Sind wir nicht alle ein bisschen Ubuntu?

Heute mal was computeriges.
Bisher liefen unsere Rechenmaschinen immer mit XP Professional. Wie mein Bruder aber unlängst meinte, ist XP „ein totes Pferd, dass man besser nicht mehr streicheln sollte.„.
Warum dann also nicht schon frühzeitig auf ein freies Betriebssystem umsteigen und die Zeit bis zur vollständigen Einstellung mit Eingewöhnung verbringen?
Seit meinen Anfängen mit DOS bin ich aber skeptisch, was Betriebssysteme angeht, die sich hauptsächlich nur mit Textbefehlen füttern lassen. Dementsprechend kritisch stand ich den ganzen Linux-Derivaten gegenüber. „Eigentlich nur was für Geeks Profis…“, so mein Vorurteil. Nachdem aber auch mein älterer (und gänzlich ungeekiger) Cousin Florian erzählte, dass er glücklich mit Ubuntu sei, hab ich den Laptop der besten Freundin von Allen mal als Testlamm geopfert.
Was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert! Ich hätte nie gedacht, dass ein Linux-OS so benutzerfreundlich sein könnte! Selbst die Beste brauchte nur wenige Tage Eingewöhnungszeit um wie selbstverständlich mit dem „Software-Center“ und OpenOffice um zu gehen. Ein ganz großes Lob an die Entwickler!
Dementsprechend bin ich auch gerade dabei unseren gesamten Rechner-Fuhrpark in Osnabrück (2x Laptops, 1x Desktop-PC) auf Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“ um zu rüsten.
Meinen Desktop-PC benutze ich mit beiden Betriebssystemen parallel (auf getrennten Festplatten) um die Daten langsam zu migrieren. Auch das funktioniert absolut perfekt und kinderleicht. Bei jedem Start des PCs bekomme ich einen Auswahlbildschirm, von dem ich wählen kann, welches OS ich starten will. Ubuntu kann auch mit NTFS-formatierten Datenträgern um gehen. Daher kann ich auch aus jedem Betriebssystem auf jede meiner Platten zu greifen. Herrlich!
Sofort angetan war ich von den vier unter Ubuntu zur Verfügung stehenden Desktops. Der Kubus rotiert bei mir dauernd:

Einer zeigt das Dateisystem, einer den Firefox samt Desklets und RSS-reader und einer den E-Mail-Client „Evolution
Einzige Wehrmutstropfen bisher:

  • Mein Haufen MS Publisher-Dateien lässt sich nicht (direkt) konvertieren
  • Meine heiß geliebte Logitech G15 MK I-Tastatur ist ein wenig mickrig supported

9 Gedanken zu „Sind wir nicht alle ein bisschen Ubuntu?“

  1. emacs taugt nur als Religion….

    Viel gravierender ist allerdings, dass Zooomr keinen Upload aus nem Linux-Webbrowser zu lässt. Dammte Kacke.
    Bisher hab ich auch nur nen Uploader für flickr gefudnen. Zooomr scheint niemand zu benutzen.

  2. Wenngleich die aktuellste Version schon beinahe drei Jahre alt ist, solltest du mal einen Blick auf jUploadr werfen. Der läuft unter Linux und unterstützt neben Flickr auch Zooomr.
    Was Publisher anbetrifft – der hält mich bisher auch immer noch davon ab, endgültig auf OpenOffice umzusteigen. Aber lange kann dieser Widerstand nicht mehr aufrecht gehalten werden. Vielleicht konvertiere ich vorher einfach alle Publisher-Dokumente in PDF und erstelle sie dann nur bei Bedarf neu. Die Hoffnung auf ein XML-basiertes Dateiformat habe ich da inzwischen auch aufgegeben.
    Hast du für die Logitech G15 mal den G15Daemon ausprobiert?

  3. jUploadr hab ich gerade schon durch gekaut. Zooomr sperrt sich immer noch gegen eine Zusammenarbeit. Man kann daher nur Flickr-Accounts frei schalten.
    Ich werde wohl per wine eine Windows-Firefox-Version samt Java installieren müsssen. Das ist der einzig gangbare Weg, den ich bisher aufgetan habe.

    Jau G15daemon hab ich auch schon drauf. Allerdings hat das noch einige Kinderkrankheiten die ich bearbeiten muss (startet trotz Autostart-Eintrag nicht). Außerdem ist die Auswahl an Apps dafür traurig gering.

  4. ich könnte jetzt mal auf die kacke hauen, aber ich kenn da genug andere baustellen an meinem system :). allerdings funktioniert zooomr upload hier problemlos. opensolaris snv_129 mit firefox 3.5.5 und flash 10.0r45. java dürfte da allerdings nix mit zu tun haben, der default uploader von zooomr nutzt flash. zumindest als ich ihn das letzte mal benutzt habe. vl nen 64 bit problem? die linuxer meinen ja alles mit 64 bit übersetzen zu müssen. k.a. wofür nen browser mehr als 4 gig ram brauchen soll 🙂

  5. Ok, der Upload zu Zooomr funktioniert jetzt auch. Hab durch Zufall rausgefunden, dass der Grund, warum mir beim Uploader immer nur leere Ordner angezeigt wurden der war, dass die Bilder von meiner Kamera nach Ubuntu mit groß geschriebener Dateierweiterung kamen. Zooomr kennt aber nur klein geschriebene Dateierweiterungen….
    Nachdem ich also „Adrian_nackt.JPG“ in „Adrian_nackt.jpg“ geändert habe, läuft der Upload…..
    Was nen blöder Fehler!

  6. Ja, nee. Unixoide Betriebssysteme unterscheiden bei Dateinamen zwischen Groß- und Kleinschreibung (vgl. auch Wikipedia: Dateiname). Will heißen: Du kannst im selben Verzeichnis die Dateien „flaschendrehen_beim_swingerabend.JPG“ und „flaschendrehen_beim_swingerabend.jpg“ haben. Nun könnte man berechtigterweise argumentieren, der Uploader möge doch gefälligst nach allen Spielarten der Endungen suchen. Aber per se ist das Verhalten erstmal korrekt.

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