Unterwegs im Namen des Automobils

Die letzten Tage standen ganz im Zeichen des Automobils.
Am Donnerstag quartierte sich mein Bruder Tobias bei uns ein und wir besuchten am Abend den Garagendonnerstag beim Außendienst in Ankum.
Wie immer sehr unterhaltsam und lehrreich. So gab es in gemütlicher Runde den „Telekolleg – Trommelbremsen“. Leider vergaßen wir über all die Schnackerei den draußen oben offen im Regen stehenden Porsche 911. Der war nachher eine Badewanne. Ästhetisch, aber leider nicht gewünscht. Naja, er soll eh restauriert werden…
Ich hab mal keine Fotos vom Abend gemacht. Ihr findet sie bei Interesse unter obigen Link.
Am Samstag waren wir in Hamburg zu unserem Rallye-Kollegen Atze vom Team “Øltanker” eingeladen.
Um nicht nur für einen Abend dort hoch zu gurken, haben wir den Vormittag im Prototypen-Museum verbracht.
Lecker! Sehr lecker!
Schon von außen zeigt sich das Museum von seiner besten Seite:
Prototypen Hamburg 17
Die Ausstellungsräume sind sehr unterschiedlich gestaltet.
Der erste Stock ist sehr hell und rein weiß:
Prototypen Hamburg 18
Im Erdgeschoss dominieren glatte Betonflächen und Stahl im Kunstlicht:
Prototypen Hamburg 23
Im Untergeschoss hingegen dominiert historisches Ziegelgemäuer mit schwarzen Zwischenelementen:
Prototypen Hamburg 56
Aber nicht nur architektonisch ist das Museum ein Augenschmaus! Auch die Exponate und die Art der Präsentation sind toll!
Wir waren erstaunt, wie nah man an die Exponate ran darf. Kein Seil trennt den Betrachter von den (teilweisen) Einzelstücken!
Prototypen Hamburg 20
Zu den einzelnen Fahrzeugen gibt es in den Boden eingelassene Monitore, auf denen historisches Bildmaterial und sonstige Informationen dargeboten werden. Dazu gibt es noch eine „Sound-Kabine“, in der man sich den Motorensound der verschiedenen LeMans-Porsche anhören kann. Auch einen kleinen Kinosaal gibt es, in dem verschiedene Benzin-Streifen laufen. Als wir da waren lief z.b. „100 Porsches an me„. Der Porsche 356-Fahrsimulator (in echter 356-Hülle) war leider defekt. Der soll auch sehr unterhaltsam sein. Den Eintritt von 7,50€ war aber alleine schon die kleine öffentliche Bibliothek wert, in der wahllos Benzin-Bücher standen. Vom Austin Princess-Reparaturhandbuch bis zu „Typenkompass Zündapp“. Sollte ich mal nen Tag in Hamburg tot schlagen müssen, werde ich mich da einfach rein setzen. Scheiß auf Reperbahn!
Ich traf auch einige alte Bekannte im Museum wieder:
Prototypen Hamburg 26
Momentan ist nämlich noch die Sonderausstellung zu den „Fahrmaschinen“ von Ernst Neumann-Neander dort untergebracht.
Dabei erfuhr ich auch, dass der legendäre „Selbstbau-Neander“ garnicht, das in Speyer gezeigte Fahrzeug ist, sondern ein Dreirad mit jeweils versetzten Rädern:
Prototypen Hamburg 44

Prototypen Hamburg 45

Gelenkt wird hierbei nur mit dem hintersten Rad! Was eine geile Konstruktion!! Ich muss mich wirklich dringend um die 1940er Ausgaben der Zeitschrift „Motorrad“ kümmern! Das Fahrzeug nachzubauen würde mich ohne Ende reizen.
Die sonstigen, von mir geschossenen, Fotos aus dem Prototypen Museum findet ihr, wie immer im zugehörigen Zooomr-Set.

Abends gings dann zur Geburtstagsparty. Auch da war natürlich unter den angereisten Rallye-Kollegen Altblech eines der Themen!
Einer der Gäste war auf seiner Jawa 125 „Kývačka“ angereist:
Geburtstag bei Atze 60
Die Jawa ist ein Garagenfund in absolutem Originalzustand. Wenn ich mich recht entsinne wurde sie 1953 erstmals zugelassen und war dann von 1956 bis 2007 eingemottet. Entsprechend gering ist auch der Kilometerstand. Wenn Interesse besteht, vermittele ich gerne den Kontakt zum Eigner. Er will sie nämlich für 2000€ verkaufen.
Gefeiert wurde draußen in einer Jurte:
Geburtstag bei Atze 66
Dank Feuer in der Mitte war es kältetechnisch erträglich.
Da ich ein so artiges Kind war, durfte ich am nächsten morgen auch mit Atzes Land Rover Defender Brötchen holen fahren:
Geburtstag bei Atze 67
Ist schon ein andere Welt, wenn man sonst eher auf dem Asphalt kauert und der Schaltknüppel die Länge eines Zeigefingers hat… trotzdem sehr unterhaltsam! Schönes Spielzeug!

Am Sonntag war dann mal wieder „Attack of the Altwagen„:
Attack of the Altwagen September 76
Die Regenprognose hatte wohl einige abgeschreckt. Allerdings gab es mal wieder Neuzugänge.
Ein Mercedes-Benz /8 220 D:
Attack of the Altwagen September 71
Ein Golf I CL:
Attack of the Altwagen September 2010 1
Der Golf hatte einige seltene Details. So zum Beispiel original graue Stoßstangen mit Chromkeder:
Attack of the Altwagen September 69
Auch die Hutablage war stilsicher ausstaffiert:
Attack of the Altwagen September 74
Ebenfalls ein Neuzugang war dieser Dodge Coronet:
Attack of the Altwagen September 72

Attack of the Altwagen September 73
Mal wieder eine kurzweilige Veranstaltung. Allerdings trieb uns die aufkommende Kälte nach knapp zwei Stunden wieder auseinander.
Ab nächsten Monat gilt übrigens die Winterzeit!! Da startet das „Attack of the Altwagen“ schon um 15 Uhr!
Wir sehen uns also das nächste Mal am 17.10..
Leider hatte das Wochenende auch seine automobilen Schattenseiten.
Irgend ein Arschpansen hat bei uns auf dem Hinterhof (!!) den Scheibenwischer vom Astra der besten Freundin von Allen abgebrochen:
Opel Astra Heckscheibenwischer (unkenntl)
Das kann auch kein Versehen gewesen sein. Man sieht noch die Spuren, wie derjenige den nach oben „abgedreht“ hat. Was ein Arschloch! Gleich alle weggenozidieren!
Naja, mal Anzeige gegen Unbekannt stellen. So geht es wenigstens in die Statistik ein.
Morgen ziehe ich über den Schrott und gucke nach passendem Ersatz.

Ein Gedanke zu „Unterwegs im Namen des Automobils“

  1. Gute und vollständige Zusammenfassung der Ereignisse! Das war wirklich ein schönes Wochenende.
    Als Ergänzung zur Jawa vielleicht noch: Ich meine mich zu entsinnen, dass das Motorrad Baujahr 1968 (Kilometerstand: knapp 1400 km) war. Würde vom Modell her auch noch passen, wenn man mit dieser vergleicht, die in Bangalore für umgerechnet etwa 900 Euro zum Verkauf steht. Falls die jemand kaufen möchte, fahre ich gern mit und bringe anschließend das Auto wieder zurück.

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