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OpenWB und SmartWB Installation IV

Nachdem alle Kabel passend verscharrt waren, kam der Elektriker.
Wie schon mit ihm besprochen prüfte er alle Anschlüsse, Leitungen sowie Schutzeinrichtungen und klemmte dann die Wallboxen im Schaltschrank an.
Inklusive abschließendem Test war die Geschichte in zwei Stunden gegessen. Mit Kleinmaterial und Anfahrt kostete uns das 180 €. Das ist zu verkraften.
Leider war das aber auch so unspektakulär, dass es da eigentlich nichts drüber zu berichten gibt. Wie gesagt: Wer eine Steckdose anklemmen kann, kann auch eine Wallbox anschließen.
Gut, dachte ich, schreibst du halt über die Einrichtung und Erstkonfiguration der Wallboxen. So mit gemeinsamem Lastmanagement (Für die Genehmigungsfreiheit beim Netzbetreiber wichtig) wird das ja wohl ausreichend Lesestoff fürs Blog geben.
Am Arsch die Waldfee!
Ich habe erst mal die SmartWB, welche ja später von der OpenWB gesteuert werden soll, konfiguriert. Dank der wirklich guten Dokumentation und der sehr übersichtlichen Konfigurationsseite war das eine Sache von maximal 5 Minuten. Wer jemals einen neuen Fernseher eingerichtet hat, stößt da auf keine Probleme.
Gut, dachte ich wieder, aber die OpenWB, da wird es bestimmt etwas sportlicher! Schließlich fließen da gelegentlich Tränen im Tesla-Forum.
Aber auch hier: Pustekuchen
Der Installationswizzard führt einen schnell und zielstrebig durch den Prozess und da wir (aktuell) weder Photovoltaik noch eine Powerwall haben, war die Installation nach nicht mal 10 Minuten gegessen.
Auch hier: Da ist die Einrichtung einer neuen Fritzbox deutlich schwieriger.
Das Lastmanagement war ebenfalls schnell eingerichtet.
Unter „Modulkonfiguration -> Ladepunkte“ wählt man „SmartWB“ als weiteren Ladepunkt aus und unter „Einstellungen“ füllt man ganz unten folgenden Dialog aus:

openWB Einstellungen

So wird die Ladeleistung beider Wallboxen auf zusammen 11 kW begrenzt. Fertig.
Aktuell sitzen die Entwickler der OpenWB übrigens an einer großangelegten Überarbeitung der Software, so dass die Bedienoberfläche mit dem (natürlich kostenlosen, weil Open Source) Roll-out von Version 2.0 deutlich anders aussehen wird.
Es tut mir wirklich leid, dass ich euch da jetzt nix spannendes bieten kann, aber die Einrichtung war wirklich ein Kinderspiel.
Sorry.
Etwas Hoffnungen hatte ich dann noch in die KfW gesetzt, die uns den Bums ja fördern möchte.
Da findet man in einigen Foren erboste Einträge von abgelehnten Förderbescheiden und nachgeforderten Unterlagen.
Aber auch hier kann ich von keinen Aufregern berichten. Die Website ist aufgeräumt, es wird einem immer genau gesagt, was man wo und wie hochladen soll. Bei uns waren es lediglich die beiden Kaufbelege der Wallboxen sowie die Rechnung des Elektrikers. Auf Letztere hatte ich ihn extra „Anschluss vorhandener Wallboxen nach DIN VDE 4100 & VDE 0100 entsprechend der KfW-Förderung“ schreiben lassen, damit klar ist, dass es nicht die Rechnung für sechs neue Steckdosen o.ä. ist. Mehr Unterlagen wollte die KfW nicht. Weder den als Fördervoraussetzung benannten Nachweis von Ökostrom-Bezug, noch den Nachweis zur Steuerung vom Netzbetreiber. 14 Tage später hatten wir die Auszahlungsbestätigung der KfW in der Hand und nochmal 14 Tage später das Geld auf dem Konto.
Wie ihr seht: Echt keine Herausforderung.
Die Anmeldung beim Netzbetreiber muss über den Elektriker laufen. Da gibt es ein extra Online-Portal, zu dem nur Elektriker Zugang haben.
Die größte Hürde scheint aktuell zu sein, ein E-Auto zum testen zu bekommen. Zwar ist in der Nachbarschaft ein ID3 vorhanden, aber wenn ich den (aus welchem Grund auch immer) kaputt spiele, könnte dies das nachbarschaftliche Verhältnis durchaus stören. Da streite ich mich lieber mit irgendeinem Händler über seinen kaputten Vorführwagen.
Während ich da auf einen Termin warte, kann ich die Wände ja schon mal wieder verputzen.