Schlagwort-Archive: Braunschweiger

REMA I Restaurierung

Ein großzügiger Mitmensch hat mir mal wieder ein scharfes Stück Schreibtisch-Deko in die Hände gespült.
Eine historische Rechenmaschine:
Rechenmaschine Vorderseiteseite unrestauriert
Leider stand das Prachtstück jahrelang in einem feuchten Keller.
Dementsprechend muss ich da auch einiges an Liebe investieren, bis sie wieder adäquat ausschaut und funktioniert. Glücklicherweise sind alle Gehäuseabdeckungen verschraubt, so dass ich wohl einigermaßen ans Innenleben dran kommen kann.
Auf der Rückseite sind noch Reste eines Herstelleraufdrucks erkennbar:
Rechenmaschine Rückseite unrestauriert
Erkennbar ist:
„**ger Rechenmaschinen-Fabrik
REMA G.m.b.H.
Braunschweig“
Eine kurze Google-Suche später kommt man auf diese Seite.
Dort steht neben einigen technischen Daten, dass die Maschine eine „REMA I“ ist und zwischen 1915 bis 1924 in einer Stückzahl von 5000 Einheiten produziert wurde.
Meine ist die Nummer 2407.
In hübsch restauriert sieht das ganze dann so aus:

Glaubt man dieser Seite (und den dortigen Bildern vom wunderschönen mechanischen Innenleben), so waren die Maschinen von REMA ein Musterbeispiel an Fertigungspräzision: „Die Sprossenräder und auch die Einstellringe sind aufwändig und teuer aus Bronze gefertigt, zudem mit äußerster Präzision – ein weiteres Beispiel für den technisch hohen Anspruch. Vielleicht war die teure und kompromißlos perfekte Fertigung einer der Gründe, weshalb die Firma in Zahlungsschwierigkeiten geriet und von der Grimme, Natalis und Co. AG aufgekauft werden konnte.“

Ich liebe solche mechanischen Kunstwerke!
Es wird mir eine Freude sein, ihr wieder zu altem Glanz zu verhelfen.

Jetzt muss ich nur noch lernen, wie man mit sowas überhaupt rechnet….