigen mittleren Sitzbank:

Interessanterweise hat die mittlere Sitzreihe in diesem Fahrzeug keine Gurte, obwohl dafür Aufnahmepunkte vorgesehen sind. Laut Konstantin sind die Gurte auch in den Papieren offiziell ausgetragen!
Ich wusste gar nicht, dass sowas möglich ist.
Solche Fahrzeuge verdeutlichen auch immer die Größenverhältnisse bei meinen Kisten. Wenn der Rialto endet, kommen bei Konstantins V124 noch zwei Sitzreihen und ein Kofferraum…