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Wie eine Giraffe… II

Die Buddelei für die Wallboxen hatte ich ja dazu genutzt, nach der vermeintlichen Haupt-Abwasserleitung in der Garage zu forschen.
Leider haben wir für das Haus keinen Leitungsplan und nur ein paar mieserable Fotos vom Bau. Auf einem der Fotos ist ein großer Graben quer durch die Garage zu erkennen, welcher an dieser Stelle gegen die Hauswand lief. Meine Hoffnung war, das dieser Graben auch für die Abwasserleitung genutzt wurde.
Also ab in die Tiefe:

Dabei fand ich aber leider nur die Frischwasserleitungen zu den Garagen-Wasserhähnen und die Hauptwasserleitung des Hauses:

Nachdem ich 90 cm tief vorgestoßen war, habe ich noch weitere 40 cm mit einem Moniereisen sondiert aber auch nichts gefunden:

Schade. Damit liegt dort wohl wirklich nur Frischwasser und das Abwasser läuft am anderen Ende des Hauses unter der Terrasse Richtung Straße.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich (ohne größere Baumaßnahmen) keinen Abwasseranschluss für das Garagen-Waschbecken realisiert bekomme.
Da die dort anfallende Abwassermenge (insbesondere nach Fertigstellung des Genesungswerkes) überschaubar sein wird, werde ich mich mit meiner Kanisterlösung arrangieren müssen.
Dazu habe ich als erstes den mittels Heißluftfön angepassten DN50-Abfluss durch ein DN50/40-Reduzierstück ersetzt, was nun genau in den Ausguss des Kanisters passt:

Ein kurzes Stück DN40 verhindert ein herausrutschen.
Bei der Gelegenheit habe ich auch noch einen 1/2″-90°-Winkel montiert, damit der Panzerschlauch von der Mischbatterie nicht mehr abgeknickt verläuft:

Das gebuddelte Loch ist trotzdem hoffentlich nicht gänzlich vergebens. „Die Tage“ (seit 6 Monaten) soll nämlich noch der lokale Glasfaseranbieter seinen Subunternehmer vorbei schicken, um uns die Leitung ins Haus zu schießen. Die würde ich da gerne in Empfang nehmen und durch den Durchbruch der Wallboxen in den Technikraum führen.

Wie eine Giraffe…

…am Wasserloch. So sah es bisher aus, wenn ich vor unserem Wasserhahn in der Garage rumasseln musste:

Die Vorbesitzer wollten da schlau sein und haben die beiden Zapfstellen in der Garage als „Gartenwasseranschluss“ deklariert.
Warum auch immer man das extra machen will, wenn man schon einen Brunnen auf dem Grundstück hat, aber egal.
Auf jeden Fall ist der verbliebene Wasserhahn (die zweite Zapfstelle musste schon für das Krawatteneck weichen) recht tief montiert und hat (natürlich) keinen Abwasseranschluss.
Wenn ich also in der vergangenheit Pinsel o.ä. ausgewaschen habe, musste ich immer in dem Eimer rum planschen und die Brühe nachher anderweitig auskippen.
Nervig.
Aus den dürftigen Fotos vom Hausbau, die wir mit den Unterlagen bekommen haben ist ersichtlich, dass die Haupt-Abwasserleitung durch die Garage verläuft. Da wäre also ein Anschluss möglich. Das Pflaster muss ich eh für die Verkabelung der Wallboxen aufnehmen (schöne Weihnachtsarbeit).
In der Zwischenzeit habe ich mich aber schon mal um ein Waschbecken gekümmert.
Natürlich sollte an die Stelle was robust-zweckmäßiges. Gerne mit Spritzschutz. Die heißen dann „Ausgussbecken„. Da gibts reichlich auf dem Markt.
Leider sind die aber alle mehr oder minder bündig zur Wand. Quasi so:

Das Problem war aber die Auf-Putz-Montage der verpressten Wasserleitung samt Wandscheibe (siehe Bild ganz oben). Da hatte ich wenig Ambitionen, die Leitung neu zu verpressen und unter Putz zu verlegen, nur um ein Ausgussbecken in die Garage zu bekommen.
Glücklicherweise stolperte ich bei der Suche über das „Funktionsbecken Multi“ von Marley.
Das Becken selbst hat dabei etwas Abstand zur Wand für die Mischbatterie. Genau das, was ich brauchte:

Was mich dann noch störte war, dass ich durch den neuen Wasserhahn den Anschluss für den Gartenschlauch verlieren würde.
Während der Winterzeit entwässere ich ja immer unsere Brunnenwasseranlage, so dass ich den Ofuro im Winter über das Hauswasser befüllen muss.
Die Erste Überlegung war, die Wandscheibe auf zwei Anschlüsse aufzuteilen:

Die Teile hatte ich noch da und es wäre eine gute Lösung geworden.
Leider hätte dann aber das Waschbecken so hoch montiert werden müssen, dass ich nur noch vor der Brust hätte pütchern können.
Jetzt ist es ein klassischer Anschluss geworden und ich muss mich nach einem passenden Adapter für den Perlator umgucken:

Ja, der Panzerschlauch ist auf dem Bild leicht geknickt. Bisher hindert das den Durchfluss aber nicht. Hatte ich halt noch liegen.
Bis ich den Abfluss frei gebuddelt habe, findet die Entwässerung provisorisch über einen 20l-Kanister statt:

Ein HT40-Rohr hätte genau in die Öffnung des Kanisters gepasst, aber ich hatte leider kein Übergangsstück HT50/40 mehr im Haus. Der Heißluftfön regelte auch auch dieses Problem vorübergehend.
Ansonsten funktioniert das Ausgussbecken schon super:

Auch für einen Eimer ist gut Platz zum hantieren: